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Hallo liebe Mitglieder

Ich bin neu hier und das ist mein erste Beitrag, also entschuldigt wenn das nicht alles so gut ist.

Also, Ich bin 16 Jahr und habe starke Panikattacken, Depressionen und häufig Selbstmordgedanken. Eigentlich hat alles angefangen als ich auf eine weiterführende Schule ging. Nach meinen 10 Jahren Realschule war für mich eigentlich immer klar, das ich auf eine weiterführende Schule gehe. Aber in den Sommerferien vor dem neuen Schuljahr hab ich gemerkt, das Arbeiten doch besser für mich wäre als Schule. Natürlich, als ich auf der neuen Schule war, war ich sehr enttäuscht und traurig. Aber dieses Gefühl der Traurigkeit wurde immer stärke und dann fing das mit den Panikattacken an. Immer als ich nur an Schule dachte, fing ich an zu zittern, bekam Herzklopfen und war innerlich aufgewühlt und konnte mich kaum konzentrieren. Dieses Gefühl wurde immer stärker und heftiger. Es passierte auch das ich öfters von der Schule wirklich flüchtete. Das war kein ich habe kein Bock sondern eine starke Angst wo ich vor flüchtete. Zudem bin ich kaum motiviert mich in der Schule anzustrengen. Auf der alten Schule war ich eigentlich ein sehr motivierter und ein guter Schüler. Zudem plagen mich immer mehr Depressionen. Ich denke daran, dass es keinen Ausweg mehr aus meiner Lage gibt und das mir nichts und niemand helfen kann. Meine Eltern sind sehr skeptisch, ich erzähle ihnen wie es mir geht, aber darüber lachen die meistens nur blöd drüber. Aber ich habe meine Mutter schon dazu genötigt mich zu einer Therapeutin zu schicken, bis jetzt war ich zwei mal da aber ohne wirkliche Fortschritte (waren ja bis jetzt auch nur zwei Gespräche). Außerdem waren meine Eltern auch nicht sehr froh darüber das ich mich bewerben möchte. Meine Mutter sagt immer, das wird eh nichts, als ob du das packst usw. Ich weiß einfach nicht mehr wie ich hier raus kommen soll, und immer öfter denke ich daran mir selber das Leben zu nehmen, dass ich das alles hier nicht mehr ertragen muss . Außerdem bin ich nicht mehr in der Lage überhaupt positiv oder glücklich zu sein, geschweige den zu lachen. Mein größter Wunsch wäre es eigentlich ein geregeltes Leben zuführen. Als ich in den Ferien meiner Arbeit nachging, war ich viel glücklicher und ausgeglichener, das sagen sogar meine Eltern. Zudem esse ich seit ungefähr 1 1/2 Monaten kaum noch was, was eigentlich so überhaupt nicht zu mir passt. Hab in den ersten 2 Wochen 10 Kilo abgenommen, weil ich vor Magenschmerzen nichts mehr essen wollte und auch konnte. Zudem wurde bei mir eine Magenschleimhautentzündung diagnostiziert, was von dem Stress und den Angstzuständen laut meines Arztes kommt. Aber leider ist das für meine Mutter immer noch kein Warnzeichen. Ich merke ja selber das mit mir etwas nicht stimmt und dass das nicht normal ist, aber ich habe leider keinen Menschen um mich herum der mir bei diese Lage in der ich im Moment bin helfen möchte.
Und in Moment habe sind ja noch Ferien, aber wenn ich an Schule nur denke, wird mir schlecht und fange vor Angst an zu zittern.

Und bitte Leute, Ich bin so verzweifelt das mich sogar hier in solch einem Forum anmelde und wildfremde Menschen um Rat bete. Ich weiß wirklich nicht mehr wie es weiter gehen soll. Schule kommt für mich überhaupt gar nicht mehr in Frage, weil ich einfach weiß das ich daran kaputt gehen werde. Das Problem ist ja auch, das meine Eltern es einfach nicht kapieren das mit mir etwas nicht stimmt und das es mir wirklich richtig schei. geht.

Ich bitte euch nun um Rat. Vielleicht liest das hier ja einer der mir in meiner Situation helfen kann oder der genau das gleich wie ich erlebt oder erlebt hat.

30.10.2014 14:16 • 30.10.2014 #1


9 Antworten ↓


Hey Ballantinis,
Die ersten Zeilen hätten mehr oder weniger von mir stammen können. Bei mir fing das auch mit 16 an, als ich meine Abschlussprüfungen geschrieben hab und die Oberstufe vor der Brust hatte. Etwa 6 Wochen vor den Sommerferien brach das bei mir aus und es ging mir wie dir, ich wollte nicht mehr hin und ich konnte auch gar nicht. Sobald ich das Haus verließ um in die Schule zu fahren, reagierte mein ganzer Körper und mein Kopf mit furchtbarer Angst, nur war mir nie klar, warum eigentlich, denn ich war wie du immer motiviert und auch gut in der Schule, bin da immer gern hingegangen.
Dass deine Eltern da so verständnislos reagieren, ist echt schei*e, das war bei mir zum Glück anders, als es richtig rund ging. Da du dich offenbar (noch?) nicht auf sie verlassen kannst in dem Fall, musst du wohl sozusagen "erwachsen werden" und das selbst in die Hand nehmen. Die Therapie hast du dir schon besorgt, das ist optimal. Nach 2 Sitzungen ists auch klar, dass da noch nicht viel von Fortschritten zu sehen ist, das ist eben ein langer Prozess, der grad erst angefangen hat. Aber da du ja recht früh darauf reagiert hast, was bei dir los ist, stehen deine Chancen denk ich ganz gut, dass sich das recht schnell in den Griff bekommen lässt.
Bei der Schulsache stellt sich mir grad die Frage, ob du nur mit der weiterführenden Schule ein Problem hast oder ob es auch zb während einer Ausbildung ein Problem wäre, denn um die Schule kommst du ja noch nicht rum, wenn mich nicht alles täuscht, bist du ja auch noch schulpflichtig (jedenfalls wurd mir damals gesagt, bis 18 ist man das, nagel mich aber nicht drauf fest).
Hast du dich vielleicht auch schon an nen Psychiater gewandt oder warst du bisher nur beim Hausarzt?
Ich werde einen Teufel tun und dir raten, die Schule direkt hinzuschmeissen, aber vielleicht lässt sich das ja soweit behandeln, dass du irgendwie dieses Schuljahr noch rumkriegst. Wer weiß, vielleicht denkst du dir dann doch wieder, ok, das Abi zieh ich doch noch durch. Bei mir wars nämlich auch so, dass ich so ab der 9. Klasse dachte, dass ich das Abi doch sein lasse und nach der 10. lieber in Ausbildung gehe, habe es mir aber doch anders überlegt, wollte Abi machen, aber dann kamen die Panikattacken und ich hab in den letzten 6 Jahren, die ich das jetzt am Hacken hab, 3 Anläufe gestartet, das doch noch zu packen mit dem Abi, aber wurde eben nichts.
Und wenn du einen Termin wieder bei der Therapie hast, vielleicht kannst du deine Mutter ja mitnehmen? Dass der Therapeut mit ihr mal spricht, ihr versucht zu erklären, dass das kein Rumgespinne ist, was bei dir los ist.

LG

30.10.2014 14:47 • x 2 #2



Panikattacken in der Schule! (Depressionen, Selbstmord)

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Hey
Ich kenne das. Meine eltern haben mir auh nie was zugetraut. Und wenn man das immer wieder eingetrichtert bekommt, dass man eh nichts auf die reihe bekommt, verliert man irgendwann den glauben an sich selbst. Leider habe ich mir sone Sprüche auch immer viel zu sehr zu herzen genommen. So schwer es ist, du musst da weghoeren. Ich weiss das sagt sich so einfach.
Such dir arbeit und mach dein ding. Lass die reden. Bei mir wars sogar so, dass mein vater sich bei allen nachbarn ueber mich ausgelassen hat. Ich bin auch an einem punkt an dem ich kein Selbstwertgefühl mehr habe und mir nichts zutraue, an allem zweifel was ich mache. In der schule dachten die auch immer mir wäre alles gleichgültig. Das war aber nicht so. Deshalb mach das was du glaubst dass es für dich das beste ist. Geh arbeiten, verdien dein eigenes geld und zieh aus bevor es dich kaputt macht.

30.10.2014 14:53 • #3


Hallo Ballantinis.
Ich habe gedacht ich hätte es geschrieben, wo ich mir das durch gelesen habe.
Das tut mir echt leid, was du durch machst.
Das kenne ich zu gut.
Ich bin in eine Tagesklinik gegangen, hat mir sehr geholfen.
Aber auch gut das du dir Hilfe gesucht hast. Nach 2 Sitzung, ist zu wenig. Man braucht auch Geduld für so was. Wenn du nach der 7. 8. Sitzung immer noch nichts merkst dann würde ich wechseln und es bei jemand anderem versuchen.
Mutig von dir das du überhaupt Hilfe gesucht hast.

LG

30.10.2014 14:59 • #4


Zitat von Ballantinis:
Als ich in den Ferien meiner Arbeit nachging, war ich viel glücklicher und ausgeglichener, das sagen sogar meine Eltern.


Als Ferienaushilfe bist du keine Gefahr für Kollegen und man nötigt dir auch nicht die Leistung ab, die ein Angestellter erbringen muss. Ein paar Wochen zu arbeiten ist Abwechslung vom Schulalltag, sieh das bitte nicht zu rosig. Du hast seit kurzem Hilfe, warte zumindest noch ein wenig ab.

30.10.2014 15:26 • #5


Zitat von VanNelle:
Bei der Schulsache stellt sich mir grad die Frage, ob du nur mit der weiterführenden Schule ein Problem hast oder ob es auch zb während einer Ausbildung ein Problem wäre, denn um die Schule kommst du ja noch nicht rum, wenn mich nicht alles täuscht, bist du ja auch noch schulpflichtig



Ja natürlich weiß ich das, aber die denke damit könnte ich mich abfinden 1 MAL die Woche in die Schule zugehen. Aber auch nur deshalb das ich im Hinterkopf habe das ich nächsten Tag wieder arbeite.

30.10.2014 16:22 • #6


Zitat von martamitte50:
Zitat von Ballantinis:
Als ich in den Ferien meiner Arbeit nachging, war ich viel glücklicher und ausgeglichener, das sagen sogar meine Eltern.


Als Ferienaushilfe bist du keine Gefahr für Kollegen und man nötigt dir auch nicht die Leistung ab, die ein Angestellter erbringen muss. Ein paar Wochen zu arbeiten ist Abwechslung vom Schulalltag, sieh das bitte nicht zu rosig. Du hast seit kurzem Hilfe, warte zumindest noch ein wenig ab.


Ja natürlich weiß das das so ist. Aber es ging mir um das allgemeine Gefühl zu arbeiten. Man arbeitet den Tag, man hat Feierabend und man weiß ich habe für heute Geld verdient.

30.10.2014 16:23 • #7


Hallo Ballantinis,

zuerst einmal gratuliere ich dir zu deiner Entscheidung, sehr früh mit einer Therapie begonnen zu haben.
Ich wollte dir ausführlich antworten, jedoch ist mir VanNelle zuvor gekommen. Im Grunde genommen bin ich der gleichen Ansicht wie sie.
Wichtig ist es, dass es dir gut geht, du musst entscheiden, wie deine berufliche Laufbahn auszusehen hat, deine Eltern können dich zwar unterstützen, aber die Richtung schlägst du ein, das haben sie zu akzeptieren.

Auch der Vorschlag, deine Eltern mit zur Therapie zu nehmen, damit ihnen die Augen geöffnet werden, finde ich zwingend nötig. Vielleicht erkennen sie es dann, welchen psychischen Druck ihre Erwartungshaltung (Schule) bei dir auslöst.
Und bitte erwarte nicht, dass 2 Sitzungen schon Erfolge aufzuweisen haben, das dauert.

Solltest du wieder so ein Tief haben, dann wende dich doch einmal an eine Stelle, die Hilfesuchende und Verzweifelte auffangen.

Möglicher Ansprechpartner zB. ist ein Krisendienst, die Telefonseelsorge. Im Austausch mit anderen Menschen eröffnen sich eventuell andere Problemlösemöglichkeiten außer dem Freitod.

Bitte sei auch vollkommen offen zu deinem Therapeuten, denn auch er soll wissen, was deine Gedanken sind, damit er mit dir arbeiten kann.

Liebe Grüße und alles Gute

Gerd

30.10.2014 17:45 • x 2 #8


Danke für deine Antwort und die Tipps.

30.10.2014 18:00 • #9


Tintenklex
Hallo Ballantinis

Wünsche dir auf diesem Weg auch noch mal alles Gute du schaffst das
Und was die Therapie angeht, mit 2 Sitzungen darf man wirklich noch nicht so viel erwarten. Das dauert schon so seine Zeit. Am Anfang dachte ich auch, was soll der ganze Böldsin. Aber letzendlich hat es sich gelohnt. Bei dem einen geht es schneller, bei dem anderen geht es langsamer voran, das ist dann halt so. Haupsache du bleibst am Ball es lohnt sich ganz gewiss.

LG. Tintenklex

30.10.2014 18:14 • #10



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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser