Fee24

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Hallo ihr Lieben,

weiss garnicht wo ich anfangen soll.
Bei mir läuft im Moment alles drunter und drüber..
Es fing alles vor ca 2 jahren an, da habe ich meinen Freund kennengelernt, es war alles super.
Dann fing der Streit mit meiner Familie an, wo ich bis heute nicht wirklich guten Kontakt zu habe.
Mein Freund fing dann an zu trinken und ist nun in Therapie...und ich hoffe das er es mittlerweile verstanden hat was ihm wichtig ist und alles.
In der zeit bin ich selbst auf der Strecke geblieben, bin seit diesem Jahr Januar zuhause wegen einer OP bzw nun noch einer zweiten, das Problem ist nun das ich mich immer mehr zurück ziehe und weiss halt nicht wie ich da raus kommen soll aus diesem "LOCH". Auf meinen Freund weiss ich auch nicht ob ich mich da noch drauf verlassen kann, nach allem was wir durch gemacht haben und was war. Die freunde die ich habe sind eher bekannte die sich nicht wirklich dafür interessieren wie es mir geht.
Ich wollte wenn ich wieder arbeiten gehe auch nicht mehr zu meiner alten arbeit zurück weil ich dort eh nicht weiter komme.
Habe vor vielem Angst irgendwie und weiss einfach nicht wie ich da ran gehen soll weil ich so auch keinen hab der hinter mir steht. An manchen Tagen geht das aber oft liege ich den ganzen Tag im Bett und weiss einfach nicht weiter, bzw wie alles irgendwie weiter gehen soll.

Vielleicht habt ihr ja paar Tipps wie ich langsam wieder ins Leben zurück finden kann, ohne Angst..


Lieben Dank an Euch

20.09.2016 18:39 • 20.09.2016 #1


2 Antworten ↓


Karien

Karien


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Das ist natürlich eine komplexe Frage. Aber einen Tipp kann ich Dir geben. Das Wichtigste ist irgendetwas zu unternehmen, damit es besser wird. Sei es eine Therapie, vielleicht ein Gespräch mit Deiner Familie etc. Was auch immer Dir helfen könnte. Geh das an. Und wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Mehr wird dann von selbst folgen. Aber der erste Schritt ist wichtig. Informiere Dich zum Beispiel einmal im Internet über Therapien etc.

20.09.2016 18:49 • #2


cube_melon

cube_melon


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Hallo Fee,

wenn man deinen Text genau liest, stellt sich die eine oder andere Frage.
Einen Suchtkranken Menschen als Partner zu haben kann echt schwer sein. Die Zeit bis eine Therapie beginnt, bzw. bis die Symptome auf ein erträgliches Maß gesunken sind, kann sehr lange sein.
Wenn Du in dieser Zeit wenig Rückhalt hast, selbst angeschlagen bist und wenig bis keine Ressourcen hast, kann dich das wirklich an den Rand der Belastung bringen. Die Gefahr einer in einer depressiven Phase zu landen ist durchaus real. Subjektiv fühlt es sich an, als wärst Du in einer solchen.

Für mich stellt sich nicht deine Frage "Vielleicht habt ihr ja paar Tipps wie ich langsam wieder ins Leben zurück finden kann, ohne Angst"
sondern:
"Wie sieht für ein Leben ohne Angst für dich aus? Was soll sich ändern, wo willst Du hin?"

Deine Worte klingen, als wäre das Vertrauen zu deinem Partner beschädigt und du scheinst nicht mehr zu deiner alten Arbeit zurückkehren zu wollen. Langfristig solltest Du dir diese Fragen selbst beantworten können.
Aus dem Loch kommst nur Du selbst heraus, in dem Du dich selbst motivierst etwas dagegen zu tun oder dir jemand am Anfang hilft. Es gilt die vielen Blockaden einer Depression, eine nach der anderen, aufzulösen. Nichts zu tun ist eine schlechte Lösung. Dagegen tun kann man viel, nur fühlt es sich für Betroffene wie ein nicht zu besteigender Berg an.

Der Berg mag schwierig sein, die Etappen kann man sich aber selbst einteilen. Rom wurde auch nicht an einem Tag bestiegen =;o)

Es ist wichtig sich seiner eigenen Bedürfnisse bewusst zu werden und (wieder) zu lernen richtig mit sich umzugehen und für sich zu sorgen. Unterstützung am Anfang ist gut.
So Dinge wie Tagesrhythmus - aufstehen, sich richten, geregelte Koch-/Essenszeiten, Freiräume für Entspannung finden (Badewanne, Musik hören, mentale Übungen, Yoga, Bücher/Hörbücher), Sport/Bewegung sind wichtig beizubehalten. Es kann sich oft leer und sinnlos anfühlen, aber es ist wichtig es trotzdem zu tun (außer es schadet einem). Man verliert schnell den Zugang dazu.
Jedes kleine Ding, wie z.B. sich das Frühstück selbst schön herzurichten, es zu zelebrieren und genießen, ist eine Ressource. Es ist die Liebe an uns selbst, ohne die wir uns nicht wirklich existent fühlen. Es ist die Liebe, mit der wir auch einem Kind das Frühstück richten würden. Dies gilt es zu bewahren und falls man es verloren hat wieder zu finden.

Höre in dich hinein, finde deine Bedürfnisse und kümmere dich um sie.

Hier wirst Du mit Sicherheit Menschen finden, denen es ähnlich geht und mit denen Du dich austauschen kannst. :o)

Gruß
Melon

20.09.2016 20:00 • #3