Maali
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Ich bin noch zu DDR-Zeiten in die Kita gegangen und habe bis heute nur schöne Erinnerungen daran. Ich kann nicht sagen, dass mir der tägliche Morgenkreis und die eine Stunde Förderung geschadet haben, denn die restliche Zeit stand zur freien Verfügung, wo genug Raum zum spielen und toben war.
Wenn Kinder immer selbst bestimmen dürfen an welcher Förderung sie teilnehmen wollen und an welcher nicht, werden sie immer die Dinge meiden, die ihnen schwer fallen.
Und dann kommt die Schule und da soll es dann plötzlich funktionieren. Und wenn es dann nicht funktioniert leiden die Kinder darunter, und nicht die Erwachsenen die diese Dinge am Schreibtisch bestimmen.
Mich regt das so auf, weil diese Kinder täglich vor mir sitzen und ich dann alle Hände voll zu tun habe, dass es ihnen im Alltag schnell leichter fällt den Anforderungen gerecht zu werden.
Kinder lernen gerne, wenn man es entsprechend interessant gestaltet.
Aber wie bereits erwähnt wurde, sind auch die Eltern gefordert. Kinder nur vor elektronischen Babysittern zu parken, hat nichts mit elterlicher Fürsorge zu tun.
• #21



Du hast Recht. Kinder verblöden lassen, ist auch ein übler Zwang. Meine Exfrau ging durch ihr Elternhaus bedingt schon in einen zweisprachigen Kindergarten. Der normale Bildungsbürger würde das für eine Vergewaltigung der Kinderseele halten. Aber in Wirklichkeit nehmen Kinder ab 4 neues Wissen wie ein Schwamm auf. Der Zwang und der Druck, der heute in den Schulen entsteht, kommt doch nur daher, weil sie in der Kita bereits viel zu viel Potential verloren haben! Die Schubladen, in die das Wissen später gesteckt werden kann, müssen nicht erst gebaut werden, wenn das Wissen kommt, sondern weit früher angelegt werden.
