App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

H

Hakael
Gast

Sammelthema
Hallo, ich schreibe mal in die Kummerecke, weil ich einige verschiedene Probleme habe und das schlecht aufteilen kann.
Ich bin 51 und lebe zur Zeit noch mit meinen erwachsenen Kindern (24, 22 und 18) zusammen.
Mein Hauptproblem ist wohl meine generalisierte Angststörung,
die in meinem Leben im Abstand von Jahren jetzt zum 3. Mal so schlimm ist, dass ich fast gar nicht mehr raus gehe.
Dazu kommt depressiver Rückzug,
was bedeutet, dass meine Kinder fast alles einkaufen müssen,
dass ich nicht zu Ärzten gehe oder zu Behörden (Hartz IV)oder dass ich nicht mehr zu einer Therapie gehen/fahren kann.
Ich besuche weder meine Mutter, noch gehe ich auf den Friedhof, wo mein vater liegt.
Andererseits lasse ich nur ungern andere Menschen in unsere Wohnung, ausser Freunde meiner Kinder.
Seit vielen Jahren habe ich einen Reizmagen und seit einigen Jahren auch noch einen Reizdarm;
ausserdem chronische Kopfschmerzen und 40 - 45 kg Übergewicht.
Meine beiden Töchter werden in absehbarer Zeit ausziehen und mein Sohn macht nächstes Jahr Abi, dann wird er sicher nicht mehr lange bei seiner kranken Mutter wohnen bleiben wollen.
Ich glaube inzwischen selber kaum noch daran, dass ich mein Leben noch mal in den Griff bekomme, zumal ich sozusagen "austherapiert" bin,
ich hatte schon seit 1980 mehrere Gesprächstherapien, eine Gruppentherapie und war zweimal je 14 Wochen in einer Tagesklinik. Zweimal habe ich in den letzten 3 Jahren versucht,
erneut in die Tagesklinik zu gehen, habe aber den 30-minütigen Weg mit dem Fahrrad wegen meiner körperlichen Probleme nicht geschafft. Einen stationären Aufenthalt hatte ich letztes Jahr vor, es scheiterte aber schon daran, dass ich es nicht zu dem Vorgespräch schaffte durch meine Beschwerden und weil ich es mir nicht vorstellen kann, das Zimmer mit Jemandem zu teilen usw.
Mein Tages/Nachtrhythmus ist anders, d.h., ich schlafe erst nachts um 4h und dann bis mittags, weil es mir abends besser geht als morgens.
Ich habe große Angst vor der Zukunft, auch wegen des Geldmangels.
Jetzt habe ich einen Roman geschrieben, sorry, ich mußte es mal loswerden.

07.03.2020 #1


18 Antworten ↓

M
Hallo Hakeal,

ich würde mal sagen, das sieht mächtig düster bei Dir aus.Wenn ich das so lese, auf der einen Seite suchst Du Hilfe, auf der anderen Seite brichst Du sofort alles wieder ab und verkrichst Dich in Dein Schneckenhaus.(Ist nicht bös gemeint )
Ich kann Dir nur dringend raten, Dich Deiner Angst zu stellen.
Du bist 51, also im besten Alter.Deine Kinder sind groß und Du könntest tun und lassen, was Du willst.
In Deiner Beschreibung klingt es, wenn man hinter den Zeilen liest, stark nach Verlustängsten.Deine Kinder werden dämnächst ausziehen.
Dann bin ich arme allein mit meinem Kummer? Ich werde nicht mehr gebraucht? Keiner kümmert sich mehr um mich? Könnte das zutreffen?
""Nur wenn Du Dich der Angst stellst und die Angst loslässt, hat Dein Kummer ein Ende"".Und dann geht es Dir mit Sicherheit auch körperlich wieder besser.
Also raff Dich auf und tue was für Dich !

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und schicke Dir ganz liebe Grüße.
Mondlicht

#2


A


Habe mein Leben nicht im Griff

x 3


G
Hallo Hakael!!

Beim Lesen Deines Beitrages kamen mir folgende Dinge in den Sinn:

1) Gibt es Ziele in Deinem Leben die Du verwirklichen möchtest?
2)Hast Du Pläne für die Zeit wenn Deine Kinder in eigene Wohnungen gezogen sind?
3) Wie sieht es mit Deinem Selbstwertgefühl aus? Machst Du Dir die positiven Dinge Deines Charakters und Deines Aussehens bewußt?
4)Eine Therapie bringt nur wirklich etwas wenn man auch als Patient mitarbeitet....wenn man etws ändern möchte...etwas be und verarbeiten möcte...möchtest Du das?
5) Gibt es evtl ein Thema in Deinem Leben dessen Du Dich nicht stellen möchtest?? ...Dir deshalb der Weg zum Therapeuten für nicht bewältigbar erscheint?
6) Willst Du Deine Kinder (wenn auch unbewußt) möglicherweise nicht loslassen?

Hakael es ist Dein Leben...und davon hat man nur eines...Mach Dich auf die Suche nach Dir selbst und finde Ziele die es wert sind!! Glaub mir die Welt ist voll davon!!

liebe Grüße

Lilli

#3


H
Hallo Mondlicht, hallo Lilli!
Vielen Dank für eure Antworten.
Bin zur Zeit sehr nachdenklich
und arbeite (wieder) mit dem Buch von Frau Dr. Wolf: "Ängste verstehen und überwinden",
das mir 1990 geholfen hat.
Ausserdem habe ich mir das Buch von Rolf Merkle gekauft:
"Wenn das Leben zur Last wird"; ein Selbsthilfebuch gegen
Depressionen und ich hoffe, dass ich aus meinem Schneckenhaus
dauerhaft rauskomme.
Immerhin bin ich vorgestern und gestern jeweils 30 Minuten spazieren gegangen; nach 10 Wochen!
Und habe es überlebt!
Habe also wieder etwas Hoffnung.
Die Fragen von Lilli will ich mir auch noch beantworten.

#4


G
Hallo Hakael!!

Schön wieder von Dir zu lesen!:-)
30 Minuten spazierengehen sind doch schonmal ein Anfang!!:-)

Ich habe seit 2004 mit Panikattacken zu kämpfen im Rahmen einer diagnostizierten gen. Angststörung!

Wobei "kämpfen" mittlerweile der falsche Ausdruck ist...ich arbeite daran meine Angst zu bändigen ...

Sehr geholfen dabei hat mir bisher mein Psychologe, das Buch von Frau Dr. Wolf aber auch das Buch "Die zehn Gesichter der Angst" von Herrn Dr. Morschitzky!! Das Buch kann ich Dir nur empfehlen!

Psychologe und Bücher sind Hilfsmittel auf dem Weg zu Dir selbst!!
Termine bringen aber auch nur etwas wenn man wirklich bereit ist für eine Einsicht und eine Veränderung!!

Ganz liebe Grüße!

Lilli

#5


M
Hallo liebe Hakeal,

habe gerade mit Freude Dein Bericht gelesen.
Das ist doch schon mal ein Anfang, ich freue mich wirklich für Dich.

Lesen, ist immer ein sehr guter Weg, zu sich selbst zu kommen.Das mache ich auch "sehr oft".
Höre genau in Dich hinein und versuche, Deine Angst zu spüren.
Was will Dir die Angst sagen?
Vor allem, lass Dir viel Zeit.
Bedenke, es gibt solche und solche Tage.(Hoch und Tiefs)
Nutze vor allem die Tage, wo Du Dich gut fühlst, in Dich hinein zu horchen.
Vielleicht bei einem kleinen Spaziergang.Das öffnet zusätzlich, vor allem bei dem tollen Wetter.

Ich nehme z.B. oft mein Buch mit, setze mich auf eine Bank und lese.Ich finde es herrlich, draussen in der Natur, die Vögel, der Duft.Das beruhigt und man kann tief durchatmen.

Ich bin mir sicher, Du wirst es schaffen.
Drück Dich ganz fest und freue mich auf Dein nächsten Bericht.
Ganz liebe Grüsse
Mondlicht

#6


M
Hallo liebe Hakeal,

habe gerade mit Freude Dein Bericht gelesen.
Das ist doch schon mal ein Anfang, ich freue mich wirklich für Dich.

Lesen, ist immer ein sehr guter Weg, zu sich selbst zu kommen.Das mache ich auch "sehr oft".
Höre genau in Dich hinein und versuche, Deine Angst zu spüren.
Was will Dir die Angst sagen?
Vor allem, lass Dir viel Zeit.
Bedenke, es gibt solche und solche Tage.(Hoch und Tiefs)
Nutze vor allem die Tage, wo Du Dich gut fühlst, in Dich hinein zu horchen.
Vielleicht bei einem kleinen Spaziergang.Das öffnet zusätzlich, vor allem bei dem tollen Wetter.

Ich nehme z.B. oft mein Buch mit, setze mich auf eine Bank und lese.Ich finde es herrlich, draussen in der Natur, die Vögel, der Duft.Das beruhigt und man kann tief durchatmen.

Ich bin mir sicher, Du wirst es schaffen.
Drück Dich ganz fest und freue mich auf Dein nächsten Bericht.
Ganz liebe Grüsse
Mondlicht

#7


M
Hallo zusammen, bin neu hier.
Ich bin jetzt 30 Jahre und habe mein Leben nicht im Griff bzw ist es mir vollkommen entgleitet.
Ich zog vor ca 8 Jahren zu meinem jetzigen Freund, wir wohnen weit weg vom nächsten Ort. Da fing das langsam an, das mir unwohl wurde unter fremden Menschen, sei es im Kaffeehaus usw. Heute bin ich schon so weit dass ich nicht mal mehr zum Arzt gehen kann, nicht ins Kino, zum Heurigen usw Ich bin in solchen Situationen soooooo nervös und angespannt. Das schlimmste ist allerdings das Einkaufen gehen. Ich bin schon so angespannt und nervös wenn ich ein Geschäft betrete, kritisch wirds dann wenn ich zur Kasse komme. Wenn ich auch nur eine Minute an der Kasse warten muss, bekomme ich eine Panikattacke und das ist gar nicht lustig. Ich gehe jetzt gar nicht mehr mit zum einkaufen, ich hab so eine schei. Angst davor.
Ich sitze ganze Woche allein in der Wohnung und fadisiere mich und warte bis mein Freund von der Arbeit heim kommt. Ich habe keinen Führerschein.
Ich bin jetzt entschlossen, etwas zu unternehmen, mir macht mein Leben keinen Spass mehr und ich habe keine Lebensqualität mehr.
Das komische ist ja, dass ich, bevor ich hierher gezogen bin, genau das Gegenteil war das ich heute bin. Ich war immer mit Freunden unterwegs, hatte total viel Spass, war fröhlich und unbeschwert. Angst kannte ich nicht. Ich war selbstbewusst und selbstständig. Mir fehlt es so, mein damaliges Leben!
Ich habe schon vor einigen Jahren meinem Freund davon erzählt dass es mir nicht gut geht überhaupt beim einkaufen, da war es ja noch nicht so schlimm. Er sagte, ich soll sofort mit dem Blödsinn aufhören und wieder normal werden. Das hat mich so verletzt und gekränkt. Seither sage ich nichts mehr zu dem Thema, aber ich glaube er weiss es dass ich Probleme habe, ich gehe ja kaum noch aus der Wohnung, ich will nicht mehr wo hinfahren, das fällt sicher auf.
Was ich mir von Herzen wünschen würde, wäre eine Freundin oder einen guten Freund dem ich vertrauen kann, mit dem ich über alles reden kann, sei es wenn mich etwas aufregt oder über das grosse Problem. Ich habe ja niemanden mehr seit ich hier bin, früher hatte ich viele Freunde. Ich wünsche mir, dass ich jemanden habe der mich mal fragt wies mir geht, der sagt, das schaffen wir schon, ich unterstütze dich und begleite dich auf deinem Weg.
Ich habe mich entschlossen eine Hypnosepsychotherapie zu machen. Ich bin schon so weit dass ich mir schon Therapeuten raus suche, ich muss mich nur noch für einen entscheiden und dann gehts los.
Ich fr4eue mich schon soooooo sehr auf mein neues Leben, ich will wieder selbstständig meinen Einkauf und meine Besorgungen erledigen, ich will wieder ein wenig in die Disco gehen und ins Kaffeehaus, ich möchte gerne eine Arbeit finden die mir gefällt.
Wenn ich diese Therapie mache und es mir schon ein wenig besser geht dann werde ich hier ausziehen, denn wenn ich hier bleibe wird sich nicht viel ändern, dann bleibt alles beim alten. Ich muss raus aus dieser Isolation!!

Sorry für diesen Roman aber das musste jetzt mal alles raus! DANKE AN ALLE FÜRS ZUHÖREN, das tat echt gut.

Würde mich sehr freuen über ein paar Antworten, vl auch ein paar gute Tips und Ratschläge


DANKE

#8


M
Hallo moonlight3,

Was du beschreibst kenne ich auch nur zu gut. Vor fünf Jahren war ich auch ein total optimistischer Mensch, bin jeden Tag rausgegangen und hatte viele Kontakte. Ich war einfach glücklich! Jetzt habe ich mich sehr zurückgezogen, habe kaum noch Freunde und bin unglücklich.
Kannst du dich an irgendeine Schlüsselsituation erinnern bei der diese Angst bei dir begann?
Bei mir begann das alles mit einem Döner den ich in der Stadt aß und dann gings plötzlich rund in meinem Bauch und von da an ging es bei mir immer rund im Bauch wenn ich raus musste oder unter Menschen. Und selbst wenn mein Bauch still ist, habe ich heute Angst... das hat sich verselbstständigt.
Und dein Problem ist kein Blödsinn, was dein Freund vielleicht behaupten mag. Durch solche Aussagen steigt der Druck in einem nur noch mehr. Meine Mutter ignoriert auch jegliches Problem komplett und bei dieser ganzen Scheinheiligkeit hat man irgenwann das Gefühl durchzudrehen. Vom Expertenrat weiß ich jetzt, dass es der erste Schritt ist, zu seinem Problem zu stehen und es offen und mit Rückgrat anzusprechen. Agoraphobie ist nichts Lächerliches! Dessen musst du dir bewusst werden.
Ich habe leider keine Erfahrung mit Hypnosepsychotherapie, aber ich würde dir vor allem eine Verhaltenstherapie empfehlen. Ich fang auch bald eine an, hab aber noch Wartezeit.
Ich konnte in all den Jahren nicht die sein, die ich eigentlich bin. Das macht einen echt kaputt...

Ich wünsche dir gute Besserung!

#9


M
irgendwie gehts mir jetzt etwas leichter weil ich weiss ich bin nicht allein, es tut gut zu wissen dass das noch andere haben, nicht nur ich.
Nein, ich kann mich an kein Ereignis erinnern das das ausgelöst hätte, es kam schleichweise, ganz langsam.
Ja, meine Mutter ist auch eine von den wenigen die das von meinem Problem wissen, und was tut sie? Gar nichts! Das ärgert mich so sehr. Sie weiss das ihre Tochter Hilfe benötigt und leidet, da könnte man doch seine Hilfe anbieten, versteh ich überhaupt nicht wie man so sein kann.
Ich weiss dass ich keine Schuld habe dass ich dieses Problem habe aber es ist mir halt sehr peinlich, ich möchte nicht dass es jemand erfährt dem ich nicht vertrauen kann, denn momentan vertraue ich nur mir selbst, bin in letzter Zeit so oft enttäuscht worden.
Ich kenn das, man ist nicht sich selbst, man ist nicht frei. Man möchte sogern wieder die alte sein und sachen tun die Spass machen und so aber es geht nicht, die Angst sperrt uns ein. Ich halte dieses Leben einfach nicht mehr aus, ich kann nicht mehr und ich hab die Schnauze voll davon.
Was macht man denn in der Verhaltenstherapie so alles, kannst mir das vl erklären bitte?
Und danke das du mir geantwortet hast, freut mich sehr!!

Ich wünsche Dir alles Gute!

#10


M
Ja, es hilft mit "Gleichgesinnten" zu schreiben, da bekommt man das Gefühl, dass man doch nicht abnormal ist.
Bei einer Verhaltenstherapie geht es darum deine aktuelles Gedankenmuster, deine darauf folgenden Gefühle und deine darauf folgendes Verhalten zu analysieren und so zu ändern, dass du eine neue Lebensqualität zurück erhältst. Das heißt nicht, dass die Kindehit komplett außer Acht gelassen wird, aber darauf wird sich schon konzentriert. Die Kosten werden auch von den Krankenkassen übernommen, ich weiß nicht, wie das bei einer Hypnosetherapie ist? Könnte mir vorstellen, dass slche "alternative" Therapien da nicht übenrommen werden.
Ich weiß, es ist echt schwer, aber versuch dir trotzdem noch die schönen Dinge zu erhalten. Bist du eigentlich glücklich in deiner Beziehung?

#11


M
bei der Hypnosepsychotherapie werden pro Sitzung 21,80€ von der Krankenkasse dazu bezahlt, das heisst ich zahle 50€ pro Sitzung, normal kostet sie 70€. Aber dass ist auch unterschiedlich von den Therapeuten her.
Ich hab jetzt eine wirklich nette gefunden, die nehm ich glaub ich, zumindest per e mail kommt sie mir recht nett und freundlich rüber und sie kommt mir auch entgegen.
Ich geb die Hoffnung nicht auf wieder ein schönes, glückliches Leben zu haben. Bei mir stirbt auch die Hoffnung zuletzt!!!
Aber es ist immer dieselbe Frage die ich mir stelle, WARUM ich?? Warum muss mir das passieren? Ich wünschte mir manchmal ich hätte meinen Freund nie kennengelernt, dann wäre ich auch nicht hier her gezogen und dieser schei. hätte wahrscheinlich nie angefangen.
Ich bin glücklich in meiner Beziehung, ja doch. Er ist halt immer ein wenig stur. Aber er tut sehr viel für mich, er möchte eigentlich dass es mir gut geht, dass weiss ich.
Vl könntest du mir berichten wies dir in der Therapie geht, ob es Veränderungen bringt und Besserung. Und ich kann dir mitteilen wies mir mit meiner Therapie so geht, wenn du das möchtest!!

Liebe Grüße und alles alles Gute dir

#12


M
Ja, das können wir gerne machen! ...ich kann ja auch sonst mit niemanden darüber reden und dir fällt das ja auch schwer.
Wann gehts denn bei dir los? ...ich muss ja leider noch etwas warten, obwohl ich am liebsten sofort anfangen würde, denn zur Zeit gehts mir echt dreckig.

#13


F

Leben in Griff bekommen

Hallo ihr Lieben,

weiss garnicht wo ich anfangen soll. stirnrunzeln
Bei mir läuft im Moment alles drunter und drüber..
Es fing alles vor ca 2 jahren an, da habe ich meinen Freund kennengelernt, es war alles super.
Dann fing der Streit mit meiner Familie an, wo ich bis heute nicht wirklich guten Kontakt zu habe.
Mein Freund fing dann an zu trinken und ist nun in Therapie...und ich hoffe das er es mittlerweile verstanden hat was ihm wichtig ist und alles.
In der zeit bin ich selbst auf der Strecke geblieben, bin seit diesem Jahr Januar zuhause wegen einer OP bzw nun noch einer zweiten, das Problem ist nun das ich mich immer mehr zurück ziehe und weiss halt nicht wie ich da raus kommen soll aus diesem "LOCH". Auf meinen Freund weiss ich auch nicht ob ich mich da noch drauf verlassen kann, nach allem was wir durch gemacht haben und was war. Die freunde die ich habe sind eher bekannte die sich nicht wirklich dafür interessieren wie es mir geht.
Ich wollte wenn ich wieder arbeiten gehe auch nicht mehr zu meiner alten arbeit zurück weil ich dort eh nicht weiter komme.
Habe vor vielem Angst irgendwie und weiss einfach nicht wie ich da ran gehen soll weil ich so auch keinen hab der hinter mir steht. An manchen Tagen geht das aber oft liege ich den ganzen Tag im Bett und weiss einfach nicht weiter, bzw wie alles irgendwie weiter gehen soll.

Vielleicht habt ihr ja paar Tipps wie ich langsam wieder ins Leben zurück finden kann, ohne Angst..


Lieben Dank an Euch Crying or Very sad

#14


Karien
Das ist natürlich eine komplexe Frage. Aber einen Tipp kann ich Dir geben. Das Wichtigste ist irgendetwas zu unternehmen, damit es besser wird. Sei es eine Therapie, vielleicht ein Gespräch mit Deiner Familie etc. Was auch immer Dir helfen könnte. Geh das an. Und wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Mehr wird dann von selbst folgen. Aber der erste Schritt ist wichtig. Informiere Dich zum Beispiel einmal im Internet über Therapien etc.

#15


fourofour
Hallo Fee,

wenn man deinen Text genau liest, stellt sich die eine oder andere Frage.
Einen Suchtkranken Menschen als Partner zu haben kann echt schwer sein. Die Zeit bis eine Therapie beginnt, bzw. bis die Symptome auf ein erträgliches Maß gesunken sind, kann sehr lange sein.
Wenn Du in dieser Zeit wenig Rückhalt hast, selbst angeschlagen bist und wenig bis keine Ressourcen hast, kann dich das wirklich an den Rand der Belastung bringen. Die Gefahr einer in einer depressiven Phase zu landen ist durchaus real. Subjektiv fühlt es sich an, als wärst Du in einer solchen.

Für mich stellt sich nicht deine Frage "Vielleicht habt ihr ja paar Tipps wie ich langsam wieder ins Leben zurück finden kann, ohne Angst"
sondern:
"Wie sieht für ein Leben ohne Angst für dich aus? Was soll sich ändern, wo willst Du hin?"

Deine Worte klingen, als wäre das Vertrauen zu deinem Partner beschädigt und du scheinst nicht mehr zu deiner alten Arbeit zurückkehren zu wollen. Langfristig solltest Du dir diese Fragen selbst beantworten können.
Aus dem Loch kommst nur Du selbst heraus, in dem Du dich selbst motivierst etwas dagegen zu tun oder dir jemand am Anfang hilft. Es gilt die vielen Blockaden einer Depression, eine nach der anderen, aufzulösen. Nichts zu tun ist eine schlechte Lösung. Dagegen tun kann man viel, nur fühlt es sich für Betroffene wie ein nicht zu besteigender Berg an.

Der Berg mag schwierig sein, die Etappen kann man sich aber selbst einteilen. Rom wurde auch nicht an einem Tag bestiegen =;o)

Es ist wichtig sich seiner eigenen Bedürfnisse bewusst zu werden und (wieder) zu lernen richtig mit sich umzugehen und für sich zu sorgen. Unterstützung am Anfang ist gut.
So Dinge wie Tagesrhythmus - aufstehen, sich richten, geregelte Koch-/Essenszeiten, Freiräume für Entspannung finden (Badewanne, Musik hören, mentale Übungen, Yoga, Bücher/Hörbücher), Sport/Bewegung sind wichtig beizubehalten. Es kann sich oft leer und sinnlos anfühlen, aber es ist wichtig es trotzdem zu tun (außer es schadet einem). Man verliert schnell den Zugang dazu.
Jedes kleine Ding, wie z.B. sich das Frühstück selbst schön herzurichten, es zu zelebrieren und genießen, ist eine Ressource. Es ist die Liebe an uns selbst, ohne die wir uns nicht wirklich existent fühlen. Es ist die Liebe, mit der wir auch einem Kind das Frühstück richten würden. Dies gilt es zu bewahren und falls man es verloren hat wieder zu finden.

Höre in dich hinein, finde deine Bedürfnisse und kümmere dich um sie.

Hier wirst Du mit Sicherheit Menschen finden, denen es ähnlich geht und mit denen Du dich austauschen kannst. :o)

Gruß
Melon

#16


D

Ich habe mein Leben nicht im Griff

Hallo zusammen,

bei mir läuft alles völlig aus dem Ruder. Ich fasse zusammen: Ich habe keine echten Freunde, ich habe keine Partnerschaft/kein vernünftiges Sexualleben, es gibt letztenendes Niemanden, dem ich noch vertraue, ich bin spielsüchtig, schizophren und habe keinerlei Hoffnung mehr.

Zunächst zu den Freunden: Ich habe seit 25 Jahren den selben Freundeskreis. In den leztten Jahren ist mir aber zunehmend bewusst geworden und ich habe immer wieder gemerkt, dass es sich nicht um echte, sondern charakterlich völlig unterirdische falsche Freunde handelt. Permanent werde ich von Ihnen ausgelacht, sie versuchen mich klein zu halten, gönnen mir keine Erfolge und so weiter. Es gibt zwei Menschen in meinem Leben, die ich von dieser Regel ausnehme. Susie und Eddie. Susie war meine Gastmutter in den USA als ich dort vor 25 Jahren Austauschschüler war. Sie ist mir seitdem eine gute Freundin und wir telefonieren einmal pro Woche. Allerdings hat sie mich quasi missbraucht als ich bei ihr gewohnt habe. Ich war 16/17 und sie war 42 und wir hatten eine sexuelle Beziehung, wenngleich es auch nicht zum Beischlaf gekommen ist. Diese Beziehung nehme ich ihr heute übel und denke manchmal vielleicht sollte ich auch zu ihr den Kontakt abbrechen. Dann ist da noch Eddie. Ich bin Lehrer und habe Eddie in meiner Lehramtsausbildung vor ca. 5 Jahren kennengelernt. Wir haben seitdem sporadisch Kontakt und ich habe ihn sehr gerne. Allerdings ist er schon über 70 und ich erst 40 und ich weiß, dass er mich nicht als sehr engen Freund betrachtet. Zu ihm möchte ich den Kontakt gerne ausbauen, aber glaube er möchte nicht enger mit mir befreundet sein.

Jetzt zu meinem Freundeskreis, den ich seit 25 Jahren habe. Ich habe mal gestern mein Handy überprüft. Seit dem 02.04.2019 (solange habe ich dieses Handy) hat mich nicht einer von ihnen angerufen. Als ich im Juni aus einer stationären Reha kam war keiner von ihnen bereit mich auch nur drei Tage aufzunehmen. Ich hatte keine Bleibe und ohne eine glückliche Fügung wäre ich tagelang auf der Straße gewesen. Wenn ich meine "Freunde" anrufe gehen sie nicht ran oder drücken mich weg. Vor ca. 2 Jahren habe ich ein Buch geschrieben, ein Kinderbuch, das sich mit dem Thema Hunger befasst. Ich habe es einem von Ihnen gezeigt, und er hat ca. 30 Seiten davon gelesen. Dann hat er mich angerufen und es mir gegenüber schlecht gemacht. Das habe ich mir fünf Minuten angehört und dann versucht das Thema zu wechseln. Daraufhin ist er ausgerastet und hat sowas gesagt wie "ich bin nett zu Dir und lese Deinen Rotz und Du hörst nicht mal mehr zu". Als vor sechs Jahren mein Vater gestorben ist und ich sein Erbe in eine kleine Wohnung investiert habe kamen sie das erste Mal rein und meinten sofort: "Du hast einen Fehler gemacht" Wenn jetzt das Gespräch auf meine Wohnung kommt nennen sie sie Drecksbude. Wenn ich zu einer Party eine Frau mitbringe machen sie sich sofort über meinen kleinen P. lustig, wenn ich das Zimmer verlasse, um sich diese zu Willen zu machen. Diese Dinge sind mir alle nach und nach übel aufgestoßen, aber ich weiß nicht was ich machen soll. Wenn ich ihnen gänzlich den Rücken kehre, bin ich ganz allein.

Ich hätte nach 16 Jahren gern Mal wieder eine feste Freundin, aber ich finde einfach keine Frau, die Interesse an mir hat. Ich bin klein un unattraktiv und trotz meiner hohen Intelligenz ist Humor vielleicht nicht meine größte Stärke. Frauen hatten schon kein Interesse an mir als ich noch jung und schlank war und jetzt interessiert sich wirklich gar keine mehr für mich. Wenn ich bei Tinder online gehe und jeden Tag bei allen "Ja" swipe habe ich ein Match alle vier Wochen. Kaum eine von denen will sich tatsächlich mit mir treffen und wenn doch merke ich nach zwei Minuten, dass sie sich nicht für mich interessiert. Wenn ich doch eine Freundin hatte war sie immer untreu und ist mit allen meinen (falschen) Freunden und meinen Feinden ins Bett gegangen. Eine hat mir Mal ein altes Schuljahrbuch unter die Nase gehalten und gesagt: "Zeig mir mal Deine Feinde unter denen" Was soll ich sagen, sie hat sie alle angerufen und sich ihnen angeboten. Ich verstehe ja, dass es einer Frau schwer fällt treu zu sein, wenn sie beim Verkehr aufgrund
meines viel zu klein geratenen P. nichts oder fast nichts merkt, aber müssen es denn meine falschen Freunde/Feinde sein? Ich wünsche mir nichts mehr als eine Partnerin, die genauso loyal ist wie ich, aber ich zweifele inzwischen daran, dass ich sie jemals finde.

Meine Mutter hat mich in einem sehr frühen Kindheitsalter misshandelt. Dennoch bin ich finanziell (siehe weiter unten) und auch emotional von ihr abhängig. Ich versuche mich zu distanzieren, aber es gelingt mir irgendwie nicht.

Ich habe noch einen Hoffnungsschimmer in meinem Leben. Ich möchte bald Erwerbsminderungsrente beantragen und nach Thailand ziehen. Dort läuft das deutlich besser mit den Frauen und es gibt viele, die erst lange daten, bevor sie mit einem Kerl ins Bett gehen. Deutsche Frauen halte ich inzwischen allesamt für Schl@mpen - ich bin einfach zu oft enttäuscht worden - aber nein, an meiner Einstellung gegenüber Frauen liegt es nicht. Ich habe nicht immer so gedacht und kam schon früher nicht gut bei Frauen an. Ich wünsche mir so sehr, dass sich etwas ändert., leider steht mir (nicht nur mit dem Traum von Thailand) meine Spielsucht im Weg. Ich habe ca. Euro 30.000 Schulden und wenn ich nicht sehr bald aufhöre zu spielen werde ich es nie schaffen. Ich bemühe mich Händeringend um eine Psychotherapie, aber kein Therapeut möchte mit mir arbeiten. Außerdem habe ich nur wenig Hoffnung, dass mir das wirklich hilft.

Wenn sich nicht bald Etwas ändert wähle ich den Weg in eine andere Welt - ohne den Traum von Thailand wäre ich vielleicht schon dort.

Ich weiß gar nicht, welche Form der Antwort ich mir hier erhoffe. Ich musste mir das einfach mal von der Seele schreiben. Ich kann mir schon denken was jetzt kommt - such dir ein Hobby, lerne neue Leute kennen, aber dafür fehlt mir einfach der Antrieb und auch der Wille.

Wie dem auch sei, ich hoffe der eine oder andere kann einen Tipp geben.

LG

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

A
Ehrlich gesagt kann ich dir nicht viel dazu schreiben nur das du auf solche Freunde verzichten kannst,mit der Therapie das verstehe ich nicht so richtig weshalb möchte niemand mit dir arbeiten?
Es wäre immerhin ein Versuch wert und du kannst doch das eine oder andere davon mitnehmen?
Eine Flucht in eine andere Welt?Würdest du deine Probleme nicht auch dorthin mitnehmen?
Das was du schreibst ist alles sehr traurig und ich wünsche dir das du Hilfe bekommst egal in welcher Form. Liebe Grüße

x 1 #18


D
Hallo Akinom,
danke für Deine Antwort. Natürlich werde ich mich auch weiterhin um eine Psychotherapie bemühen. Schaden wird es sicher nicht, aber ob ich dadurch meine Spielsucht in den Griff kriege bezweifele ich inzwischen. Ich war ja schon deshalb drei Monate in einer stationären Reha und das hat nun wirklich rein gar nichts gebracht. Ich danke Dir aber für deinen lieben Beitrag.
Liebe Grüße

x 1 #19


A


x 4





App im Playstore