Pfeil rechts

Hallo,

Ich bin neu hier und hab ein Problem, was mich wirklich nur noch verzweifeln lässt und ich nicht weis wo ich es am besten reinschreiben kann. Es geht um meine Mutter, sie war schon immer eine Person die bei Kleinigkeiten sofort auf 180 ist und dann bekommt mans auch echt heftig zu spüren. Sie rastet bei den kleinsten Dingen so aus, als hätte man sie vorher Stunden lang provoziert. Sie schreit nicht sondern brüllt, dass es die Nachbarn mitkriegen, sie wirft mir Sätze an den Kopf die echt weh tun oder beleidigt mich mit Sätzen oder Wörtern wie: "Verpiss dich, zieh endlich aus, ich kann dich nicht mehr sehen, H**e, Schl*mpe, F**k dich, du bist gestört oder krank, hau ab zu deinem Vater(zu dem besteht nämlich kein Kontakt), ich hasse dich, du machst mein leben kaputt, du bist undankbar usw.. ich könnte noch viel mehr "aufzählen"..
Egal was ich dann in der Situation tu, sie sieht es als Provokation oder Respektlosigkeit. Wenn ich z.B. der Situation aus dem Weg geh indem ich mit den Hunden raus geh oder wo anders hin geh macht sie danach weiter, wenn ich in mein Zimmer geh kommt sie mir entweder hinterher und stellt sich ins Zimmer und macht da weiter, tritt gegen meine Tür usw. früher hat sie mir auch öfters eine geklatscht, das macht sie jetzt nicht mehr, aber sie packt mich öfter am arm oder schubst mich(wenn es extrem eskaliert),ansonsten nimmt sie alles was in der Wohnung von mir liegt oder hängt, also z.B. meine Jacken an der Garderobe, meine Tasche aus dem Flur oder auch Nagellack und was sie sonst noch so findet und schmeißt die Sachen in mein Zimmer, knallt die Tür zu und tritt nochmal dagegen und brüllt weiter irgendwelche Sachen rum. Oder Sie macht die Wohnungstüre auf und schreit ich soll mich endlich verpis**n, usw usw.
Wenn ich manchmal so verzweifelt bin, dass ich weinen muss beachtet sie das gar nicht und macht weiter. Ich bin auch schon ab und zu mal ausgerastet(aber ich habe wirklich sehr lange Geduld vorher, also das passiert dann wenn sie über Tage so drauf ist), aber dann verdreht sie es total und behauptet, ICH sei ausgerastet und hab mich nicht unter Kontrolle also sie behauptet genau das was sie eigl immer tut und erzählt das so dann auch jedem. Wenn es Abends ist und sie schlafen geht werd ich am nächsten morgen meistens von Gebrülle und Schranktüren zu knallen wach, also dann geht's weiter und ich trau mich dann schon gar nicht aufzustehen, es ist wirklich unerträglich. Keiner sonst bekommts mit außer mein Bruder und meine beste Freundin manchmal, aber zu meinem Bruder ist sie nie so. Damals hats meine Schwester "abbekommen", deswegen ist sie auch damals sehr früh ausgezogen. Meiner Mutter ihr Lebensgefährte mit dem sie seit 5/6 Jahren zusammen ist bekommts auch an und an zu spüren.
Sie rastet wirklich bei den kleinsten Dingen aus. Ich helfe ihr sehr viel im Haushalt, wenn ich zum Beispiel Wäsche aufgehängt, Staub gesaugt, gewischt, abgespült und gekocht habe, aber vergessen habe den Müll runter zubringen rastet sie komplett aus. Ich übertreibe wirklich nicht, es ist einfach nicht mehr auszuhalten und das schlimme ist, sie entschuldigt sich meistens noch danach und erwartet, dass mans annimmt sonst rastet sie wieder aus. Danach tut sie so als ob nichts gewesen wäre und kauft mir dann immer irgend ne Kleinigkeit wenn sie unterwegs ist. Damals habe ich mich auch geritzt(war da aber noch schlimmer weil da der Vater meines Bruders noch bei uns gelebt hat und ich da auch von ihm geschlagen wurde wegen Kleinigkeiten), da war ich 15/16 Jahre alt. Das mache ich zwar jetzt nicht mehr, aber manchmal bin ich so am verzweifeln weil ich der Situation einfach nicht aus dem Weg gehen kann, dass ich wieder kurz davor bin.
Ich bin 21 und will eigl. einfach nur ausziehen, finde aber mit zwei Hunden einfach keine Wohnung und mit meinem Freund kann ich auch noch nicht zusammen ziehen, wir sind zwar schon seit 3 Jahren zusammen aber im Moment geht es noch nicht. Und ohne Hunde kann ich nicht ausziehen, da die beiden eine sehr große Stütze für mich sind.
Ich leide seit ich 13 bin an Panikattacken und bin derzeit auch wieder in Therapie, aber meine Therapeutin meinte es kann auch nicht wirklich besser werden wenn ich ständig diesen Stress Zuhause habe. Ich denke, dass meine Mutter eine Cholerikerin ist, wenn sie nicht grad am ausrasten ist verstehen wir uns eigl. gut und man würde nie meinen, dass sie so oft so ausrastet und so schlimm sein kann.
Es ist so ein Psychoterror, ich muss schon total aufpassen was ich sage und tue, denn sie könnte sich bei jeder Kleinigkeit angegriffen fühlen und ausrasten. Ich liebe sie trotzdem, denn sie ist immer noch meine Mutter aber ich halts einfach nicht mehr aus. Sie hat sich und ihre Wutausbrüche nicht unter Kontrolle, sie fühlt sich auch sehr schnell angegriffen, ohne dass man sie überhaupt gemeint hat bei irgendetwas. Sie findet sich gar nicht so schlimm für sie ist es ein "nur mal laut werden" und findet ihr Verhalten gerechtfertigt obwohl sie sich meistens entschuldigt.
Meint ihr das ist ein cholerisches Verhalten? Wenn ja was kann ich tun, dass sie nicht immer so ausrastet, wie gehe ich damit am besten um ?

Ich wäre wirklich sehr dankbar um Antworten, vielleicht kennt das ja jemand oder hat Tipps was ich am besten tun kann.
Tut mir leid falls es etwas durcheinander geschrieben ist, nur heute ist eben wieder so ein Tag


Liebe Grüße

09.06.2015 19:15 • 10.06.2015 #1


3 Antworten ↓


Schlaflose
Ich würde schon sagen, dass deine Mutter cholerisch ist. Choleriker sein ist aber kein medizinischer, sondern ein allgemeinsprachlicher Begriff für jemanden, der schnell in die Luft geht. Wenn du darauf hinaus willst, dass sie psychiscb krank, würde man nicht diesen Begriff benutzen. Da würde man den Begriff Persönlichkeitsstörung verwenden.

09.06.2015 19:58 • #2



Ist meine Mutter eine Cholerikerin?Brauche dringend Rat

x 3


Schlaflose
In diesem Fall ist es wohl eine emotional-instabile Persönlichkeitsstörung.

09.06.2015 20:11 • #3


Luna70
Das hört sich so an, als wäre deine Mutter mit der Situation sehr überfordert und womöglich hat sie auch selbst ein psychisches Leiden. Schlaflose hat dir dazu ja schon was gesagt, was es sein könnte.

Ich schätze mal, da hilft wirklich nur Ausziehen. Könntest du dir denn eine eigene Wohnung leisten und würdest du alleine zurechtkommen? Dann solltest du versuchen, Hilfe bei der Wohnungssuche zu bekommen. In vielen Städten gibt es psychosoziale Beratungsstellen, vielleicht können die dir helfen. Ich weiß nicht genau, wie das funktioniert damit man im sozialen Wohnungsbau etwas bekommen kann. Vielleicht weiß das jemand anderes wie man da ran kommt.

Weißt du, du bist ja schon 21, also schon drei Jahre volljährig. Dann hast du zwei Hunde, die machen ja auch Arbeit und Dreck. Bitte verstehe mich nicht falsch, ich liebe Hunde und habe selbst einen, aber daher weiß ich auch, was das heißt. Manchmal ist es halt einfach Zeit, dass Kinder ihre eigenen Wege gehen. Dann wird auch die Beziehung von Eltern und Kinder wieder besser.

Etwas anderes wäre es natürlich, wenn du aufgrund deiner Angsterkrankung nicht alleine leben könntest. Wenn du dir das zutraust, würde ich an deiner Stelle wirklich alles daran setzen, eine Wohnung zu finden.

Ich glaube, du wolltest auch eine Einschätzung, ob das Verhalten deiner Mutter "normal" ist. Dazu würde ich sagen, nein das ist es absolut nicht. Das eigene Kind mit mit wirklich schlimmen Schimpfwörtern beschimpfen, gegen die Tür treten, schubsen, ihm sagen dass man es hasst, das ist definitiv nicht richtig. Schlagen schon mal gar nicht.

10.06.2015 09:35 • #4