20.04.2007 17:27 • 07.03.2020 #1


18 Antworten ↓


Hallo Hakeal,

ich würde mal sagen, das sieht mächtig düster bei Dir aus.Wenn ich das so lese, auf der einen Seite suchst Du Hilfe, auf der anderen Seite brichst Du sofort alles wieder ab und verkrichst Dich in Dein Schneckenhaus.(Ist nicht bös gemeint )
Ich kann Dir nur dringend raten, Dich Deiner Angst zu stellen.
Du bist 51, also im besten Alter.Deine Kinder sind groß und Du könntest tun und lassen, was Du willst.
In Deiner Beschreibung klingt es, wenn man hinter den Zeilen liest, stark nach Verlustängsten.Deine Kinder werden dämnächst ausziehen.
Dann bin ich arme allein mit meinem Kummer? Ich werde nicht mehr gebraucht? Keiner kümmert sich mehr um mich? Könnte das zutreffen?
""Nur wenn Du Dich der Angst stellst und die Angst loslässt, hat Dein Kummer ein Ende"".Und dann geht es Dir mit Sicherheit auch körperlich wieder besser.
Also raff Dich auf und tue was für Dich !

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und schicke Dir ganz liebe Grüße.
Mondlicht

21.04.2007 17:00 • #2



Hallo Hakael,

Habe mein Leben nicht im Griff

x 3#3


Hallo Hakael!!

Beim Lesen Deines Beitrages kamen mir folgende Dinge in den Sinn:

1) Gibt es Ziele in Deinem Leben die Du verwirklichen möchtest?
2)Hast Du Pläne für die Zeit wenn Deine Kinder in eigene Wohnungen gezogen sind?
3) Wie sieht es mit Deinem Selbstwertgefühl aus? Machst Du Dir die positiven Dinge Deines Charakters und Deines Aussehens bewußt?
4)Eine Therapie bringt nur wirklich etwas wenn man auch als Patient mitarbeitet....wenn man etws ändern möchte...etwas be und verarbeiten möcte...möchtest Du das?
5) Gibt es evtl ein Thema in Deinem Leben dessen Du Dich nicht stellen möchtest?? ...Dir deshalb der Weg zum Therapeuten für nicht bewältigbar erscheint?
6) Willst Du Deine Kinder (wenn auch unbewußt) möglicherweise nicht loslassen?

Hakael es ist Dein Leben...und davon hat man nur eines...Mach Dich auf die Suche nach Dir selbst und finde Ziele die es wert sind!! Glaub mir die Welt ist voll davon!!

liebe Grüße

Lilli

22.04.2007 21:31 • #3


Hallo Mondlicht, hallo Lilli!
Vielen Dank für eure Antworten.
Bin zur Zeit sehr nachdenklich
und arbeite (wieder) mit dem Buch von Frau Dr. Wolf: "Ängste verstehen und überwinden",
das mir 1990 geholfen hat.
Ausserdem habe ich mir das Buch von Rolf Merkle gekauft:
"Wenn das Leben zur Last wird"; ein Selbsthilfebuch gegen
Depressionen und ich hoffe, dass ich aus meinem Schneckenhaus
dauerhaft rauskomme.
Immerhin bin ich vorgestern und gestern jeweils 30 Minuten spazieren gegangen; nach 10 Wochen!
Und habe es überlebt!
Habe also wieder etwas Hoffnung.
Die Fragen von Lilli will ich mir auch noch beantworten.

24.04.2007 17:15 • #4


Hallo Hakael!!

Schön wieder von Dir zu lesen!:-)
30 Minuten spazierengehen sind doch schonmal ein Anfang!!:-)

Ich habe seit 2004 mit Panikattacken zu kämpfen im Rahmen einer diagnostizierten gen. Angststörung!

Wobei "kämpfen" mittlerweile der falsche Ausdruck ist...ich arbeite daran meine Angst zu bändigen ...

Sehr geholfen dabei hat mir bisher mein Psychologe, das Buch von Frau Dr. Wolf aber auch das Buch "Die zehn Gesichter der Angst" von Herrn Dr. Morschitzky!! Das Buch kann ich Dir nur empfehlen!

Psychologe und Bücher sind Hilfsmittel auf dem Weg zu Dir selbst!!
Termine bringen aber auch nur etwas wenn man wirklich bereit ist für eine Einsicht und eine Veränderung!!

Ganz liebe Grüße!

Lilli

25.04.2007 12:40 • #5


Hallo liebe Hakeal,

habe gerade mit Freude Dein Bericht gelesen.
Das ist doch schon mal ein Anfang, ich freue mich wirklich für Dich.

Lesen, ist immer ein sehr guter Weg, zu sich selbst zu kommen.Das mache ich auch "sehr oft".
Höre genau in Dich hinein und versuche, Deine Angst zu spüren.
Was will Dir die Angst sagen?
Vor allem, lass Dir viel Zeit.
Bedenke, es gibt solche und solche Tage.(Hoch und Tiefs)
Nutze vor allem die Tage, wo Du Dich gut fühlst, in Dich hinein zu horchen.
Vielleicht bei einem kleinen Spaziergang.Das öffnet zusätzlich, vor allem bei dem tollen Wetter.

Ich nehme z.B. oft mein Buch mit, setze mich auf eine Bank und lese.Ich finde es herrlich, draussen in der Natur, die Vögel, der Duft.Das beruhigt und man kann tief durchatmen.

Ich bin mir sicher, Du wirst es schaffen.
Drück Dich ganz fest und freue mich auf Dein nächsten Bericht.
Ganz liebe Grüsse
Mondlicht

27.04.2007 17:56 • #6


Hallo liebe Hakeal,

habe gerade mit Freude Dein Bericht gelesen.
Das ist doch schon mal ein Anfang, ich freue mich wirklich für Dich.

Lesen, ist immer ein sehr guter Weg, zu sich selbst zu kommen.Das mache ich auch "sehr oft".
Höre genau in Dich hinein und versuche, Deine Angst zu spüren.
Was will Dir die Angst sagen?
Vor allem, lass Dir viel Zeit.
Bedenke, es gibt solche und solche Tage.(Hoch und Tiefs)
Nutze vor allem die Tage, wo Du Dich gut fühlst, in Dich hinein zu horchen.
Vielleicht bei einem kleinen Spaziergang.Das öffnet zusätzlich, vor allem bei dem tollen Wetter.

Ich nehme z.B. oft mein Buch mit, setze mich auf eine Bank und lese.Ich finde es herrlich, draussen in der Natur, die Vögel, der Duft.Das beruhigt und man kann tief durchatmen.

Ich bin mir sicher, Du wirst es schaffen.
Drück Dich ganz fest und freue mich auf Dein nächsten Bericht.
Ganz liebe Grüsse
Mondlicht

27.04.2007 18:28 • #7


01.09.2011 08:30 • #8


Hallo moonlight3,

Was du beschreibst kenne ich auch nur zu gut. Vor fünf Jahren war ich auch ein total optimistischer Mensch, bin jeden Tag rausgegangen und hatte viele Kontakte. Ich war einfach glücklich! Jetzt habe ich mich sehr zurückgezogen, habe kaum noch Freunde und bin unglücklich.
Kannst du dich an irgendeine Schlüsselsituation erinnern bei der diese Angst bei dir begann?
Bei mir begann das alles mit einem Döner den ich in der Stadt aß und dann gings plötzlich rund in meinem Bauch und von da an ging es bei mir immer rund im Bauch wenn ich raus musste oder unter Menschen. Und selbst wenn mein Bauch still ist, habe ich heute Angst... das hat sich verselbstständigt.
Und dein Problem ist kein Blödsinn, was dein Freund vielleicht behaupten mag. Durch solche Aussagen steigt der Druck in einem nur noch mehr. Meine Mutter ignoriert auch jegliches Problem komplett und bei dieser ganzen Scheinheiligkeit hat man irgenwann das Gefühl durchzudrehen. Vom Expertenrat weiß ich jetzt, dass es der erste Schritt ist, zu seinem Problem zu stehen und es offen und mit Rückgrat anzusprechen. Agoraphobie ist nichts Lächerliches! Dessen musst du dir bewusst werden.
Ich habe leider keine Erfahrung mit Hypnosepsychotherapie, aber ich würde dir vor allem eine Verhaltenstherapie empfehlen. Ich fang auch bald eine an, hab aber noch Wartezeit.
Ich konnte in all den Jahren nicht die sein, die ich eigentlich bin. Das macht einen echt kaputt...

Ich wünsche dir gute Besserung!

01.09.2011 09:47 • #9


irgendwie gehts mir jetzt etwas leichter weil ich weiss ich bin nicht allein, es tut gut zu wissen dass das noch andere haben, nicht nur ich.
Nein, ich kann mich an kein Ereignis erinnern das das ausgelöst hätte, es kam schleichweise, ganz langsam.
Ja, meine Mutter ist auch eine von den wenigen die das von meinem Problem wissen, und was tut sie? Gar nichts! Das ärgert mich so sehr. Sie weiss das ihre Tochter Hilfe benötigt und leidet, da könnte man doch seine Hilfe anbieten, versteh ich überhaupt nicht wie man so sein kann.
Ich weiss dass ich keine Schuld habe dass ich dieses Problem habe aber es ist mir halt sehr peinlich, ich möchte nicht dass es jemand erfährt dem ich nicht vertrauen kann, denn momentan vertraue ich nur mir selbst, bin in letzter Zeit so oft enttäuscht worden.
Ich kenn das, man ist nicht sich selbst, man ist nicht frei. Man möchte sogern wieder die alte sein und sachen tun die Spass machen und so aber es geht nicht, die Angst sperrt uns ein. Ich halte dieses Leben einfach nicht mehr aus, ich kann nicht mehr und ich hab die Schnauze voll davon.
Was macht man denn in der Verhaltenstherapie so alles, kannst mir das vl erklären bitte?
Und danke das du mir geantwortet hast, freut mich sehr!!

Ich wünsche Dir alles Gute!

01.09.2011 14:17 • #10


Ja, es hilft mit "Gleichgesinnten" zu schreiben, da bekommt man das Gefühl, dass man doch nicht abnormal ist.
Bei einer Verhaltenstherapie geht es darum deine aktuelles Gedankenmuster, deine darauf folgenden Gefühle und deine darauf folgendes Verhalten zu analysieren und so zu ändern, dass du eine neue Lebensqualität zurück erhältst. Das heißt nicht, dass die Kindehit komplett außer Acht gelassen wird, aber darauf wird sich schon konzentriert. Die Kosten werden auch von den Krankenkassen übernommen, ich weiß nicht, wie das bei einer Hypnosetherapie ist? Könnte mir vorstellen, dass slche "alternative" Therapien da nicht übenrommen werden.
Ich weiß, es ist echt schwer, aber versuch dir trotzdem noch die schönen Dinge zu erhalten. Bist du eigentlich glücklich in deiner Beziehung?

01.09.2011 23:15 • #11


bei der Hypnosepsychotherapie werden pro Sitzung 21,80€ von der Krankenkasse dazu bezahlt, das heisst ich zahle 50€ pro Sitzung, normal kostet sie 70€. Aber dass ist auch unterschiedlich von den Therapeuten her.
Ich hab jetzt eine wirklich nette gefunden, die nehm ich glaub ich, zumindest per e mail kommt sie mir recht nett und freundlich rüber und sie kommt mir auch entgegen.
Ich geb die Hoffnung nicht auf wieder ein schönes, glückliches Leben zu haben. Bei mir stirbt auch die Hoffnung zuletzt!!!
Aber es ist immer dieselbe Frage die ich mir stelle, WARUM ich?? Warum muss mir das passieren? Ich wünschte mir manchmal ich hätte meinen Freund nie kennengelernt, dann wäre ich auch nicht hier her gezogen und dieser schei. hätte wahrscheinlich nie angefangen.
Ich bin glücklich in meiner Beziehung, ja doch. Er ist halt immer ein wenig stur. Aber er tut sehr viel für mich, er möchte eigentlich dass es mir gut geht, dass weiss ich.
Vl könntest du mir berichten wies dir in der Therapie geht, ob es Veränderungen bringt und Besserung. Und ich kann dir mitteilen wies mir mit meiner Therapie so geht, wenn du das möchtest!!

Liebe Grüße und alles alles Gute dir

02.09.2011 08:59 • #12


Ja, das können wir gerne machen! ...ich kann ja auch sonst mit niemanden darüber reden und dir fällt das ja auch schwer.
Wann gehts denn bei dir los? ...ich muss ja leider noch etwas warten, obwohl ich am liebsten sofort anfangen würde, denn zur Zeit gehts mir echt dreckig.

04.09.2011 15:58 • #13


20.09.2016 18:39 • #14


Karien
Das ist natürlich eine komplexe Frage. Aber einen Tipp kann ich Dir geben. Das Wichtigste ist irgendetwas zu unternehmen, damit es besser wird. Sei es eine Therapie, vielleicht ein Gespräch mit Deiner Familie etc. Was auch immer Dir helfen könnte. Geh das an. Und wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Mehr wird dann von selbst folgen. Aber der erste Schritt ist wichtig. Informiere Dich zum Beispiel einmal im Internet über Therapien etc.

20.09.2016 18:49 • #15


cube_melon
Hallo Fee,

wenn man deinen Text genau liest, stellt sich die eine oder andere Frage.
Einen Suchtkranken Menschen als Partner zu haben kann echt schwer sein. Die Zeit bis eine Therapie beginnt, bzw. bis die Symptome auf ein erträgliches Maß gesunken sind, kann sehr lange sein.
Wenn Du in dieser Zeit wenig Rückhalt hast, selbst angeschlagen bist und wenig bis keine Ressourcen hast, kann dich das wirklich an den Rand der Belastung bringen. Die Gefahr einer in einer depressiven Phase zu landen ist durchaus real. Subjektiv fühlt es sich an, als wärst Du in einer solchen.

Für mich stellt sich nicht deine Frage "Vielleicht habt ihr ja paar Tipps wie ich langsam wieder ins Leben zurück finden kann, ohne Angst"
sondern:
"Wie sieht für ein Leben ohne Angst für dich aus? Was soll sich ändern, wo willst Du hin?"

Deine Worte klingen, als wäre das Vertrauen zu deinem Partner beschädigt und du scheinst nicht mehr zu deiner alten Arbeit zurückkehren zu wollen. Langfristig solltest Du dir diese Fragen selbst beantworten können.
Aus dem Loch kommst nur Du selbst heraus, in dem Du dich selbst motivierst etwas dagegen zu tun oder dir jemand am Anfang hilft. Es gilt die vielen Blockaden einer Depression, eine nach der anderen, aufzulösen. Nichts zu tun ist eine schlechte Lösung. Dagegen tun kann man viel, nur fühlt es sich für Betroffene wie ein nicht zu besteigender Berg an.

Der Berg mag schwierig sein, die Etappen kann man sich aber selbst einteilen. Rom wurde auch nicht an einem Tag bestiegen =;o)

Es ist wichtig sich seiner eigenen Bedürfnisse bewusst zu werden und (wieder) zu lernen richtig mit sich umzugehen und für sich zu sorgen. Unterstützung am Anfang ist gut.
So Dinge wie Tagesrhythmus - aufstehen, sich richten, geregelte Koch-/Essenszeiten, Freiräume für Entspannung finden (Badewanne, Musik hören, mentale Übungen, Yoga, Bücher/Hörbücher), Sport/Bewegung sind wichtig beizubehalten. Es kann sich oft leer und sinnlos anfühlen, aber es ist wichtig es trotzdem zu tun (außer es schadet einem). Man verliert schnell den Zugang dazu.
Jedes kleine Ding, wie z.B. sich das Frühstück selbst schön herzurichten, es zu zelebrieren und genießen, ist eine Ressource. Es ist die Liebe an uns selbst, ohne die wir uns nicht wirklich existent fühlen. Es ist die Liebe, mit der wir auch einem Kind das Frühstück richten würden. Dies gilt es zu bewahren und falls man es verloren hat wieder zu finden.

Höre in dich hinein, finde deine Bedürfnisse und kümmere dich um sie.

Hier wirst Du mit Sicherheit Menschen finden, denen es ähnlich geht und mit denen Du dich austauschen kannst. :o)

Gruß
Melon

20.09.2016 20:00 • #16


07.03.2020 18:14 • #17


Akinom
Ehrlich gesagt kann ich dir nicht viel dazu schreiben nur das du auf solche Freunde verzichten kannst,mit der Therapie das verstehe ich nicht so richtig weshalb möchte niemand mit dir arbeiten?
Es wäre immerhin ein Versuch wert und du kannst doch das eine oder andere davon mitnehmen?
Eine Flucht in eine andere Welt?Würdest du deine Probleme nicht auch dorthin mitnehmen?
Das was du schreibst ist alles sehr traurig und ich wünsche dir das du Hilfe bekommst egal in welcher Form. Liebe Grüße

07.03.2020 18:25 • x 1 #18


Hallo Akinom,
danke für Deine Antwort. Natürlich werde ich mich auch weiterhin um eine Psychotherapie bemühen. Schaden wird es sicher nicht, aber ob ich dadurch meine Spielsucht in den Griff kriege bezweifele ich inzwischen. Ich war ja schon deshalb drei Monate in einer stationären Reha und das hat nun wirklich rein gar nichts gebracht. Ich danke Dir aber für deinen lieben Beitrag.
Liebe Grüße

07.03.2020 18:30 • x 1 #19




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