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W
Habe seit längerem eine schleichende Veränderung an
mir festgestellt. Die fing vor vielen Jahren an.
Ich bemerke bei mir immer eine schlechtere Veränderung.

Es sind private wie auch berufliche Probleme.
Bekomme die nicht in den Griff.

Hier ein Schnelldurchlauf meines Lebens:
Beruflich komme ich aus dem medizin. Bereich.
In den verschiedenen Zeiten von 2 bis 24 Monaten
arbeitete ich in verschied. Praxen.
Es waren innerhalb 10 Jahre ca. 16 verschied. Arbeitgeber.
Am Anfang suchte ich die Fehler immer bei mir.
Das mache ich schon lange nicht mehr.
Denn ich kenne die wahren Hintergründe u. ich weis
aus seriöser zuverlässiger Quelle das die Fehler nicht
bei mir liegen. Die Probleme findet man an dem System.
Die ganzen AG haben durch ihr Verhalten mir gegenüber
innerlich bei mir etwas angeknackt.
Heute habe ich für solche Leute nur noch Verachtung übrig.

Mit der Zeit wurde ich immer depressiver und wütender
auch auf Praxen wo ich noch nie gearbeitet hatte.
Nach dem Motto die sind alle gleich.

Machte eine Umschulung. Aber da war es ähnlich.
Wurde gemobbt und bekam immer noch extra Arbeit obendrauf
wo andere Pause machten. Am Anfang hielt ich die Füße still
aber es wurde immer doller. Irgendwann gab ich contra und
ließ mir nichts mehr gefallen. Mit sachlichen Gegenargumente stellte
ich meine Kollegen zur Rede. Half aber alles nicht.
Im Gegenteil. Lügen wurden beim Chef verbreitet und wieder
war ich die Dumme die arbeitlos wurde.

Wenn ich zurückblicke - so empfinde ich nur noch Verachtung und Wut
denen gegenüber die mir so etwas antun.
Könnte hier endlos weiterschreiben, aber das wäre dann zuviel.

Nun mal zu den privaten Problemen.
Habe meinen 5 Freund.
Bei allen lief alles nach dem gleichen Schema ab.
Am Anfang der Kennenlernphase beschnuppert man sich ja
und klärt ab ob der Partner Familiensinn hat und sich kinder wünscht.
Wenn dann nach 2-3 Jahren dann ein Kind haben möchte
so will er dann nicht. Das ist mir schon beim 5 Freund passiert.
Erst sagen sie alle jaja. Und dann nach einer gewissen Zeit ist alles
nicht mehr wahr.

Auch in der Partnerschaft wurde ich belogen und hingehalten.
Erst Versprechnungen und dann waren alles nur Lügen.

Auch da habe ich einen Knack in der Seele bekommen.
Weiß nicht was schlimmer ist.
Die privaten oder die beruflichen Sorgen.

Jedenfalls bin ich oft wütend und traurig.
Mittlerweise so stark das ich sauer auf alle bin.
Am liebsten würde ich zuhause bleiben und niemanden sehen wollen.
Manchmal weine ich, aber nicht aus Angst sondern aus Verzweiflung.

Manchmal habe ich soviel Wut - weil ich mich von niemanden verstanden fühle - das ich nicht mehr sachlich und ruhig diskutieren kann.
Sondern ich werde sehr laut.
oder
ich ziehe mich zurück in eine stille Ecke und weine.

.............. mein Problem ist das ich kein Vertrauen mehr habe.
Ich will eigentlich nur in Ruhe gelassen werden.


Warum ich dies im Forum schreibe.
Um Frust, Traurigkeit, Enttäuschung und Wut abzuladen.

Zu einem Psychologen gehe ich nicht hin.
...............habe Vorurteile und kann mir nicht vorstellen das
der/die mit ein paar Worte mir helfen kann.
und Tabletten nehme ich erst recht nicht. NIE !!

01.07.2008 18:49 • 13.07.2008 #1


5 Antworten ↓


S
hallo

die heutige arbeitswelt ist wirklich sehr schwierig. viele machen ähnliches durch, kann auch ein liedlein davon singen. aber das ist nicht, was ich dir sagen wollte...

das was ich sagen will, willst du eigentlich nicht hören, aber such einen therapeuten auf. mit einem hast du recht, mit ein paar worten wird er/sie dir nicht helfen können. therapie ist eine langwierige, schwierige (manchmal auch schmerzenden) und aufrüttelnde arbeit.

in erster linie wäre es wohl ratsam, mit einem therapeuten zu beleuchten und zu erlernen, wie du vertrauensbruch, verletzungen, enttäuschungen besser umgehen kannst. medikamentöse unterstützung ist dabei nicht zwingend von nöten.

lass deine vorturteile mal aussen vor und steck nicht alle therapeuten in die psycho-schublade. natürlich ist nicht jeder für dich geeignet. du musst jemanden finden, der dir entspricht und zu dem du vertrauen aufbauen kannst. dafür gibt es vorgespräche.

liebe grüsse

leaina

01.07.2008 19:08 • #2


A


Veränderung an mir

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W
Hallo

Danke für deine Nachricht.

Zitat von Dir:
........das was ich sagen will, willst du eigentlich nicht hören, aber such einen therapeuten auf. mit einem hast du recht, mit ein paar worten wird er/sie dir nicht helfen können. therapie ist eine langwierige, schwierige (manchmal auch schmerzenden) und aufrüttelnde arbeit.
------------------------------
In meiner Familie, Umfeld und Freundeskreis ist es nicht gerne gesehen
wenn man zum Psychologen geht.




Zitat von Dir:
in erster linie wäre es wohl ratsam, mit einem therapeuten zu beleuchten und zu erlernen, wie du vertrauensbruch, verletzungen, enttäuschungen besser umgehen kannst.
-----------------------------------
kann ich das nicht selber lernen.
Mich selber therapieren. z.B. ein spezielles Buch
z.B. das Buch ab heute greift mich niemand mehr an.
Kann ich mich mit dem Buch selbst therapieren.


Zitat von Dir:
lass deine vorturteile mal aussen vor und steck nicht alle therapeuten in die psycho-schublade. natürlich ist nicht jeder für dich geeignet. du musst jemanden finden, der dir entspricht und zu dem du vertrauen aufbauen kannst.
-----------------------------
............ und wer ist der richtige Psychologe ?
Kann nur das Telefonbuch aufschlagen und mir einen Namen heraus
suchen. Ob der aber der richtige oder falsche ist kann ich nicht sagen.
Und öffnen gegenüber einem/einer Fremden.


Kann so eine Therapie auch Nebenwirkungen auf die Seele haben.
Ungewollte Nebenwirkungen. So das einem dann alles egal ist
und man keine Ziele her hat. Den das will ich nicht.
Möchte zwar meine Probleme lösen, aber nicht mit dem Opfer
das mir alles gleichgültig und egal ist.

02.07.2008 18:30 • #3


J
am beginn schreibst du, habe seit einiger Zeit Veränderungen an mir festgestellt. Kannst du dich noch daran erinner, welches Verhältnis du vor diesen Veränderungen zu anderen Menschen hattest? Und welche Einstellung zu Beziehung?
Vielleicht bringt dich das auf deinen weg zurück?

11.07.2008 14:42 • #4


S
hallo welcherWeg

Zitat:
In meiner Familie, Umfeld und Freundeskreis ist es nicht gerne gesehen
wenn man zum Psychologen geht.


warum nicht? es ist keine schande professionelle hilfe zu suchen, wenn man selber nicht mehr weiter kommt. versuch dich frei davon zu machen, was andere über dich denken (tut übrigens in den verschiedensten situationen gut). es ist DEIN leben, dass dir so viel lebensqualität wie möglich bieten soll. du darfst jederzeit um hilfe dafür bitten.


Zitat:
kann ich das nicht selber lernen.
Mich selber therapieren. z.B. ein spezielles Buch
z.B. das Buch ab heute greift mich niemand mehr an.
Kann ich mich mit dem Buch selbst therapieren.


man kann durch bücher verstehen lernen und auch ansatzpunkte finden, sein denken umzustellen. wie viel erfolg du aus einem buch ziehen kannst, kommt sehr auf dich selber drauf an. manche können das besser, andere schlechter - zumal das buch nicht interagiert. gespräche können dagegen von einer fachperson besser gelenkt und dadurch zielorientierter sein. du kannst es probieren, aber ich denke, dass bei dir einiges mehr dahinter steckt, als dass ein buch eine ausreichende lösung bieten würde. schaden kann es auf jeden fall nicht.


Zitat:
............ und wer ist der richtige Psychologe ?
Kann nur das Telefonbuch aufschlagen und mir einen Namen heraus
suchen. Ob der aber der richtige oder falsche ist kann ich nicht sagen.


nein, das kannst du nicht. aber dafür gibt es vorgespräche. manchmal geht man drei-, viermal irgendwohin und merkt dann erst, dass man zu dieser person keinen draht hat oder keine vertrauensbasis aufbauen kann. es ist in gewisser art ein probieren. da ich aus der schweiz komme, weiss ich nicht, welche arten von vereinigungen es bei deutschen psychologen gibt. hier findet man einige psychologen und psychiater über ihre fachverbände und beratungsstellen.


Zitat:
Und öffnen gegenüber einem/einer Fremden.


ja, das ist für manche nicht leicht. trotzdem kann die erfahrung auch sehr gut sein, denn dein therapeut steht auf deiner seite. er wird dich führen und dir untestützung bieten. oftmals ist es schon reinigend für die seele, bei jemandem einfach mal abladen zu können - bei jemandem, der nicht wertet sondern dir nur helfen will.


Zitat:
Kann so eine Therapie auch Nebenwirkungen auf die Seele haben.
Ungewollte Nebenwirkungen. So das einem dann alles egal ist
und man keine Ziele her hat. Den das will ich nicht.
Möchte zwar meine Probleme lösen, aber nicht mit dem Opfer
das mir alles gleichgültig und egal ist.


diese art von nebenwirkung hätte ich noch nie gehört. durch eine therapie wird dir nicht alles gleichgültig und egal (das können höchstens entsprechende medikamente bewirken). aber natürlich kann eine therapie nebenwirkungen haben, denn sie zwingt dich, gedanken, gefühle und verhaltensmustern etc. zu erarbeiten oder aufzuarbeiten und zu ändern. das kann u.u. natürlich schmerz und frustration hervorrufen.

welchen weg du auch wählst, ich wünsche viel kraft und mut!

liebe grüsse

leaina

11.07.2008 15:32 • #5


E
Hallo welcher Weg,
ich kenne dich ja nicht, aber aufgrund deiner Äußerungen glaube ich, dich ein wenig einschätzen zu können. Ich denke, du gehst mit sehr hohen Erwartungen in eine neue Arbeitsstelle oder eine neue Beziehung und stellst zu Beginn gleich deine Wünsche/Forderungen offen dar. Damit verschreckt man natürlich die Arbeitskollegen oder einen neuen Partner. Um dich nicht zu enttäuschen, sagt man natürlich nicht nein, sondern vertröstet dich auf einen späteren Zeitpunkt. Irgendwann oder zwischendurch fragst du dann nochmal nach und dann kommt meist die Retourkutsche (Kündigung/ Abmahnung/Schluß machen, ...)
Bitte korrigier mich, wenn ich daneben liege.
Nein, ich denke, bei einer neuen Arbeitsstelle oder neuen Beziehung muß man erstmal kleine Brötchen backen und keinerlei Forderungen stellen, sondern erstmal das machen, was die anderen wollen (oder der neue Freund). Erst dann, wenn sich alles eingespielt hat, kann man selber Wünsche äußern, das kann schon mal ein paar Wochen oder Monate dauern, man muß Geduld haben, wenn sich Vertrauen entwickeln soll.
Auf der anderen Seite darf man natürlich nicht alles glauben, was an Versprechungen von Arbeitgeberseite oder vom neuen Freund kommt. Erst was in die Tat umgesetzt wird, ist dauerhaft.
mfg

13.07.2008 21:33 • #6





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