Pfeil rechts
14

ixh
Hallo, wie der Titel schon sagt hätte ich übermorgen eine große OP, bin aber schon seit Monaten krank. Außerdem wurde die erste op abgesagt weil ich dort auch krank war. Mein Hausarzt sagt dass ich nicht operiert werde weil der Narkosearzt es nicht zulässt.
Ich habe extreme selbstweifel weil ich denke es ist meine Schuld. Ich denke dass der Tod vielleicht ein möglicher Ausgang ist. Familie und Freunden kann ich mich nicht anvertrauen
Könnt ihr mich aufheitern? Danke schonmal im voraus

20.11.2019 11:41 • 20.11.2019 #1


15 Antworten ↓


heartstowolves
Hey,

das ist mit Sicherheit nicht deine Schuld, wenn du seit einer Weile erkältet bist bzw. einen hartnäckigen Husten hast.
Ich würde die OP an deiner Stelle nochmal verschieben und warten, bis du auskuriert bist. Es geht da nicht nur um die Narkose sondern wenn du erhöhte Entzündungswerte hast durch den Husten, die Wundheilung gestört sein kann, bzw. dass du danach noch kranker sein kannst.
Ist es denn eine OP, die dringend gemacht werden muss?

20.11.2019 12:05 • x 1 #2



Übermorgen Operation und heute noch starker Husten?

x 3


Luna70
Erstmal herzlich willkommen bei uns.

Ob du operiert werden kannst, wird sich im Krankenhaus entscheiden. Es wird ja Blut abgenommen und andere Untersuchungen gemacht und danach wird entschieden. Niemand wird dir Vorwürfe machen, weil du krank bist.

Wie kommst du darauf, dass du selbst schuld bist?

Vor einem solchen Eingriff ist es normal, dass man Angst hat und wenn du noch dazu niemanden hast, mit dem du offen reden kannst ist es kein Wunder dass du verunsichert und durcheinander bist. Es hilft, wenn man über Ängste spricht und hier kannst du schreiben, wovor du Angst hast.

Wäre es denn schlimm, wenn die OP nochmal verschoben werden muss, also ist es eine dringende Sache?

20.11.2019 12:06 • x 1 #3


ixh
Vielen lieben Dank für die Antwort. Es ist eine Wirbelsäulen OP , in der meine Wirbelsäule begradigt wird. Ich hab täglich starke schmerzen und je länger man mit der OP wartet, desto schlimmer und gefährlicher wird der schiefe Grad. Es könnte meine Organe zerstören.
Ich würde versuchen mich operieren zu lassen weil ich schon Jahre lang warte..
Ich hab das Gefühl dass es meine Schuld ist weil in meiner Familie immer gesagt wird dass man sich hätte vorbeugen können und es als schlecht bezeichnet wird krank zu sein. Es klingt für mich als hätte ich Schuld an meiner schiefen Wirbelsäule. Ich bin aber schon irgendwie am ende

20.11.2019 12:12 • #4


heartstowolves
Die Ärzte werden das nach dem Check entscheiden. Wenn du halt zu starken Husten hast, wollen die auch auf Nummer sicher gehen, dass dir nichts passiert.

Ach so ein Schmarrn. Niemand, wirklich niemand ist selbst schuld an einer Erkrankung. Du hättest jahrelang Sport treiben können und trotzdem das mit der Wirbelsäule bekommen können. Du hast keine Schuld daran.

20.11.2019 12:16 • x 1 #5


ixh
Zitat von heartstowolves:
Die Ärzte werden das nach dem Check entscheiden. Wenn du halt zu starken Husten hast, wollen die auch auf Nummer sicher gehen, dass dir nichts passiert.


Bei dem letzten OP Termin war es bei mir so, dass ich mich in der Nacht übergeben habe vor Angst. Die ganzen Ärzte haben sich dann beraten und mich nach Hause geschickt. (Das Krankenhaus ist 5stunden Autofahrt entfernt) es war sehr enttäuschend..
Natürlich verstehe ich dass andere wollen dass es mir gut geht, aber immer wieder aufzuschieben ist ja auch nicht toll.

Aber nochmal großes Dankeschön, das ist eine sehr große Hilfe für mich

20.11.2019 12:22 • #6


heartstowolves
Das glaub ich dir Ich drück dir die Daumen, dass die OP übermorgen stattfinden wird. Das packst du!

20.11.2019 12:44 • x 1 #7


Icefalki
Hallöle, jetzt mal was ganz allgemeines zu deiner Situation. 1. Natürlich geht einem bei so einer OP der Poppo auf Grundeis. Absolut verständlich. Und ja, so ein Stress kann durchaus dazu führen, dass du richtig krank werden kannst. Ich habe mal beinahe 40 Grad Fieber entwickelt, vor lauter Angst auf ne Fortbildung fahren zu müssen.

Also, ja, der Körper reagiert. Trotzdem, du fährst da jetzt hin, sagst den Ärzten was Sache ist, auch deine Angst, und lässt die entscheiden. Sollten Sie dich wieder heimschicken, besprichst du mit deinem Hausarzt, ob du über ein Medikament, evtl. Ein Antidepressiva aus dieser Schleife herauskommen könntest. Kann man ja anschliessend wieder ausschleichen.

Und es ist wirklich ganz wichtig, dass du zu deiner Angst stehst. Die ist sowas von normal, denn es ist deine Operation und keine Blinddarmentfernung. Und da kann ein Aussenstehender sagen und meinen, was er will. Du darfst Angst haben.

Was natürlich wichtig ist, dass du dir, trotz aller Angst vorstellst, dass diese OP dich retten kann. Also ein Eingriff, der positiv ist.

Jetzt atme mal tief durch. Es kommt, wie es kommt, und wenn die nicht operieren können, dann besprechen wir hier weitere Möglichkeiten, auch Tips, wie man das Immunsystem unterstützen kann.

Die kannst du dann natürlich mit deinem Hausarzt besprechen. Nicht verzagen, es gibt für vieles eine Lösung.

20.11.2019 12:59 • x 4 #8


Luna70
Zitat von ixh:
Ich hab das Gefühl dass es meine Schuld ist weil in meiner Familie immer gesagt wird dass man sich hätte vorbeugen können und es als schlecht bezeichnet wird krank zu sein.


Das halte ich auch für Unsinn, lasse dir da nichts einreden. Du hast keine Schuld an deiner Erkrankung, weder hast du dir das ausgesucht, noch hättest du das irgendwie verhindern können. Du bist ein Kind bzw. jetzt eine Jugendliche und hast dafür keine Verantwortung. Und den Husten hast du dir auch nicht absichtlich eingefangen.

Vertraue darauf, dass die Ärzte die richtige Entscheidung treffen. Ich drücke dir fest die Daumen, dass die OP stattfinden kann und du dadurch eine Verbesserung hast.

Wir begleiten dich gerne, bis du alles überstanden hast bzw. solange du möchtest. Wenn du operiert werden kannst, wird ja eine längere Erholungszeit vor dir liegen nehme ich an. Musst du danach in eine Kur oder so?

20.11.2019 13:03 • x 1 #9


heartstowolves
Hach @Icefalki du kannst das immer so toll ausdrücken und findest die richtigen Worte.

20.11.2019 13:05 • x 3 #10


ixh
Zitat von Icefalki:
Trotzdem, du fährst da jetzt hin, sagst den Ärzten was Sache ist, auch deine Angst, und lässt die entscheiden.


Dankeschön, ich fühle mich jetzt wirklich schon viel besser. Ich persönlich war auch nicht wirklich negativ auf die Operation eingestimmt, nur meine Familie sagt dass ich es lieber lassen sollte und das ganze absage. Natürlich ist meine Gesundheit wichtig, ich habe Angst, aber ich möchte dass es mir besser geht. Vielleicht bilde ich mir vor lauter Angst ja sogar ein dass ich jetzt jedes mal krank sein werde vor der Operation sodass sich dieser Kreislauf immer wieder wiederholt.. ich weiß auch gar nicht wirklich wie ich mit den Ärzten darüber sprechen kann weil sie ziemlich einschüchtern sind, manche wirken sogar gemein.

20.11.2019 13:23 • #11


ixh
Zitat von Luna70:
Ich drücke dir fest die Daumen, dass die OP stattfinden kann und du dadurch eine Verbesserung hast. Wir begleiten dich gerne, bis du alles überstanden hast bzw. solange du möchtest. Wenn du operiert werden kannst, wird ja eine längere Erholungszeit vor dir liegen nehme ich an. Musst du danach in eine Kur oder so?


Ich werde nach der OP zwei Wochen dort bleiben und danach muss ich wieder zur Schule. Natürlich werde ich von Fachleuten nochmal geschult wie ich richtig aufstehe, Treppen laufe etc. Normalerweise müsste dann mein Körper wieder fit genug sein alles gut zu bewältigen. Und auch an dich danke

20.11.2019 13:26 • #12


Phaedra
Zitat von ixh:
Ich persönlich war auch nicht wirklich negativ auf die Operation eingestimmt, nur meine Familie sagt dass ich es lieber lassen sollte und das ganze absage.

Du bist minderjährig, Deine Erziehungsberechtigten mußten doch in die OP einwilligen?

20.11.2019 13:33 • #13


ixh
Zitat von Phaedra:
Du bist minderjährig, Deine Erziehungsberechtigten mußten doch in die OP einwilligen?


Ja natürlich haben sie eingewilligt. Sie möchten es lieber verschieben, weil sie sich um meine Gesundheit sorgen, aber ihnen ist mein Wunsch operiert ui werden ebenfalls sehr wichtig. Sie unterstützen mich! Ich tue nichts alleine

20.11.2019 13:39 • #14


Icefalki
Zitat von ixh:
ich weiß auch gar nicht wirklich wie ich mit den Ärzten darüber sprechen kann weil sie ziemlich einschüchtern sind, manche wirken sogar gemein.


Ja, das können Ärzte durchaus sein. Und genau das kannst du denen auch sagen. "Herr oder Frau Doktor, ich habe so eine Angst. Ich traue mich gar nicht, das zu sagen, weil ich denke, dass sie mich vielleicht nicht verstehen. Ich denke sogar, dass mein Husten was damit zu tun hat. Ich weiß gar nimmer, was mit mir passiert".

Sei einfach nur ehrlich. Ich verrate dir mal ein Geheimnis, da ich im medizinischen Bereich arbeite. Ärzte, Krankenschwestern, das beinah gesamte medizinische Personal gehört zu den grössten Angsthasen, wenn was mit ihnen nimmer stimmt. Ist wirklich wahr.

Da musst du dir wirklich keinen Kopf machen, das mal ehrlich zuzugeben. Wirst sehen, dass dich das erleichtert.

Was ich nicht verstehe, warum du absagen solltest. Geht es um den weiten Weg, den man evtl. umsonst zurücklegen müsste?

Alle möglichen Alternativen bzgl. deiner Erkrankung wurden doch bestimmt ganz klar besprochen.


Ok, habe es jetzt gelesen. Aber deine Gesundheit ist doch der Grund, warum man operiert. Und wenn sie nicht operieren können, sagen die es auch.

20.11.2019 13:46 • x 2 #15


boomerine
Wenn eine Vollnarkose ansteht und die OP nicht lebenswichtig ist, dann verschieben die Ärtze ganz gerne den Termin. Warum auch immer ? so hab ich es mitgemacht.

20.11.2019 18:33 • #16



x 4




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag