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resalu
Zitat von Franse:
Mich macht alles fertig. Mein Vater wurde verbrannt - wenn ich mir das vorstell... Die schieben den Sarg in den Ofen... und er brennt... Wie schlimm. Es gibt ihn gar nicht mehr. Ausgelöscht. Innerhalb von ein paar Stunden ändert sich das ganze Leben. Habe für seinen 1. Jahrestag ein Herz aus Rosen bestellt. Heute und morgen habe ich frei. Bin alleine; Mutter auf Kurzurlaub, Mann beruflich unterwegs. Ich habe Sehnsucht. Richtige Sehnsucht. Will ihn einfach nur sehen, hören... in seinen Arm. Ich war immer sein Mädchen & jetzt lässt er mich hier zurück... Mein Herz ist gebrochen.


Liebes, unsere Väter haben uns nicht zurück gelassen. Sie sind nach Hause gegangen.
Als vor zwei Jahren meine Tochter starb hab ich gehadert, wollte ihr folgen.
Aber wer hätte auf die zwei kleinen geschaut, mit welchen Gedanken wären sie aufgewachsen?
Als vor vier Wochen mein Daddy verstarb, sagte ich ihm, das Rebecca auf ihn wartet. Er soll gehen.
In der Nacht träumte ich, wie die beiden Arm in Arm am Meer spazieren gehen. Ohne Fussabdrücke...
Und ich bin mir seitdem sicher, sie sind nach Hause....
Ich wünsche euch, das ihr die Farben des Lebens trotzdem sehen könnt

27.07.2018 07:07 • #61


Mein Vater wurde auch verbrannt und es ist wirklich unvorstellbar das nichts mehr da ist.

Mittlerweile ist es so das mir bei Mutter öfter auffällt das sie mir patzig antwortet und ich eher unerwünscht bin. Als ob ich irgendwie ein Ar. bin der keine Gefühle hat.

Wenn Freundinnen meiner Schwester vorbei kommen werden diese "freudestrahlend" umarmt. Ja es wird sich gefreut. Bei mir genau das Gegenteil. Mir gibt man eher das Gefühl das man einen nicht braucht und eher weg stößt.

02.08.2018 22:31 • #62



Trauer - Vater verstorben

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Ja, mit meiner Mutter, dass kenne ich auch. Sie ist total anders geworden. Freche Antworten... Patzig... Hatte ich ihr auch schon mal gesagt... Da meinte sie, dass ihr das alles schei. egal ist... Sie hätte "andere Sorgen" als xx - also sie bemitleidet sich selbst. Richtig arg.

Seinen 1. Jahrestag haben wir jetzt auch hinter uns gebracht. Habe ich schönes Blumenherz bestellt & jeder von uns hat eine Kerze aufs Grab gestellt, mit einer Botschaft drauf. Wie traurig. Wir haben jetzt alles einmal um - Geburtstage, Weihnachten, Silvester... Die meiste Angst hatte ich vor seinem & meinem Geburtstag und vor Weihnachten. Aber das Schlimmste war tatsächlich sein 1. Jahres/Todesjahr. Da hatte ich jetzt fast 4 Wochen richtig dran zu knacken. Der Tag ist jetzt zum Glück um und es geht eeeeeeetwas besser.

Ich habe auch noch Geschwister - mit weniger Kontakt zu meinen Eltern als es bei mir ist. Ich bin das Nesthäkchen. Meine Geschwister scheinen damit auch besser umgehen zu können als ich. Aber ich denke, es liegt wirklich daran, was für eine Beziehung man zu seinen Eltern hat und wir waren gaaaaanz eng beisammen. Eine richtig innige Liebe, die ich wirklich Jedem zu seinen Eltern wünsche <3 Aber das kann ja auch anders sein, wenn die Geschwister alleine sind. Vielleicht zeigen die es nicht so. Ich bin ja ganz sensibel & wenn ich weinen muss, tu ich das. Egal wo ich gerade bin und wenn ich reden muss, rede ich drüber. Könnte mir z.B. nicht vorstellen, dass einer meiner Geschwister im Büro anfängt zu heulen, so wie ich Aber ich kann es halt nicht wegdrücken...?!

Verstehe nur nicht, warum Du das Gefühl hast, "eher weggestoßen" zu werden. Wie ist denn allgemein das Verhältnis?

Wünsche Euch weiterhin viel Kraft!

03.08.2018 07:32 • #63


Das Gefühl kommt daher dass sie mir immer öfter zu verstehen gibt, das meine Schwester ja so toll ist und so viel für sie macht und ich würde mich ja kaum um sie kümmern.

Diese Aussage hat sie auch öfter von sich gegeben als mein Vater noch lebte. Das ist also nicht erst so seitdem er verstorben ist.

Auch so Äußerungen wie das sie mich nicht haben wollte sind gefallen. Auch das vor dem Tod meines Vaters.

Das hat mein Vater nicht bekommen da er bei solchen Aussagen nie dabei war.

Ja und seit seinem Tod bekomme ich eben nur patzige Antworten. Egal was ich mache es ist alles schei. und nicht gut genug.

03.08.2018 10:15 • #64


Zitat von Daryl Dixon:
Das Gefühl kommt daher dass sie mir immer öfter zu verstehen gibt, das meine Schwester ja so toll ist und so viel für sie macht und ich würde mich ja kaum um sie kümmern.

Diese Aussage hat sie auch öfter von sich gegeben als mein Vater noch lebte. Das ist also nicht erst so seitdem er verstorben ist.

Auch so Äußerungen wie das sie mich nicht haben wollte sind gefallen. Auch das vor dem Tod meines Vaters.

Das hat mein Vater nicht bekommen da er bei solchen Aussagen nie dabei war.

Ja und seit seinem Tod bekomme ich eben nur patzige Antworten. Egal was ich mache es ist alles schei. und nicht gut genug.

Mein Beileid zu deinem Verlust.

Sorry, dass ich das jetzt so sage - ich habe eine schlechte Beziehung zu dem Wort "Familie" - , aber hast du mal überlegt dich von deiner Mutter abzukapseln? Sie zu ignorieren und dich so ihr gegenüber zu verhalten wie sie es verdient hat?
Also ich wäre bei so einem Umgang mit mir sofort weg und würde mir das auch nicht mehr antun.
Klartext reden, ohne Blümchen. Vielleicht merkt sie dann mal was Sache ist.

Was sagt eigentlich deine Schwester dazu?

03.08.2018 10:31 • #65


Meine Schwester sieht das so das sie ja eine schwere Zeit hat. Sie hat ja ihren Mann verloren.

Aber ganz ehrlich: Wir, also mein Schwester und ich haben auch jemanden verloren. Unseren Vater

03.08.2018 16:05 • #66


Wie schon geschrieben kenne ich die Konstellation einer richtigen Familie nicht. Zusammenhalt, gemeinsame Trauer, füreinander da sein und sowas.
Ich bin jedoch der Meinung, dass es ziemlich traurig ist, wenn bei einem Todesfall jeder seine Trauer für sich verarbeitet, man sich voneinander isoliert anstatt gemeinsam darüber zu weinen, seine Gedanken und Ängste zu teilen. Ich bin der Meinung das zerstört das Verhältnis zueinander extrem und ist auch sehr egoistisch. Jeder geht zwar damit anders um und man muss deswegen nicht dauernd aufeinander hocken, aber letztendlich ist mit den Mitbetroffenen gemeinsam zu trauern besser, als sich anzuschweigen. Es befreit und stärkt die Bindung zueinander - vor allem in einer Familie. Oder stelle ich mir das falsch vor? Man kann mich gerne korrigieren.

Dass du davon ausgeschlossen wirst finde ich grob fahrlässig!

Wenn man von vorneherein ein schlechtes Verhältnis zueinander hatte aus welchen Gründen auch immer, wäre es angebracht dieses Kapitel von Familie abzuschließen und sein eigenes Ding zu machen. Denn das ist dann keine Familie mehr die man braucht.

03.08.2018 16:15 • #67


Ich denke wirklich die ganze Zeit das ich damit allein gelassen werde und ich denke auch oft das es egoistisch ist das ich das denke.

03.08.2018 17:42 • #68


Es ist absolut nicht egoistisch. Du fühlst dich einfach nur ausgeschlossen und willst ja nicht die ganze Aufmerksamkeit für dich, sondern die Trauer mit ihnen teilen.
Fühle dich nicht schuldig für irgendwas in dieser Situation. Egal wie du dich grade empfindest, es ist berechtigt.

03.08.2018 17:49 • #69


Es macht einen traurig zu wissen das man von der eigenen Familie in dem Sinne alleine gelassen wird. Ich hab das Gefühl das ich ein schlechter Mensch bin und das sie mich deswegen alleine lassen mit dem ganzen Mist.

04.08.2018 11:18 • #70


Nai
Auch mein herzliches Beileid.
Ich kann dich wirklich gut verstehen, weil ich auch dieses Jahr meinen Vater verloren habe.

Ich glaube es ist ok und keine Schande sich vielleicht auch professionelle Hilfe zu holen, wenn man alleine nicht damit zurecht kommt-
Sowas ist eben sehr sehr schwer zu verdauen.
Jeder hat seine ganz eigene Art damit umzugehen.Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass bald alles erträglicher wird, auch wenn man glaubt sich nie daran gewöhnen zu können.

Wichtig ist es nur ihn nie zu vergessen und ihn immer im Herzen zu tragen

Nai

06.08.2018 19:43 • #71



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