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Infinityonfire
So, hallo liebe Mitglieder,

in meiner engsten Familie gab es leider einen Todesfall, seit Wochen realisiere ich den Tod irgendwie nicht.

Nun meine Frage: Wie trauert man, wenn man eine Psychische Erkranung hat?
Trauern Depressive schwerer, bekommen Angstpatienten mehr Angstsymptome?

Vielen Dank im Vorraus

02.10.2021 12:34 • 09.10.2021 #1


11 Antworten ↓


Ich glaube nicht, dass man das so allgemein sagen kann, da der Prozess bei allen total unterschiedlich ist.
Mein Opa ist vor einem halben Jahr gestorben und ich habe es bis jetzt immer noch nicht richtig realisiert.
Bei manchen dauert es Jahre, den Tod wirklich zu realisieren.
Das es bei Menschen mit Angst die Angst verstärkt, ist sicherlich häufig der Fall.
Wenn man Emotional instabil ist, treffen einen so welche Ereignisse oft schlimmer.

02.10.2021 13:25 • x 3 #2



Trauer bei Psychisch Kranken?

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Infinityonfire
Ja genau diesen Verdacht habe ich auch, da Trauer ja eine Emotion ist, etwas Psychisches.

Letzte Woche war die Beerdigung, liege seitdem quasi nur noch im Bett, mir fällt es auch ohne Trauer schon schwer manchmal aus dem Bett zu kommen.

02.10.2021 15:30 • x 1 #3


Ich konnte auch überhaut nicht trauern. Das hat mich sehr belastet. Ich hätte so gerne weinen können. Es ging einfach nicht.

02.10.2021 16:36 • #4


Abendschein
Alles braucht seine Zeit.

Ich bin alleine durch meine Trauer gegangen.
Meine Mama ist 2017 gestorben.
Ich trauer immer noch und ich glaube, das
Trauer nie ganz vergeht.

Mein Papa ist 2004 gestorben,
ich denke viel an ihn.

Natürlich lache ich auch, aber manchmal kann es sein,
das ich aus dem Nichts zu weinen beginne.

Ein Mensch oder Tier, was nicht mehr da ist, hinterläßt eine
Lücke, die nie mehr ganz zu schließen ist.

Dieser Mensch oder Tier ist nicht mehr da und es fehlt einfach.

02.10.2021 16:47 • x 4 #5


Infinityonfire
Leider kann ich auch nicht weinen, bin zwar manchmal kurz davor, aber es kommt nicht durch, obwohl ich unbedingt möchte...

02.10.2021 17:13 • #6


Schlaflose
Als meine über alles geliebte Mutter im Januar 2016 starb, habe ich auch kaum geweint. Die ersten Wochen überhaupt nicht, da so viel zu erledigen war, dass ich nur funktioniert habe. Ich musste ja alles mit der Beerdigung usw. ganz alleine erledigen. Als zwei Wochen später die Beerdigung vorbei war, hatte ich ein richtiges Glücksgefühl, dass Ich alles geschafft habe und ich endlich entspannen kann. Später irgendwann, kamen mir hin und und wieder bei bestimmten Gelegenheiten kurz die Tränen hoch. Als mein Vater 1983 und meine Oma 2002 starben, habe ich gar nicht geweint oder getrauert.

03.10.2021 07:15 • x 1 #7


Trauer ist ein ewiger Begleiter, wen man jemanden verliert. Ich habe Heiligabend 2017 meinen sohn tot zur Welt bringen müssen. Ich habe bis heute die Trauer phase nicht überwunden. Ich begreife es bis heute nicht und habe auch Schwierigkeiten zum Grab zu gehen. Vor dem Friedhof stockt mir der Atem und es ist wie so eine Mauer über der ich nicht rüber komme. Ich leide seitdem stark an Angst Zuständen und panikattacken. Ich merke jetzt schon seit einiger Zeit wieder das es mir schlechter von Tag zu Tag geht weil der Dezember näher rückt. Ich weiß nicht wie das noch weiter gehen soll

03.10.2021 07:22 • x 2 #8


zukunft-2021
Jeder trauert auf seine Weise. Der eine weint viel, der andere findet keine Worte und schweigt. Ich denke nicht das es eine große Rolle spielt wenn man so belastet ist wie wir hier.

Trauer geht vom Herzen aus.

03.10.2021 07:23 • x 1 #9


zukunft-2021
Zitat von Abendschein:
Alles braucht seine Zeit. Ich bin alleine durch meine Trauer gegangen. Meine Mama ist 2017 gestorben. Ich trauer immer noch und ich glaube, das Trauer nie ganz vergeht. Mein Papa ist 2004 gestorben, ich denke viel an ihn. Natürlich lache ich auch, aber manchmal kann es sein, das ich aus dem Nichts zu weinen beginne. ...

Eine sehr große Lücke und eine Wunde die nie heilt

03.10.2021 07:28 • x 1 #10


Infinityonfire
Zitat von 1986Chrissy1986:
Trauer ist ein ewiger Begleiter, wen man jemanden verliert. Ich habe Heiligabend 2017 meinen sohn tot zur Welt bringen müssen. Ich habe bis heute ...

Das klingt echt furchtbar, ich wünsche dir trotzdem viel Kraft und dass du damit irgendwie fertig wirst...

03.10.2021 23:20 • #11


Hallo.

Üblicherweise trauern psychiatrische Diagnostizierte wie solche ohne psychiatrische Diagnosen, jedoch kann es sein, dass aufgrund des Geschlechtes, der Klassenzugehörigkeit und sozialen Abhängigkeit der Verlauf von Trauer suizidaler verläuft. Im Internet kannst du ein paar Studien sogar als PDF runterladen.

Psychiatrisch Diagnostizierte sind sehr häufig Frauen oder Mädchen. Die sind häufig Gewalt, Arbeitslosigkeit, Armut ausgesetzt, einige wurden suchtkrank gemacht also haben mit Süchten zu kämpfen, und mit Klassen- oder Arbeitsplatz- Nachbarmobbing und ihrer Se+ualität; sind alleinerziehend oder alt, behindert.... Ich denke es ist kein Geheimnis, dass es Frauen ziemlich schlecht geht, deswegen auch die hohe Rate an Suizidversuchen.

Psychopharmaka stehen außerdem im Verdacht die Suizidalität zu erhöhen. Weil psych. Diagnostizierte häufig von diesen Medikamenten abhängig gemacht werden, kann es deswegen wahrscheinlicher bei psych. Diagnostizierten zum Suizid kommen, wenn sich ihre gesellschaftliche Situation weiter verschlechtert. Zuvor kann Selbstverletzendes Verhalten auftreten, weil Psychopharmaka das Körperempfinden von Schmerz sehr schädigen (sie machen 'stumpf'). Ihr Körperempfinden wird gehemmt und verkehrt.
Da sich Frauen und Mädchen häufig in menschenunwürdigen Notsituationen befinden, sind sie aber auf ihr Körperempfinden angewiesen, das dann komplett gegen sie arbeitet.

So was könnte vermieden werden, wären Psychiater wirklich daran interessiert zu helfen. Sind sie aber nicht. Für Bücher schau mal bei dem Antipsychiatrieverlag nach.

MG

09.10.2021 15:18 • #12



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