App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

S

sorpi
Mitglied

Beiträge:
610
Themen:
26
Mitglied seit:
als ich heute Morgen im Fernsehn die Nachricht ,von dem Selbstmord des Fußballspieler gesehen habe ,war ich bestürzt aber nachdem ich alles gehört hatte auch etwas sauer.Er hat wirklich viele Schicksalsschläge ertragen müssen und so wie ich verstanden habe ,hat sich nicht wirklich jemand um Ihn gekümmert.Es kann natürlich auch auch sein das er immer gesagt hat ,es geht mir gut .Dann fragt auch keiner mehr nach.Was mich bei einem Selbstmord wütend macht ,ist das ,der der das macht denkt nicht darüber nach ,was er dem Menschen antut ,seinen Angehörigen aber besonders auch wie in diesem Fall,dem Lokführer.Der muß jetzt sein Lebenlang damit klar kommen einen Menschen getötet zuhaben ,auch wenn er nichts dafür kann aber damit leben zu müssen ,stelle ich mir schlimm vor.

12.01.2010 #1


76 Antworten ↓
wunna

wunna
Mitglied

Beiträge:
381
Themen:
25
Danke erhalten:
15
Mitglied seit:
(Ebenfalls off-topic: Ich weiß ja, dass hier Text ohne Ton rüberkommt und dass man sich schon vorstellen können muss, wie der Andere das gemeint usw.

Und auch daraus entstehen hier - meiner Meinung nach - viele Streitigkeiten.

In diesem Fall habe ich das Verlangen nochmals zu reagieren, auch wenn ich das in vielen Fällen lasse.
Besonders wenn ich merke, dass mein Gegenüber - übrigens auch gern mit dieser Zitat-Funktion - aggressiv versucht mein Statement auseinanderzunehmen.
Und jedes gesagte Wort zu widerlegen und mich schlimmstenfalls sogar als unglaubwürdig darzustellen.
Auch gern, wenn auf die Rechtschreibung oder Formulierungen eingegangen wird.
Motto: Das Gegenüber auf jede mögliche Art fertig machen.

In einem Hilfe-Forum, auch für Menschen mit sozialen Ängsten!

Ich meine, hallo, wenn MEINUNGEN ausgetauscht werden, MEINUNGEN.

Und das habe ich hier schon ziemlich oft gesehen und werde es vermutlich auch noch ziemlich oft sehen.
Und ich habe echt keine Lust auf Konflikte; wenn ich das will, dann sage ich schon Bescheid. Aber ich habe echt keine Lust, hier in dieses Forum zu gehen und mir irgendwelche Drohungen oder Beleidigungen reinzuziehen. Oder ein aggressives Geschreibsel lesen zu müssen.

So dass ich mich schon fürchten muss, was da jetzt wieder kommt, wenn ich eine Benachrichtigung über Antworten bekomme.

Oh, bevor hier ein Missverständniss aufkommt, das war jetzt nicht auf diesen Thread gemünzt, nur weil du gerade davon gesprochen hattest, als off-topic. Meine Güte, das musste ich jetzt auch einfach mal sagen. Passiert bei uns beiden ja nicht.)



Also, zurück zu "uns" ;o)

Du sagst zu mir, es fiele mir schwer es aus einer Sicht zu sehen. Danke für dein Urteil. ;o)

Gut, ich sehe es natürlich einerseits aus meiner Sicht als Hinterbliebener, der den Schmerz und andere Folgen erlebt hat, andererseits aber aus der Sicht desjenigen, der in der Vergangenheit schon oft den Gedanken an Selbstmord hatte, ABER der sich auch Hilfe gesucht hat und gelernt hat, dass meist der Wunsch nach Änderung des Lebens dahintersteht. Ggf. zusätzlich noch unverarbeitete Ereignisse aus der Vergangenheit. Der Wunsch sich zu töten entsteht, wenn oftmals, wenn man glaubt, dass man hilflos ist und nichts ändern kann.

Aber zur Sichtweise:

Das muss ich ja auch nicht.
Ich habe meine Meinung gesagt und "gute" Argumente vorgebracht (übrigens mehr um den möglichen Selbstmörder und ggf. auch meine dunkle Seite zu erreichen, weniger um jemanden zu beurteilen).

Ich habe gesagt, dass wir das mit dem Egoismus der Hinterbliebenen so stehen lassen können.

Ich versuchte aber im Anschluss auch das Gegenbeispiel zu nennen (wenn man davon ausgeht, dass das Opfer des Selbstmords nicht nur der "Täter" sondern eben auch der Hinterbliebene ist): In meinem Beispiel das Kind als unschuldiges Opfer der bewussten Selbsttötung des Elternteils.
Daher wollte ich die Frage aufwerfen: Kann man denn den Menschen, die Opfer werden, weil ihnen großes Leid zugefügt wird, tatsächlich Egoismus vorwerfen, weil sie nicht leiden möchten?
Wobei sie kein Mittel gegen dieses Leid haben, der Selbstmörder jedoch tatsächlich hätte etwas tun können und erst alles versuchen können, bevor er es tatsächlich durchgezogen hätte.


Du hast Recht, ich konnte es nicht so stehen lassen, denn es war - aus meiner Sicht - eine provokative Formulierung.
Eine Situation, in der die Angehörigen zu der Hauptperson gehen und ihr sagen: "Wir erwarten, dass du das Leid deines Lebens aushältst und wartest, bis du auf natürliche Weise gehen kannst, weil wir nicht unter dem Verlust leiden möchten."

Ich wollte eigentlich sagen, dass das in der Realität nicht vorkommt. Aber ich glaube, dass IST die Realität. So ein unausgesprochener Vertrag zwischen allen Lebewesen einer Gruppe, die sich gefühlsmäßig auf den Anderen einlassen.

"Ich stehe dieses Leben mit dir durch (das erinnert mich jetzt wieder an "bis der Tod uns scheidet"), fühle mit dir, helfe dir, sorge für dich sowie du für mich sorgst bis zu deinem oder meinem unausweichlichem Tod und verspreche dir, dir sowenig Schmerz wie möglich zuzufügen und nach Möglichkeit Schmerz von dir fernzuhalten."

So oder so ähnlich.

Ich denke, sonst könnte man ja auch einfach "Cut. Einer weniger, desto besser." sagen.


Gut, als ob es in der Realität jemals zu solchen Fragen käme und jemals diese Diskussion entstehen würde.

Mir ist bewusst, dass ich keinen potentiellen Selbstmörder überzeugen könnte. Denn die Uneinsichtigkeit (ggf. auch aus der Depression heraus) ist - wenn ich das mal so hart sagen kann - auf Seiten des Selbstmörders. Gutes Zureden und gute Argumente helfen da nicht. Daher gibt es Gott-sei-Dank auch geschlossene Abteilungen, um Menschen, die sich umbringen wollen, vor sich selbst zu schützen. Und eine ganze Wissenschaft, die sich mit den Abgründen der Psyche beschäftigt.



Na, ohne jetzt Streit provozieren zu wollen:

Jeder hat das Recht sich umzubringen.

Aber solange nicht alles versucht wurde, alles, erkenne ich keinen Grund an sich umzubringen. Und es ist mir persönlich noch kein Selbstmord untergekommen, bei dem wirklich schon alles versucht wurde und bei dem nicht ein, ja, wie soll ich es mal formulieren, ein spontan-gefühlsmäßiges, meist auch unter Einfluss einer Depression getroffenes Fehlurteil im Vordergrund stand.

So stellt es sich für mich dar.

Wenn ich sage, wir können ja darüber reden, denn es ist eine oder meine Meinung, dann gibt es natürlich die Möglichkeit, das Gegenüber zu überzeugen, aber ich betrachte eine Diskussion meist eher als Möglichkeit meine eigenen Argumente und Denkweisen zu überprüfen, vielleicht die Sichtweise des Gegenübers als passend zu erkennen oder vielleicht sogar zu einer ganz neuen Sichtweise zu kommen. Vielleicht würde ich es als Erfolg verbuchen, deine Meinung geändert zu haben. Aber wenn wir beide mit den Worten auseinander gehen "Wir sind unterschiedlicher Meinung zu diesem Thema, das soll aber nicht zwischen uns stehen.", dann bin ich schon froh.

Sprechen wir nicht eigentlich auch so öffentlich über dieses Thema um Andere zur Meinungsbildung anzuregen? Zum Nachdenken? Ich glaube, das würde mich richtig froh machen, wenn jemand lesen würde und dann plötzlich merkt: Das Thema geht mich auch was an. Und ich nehme das Leben nicht mehr so stumpf hin.
Was denkst du?

13.12.2009 10:53 • #72


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Selbstmord eines Fußballspieler

x 3


S

supergau
Mitglied

Beiträge:
133
Themen:
30
Mitglied seit:
Ich habe jetzt nicht die ganzen Beiträge gelesen. Was Shaliah schreibt, mit Klinikerfahrungen, halte ich für eine sehr gute Idee. Ich habe diesbezüglich ausschließlich negaitive Erfahrungen gemacht, bin nach zwei Monaten noch fertiger gewesen und es heute, Jahre später, immer noch.

Und was Suizid betrifft - nun gänzlich ohne jedwede Bezugnahme auf andere Kommentare, sondern meine eigene Einstellung dazu: Ich bekenne mich dazu, dass ich suizidal bin, und mittlerweile habe ich mich für den Weg entschieden, dieses zu akzeptieren als einen Teil von mir, damit geht es mir besser, als ständig gegen alles, was und wie ich denke und empfinde, anzukämpfen. Das habe ich lange genug getan, und damit letztlich immer nur die Rollen anderer gespielt, die diese für mich ausgedacht haben.

Ich sehe es als persönliches Recht an, mich aus diesem Leben zu verpfeifen, denn ich pfeife nun einmal darauf. Und um es vorwegzunehmnen: ich distanziere mich allerdings vehement gegen Suizidmethoden, bei welchen andere Menschen mit hineingezogen oder gar geschädigt werden. Gut, wenn ich mich zuhause vergifte, muss irgendwann ein Räumkommando meinen Kadaver entsorgen, aber da ich allein stehend bin und sehr wahrscheinlich, wenn ich warte, bis sich das auf biologischem Wege erledigt hat, wäre das früher oder später sowieso der Fall.

Rechtfertigen dafür, dass ich es tun wollte und vielleicht irgendwann vollenden werde, werde ich mich keinesfalls vor irgend einer menschlichen Institution oder einzelnen Menschen. Warum auch? Wem gegenüber? Denen gegenüber, die aus einem gemacht haben, was und wie man ist?

Müssen wir uns hier, und ich denke, dass jeder einzelne mit ziemlichen Problemen tagtäglich zu kämpfen hat, uns eigentlich für unser "Anderssein" (sehen ja zumindest die Obermacher so) schämen, entschuldigen und ständig rechtfertigen?

Ich habe den Weg der Revolution und Provokation eingeschlagen. Man sagte zu mir nach dem Tod meiner Mutter, ich müsse nun mein eigenes Leben leben. Also ich bin vielleicht schräg, aber nicht blöd, und wäre wahrscheinlich von selbst nie drauf gekommen. Und solche Aussagen, obwohl ich bis heute niemanden vollgejammert oder belästigt, sondern alles mit mir allein abgemacht habe. Nun, ich entschied mich dann, dem "Ratschlag" (*amkopfkratz*) zu befolgen und lebe mein Leben, auch insofern, als ich meinem hirnreduzierten Umfeld keinerlei Einblick mehr gewähre, sie meide, gezielt mit meinen Hunden Gassi gehe, wo ich sicher bin, diesem Tratschverein nicht über den Weg zu laufen. Nun bin ich deswegen aber auch wieder böse. Also was man tut, ist falsch, da man ja bekloppt ist. Und wer bekloppt ist, wird, zumindest von einem Großteil dieser Gesellschaft, ausgegrenzt.

Man hat mich aufs übelste fertig gemacht und provoziert, also habe ich zu einem Mittel gegriffen, was die wenigsten nachvollziehen können. Ich habe mir auf den linken Unterarm, schön groß, "Persona non grata", also "unerwünschte Person" tätowieren lassen. Welch poehses Ding ich ja nun bin. Aber es ist meine Haut, mein Geld, mein Tattoo, und wenn ich abkratze, geht es mit. Ist aber noch ein anderer Grund: damit habe ich die Narben vom Schneiden zum Teil erfolgreich übertätowiert, zum anderen habe ich, was auch Hintergrund ist, mich in diesen Arm seitdem nicht mehr geschnitten. Also sowohl - zugegebenermaßen - Provokation, aber auch eine Art Selbstschutz, denn davor konnte mich auch mein Therapeut nicht abhalten.

Na klar, man sah es gleich, es war ja im Sommer und in Windeseile hatten meine "Mitmenschen" wieder mal ihr Tagesgespräch. Als dann einer zu mir sagte, das hätte ich nicht machen sollen, habe ich nur geantwortet, dass ein Funke genügt, mich nochmals zu provozieren und ich postwendend einen erneuten Termin vereinbare, um mir auf den anderen Arm *A-loch* tätowieren zu lassen, und dass ich dieses als sehr praktisch sähe, denn dann hätte ich meine Vita stets bei mir, womit jeder gleich auf den ersten Blick weiß, mit welchem Abschaum er zu tun hat und außerdem spart es Papier. Druckkosten und Porto

Ich kann nur jedem raten: lasst euch nicht immer wieder unterkriegen und steht dazu, was und wie ihr seid. Und wenn man sich mit Suizidgedanken trägt, na und? Wen interessiert es denn - menschlich gesehen - wirklich?

Es ist irgendwie paradox - ich denke, auch aus eigenen Erfahrungen, dass sehr viele erst durch ihre eigene Spezies zu Psychos gemacht werden, und einige von uns sehen eben irgendwann nur diesen einen Notausgang. Paradox insofern, als nicht selten explizit diejenigen es sind, die einem diesbezüglich auch noch Vorwürfe machen, welche einen erst einmal so weit bringen...

Mich halten hier derzeit einzig und allein meine Tiere. Und ob man es mir glaubt oder nicht, sobald ich ernsthaft "daran" denke, sitzen ad hoc meine Hunde vor mir und schauen mich ganz merkwürdig, fragend an. Ich beruhige sie dann. Aber ich wüsste keinen einzigen Menschen, dem mein Weggang etwas ausmachen würde, und ich finde das sogar gut, denn damit habe ich kein schlechtes Gewissen.

12.01.2010 06:10 • #76


Zum Beitrag im Thema ↓


C
Hallo...
mich hat die Nachricht auch erschüttert.
Sich vor einen Zug zu schmeissen,puhh schlimm...

Der Lockführer wird bestimmt jetzt psychologisch betreut und muss wohl oder übel damit leben,was bestimmt sehr sehr schwer sein wird...

Das man allerdings so am Boden sein kann durch den Tod seines Kindes kann ich nach vollziehn....
Vielleicht kamen noch einige andere Sachen dazu und dann ist es zum Kurzschluss gekommen....

es tut mir sehr leid für die Angehörigen und für den Lockführer....

lg.Eva

#2


S
Ja es ist eine traurige tragische Geschichte,,

Er hat den Tod seines Kindes nie überwunden und verkraftet.. denke auch mal da muss weitaus mehr Negatives gewesen sein in seinem Privatleben,, Er soll auch psychisch labil gewesen sein.... Seine Virusinfektion hat er wohl auch nicht verarbeitet. Vieleicht war er sehr Krank ... Er hat ja nun einen Abschiedsbrief hinterlassen.. Aber Selbstmord ist nie ein guter Ausweg etwas Feigheit vor dem Leben und sich den Problemen desLebens,, zu stellen, Ich bin überzeugt es gibt immer einen Ausweg.. wenn du denkst es geht nicht mehr kommt ihrgendwo ein Lichtlein her,, Der Lokführer tut mir leid was er nun verarbeiten muss ,, ebenso seine Frau ,,( Familie) mein aufrichtiges Beileid dazu.und viel Kraft für die Zukunft..
man kann den Menschen nicht im Kopf schauen nur immer davor,,, Aber das seine Frau oder seine Freunde nix bemerkt hat / haben was ihn bedrückt... Na ja vieleicht war er ein sehr verschlossener Mensch..gewesen.

Möge er in Frieden ruhen.
Bin sehr traurig das er von uns gegangen ist.Ich hab ihn gemocht.

LG Suma

#3


S
Hier ein Stream von der Pressekonferenz sein Arzt äussert sich , auf RTL.


http://www.rtl.de/rtlaktuell/rtl_aktuel ... m_chat.php

#4


S
Was hat er eine starke FRAU an seiner Seite gehabt Hut ab... ..

#5


I
Ich bin auch zutiefst getroffen von dieser Nachricht.
Neben der Traurigkeit und dem grenzenlosen Mitleid mit seiner Familie bin ich aber vor allem auch wütend. Warum hat er sich nicht helfen lassen? Warum hat er nicht gekämpft? Wie wir hier, war er ein Mensch, der Probleme hatte... wir alle kämpfen tagtäglich mit unseren Depressionen und/oder Problemen. Keiner von uns bringt sich um, sondern wir ziehen das durch. Warum gibt es noch Menschen, die sich nicht helfen lassen oder die sich nicht aufraffen? Ich bin unendlich traurig, weil es in seiner Hand lag, seinen Tod vermeiden zu können. Er hätte es anpacken müssen... aber seine Familie im Stich zu lassen, dafür habe ich kein Verständnis... womöglich war sein Kopf schon total vernebelt, dass er das nicht mehr gemerkt hat.... sehr traurig und sehr wütend bin ich

#6


elster
Es geht auch um den Symbolcharakter. Man sagt mit der Methode was aus. Wenn jemand vor einen Zug springt, will er definitiv ausgelöscht sein, keine Spur mehr hinterlassen. Nie dagewesen sein. Ich habe mal in einem Zug gesessen, vor den ein Selbstmörder sprang. Von dem Mann blieb nicht viel übrig und das war wohl auch die Intention : Solche Menschen denken nicht an den Zugführer oder an Angehörige, dafür ist ihre Verzweifelung zu tief. Sie wollen nie gewesen sein. Einfach sich in Luft auflösen, keinem mehr zur Last fallen. Das ist unendlich traurig. Warum merkt das vorher niemand?

#7


L
So ganz verstehe ich das inzwischen alles nicht mehr. Deutschland redet nur noch über dieses eine Thema. Ich finde es ziemlich übertrieben und wenn ich höre, wie die Abschiedsfeier stattfinden und Enke im Sarg im Fußballstadion aufgebahrt werden soll (obwohl ich bezweifel, dass er da wirklich drin liegen wird), dann kann ich nur noch den Kopf schütteln. Ich bin mir fast sicher, dass man das nicht getan hätte, wenn er an Krebs oder einem Unfall gestorben wäre. Die Leute haben scheinbar ein überaus schlechtes Gewissen.

Ne, also das ist nicht mehr meine Welt.

#8


O
Auch wenn es jetzt hart klingt:

Würde man einem Menschen zu Lebzeiten so viel Zeit und Aufmerksamkeit entgegenbringen,
dann müssten Depressionen und verzweifelte Selbsttötungen vielleicht erst gar nicht sein.

LG, omega

#9


R
Ob man es verstehen kann oder nicht, dass so viele Menschen ihre Trauer öffentlich ausdrücken ist nun mal Fakt. Und das muss man auch akzeptieren. Es klingt erstmal logisch von Omegaman, dass ein Mensch der soviel Aufmerksamkeit bekommt, keine Depression erleiden müsste und nicht so einen Schrittmacht. Aber ich fürchte ganz so einfach ist es nicht. Zum einen bekommt man als Fussballspieler ausgesprochen viel Anerkennung für sein Tun, jedes Wochenende vor fast 50.000 Zuschauern. Und die Frage ist auch, ob man als Mensch nicht auch so gestrickt sein könnte, dass man eigentlich nicht viel Aufhebens um seine Krankheit machen möchte. Vielleicht möchte man gar nicht, dass sich so viele Menschen um einen kümmern, sondern möchte ganz normal behandelt werden.

#10


O
Hallo Raj

Ich meinte in meinem Beitrag natürlich menschliche (und weniger berufliche - hier Fussballsport) Aufmerksamkeit.

Und ob ein Mensch wirklich keine menschliche Aufmerksamkeit will, oder ob er nur Angst vor dem Unverständnis und den Vorurteilen hat, das ist eine offene Frage.

Auf jeden Fall war offensichtlich in dieser Sache die Angst vor dem sicheren Tod die "kleinere" Angst.

LG, omega

#11


R
hallo!

ich finde jeden beitrag auf seine art richtig.

der mensch ist nunmal das komplizierteste wesen, mit all seinen fazetten, abgründen und höhen.

man kann eben nicht alles mit LIEBE ändern und verändern.
wenn das so einfach wäre, wären viele menschen gesünder, aber so ist es eben leider nicht.

der mensch mit seinem wunderbaren körper, vor allem mit seinem
gehirn, ist unberechenbar. das gehirn ist eine "wundermaschine".

ich kann auch einiges nicht verstehen, um zusammenhang mit thorsten enke, aber man kann eben nicht alles verstehen "wollen".

enke war ein sehr sensibler mensch; man muß nur einige minuten in sein gesicht schauen, in seine augen. er war kein mensch (männer leider oft), der reden konnte/wollte. er wollte es allem recht machen, perfekt irgendwie sein und wollte letztendlich niemand enttäuschen?

hinterher heißt es dann oft: hätte man doch nur, aber vieles im leben ist unausweichlich; man muß es eben akzeptieren.

der zugführer tut mir unendlich leid; seine ganze familie und viele kollegen müssen damit nun leben.

leider leben wir in einer gesellschaft, wo nur das starke zählt, das schwache wird ausgegrenzt. schönheit und jugendlichkeit wird uns tag für tag vorgehalten. jede falte muß weg usw. usw. .

einen schönen lohnenden tag für ALLE
rose

#12


C
Am herrlichsten fande ich übringens die erklärung eines Psychogen zur frage was denn eine Depression denn sei....Antwort...es wäre vergleichbar mit einer Diabetes,also einer chronischen erkrankung der Bauchspeicheldrüse unheilbar ein leben lang Insulin spritzen und bei Unterzuckerung Koma...



ich habe mich nicht verhört echt...also wir Depris habens nicht im Kopf sondern in der bauchspeicheldrüse...unsere Ängste sind durch Insulingaben zu kontrollieren aber wir bleiben immer Depris...ja und passt auf das Koma auf..
So ich also geouteter Mitmensch könnte jetzt versuchen durch Insulin eine Spannheilung zu bekommen aber wahrscheinlich bekomme ich nur Hunger...bei meinenHheiungschancen sehe ich gleich null Chance auf Heilung das heisst mein Leben als Depri wird niemals enden es sei denn i9ch sterbe den tot eines Depris...gehe abends raus weine mir die Augen aus bin ganz allein keiner siehst.... ja nicht grad positiv...Scherz..

wie können die im TV son Mist so eine Lüge vetbreiten??

Warum kam diese frage nicht einfach als Jackpotfrage bei RtlSuperjackpot

??

Freunde unsere einzigste Chance wird bleben zu hoffen das sich möglichst viele "gesunde" gegen die Schweinegrippe geimpft haben ohne ausreichende äufklärung...am besten aus der BlödZeitung überflogen und gerannt zum Arzt damit man der erste ist...um gesund zu bleiben.

Ich meine wir alle hier wir haben uns ja nicht getraut wegen den Wirkstoffbeschleuniger....
also mal abwarten wieviele von unserer dummen Gesellschaft als erstes beginnt zu mutieren oder vo0llständig verblödet..
Wir bleiben weiterhin zuhause mit unseren Ängsten und schreiben schöön hier weiter ....wir müssen einfach nur die Hoffnung nicht aufgegeben und uns emotional unterschützen...

lg.Eva





:

#13


L
Ja, leider wird im Moment ein sehr einseitiges Bild der Depression vermittelt und das finde ich schlimm. Eigentlich reden alle nur davon, dass es eine organisch bedingte Erkrankung ist, was nur bedingt stimmt, eben je nachdem welche Depressionsform man hat. Ob Enke letztendlich an einer solchen Form gelitten hat, ist zudem gar nicht bewiesen.

Gestern habe ich im TV gehört, dass seine kleine Adoptivtochter einen Stein auf das Grab gelegt haben soll (natürlich mit Hilfe, sie ist ja kein Jahr alt), auf dem stand:
"Lara, Papa kommt!" Das finde ich schon herzzerreißend. Was mich auch schockiert hat, ist, dass der Vater von Enke tatsächlich Psychotherapeut mit eigener Praxis ist.
Wußte das jemand?

#14


R
hallo, lilly!

ach, der vater war psychotherapeut, nee, ich wußte das nicht.

ja, selbst er konnte seinem sohn nicht helfen; ist schon bestürzend.

ja, ein schneider hat ja bekanntlich auch immer die schlechtesten
kleider ( ist vll. so ein kleiner vergleich).

rose

#15


O
Hallo Chaosfee

Dieser Psychologe ist sehr krank (an der Seele und wohl auch im Geiste), und man sollte daher seinen wirren Worten keine grosse Beachtung schenken.
Ich versuche gerade etwas Mitleid für diesen armen Menschen aufzubringen, aber der Gedanke an den menschlichen Schaden, den solch ein Psycho bei seiner Arbeit am Menschen anrichten kann, sorgt dafür, dass sich dieses Mitleid in engen Grenzen hällt.

Ansonsten:

Der Freitod von Enke scheint nun doch eine kleine Welle des Nachdenkens in den Medien ausgelöst zu haben.
Gestern hat sogar in einem TV Interview ein bekannter Fussballmanager öffentlich gesagt: "Fussball ist nicht alles". Ich sehe darin erste Fortschritte.

Liebe Grüsse, omega

#16


P

Für alle, die in Not sind.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

O
Danke, aber in meiner "Not" nützt die Kerze leider nicht sehr viel . . .

#18


R
danke, lieber pax.... für deine nette, gutgemeinte geste!


LG
rose

#19


C
Im Dunkeln musste Er sich auf den Weg machen damit niemand seine Tränen sieht, einsam und allein musste er selbst auf die letzte Reise gehn..

Selbst ein Tier muss nicht allein sterben bis es die Augen schliesst braucht es keine Angst zu haben denn es ist nicht allein.....

Diese Behrdigung ist an Geschmacklosigkeit nicht zu toppen ...schämen sich alle nicht für Ihre Tränen? sind sie sich keiner Schuld bewusst?


Und wenn es einen lieben Gott gibt dann hoffe ich das er dort ist und seine tote Tochter am Ende es Tunnels auf Ihren Papa wartete, seine Hand nahm und beide nun für immer vereint sind....

#20


A


x 4


Pfeil rechts



App im Playstore