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das ist nicht das was ich dir sagen wollte obwohl das der richtige weg ist.
ich glaube dass du im moment in einer verfassung bist wo ratschläge dir nicht weiterhelfen.ich denke du kannst sie gerade nicht umsetzen und annehmen weil es dir zu schlecht geht,ist das so?
hast du jemanden dem du dich anvertrauen kannst,mit dem du telefonieren kannst?

01.12.2014 22:45 • #81


Rick
Ich weiß, dass es einen Weg aus dieser Verzweiflung gibt. Ich war auch schon am Boden und dachte, es gibt keinen Weg mehr da raus. Doch mir haben die Medikamente (auch Venlafaxin, ich nehme es immer noch) sehr gut geholfen. Das allerwichtigste und auch schwierigste ist: Geduld. Vielleicht ging es bei mir schneller als bei dir. Es ist egal. Es ist nur wichtig zu wissen, dass es vorüber geht, auch wenn du das vielleicht heute nicht glaubst. Ich habe es auch nicht geglaubt, doch es ging wieder aufwärts.

Es ist klar, dass andere Krankheiten "annerkannter" sind: Wer würde jemals anzweifeln, dass jemand mit Gipsbein, nicht ein Problem hat, das angemessen auskuriert werden muss? Bei psychischen Problemen ist es leider nicht so einfach. Wer kann sich schon in solche komplexen Probleme wie Angst, Panik oder Zwang ernsthaft hineinversetzen, wenn er nicht selbst betroffen war oder ist? Und leider verschwinden diese auch nicht so einfach und schnell wie ein Gips.

Wichtig ist zu wissen, dass die Verzweiflung kein endloser Zustand ist. Du hast die richtigen Schritte getan. Du beginnst eine Therapie. Du bist hier im Forum gelandet.

01.12.2014 22:46 • x 1 #82


Der richtige Weg ... ich bin einfach zu schwach dafür. Immer wieder und wieder.

Ja, aber die lasse ich mittlerweile raus. Weil ich mittlerweile nur noch nerve und die halt nichts machen können - und deshalb selbst total verzweifelt sind.

01.12.2014 22:48 • #83


wie wäre es mit einer kostenlosen hotline die hier angeboten wird?ist nur eine idee,ansonsten schreiben wir natürlich gerne weiter.ich weiss nicht,was dir mehr helfen könnte

01.12.2014 22:56 • #84


Icefalki
Hallo John, ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Es braucht einfach Zeit und du musst dir sie jetzt auch nehmen. Ein Arzt sagte zu mir, nachdem ich heulend und am verzweifeln war und ich nur mein altes Leben doch wieder haben wollte: sie werden, wenn sie da durch sind, ihr altes Leben nicht wieder haben wollen.

Ich habe es ihm nicht geglaubt. Aber im Nachhinein hatte er recht.
Du bist jetzt nicht mehr allein und kannst uns deine Sorgen mitteilen. Das hilft ungemein.
LG Icefalki

01.12.2014 22:59 • #85


Danke Euch. Aber es gibt nichts, was mir hilft, außer ich stelle mich den Ängsten. Oder ich fliehe halt, das wird mir dann aber wieder zukünftige Probleme einhandeln.

01.12.2014 23:00 • #86


Was meint Ihr, sollte man in meinem Zustand nicht vielleicht doch mal 4 Wochen ein Benzodiazepien nehmen? Dann im Januar irgendwie ausschleichen?

01.12.2014 23:02 • #87


Icefalki
Kannst du deine Ängste beschreiben?

Besprich das lieber mit deinem Arzt mit den benzos.

01.12.2014 23:05 • x 1 #88


Ich habe Angst, was andere von mir denken. Und Angst vor der Angst, sprich das man in Situationen meine Angst bemerken könnte. Klingt easy, aber legt mich wie gesagt total lahm.

01.12.2014 23:07 • #89


Zitat von John111:
Danke Euch. Aber es gibt nichts, was mir hilft, außer ich stelle mich den Ängsten. Oder ich fliehe halt, das wird mir dann aber wieder zukünftige Probleme einhandeln.

du gibst dir die richtige antwort.das ist der erste schritt.
die medis sind eine stütze aber den rest müssen wir alleine bewältigen.
es erscheint als unmöglich,es zu schaffen aber es geht,glaub mir.es kann dir besser gehen wenn du bereit bist dazu.

ich bin mir sicher dass du das schaffst

vllt. hilft es dir ja hier jeden tag hier zu schreiben,dich auszutauschen,lass dir mut machen und schau wie andere sich aus dem sumpf geholt haben hinterher bist du unheimlich stolz auf dich

aber nun am besten schritt für schritt denken

01.12.2014 23:08 • x 1 #90


Icefalki
Mit deinen Problemen bist du hier in bester Gesellschaft. Ich habe mich jahrelang gequält und bin schon tausend mal gestorben. Es fing mit einer Angst an und am Schluss war sie überall. Trotzdem musste ich irgendwie funktionieren. Also hat man sich Brücken gebaut. Damals war ich in keiner Behandlung. Aber irgendwie habe ich in kleinen Schritten immer versucht, das hinzukriegen und glaube mir, auch ich empfand das als Hölle. Setzt dich nicht so unter Stress, sondern beginne mit dem, was am leichtesten geht. Aber tu es.
Das ist ganz wichtig.

01.12.2014 23:23 • x 1 #91


Hey John,

alles was Du beschrieben hast, kann ich so gut nachvollziehen! Es geht mir sehr ähnlich wie Dir! Bei mir fing es vor 5 Jahren an,damals hatte ich noch einen guten Job! Naja nach einigen Wochen bzw Monate hatte ich mich ganz gut gefangen, dank auch der Medikamente! Naja hab dann viel viel gearbeitet und ich merkte wie ich mich da hinter verstecken konnte! Habe mir dann vor 2 Jahren ein Haus finanziert! Vor 1 Jahr habe ich den Job nach langen Kampf vorm Arbeitsgericht , wegen einer Teilschliessung verloren! Die Gerichtstermine waren natürlich auch nur mit Diazepan auszuhalten! Naja habe gedacht findest bestimmt wieder schnell Arbeit, doch dann holte mich alles wie der ein! Nun habe ich 11 Jahre durchgehend gearbeitet und jeder fragt dich, ob man den mal endlich wieder Arbeit hat! Die Gesellschaft ist dabei auch ein gr0ßes Problem! Ist doch genauso mit Alk., wie die von der Gesellschaft angesehen werden, aber warum es soweit kommt interessiert irgendwie keinen! Aber zum Thema Alk., ja das hilft immer kurzzeitig sehr gut! Man geht auf eine Party trinkt erstmal ein paar Drinks und schon fühlen wir Angsthasen uns um einiges besser. Einfach mal ein paar Stunden gut bzw. normal fühlen, dass ist ja das Gefährliche daran! Diazepan ist auf keinen Fall für längere Einnahmen geeignet, lass die Finger davon! Seh es als Notfall Medikament! Hab es immer dabei, alleine das kann helfen! Ohne mein Diazepan gehe ich nicht aus dem Haus, nehme es aber nur in absoluten Notfällen! Eine Therapie ist immer gut! Nur ist eins wirklich ganz wichtig , der Mensch der Dir gegenüber steht muss Dir auch zusagen, weil sonst bringt das ganze nichts! Dann suche -Dir lieber was anderes! Überlege gerade Hypnose zumachen! Aber jetzt noch was positives , die Krankheit Angst/Depressionen sind heilbar, wir müssen es nur endlich anpacken!

02.12.2014 06:42 • x 1 #92


Zitat von BVB1105:
Ist doch genauso mit Alk., wie die von der Gesellschaft angesehen werden, aber warum es soweit kommt interessiert irgendwie keinen!

guten morgen an euch

John111 ,ich hoffe,dass es dir heute ein wenig besser geht

BVB1105 ich habe mir gerade deinen text genau durchgelesen und bin beim thema Alk. hellhörig geworden.
ich war mal abhängig von benzos wegen den starken ängsten,deswegen rate ich jedem es soweit es geht nicht zu nehmen.
durch die erfahrung abhängig zu sein,konnte ich mich gut in die Alk. reinversetzen.
ich habe es von da an noch mehr als krankheit gesehen.ich habe die obdachlosen mit nem B. in der hand anders gesehen.
hinter den meisten Alk. steht eine "geschichte" ein "schicksal".
ich habe in der klinik viele menschen kennengelernt,die einen entzug gemacht haben.manche haben schon über 30 entzüge gemacht.
ich denke,dass es sehr schwer ist dem alk standzuhalten wenn man ihn an jeder ecke kaufen kann.
ich denke auch,dass man keinen verurteilen soll.
ich glaube menschen,die noch keinerlei süchte hatten es schwer verstehen können...

passt jetzt nicht ganz zum thema aber musste ich mal einwerfen

02.12.2014 11:40 • x 1 #93


Aber wie bist du zu Benzos den gekommen? Ist doch Verschreibungspflichtig?

02.12.2014 21:11 • #94


Durch meinen Neurologen.

02.12.2014 21:31 • #95


ich hab sie auch verschrieben kriegt.das erste mal hab ich sie glaube ich damals während einem tagesklinikaufenthalt genommen.es begann mit tafil 1mg.das reichte aber nicht und es steigerte sich dann bis zu einer dosis von 3mg/tag.dann wurde es i wann durch tavor ersetzt und beim entzug dann auf valium weil man da wohl leichter entziehen könnte.

hab in den letzten jahren immer mal wieder zwischendurch ne tavor in der klinik bekommen.hab auch mal 20er verschrieben bekommen aber wusste damit umzugehen.
hatte sehr lange keine mehr.vor ein paar tagen dann mal wieder 1mg.

ich würde es aber auch john nicht empfehlen.er fragte uns ja danach bzw. was wir davon halten.
wie icefalki schon sagte,sowas muss der arzt entscheiden.

so,das wars zu diesem thema.
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ich würde gerne mal wissen wie es dir geht john?
kannst ja mal schreiben wenn du wieder mal da sein solltest

02.12.2014 21:36 • #96


Dann hat der Arzt aber schon irgendwie seine Hausaufgaben nicht gemacht! Nehme sie etwa alle 3 Monate mal! Aber naja irgendwie sind alle Medikamente nicht toll

02.12.2014 22:31 • #97


stimmt,alle sind nicht toll.sei froh,dass du sie so selten benötigst.
ich könnte jetzt meine ganze geschichte niederschreiben,damit du verstehst dass es nicht anders ging aber das gehört hier nicht ins thema und ist auch zu lang

02.12.2014 22:35 • #98


Naja ich kann Dich sehr gut verstehen! Weiss auch nicht wie es mal in ein paar Monaten ist! Aber das gute ist doch das du davon weg bist!

02.12.2014 22:37 • x 1 #99


Naja, also ich sehe das mit den Medikamenten etwas anders.

Wenn jemand richtig starke Depressionen oder Ängste hat, sollte er es zumindest mal mit Medikamenten probieren, um eine Linderung zu erzielen. Muss er nicht, aber wenn Du starke Schmerzen hast, bekommt man auch meist ein Medikament. Sicherlich sind Benzos Teufelszeug, weil sie eben abhängig machen; aber es gibt Menschen, die sind so verzweifelt, dass eine Kurzzeittherapie durchaus angebracht ist; zumal vieles ADs auch erst nach 2, 3 Wochen wirken.

03.12.2014 13:39 • #100




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