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201817.02




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Hallo liebe Forumsmitglieder,

Ich brauche mal euren Rat/Erfahrung:
Hierzu meine Vorgeschichte:
Geboren wurde ich als Silvesterunfall und bin die ersten 4 Jahre behütet bei meiner Oma aufgewachsen (Mutter war zwar da, war aber selten verfügbar und habe kaum Erinnerungen mit ihr). Dann hat meine Mutter meinen stiefvater kennen gelernt und zwang mich in die Rolle einer Familie und auch diesen Mann zu lieben und ihn Papa zu nennen. Ich habe sehr unter dieser Situation gelitten. Ihn gehasst. Er hat mich auch öfter psychisch und körperlich misshandelt. Wenn es möglich war war ich immer bei meiner Oma. Mit zunehmendem Alter wurde das Verhältnis zu meiner Mutter auch immer schlechter, habe auch Stiefgeschwister bekommen (7 + 10 Jahre jünger), die natürlich die Wunschkinder waren und ich das aschenbrödel. Habe ich nicht täglich geputzt und gekocht und entsprechende Leistungen in der Schule gebracht gab es strenge Konsequenzen.
Schlimm war auch dass die Eltern meines stiefvaters sich als neue Großeltern damals gerühmt haben (als meine Geschwister noch nicht auf der Welt waren) und ich das brave enkelkind spielen musste. Ich hatte keinen Draht zu ihnen und habe mich nie wohlgefühlt.
So über kurz oder lang ist alles eskaliert und meine Mutter hat mich kurz nach dem Abi vor die Tür gesetzt. Keiner hat danach gekrät wo ich bin wie es mir geht usw. Ich bin bei Freunden unter gekommen, später mit meinem Freund zusammen gezogen. Seit 5 Jahren habe ich nur noch zu meiner Tante Kontakt meine geliebt Oma ist gestorben als ich 16 war.
Jetzt zum eigentlichen Problem. Diese stiefgroßmutter wurde krank, ich bekam nachri chten dass ich sie besuchen solle. Das wollte ich nicht. Dann wieder Vorwürfe und ausrichten von Liebesbekundungen ihrerseits. Nun ist sie gestorben und das schreiben von einer Schwester geht weiter. Ich solle wissen dass diese (Großmutter) mich liebt und ich doch über meinen Schatten springen solle und mich beim Opa melden. Ich bin so wütend und möchte das nicht. Ich habe Gedankenkreisen und lasse diese Art Vorwürfe an mich ran. Ich bin für diese Menschen alleinig schuld. Und kalt und unherzlich und weiss der Geier.
Mir geht es besser ohne diese Familie aber brauche Tipps oder Erfahrungen wie man damit am besten umgeht.

Der Text ist schon sehr lange geworden ist aber nur Kurzfassung.

Ich freue mich über jede Antwort. Vielen Dank.

Auf das Thema antworten


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  17.02.2018 15:54  
Ich hätte erst einmal eine Frage: Wieso hattest du keinen Kontakt zu deinen Stiefgroßeltern, was stimmte nicht?



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Zuckerwattewolke
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  17.02.2018 15:57  
Ich kann mich sehr gut in deine Lage versetzen. Komme auch aus so einer schrecklichen Familie.
Lass dich nicht zu etwas drängen, was du nicht willst. Es ist immerhin dein Leben und nicht ihres. Klar tun solche Vorwürfe weh, aber du solltest dir immer vor Augen halten, dass sie nur so reagieren, weil du dich nicht so verhältst, wie sie es von dir erwarten. Und wer dich und deine Entscheidung nicht akzeptiert, der sollte in deinem Leben nichts verloren haben.

Warum blockierst du sie nicht auf allen Kanälen? Dann hast du deine Ruhe und kannst gänzlich ohne sie leben. Sollte wirklich etwas Wichtiges sein, dann werden entsprechende Ämter oder Anwälte dich anschreiben.

Wichtig ist nicht nachzugeben! Tu nichts, womit es dir nicht zu 100% gut geht.





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  17.02.2018 16:02  
Es waren damals alle der Meinung ich wäre ein nichtsnutz, wildfang etc. Jeder Kontakt war von leistungsforderung, Gehorsam, Unterwerfung geprägt. Habe mich immer gefühlt wie geduldet aber lästig. Nachdem Rauswurf hat sich niemand von denen gemeldet mir Hilfe angeboten oder sich nach mir erkundigt. Habe das akzeptiert und so verstanden dass es ihnen wohl egal sei. Ich hätte wirklich unter der Brücke hausen können und aus dem Mülleimer essen können. Hat niemand gejuckt.





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  17.02.2018 16:06  
Narandia hat geschrieben:
Ich kann mich sehr gut in deine Lage versetzen. Komme auch aus so einer schrecklichen Familie.
Lass dich nicht zu etwas drängen, was du nicht willst. Es ist immerhin dein Leben und nicht ihres. Klar tun solche Vorwürfe weh, aber du solltest dir immer vor Augen halten, dass sie nur so reagieren, weil du dich nicht so verhältst, wie sie es von dir erwarten. Und wer dich und deine Entscheidung nicht akzeptiert, der sollte in deinem Leben nichts verloren haben.

Warum blockierst du sie nicht auf allen Kanälen? Dann hast du deine Ruhe und kannst gänzlich ohne sie leben. Sollte wirklich etwas Wichtiges sein, dann werden entsprechende Ämter oder Anwälte dich anschreiben.

Wichtig ist nicht nachzugeben! Tu nichts, womit es dir nicht zu 100% gut geht.


Danke für deine Antwort das tut gut.
Ja ich habe meine "Eltern" natürlich blockiert über all. Irgendwie schaffen aber meine Geschwister es mich immer wieder zu kontaktieren. Briefe in der Post kann ich zum Glück ungeöffnet entsorgen wenn ich ahne wer der Absender ist.
Es ist schön nicht allein zu sein und dass es noch mehrere Menschen mit diesem Schicksal gibt!
Es wird leider aber immer noch oft als Verbrechen angetan mit seiner Familie zu brechen.



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  17.02.2018 16:23  
Ich finde auch, dass du total mit diesen Leuten brechen solltest.
Ich bin zwar nicht selber betroffen, aber habe schon oft in Foren gelesen, dass ein Bruch mit der Familie die einzige Möglichkeit darstellt.

Was haben dir diese Menschen gegeben? Nichts. Deine Mutter hat dich von Anfang an bei der Großmutter entsorgt, hast du später Liebe kennengelernt? Doch wohl nicht.

Lasse dich nicht beirren, bleibe bei dem Bruch.



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Zuckerwattewolke
81
  17.02.2018 16:29  
Du bist nicht alleine, es gibt so viele die das selbe Problem haben :knuddeln:
Ich wurde schließlich auch entsorgt und für ein anderes, fremdes Kind, eine andere "Familie" ausgetauscht, weil meine Mutter mich nicht akzeptieren und nie lieben konnte. Sie wollte nicht wahrhaben, dass ihre Verfehlungen mich zu dem gemacht haben, was ich jetzt bin. Und im Vorwürfe machen, manipulieren, auf die Tränendrüse drücken, Mitleid erregen ist sie die Meisterin.

Das Problem ist, dass die Familie in der Gesellschaft immer noch über alles gestellt wird. Doch Familie sind auch nur Menschen, die einen verletzen, ihre Fehler haben und bei denen man meiner Meinung nach genauso abwägen kann, wie bei Fremden, ob man etwas mit ihnen zu tun haben will oder nicht. Die Familie hat keine Sonderrechte einen zu verletzen, gar zu zerstören. Sie haben genauso dankbar und respektvoll zu uns, ihren Kindern, zu sein.
Mein Motto lautet "Wer keinen Respekt vor mir hat, bekommt auch keinen von mir."
Wenn man dann sein Leben selbst auf die Reihe bekommt, weil man sich selbst versorgen kann, braucht man diese Familie im Notfall nicht mehr.
Viele würden hier das Argument bringen, dass Familie einen stützt, auffangen und helfen kann. Ich wüsste aber nicht wo mir meine mittellose, kranke, manipulative Mutter helfen könnte, wenn ich morgen kein Geld mehr habe. Von einem guten Verhältnis und dem Erbgut kann man sich nichts leisten oder aufbauen.

Über welchen Weg kontaktieren sie dich denn?



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6****
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  17.02.2018 16:32  
Nala4412 hat geschrieben:
Nachdem Rauswurf hat sich niemand von denen gemeldet mir Hilfe angeboten oder sich nach mir erkundigt. Habe das akzeptiert und so verstanden dass es ihnen wohl egal sei. Ich hätte wirklich unter der Brücke hausen können und aus dem Mülleimer essen können. Hat niemand gejuckt.


Dann sag denen das genau so als Erklärung, warum du nichts mehr mit der Familie zu tun haben willst und fertig.

Danke1xDanke


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Wien
321
  17.02.2018 16:40  
Zitat:
Dann sag denen das genau so als Erklärung, warum du nichts mehr mit der Familie zu tun haben willst und fertig.


Würde ich auch so machen und dann nicht weiter diskutieren und oder gar rechtfertigen.
Ich finde, dass du mutig warst und auf genau diesen Mut und diese Stärke kannst du sicherlich auch jetzt bauen.

Danke1xDanke




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  17.02.2018 17:07  
Narandia hat geschrieben:
Du bist nicht alleine, es gibt so viele die das selbe Problem haben :knuddeln:
Ich wurde schließlich auch entsorgt und für ein anderes, fremdes Kind, eine andere "Familie" ausgetauscht, weil meine Mutter mich nicht akzeptieren und nie lieben konnte. Sie wollte nicht wahrhaben, dass ihre Verfehlungen mich zu dem gemacht haben, was ich jetzt bin. Und im Vorwürfe machen, manipulieren, auf die Tränendrüse drücken, Mitleid erregen ist sie die Meisterin.

Das Problem ist, dass die Familie in der Gesellschaft immer noch über alles gestellt wird. Doch Familie sind auch nur Menschen, die einen verletzen, ihre Fehler haben und bei denen man meiner Meinung nach genauso abwägen kann, wie bei Fremden, ob man etwas mit ihnen zu tun haben will oder nicht. Die Familie hat keine Sonderrechte einen zu verletzen, gar zu zerstören. Sie haben genauso dankbar und respektvoll zu uns, ihren Kindern, zu sein.
Mein Motto lautet "Wer keinen Respekt vor mir hat, bekommt auch keinen von mir."
Wenn man dann sein Leben selbst auf die Reihe bekommt, weil man sich selbst versorgen kann, braucht man diese Familie im Notfall nicht mehr.
Viele würden hier das Argument bringen, dass Familie einen stützt, auffangen und helfen kann. Ich wüsste aber nicht wo mir meine mittellose, kranke, manipulative Mutter helfen könnte, wenn ich morgen kein Geld mehr habe. Von einem guten Verhältnis und dem Erbgut kann man sich nichts leisten oder aufbauen.

Über welchen Weg kontaktieren sie dich denn?

Danke. Ja so sehe ich das eigentlich auch Freundschaften und Beziehungen darf man beenden, aber kaum bricht man mit der Familie ist man ein unmensch.
Ich habe es zum Glück geschafft mit Unterstützung meines Freundes und seiner Familie mir ein eigenes sicheres Leben aufzubauen und ich kann für mich empfunden gut leben und wie du sagst das selbe ist es bei mir, meine Mutter könnte mir so und so nicht helfen egal in welcher Hinsicht.
Überwiegend über soziale Netzwerke, es werden immer meine Geschwister beauftragt irgend wie eine Lücke zu finden und mir erneut zu schreiben. Ich antworte aber nie. Aber das gelesene kann ich aus dem Kopf immer schlecht löschen.


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