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Hi zusammen!

Ich möchte euch hier mal kurz meinen Werdegang schildern und zugleich hoffe ich ein paar Ratschläge und konstruktive Vorschläge zu erhalten

Es begann alles im Juni 2010. Ich wurde schwer krank und hatte als Folge darauf in der Arbeit einen Kreislaufkolaps, sodass ich mich vorerst nur zuhause aufhalten konnte. Ich muss dazu sagen, dass ich eine Panik vor Ärzten bzw. Spritzen habe. Und da dreht sich alles leider im Kreis. Ich bin immernoch krank (Verdauungs Probleme, wahrscheinliche Mineralstoffdefizite und noch ein paar andere Sachen) und kann leider nicht zum Arzt. Und um dem ganzen noch eins drauf zu setzen, ist mir folgendes passiert.

Ich hatte nach meinem Ausbruch der Krankheit, öfter versucht wieder am Leben teilnehmen zu können. Ein paar heftige Panikattacken und auch richtige Krankheitsbedingte Attacken waren die Folge, sodass ich mich zuhause verkrochen habe und langsam eine Panik vor dem "rausgehen", und eine Sozialphobie entwickelt habe. Ich habe oft versucht wieder zurück ins Leben zu kommen, was bissher leider ohne Erfolg geblieben ist. Inzwischen kann ich mich schon wieder ein wenig vor die Tür wagen und ein bisschen im Garten arbeiten, was bis dahin schon ein langer Kampf war. Mir fehlt jedoch der restliche Mut mich meiner Angst zustellen.

Darauf hin habe ich die Problematik telefonisch meinem Hausarzt geschildert der mir sofort Paroxetin 20mg verschrieben hatt. Bis heute habe ich sie nicht genommen, da ich versucht habe es auf eigene Faust in den Griff zu bekommen. Ich hatte auch einige Versuche selbst gestartet zB. 5HTP, Rescue Tropfen und Dysto Loges, was ebenfalls nicht den gewünschten Effekt brachte.

Nun bin ich an einem Punkt angelangt in dem ich mich auf Paroxetin einlassen kann. Ich habe nur einen grossen Respekt vor den möglichen Nebenwirkungen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen was Paroxetin in mir auslösen soll damit ich keine Angst mehr vor dem rausgehen hab und ich mich wieder ruhig mit anderen Menschen unterhalten kann.

Ich möchte einfach wieder mein Leben zurück!

Vielen lieben Dank im voraus, ich hoff mir kann einer aufbauende Worte oder vllt. sogar selbst aus seinem ähnlichem Erlebnis berichten.

Lg.

01.04.2011 14:50 • 07.04.2011 #1


14 Antworten ↓


Also die Tabletten lösen das Problem natürlcih nicht von selbst. Aber sie helfen dir deine Gedanken mal weider in die richtige Richtung zu schieben. Dein Kopf muss wieder ganz neu lernen das es keinen Grund gibt Angst zu haben und dabei können dir die Tabletten wirklich helfen.

Wenn du solche Angst vor Ärzten hast würde ich dir mal empfehlen es mit einem Heilpraktiker zu versuchen. Ich hatte auch große Probleme Mit dem Magen und der Heilpraktiker hat mir wirklcih geholfen auch ganz ohne Spritzen.
Ich würde dir aber auch raten eine Therapie zu machen wenn du deine Angst nicht alleine in den Griff bekommst.

Liebe Grüße Dragonheart

01.04.2011 15:01 • #2



Kreislaufkollaps auf der Arbeit bekommen

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hallo, war der kreislaufkolabs der auslöser das du jetzt nicht mehr ausser haus und deine ängste entwickelt hast oder hattest du vorher auch schon probleme damit?
nimmst du die tabletten schon?
dazu kann man eigentlich nicht viel sagen da sie auf die menschen unterschiedlich anschlagen. ich hab auch gewaltige angst vor tabletten. schlage mich seit jahren schon mit meinen attaken rum. habe einmal citraropharm ausprobiert und mir gings total miess davon. eine gute bekannte nimmt seit monaten sertralin und sie kann heut so gut wie alles wieder machen auch alleine. dennoch hab ich schiess wieder tabletten auszuprobieren auch wenn ich an ihr die erfolge seh.
hast du viell die möglichkeit das dein partner oder jemand aus der familie bei dir sein kann wenn du sie nimmst? so das du nicht allein damit stehst und dir bei jedem kleinen komischen gefühl sorgen machst das es von den tabletten kommt!?

02.04.2011 17:36 • #3


Hi,
ich nehme Venlafaxin und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich hatte auch am Anfang Angst, so O Gott was macht das Medi jetzt mit mir in meinem Kopf. Wahrscheinlich ist es dafür schon zu spät aber ich würde dir raten, dir die Nebenwirkungen gar nicht erst durchzulesen. Dann bildest du dir bei jedem winzigen Symptom ein dass du's hast
Ich finde den Tipp gut dass du dir jemand suchst der bei dir ist wenn du es zum ersten Mal nimmst, vielleicht dich in den Arm nimmt.
Generell kommen vielleicht ja die Nebenwirkungen bei solchen Medis auch daher, dass man sich zuviel Sorgen über sie macht.
Also bei mir bewirkt es, dass ich ruhiger bin, aber ich fühle mich jetzt nicht von der Persönlichkeit her anders, es ist eher zu vergleichen mit wie man sich vor dem Essen fühlt und danach, diese ruhige Zufriedenheit, nur etwas stärker.
Viel Glück und bleib dran, du schaffst das!!

04.04.2011 01:07 • #4


Vielen Dank für eure Worte!

@Dragonheart: Das mit dem Heilpraktiker möchte ich auch machen, nur kann ich´s eben im Moment nicht da ich eben nicht rausgehen kann. Die Therapie möchte ich auch machen nur um sie machen zu können muss ich auch rausgehen können

@twingle: Der Kolabs war der Auslöser für meine Ängste. Nein, die Tabletten nehme ich noch nicht. Mir hatt mein Arzt dazu geraten sie ganz ganz langsam einzuschleichen, dh. mit einer Viertelten anfangen und dann langsam steigern. Ich glaube nicht, dass meine Angst bzw. grossen Respekt vor den Tabletten jemand der bei mir ist nehmen kann.

@Kathi: In der Tat, das mit den Nebenwirkungen lesen ist zu spät.
Allerdings sehe ich keinen weiteren Ausweg mehr um den Teufelskreis zu durchbrechen. Denn mein Hauptproblem kann erst behoben werden wenn ich geistig wieder etwas mehr Substanz habe.


Ich hoffe so sehr, dass mir Paroxetin dabei hillft, dass ich wieder mehr soziale Nähe zulassen kann und dass ich wieder rausgehen kann. Kann ein SSRI (Paroxetin) wirklich die Angst nehmen??

Lg und haltet die Ohren steiff

04.04.2011 14:39 • #5


SSRI erhöhen den Serotoninspiegel, das heißt nicht dass die Angst dann komplett weg ist. Man fühlt sich allgemein etwas ruhiger, es dämpft die Angst also etwas.
Medikamente, die die Angst wirklich ganz verschwinden lassen gibt es nicht. Tavor oder Valium tun dies zwar kurzfristig, jedoch haben beide ein starkes Suchtpotential und sollten nur im äußersten Notfall genommen werden.

04.04.2011 14:50 • #6


Soweit hab ich das auch erklärt bekommen. Ich habe schonmal eine Zeitlang hochdosiertes 5HTP (täglich 400 mg) genommen und die dämpfende Wirkung hatt sich nicht eingestellt. Allerdings habe ich gelesen, dass das Serotonin das man über den Darm aufnimmt nicht die Blut- Hirnschranke überschreiten kann. SSRI´s sollen das Serotoninlevel im Hirn steigern.

Vielleicht kann mir da jemand ein wenig weiter helfen, mich interessiert es was da in meinem Körper vorsich geht.

04.04.2011 15:22 • #7


was genau willst du denn wissen

04.04.2011 16:00 • #8


Ich kapier einfach noch nicht, ob SSRI´s nur den Serotoninspiegel anheben und damit einfach nur das Symptome (Serotoninmangel) beheben oder ob sie auch langanhaltender dazu beitragen. Es müsste doch nach absetzen der SSRI´s wieder zu einem Serotoninmangel kommen da doch das eigentlich Ursprüngliche Problem, nämlich der Grund des Serotoninmangel, nicht beseitigt wurde.

Seh ich da irgendwas falsch?

04.04.2011 19:12 • #9


Hm, also ich bin kein Arzt, am besten lässt du dir das von einem Psychiater genau erklären.
Ich habe es so verstanden, dass (es zumindest bei mir so ist) durch erlernte Verhaltens- und Gedankenmuster der Serotoninspiegel aus dem Gleichgewicht kommt, also keine direkte organische Ursache vorliegt. Falls das der Fall wäre würde man das wohl anders therapieren müssen?
Das Medikament hilft einem, die falschen Verhaltens- und Denkmuster umzulernen indem es einem zum Teil den Stress der Angst nimmt. Das heißt man ist insgesamt stabiler und hat mehr Kraft, sein Problem anzugehen.

05.04.2011 00:19 • #10


Vielen lieben Dank Kathi, das hört sich plausibel an was du schreibst. Ich werde mich mal schlau machen was dort dann wirklich im Kopf passiert. Mir wird wohl leider nichts anderes übrig bleiben als, dass ich sie einfach nehme.

Lg

05.04.2011 01:28 • #11


Ich hab nochmal eine Frage.

Ist es wichtig die SSRI immer zu gleichen Uhrzeit zu nehmen. Da ich nicht immer zur gleichen Uhrzeit aufstehe würde es also so um 2-4 Std schwanken. Da ich nämlich gelesen habe, dass man sie am besten nach dem aufstehen nehmen sollte. Vielen Dank schonmal im voraus....

06.04.2011 14:38 • #12


Hi,
nee, 2-4 Stunden sind nicht dramatisch. Ist bei mir genauso, dass ich nicht immer zur selben Zeit aufstehe

06.04.2011 20:33 • #13


hallo oneLove,

Ich hatte vor 7 jahren extreme depressionen und bin auf der suche nach hilfe zu meinem hausarzt gegangen, dieser hat mich dann zu einem psychater überwiesen....
dieses riesen Ar. (schuldigung) hat mir citalopram in die "hand gedrückt" und mich mit den worten : "wir sehen uns dann in zwei wochen" nach hause geschickt. ich habe garnicht weiter überlegt, ob ich die tabletten nehmen soll, oder nicht (sehr vernünftig von dir) .... ich habe also angefangen die tabletten zu nehmen, in dem festen glauben, das es mir bald wieder besser gehen wird... zwei tage später hatte ich meine erste panikattacke...
ich habe mich drei wochen lang nur im bett verkrochen... meine mutter hat es dann irgendwie geschafft, das ich zu einem anderen psychater gegangen bin.
dieser hat mir paroxetin verschrieben und in der ersten woche parallel dazu was beruhigendes (tavor oder valium.. habe ich vergessen) gegeben. das hat man wohl früher immer so gemacht. und das macht auch sinn. man ist ja meistens total fertig und versteht garnicht, was da eigentlich passiert. und dan tut es gut sich mal wieder ein bischen zu entspannen. außerdem dämpft das die nebenwirkungen..
ich habe 6 jahre lang paroxetin genommen- immer 20 mg. letzten sommer habe ich es abgesetzt.. das war super schlimm. aber im nachhinein kann ich dir sagen: mir hat das medikament in dem sinne nicht geholfen, mir geht es heute genauso wie in den letzten 6 jahren. im gegenteil, ich hatte starke nebenwirkungen, die sind heute weg.
(nie den beipackzettel lesen! ) ich glaube, durch die einnahme eines solchen medikamentes (bei 20 mg) steht der placebo effekt im vordergrund. wenn ich nochmal in dieser situation wäre würde ich in eine klinik gehen und mich, wenn nötig, dort medikamentös einstellen lassen.

06.04.2011 23:31 • #14


Habe mich auch in einer Klinik medikamentös einstellen lassen, allerdings hat mein Psychiater nach dem Klinikaufenthalt das Medikament nochmal gewechselt und ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

07.04.2011 02:38 • #15



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