Zitat von Burn:Hallo liebe Kruemel leider hast du nicht ausgeführt ob du letztlich bei Schlafmitteln gelandet bist?Hast du für dich einen Weg mit wenig Schlaf gefunden oder nimmst du außer Hormone noch andere Medikamente?
Ich versuche, irgendwie mit der Situation zurecht zu kommen. Schlaftabletten oder schlafanstroßende ADs sind für mich ein absolutes No Go. Ich möchte nicht in die Gewöhnung von solchen Medikamenten kommen und dann davon abhängig sein, um überhaupt schlafen zu können.
Ich habe schlechtere und bessere Phasen. Wenn ich arbeite, erschöpft mich das ziemlich und erhöht den Schlafdruck, so dass ich unter der Woche mittlerweile einigermaßen schlafe wenn nichts besonderes ansteht. Die Nächste von Samstag bis Montag sind aber weiterhin der Horror.
Ich habe meine Östrogen-Dosis vom Gynokadin um die Hälfte reduziert, nachdem mir eine Heilpraktikerin sagte, dass eine Überdosierung die gleichen Symptome wie eine Unterdosierung hat. Danach habe ich mehrere Nächte Bombe geschlafen - mittlerweile ist es aber wieder schlechter geworden.
Ich werde jetzt nochmal viel Geld in die Hand nehmen und mit der Heilpraktikerin nochmal einen Versuch machen. Sie hat mir Blut abgenommen und ich mache gerade Speichel- und Urinproben für Hormonwerte, Cortisol und Neurotransmitter. Sie vermutet bei mir einen ungünstigen Genotyp des COMT-Gens. Das ist übrigens etwas, mit dem sich die meisten hier auch mal ausführlich beschäftigen sollten. Das COMT-Gen steuert die Enzyme, die die Neurotransmitter abbauen. Es gibt einen Genotyp, der sehr schnell abbaut (diese Personen haben ständig zu wenig Neurotransmitter und es fehlen auch die Baustoffe dafür) und einen Typ, der zu langsam abbaut (diese Personen stehen quasi ständig unter Adrenalin). Beides müsste mit berücksichtigt werden, wenn es um die Substituierung von NEMs und Aminosäuren sowie den Einsatz von SSRI geht.
Ich bin mal gespannt, was unterm Strich dabei raus kommt und ob es mir was hilft. Wenn nicht, weiß ich auch nicht weiter. Dann muss ich wohl irgendwie damit leben oder hoffen, dass ich in meiner Therapie noch den Mega-Durchbruch schaffe, der mir endlich mal Frieden verschafft.