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DieAlex
Hallo

Ich wusste nicht unter welcher Kategorie ich es posten sollte.
Gestern beim Psychiater wurde ein EKG gemacht.
Allerdings eins,wo ich nur jeweils am Handgelenk so ein Babbding hatte und er hatte ein kleines Gerät dazu.

Jedenfalls kam raus,dass die QT Zeit an der Grenze liegt.
Das hatte ich letztes Jahr in der Klinik schon und musste daraufhin Opipram absetzen.
Das EKG wurde damals besser.

Ich bekam damals Seroquel/Quetiapin
Nehme mittlerweile 50mg zum schlafen und 150mg Retard.
Ich bekam es,um das Rivotril besser ausschleichen zu können und gegen meine Ängste/starke Anspannung und Schlafstörungen.

Jetzt lese ich gestern in den Nebenwirkungen, dass es eine verlängerte QT Zeit machen kann und wundere mich,dass ich das überhaupt bekommen habe.
Es hieß damals, dass ich Medikamente, die sowas verursachen nicht mehr nehmen darf und gestern meinte auch mein Psychiater, dass ich da in Zukunft mit Medikamenten wie Antibiotika etc.darauf achten sollte.


Bevor wir gestern das EKG machten,fragte ich ihn,ob ich das Mittel jetzt reduzieren könnte,um es dann irgendwann ganz abzusetzen.
Damit war er nicht einverstanden, weil mein Zustand derzeit wesentlich besser ist,als in den letzten Jahren.


Auch nachdem das EKG ja nicht optimal ausgefallen war,kam er nicht auf die Idee,dass diese Mittel m.M.n
jetzt weg müssen.

Ich bin kein Arzt, aber wenn diese Mittel sowas verursachen, dann ist es für mich logisch,dass die weg müssen.
Was meint ihr dazu?

04.09.2019 11:11 • 20.09.2019 #1


23 Antworten ↓


evelinchen
Zitat von DieAlex:
Ich bin kein Arzt, aber wenn diese Mittel sowas verursachen, dann ist es für mich logisch,dass die weg müssen.

Davon will aber kein Arzt etwas wissen , aber ich würde ihn auf jeden Fall
auf eine Alternative ansprechen.
Soweit ich weiß , gibt es auch AD ohne diese NW.

04.09.2019 11:35 • x 2 #2


DieAlex
Zitat von evelinchen:
Davon will aber kein Arzt etwas wissen , aber ich würde ihn auf jeden Fallauf eine Alternative ansprechen.Soweit ich weiß , gibt es auch AD ohne diese NW.


Wenn ich Arzt wäre und meine Patientin ein grenzwertiges EKG hat und sie 2 Medikamente nimmt, was sowas verursachen kann,dann schau ich doch,dass meine Patientin dieses Zeug nicht mehr nimmt.
Selbst dann,wenn sich ihr Allgemeinbefinden gebessert hat.
Ich finde das unglaublich.
Das blöde is,dass man das eine Medi nicht teilen kann.
Ich könnte es also nicht in Eigenregie reduzieren.

Evelinchen, er will davon nix wissen irgendwelche Veränderungen vorzunehmen.
Mein Zustand ist besser denn je und so soll es bleiben.
Bloß kein Risiko.

04.09.2019 11:46 • x 1 #3


DieAlex
Ich nehme vom Retard 150mg.
Ich habe noch eine volle Packung 50mg Retard gefunden.
Ich kenne mich bei diesem Mittel leider nicht mit der Reduzierung aus.
In der Packungsbeilage steht nur über 1-2 Wochen langsam ausschleichen.
Ich würde jetzt ca.1 Woche 100 nehmen und dann ca 1 Woche 50 mg und es dann weg lassen.

Kennt sich jemand mit dem Medikament aus?

04.09.2019 11:56 • #4


NIEaufgeben
Das ist etwas zu schnell für dieses Medikament...ich würde es etwas langsamer ausschleichen...bei den neuroleptika immer sehr vorsichtig sein mit dem herab dosieren...ich habe es auch fast 10 Monate genommen 25 mg abends....

04.09.2019 13:29 • x 2 #5


la2la2
Zitat von DieAlex:
Ich bekam damals Seroquel/Quetiapin
Nehme mittlerweile 50mg zum schlafen und 150mg Retard.

Probiers mal mit Melatonin bei Schlafproblemen.... Ist das natürliche Schlafhormon und hat im Gegensatz zu Psychopharmaka kaum Nebenwirkungen....


Zitat von DieAlex:
Ich bekam es,um das Rivotril besser ausschleichen zu können und gegen meine Ängste/starke Anspannung und Schlafstörungen.

Dann wäre es ja genauso gut möglich, dass es dir besser geht, weil du keine Benzos mehr nimmst.... Warst du denn von Rivotril abhängig?

Zitat von DieAlex:
Bevor wir gestern das EKG machten,fragte ich ihn,ob ich das Mittel jetzt reduzieren könnte,um es dann irgendwann ganz abzusetzen.
Damit war er nicht einverstanden, weil mein Zustand derzeit wesentlich besser ist,als in den letzten Jahren.

Letztendlich ist es DEINE Entscheidung - als mündige Patientin....
Da jeder Arzt jedes medikament verschreiben kann, könntest du dir niedrigere Dosen auch vom Hausarzt verschreiben lasssen.....


Zitat von DieAlex:
In der Packungsbeilage steht nur über 1-2 Wochen langsam ausschleichen.
Ich würde jetzt ca.1 Woche 100 nehmen und dann ca 1 Woche 50 mg und es dann weg lassen.

Viel zu schnell! Erschreckend was für Mist in Packungsbeilagen steht.....
Wie lange hast du es denn genommen?
Und hattest du in der Vergangenheit Probleme Medikamente abzusetzen?

04.09.2019 13:41 • x 2 #6


DieAlex
Hallo

Zitat von la2la2:
Probiers mal mit Melatonin bei Schlafproblemen

Ich erinnere mich schwach, dass ich es vor vielen Jahren mal für 7 Tage bekommen hatte.
Ich glaube länger sollte man es nicht nehmen?


Zitat von la2la2:
Dann wäre es ja genauso gut möglich, dass es dir besser geht, weil du keine Benzos mehr nimmst.... Warst du denn von Rivotril abhängig?

Ja,ich war 10 Jahre abhängig und habe es bis vor einigen Monaten genommen.


Zitat von la2la2:
Viel zu schnell! Erschreckend was für Mist in Packungsbeilagen steht.....
Wie lange hast du es denn genommen?
Und hattest du in der Vergangenheit Probleme Medikamente abzusetzen?


Genau weiss ich es nicht mehr.
Ca.1 Jahr!
Ich sag mal so.
Hatte eigentlich immer die gängigen Absetzsymptome.

Ich bin weiterhin ziemlich angespannt und habe trotz der Medikation mittlerweile wieder ziemliche Probleme mit dem Einschlafen.

Ich hab mit einer Bekannten aus der Klinik telefoniert.
Sie wäre für 2 Wochen 100mg und 2 Wochen 50mg.

Findest du es auch sinnvoll diese Medis abzusetzen bei dem EKG?

04.09.2019 14:53 • #7


NIEaufgeben
Die 50 mg Schritte sind zu viel....ich würde es langsamer machen...es gibt extra Tabletten teiler mit denen du die 50er halbieren könntest um auch Zwischenschritte zu haben...

04.09.2019 15:05 • #8


DieAlex
Ich dachte,dass man das nicht machen soll.

Die normalen Seroquel/Quetiapin, von denen ich 50 mg nehme,kann man teilen.
An die gehe ich danach.
Also,nach einer gewissen Zeit.

04.09.2019 15:15 • #9


la2la2
Zitat von DieAlex:
Ich erinnere mich schwach, dass ich es vor vielen Jahren mal für 7 Tage bekommen hatte.
Ich glaube länger sollte man es nicht nehmen?

Melatonin kann man auch langfristig nehmen - dann an 5 Tagen pro Woche, damit es zu keinem Gewöhnungseffekt kommen kann......


Zitat von DieAlex:
Ja,ich war 10 Jahre abhängig und habe es bis vor einigen Monaten genommen.

Hoppla... Dann kann kann auch der Verzicht auf die Benzos zur Besserung geführt haben und NICHT das Quetiapin!
Aber mal wieder typisch, dass der Arzt glaubt, dass es am Quetiapin liegen mus und es nicht daran liegt, dass du keine Benzos mehr nimmst....

Zitat von DieAlex:
Findest du es auch sinnvoll diese Medis abzusetzen bei dem EKG?

Wegen dem EKG reicht es wohl schon die Dosis zu reduzieren, damit das besser wird....
Es ist DEINE Entscheidung. Da du schreibst, dass es dir auch mit Quetiapin schlecht geht (Unruhe, Schlafprobleme,.....), Würde ich an deiner Stelle alles langsam(!) ausschleichen und für mind. 6 Monate schauen, wie es dir ohne geht. Denkbar wäre, dass es dir ohne Chemie unterm Strich besser geht.

Die Reduktion in 50mg Schritten ist auch zu schnell. Besser in 25mg Schritten alle 2 Wochen. Man kann alles teilen (Kapseln öffnen, oder mit einem Messer zerteilen)....

04.09.2019 15:25 • x 3 #10


DieAlex
Zitat von la2la2:
Hoppla... Dann kann kann auch der Verzicht auf die Benzos zur Besserung geführt haben und NICHT das Quetiapin!
Aber mal wieder typisch, dass der Arzt glaubt, dass es am Quetiapin liegen mus und es nicht daran liegt, dass du keine Benzos mehr nimmst....

Es könnte tatsächlich damit zu tun haben.
Es könnte aber auch mit meinem AD Duloxetin zu tun haben.
Ich weiss leider nicht mehr,wann der Zeitpunkt war,dass meine Stimmung sich rapide verbessert hatte.


Zitat von la2la2:
Wegen dem EKG reicht es wohl schon die Dosis zu reduzieren, damit das besser wird....
Es ist DEINE Entscheidung. Da du schreibst, dass es dir auch mit Quetiapin schlecht geht (Unruhe, Schlafprobleme,.....), Würde ich an deiner Stelle alles langsam(!) ausschleichen und für mind. 6 Monate schauen, wie es dir ohne geht. Denkbar wäre, dass es dir ohne Chemie unterm Strich besser geht.

Die Reduktion in 50mg Schritten ist auch zu schnell. Besser in 25mg Schritten alle 2 Wochen. Man kann alles teilen (Kapseln öffnen, oder mit einem Messer zerteilen)....


Ich hoffe halt,dass die Anspannung nicht wieder zur Qual wird und sich die Ängste verstärken.
Naja,das werde ich sehen.
Ich fange heute mit der Reduktion an und lasse mich mal überraschen.
Danke euch auch für die Info mit dem Teilen.


Wenn hier jemand nochmal lesen sollte,der sich mit dem Absetzen bzw.Reduzieren auskennt,bitte schreiben!

04.09.2019 15:48 • x 1 #11


DieAlex
Ich bin gestern nach meinem Gefühl gegangen und bin von 150mg auf 100mg.
Die erste Reduktion ist Erfahrungsgemäß die leichteste.
Schauen wir mal,was nun passiert.

05.09.2019 09:17 • #12


evelinchen
Zitat von DieAlex:
Ich bin gestern nach meinem Gefühl gegangen und bin von 150mg auf 100mg.Die erste Reduktion ist Erfahrungsgemäß die leichteste.Schauen wir mal,was nun passiert.


Ich wünsche dir viel Glück beim Ausschleichen , bin aber der Meinung , dass die Reduzierung um 50 mg
zu viel ist.
Na ja , du wirst es sehen und uns berichten.

05.09.2019 09:42 • x 1 #13


DieAlex
Zitat von evelinchen:
Ich wünsche dir viel Glück beim Ausschleichen , bin aber der Meinung , dass die Reduzierung um 50 mgzu viel ist.Na ja , du wirst es sehen und uns berichten.


Die nächsten Reduktionen mache ich in 25er Schritten.

05.09.2019 09:46 • x 1 #14


DieAlex
Gestern dachte ich kurz, dass Absetzerscheinungen kommen, weil mir ne halbe Stunde übel war,aber das verging zum Glück wieder.
Also gehe ich mal davon aus,dass ich die erste Reduktion gut überstanden habe.

06.09.2019 09:59 • #15


NIEaufgeben
Die Reduktion vom quetiapin merkst du nicht sofort.....das neuroleptika kann durchaus erst nach 4 Wochen Enzugserscheinungen bringen...also mach bitte langsam....

06.09.2019 10:21 • #16


DieAlex
Ja,die nächsten Schritte werden dann 25er.

06.09.2019 10:25 • x 1 #17


DieAlex
Hab mich wieder nicht dran gehalten.
Bin wieder nach meinem Gefühl gegangen.
Hab gestern von 100 auf 50 mg Retard reduziert.
Bitte nicht schimpfen
Bringt eh nix.

@la2la2
Meinst du das EKG ist jetzt schon besser?

12.09.2019 13:51 • #18


la2la2
Zitat von DieAlex:
Bin wieder nach meinem Gefühl gegangen.

Ob dein Gefühl richtig ist, wirst du in den nächsten Wochen merken......
Kommt es zu Symptomen, je nach Stärke wieder etwas höher dosieren und dann langsam ausschleichen....

Kann nicht Hellsehen. Wenn das Quetiapin die einzige Ursache für die Verlängerung war, wirds jetzt wohl schon besser sein. Gibt es (noch) andere Ursachen, kann sich auch nichts getan haben......

12.09.2019 14:00 • x 1 #19


waage
Alex, ich drück die Daumen

12.09.2019 17:51 • x 1 #20




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