Pfeil rechts
6

Glückskind3
Hallo meine Lieben,

Ehrlich gesagt schreibe ich diesen Beitrag jetzt mit der Hoffnung, dass es jemanden gibt der mich in Schutz nimmt da mit ich mich besser fühlen kann. Ich möchte mich gerade mal fallen lassen, ich bin zu schwach und mein Kopf macht mich blem blem mit den ganzen Bildern und Erlebnissen in mir drin.

Ich fühle mich wie vergiftet
Den achtwöchigen Aufenthalt in der Psychosomatischen Klinik in Mainz
hat meine ach so tolle Therapeutin
Dank ihren Diagnosen grösstenteils
verdorben.

Generalisierte Angststörung
Selbstunsichere PS
DP/DR
Depressionen

Alles Eindrücke die ich akzeptieren kann
Ich wusste darüber auch vorher schon bestens Bescheid.

Doch dann kommen die Diagnosen
Narzitische Tendenzen
Und anti soziale PS dazu

Ich war am Boden zerstört es verunsichert mich noch bis heute..
Ich habe versucht sie zu wechseln ohne Erfolg. Ich habe mich gezwungen mich damit auseinandersetzen warum diese Frau mir dieses Diagnosen gegeben hat : Ich hätte laut ihr ein Passiv Agressives Verhalten und das ich zulange Duschen war und die anderen damit gestört habe.
Das waren ihre Begründungen. Derweil wäre ich laut ihr Unterwürfig und nicht authentisch im zwischen menschlichen Dankeschön! Authentizität war das letzte woran ich gebaut habe und das andere Menschen an mir geschätzt haben ... Und das hat sie mir auch genommen. Ich werde noch verrückt ich schaue mir seitdem immee so Videos über die narzitische PS an und gehe daran kaputt wie solche Menschen beschrieben werden und das genau sowas dann in mir gesehen wird. Ich sehe mich doch noch nicht mal selber soll nur es macht mich kaputt, weil Menschen schon immer Einfluss auf mich gehabt haben.

Gottseidank war ein liebes Mädchen in der Klinik die für mich da war und mir immer gesagt hat das ich kein Narzisst bin. Sie hat mir andere Kritikpunkte genannt die viel konstruktiver ware und mit denen ich besser arbeiten konnte. Dieses Mädchen war ein Sonnenschein für mich, weil sie zu mir durch gekommen ist durch ich liebevoll Art und ich wieder Sicherheit und Vertrauen spüren konnte und sowas wie eine Verbindung enstanden ist. Und als sie an meinem letzten Tag weinend vor mir stand nachdem ich ihr zum Abschied etwas geschenkt habe konnte ich endlich mal spüren das ich nicht wertlos und egal bin. Ich bin so dankbar für die Zeit mit ihr auch wenn ich sie nie wieder sehe hat sie einen Platz in meinem Herz als gute Freundin/Bekanntin die mir wieder Nähe gegeben hat.

Und ich glaube auch das meine Therapeutin nichts von dem böse gemeint hat was sie gesagt hat. Sie hat es auch nur gut gemeint, auch wenn ich nicht mit ihr in den Therapie Stunden klargekommen bin, weil das negative bei mir so riesig ist und ich den Menschen kaum eine Chance geben kann wenn ich etwas finde was meine negativität bestätigt und alles kaputt gemacht macht und wieder Zweifel lässt. Ich kann meinem eigenen Leben ja dann kaum noch eine Chance geben, wenn Gegenwind kommt und dann mal ich den Teufel direkt an die Wand.

Vielleicht habe ich mir auch zu viel erhofft vielleicht war es nur ein Traum davon auszugehen das Therapeuten mein echtes selbst sehen und nichts das was sie vermuten.
Meine Therapeutin hat mich oft gefragt ob ich
Echt bin? Ich habe nur gesagt Ja und dann passiert etwas was ich an meinem Verhalten hasse, sie fängt an zu zweifeln und ich passe mich dann plötzlich nur noch an ich stehe nicht zu mir, weil ich mir doch selbst nicht vertraue.. der kleinste Gegenwind der Zweifel der Leute nimmt mir meine Flügel. Mein Gott warum ist das so ? Warum brauch das gute von den anderen so sehr ? Warum ist es für mich unerträglich selbst Verantwortung zu übernehmen? Eigentlich weiss ich es, weil mir dann was fehlt, denn es ist viel leichter wenn ich mich bei anderen nach Schutz sehne von denen ich mir Hilfe verspreche. Nur leider weiss ich wie Gefährlich das ist, denn tatsächlich bringt mein seltsames Verhalten garnichts den das Verhalten der anderen und wie sie tatsächlich reagieren deckt sich doch kaum mit dem was ich mir wirklich wünsche in dem Moment.

Ich Frage mich schon mein Leben lang warum ich so bin wie ich bin. Jahrelanges Mobbing zerstört vieles. Mein Familienhaus war nie schlecht ich hatte eigentlich eine erfüllte Kindheit auch wenn mir die eigene Stärke immer gefehlt hat. Ich war schon immer sehr sensibel und gefühlsvoll. Nur ich lebe auch gegen mich selbst, ich lebe meine Gefühle in mir drin, weil es einfach schwer ist noch irgendwas von sich zu zeigen wenn man sich selbst nicht liebt und nur daran denkt wie wertlos man jahrelang für andere war. Ich lächel nicht mehr viel nur wenn ich mir die Zuneigung der anderen sicher bin. Ich kann nicht ich sein wenn ich nicht weiss das die Person mich schätzt ich kann nicht aufblühen, wenn ich davon ausgehe wieder verletzt zu werden. Ich habe damit bereits für mich und für meine Lieben Mitmenschen viel kaputt gemacht. Ich habe den Menschen die mich toll fanden nie die Chance gegeben mich so zu lieben wie ich bin, denn ich verstecke mich unter einer Maske und die heisst "weg mit mir selbst" solange bis mir jemand das Gefühl gibt mich fallen zu lassen und ich mir sicher bin das ich angenommen werde.

Der einzige Grund warum ich mein Leben nicht weggeschmissen habe liegt darin das ich weiss wie wundervoll es sein kann. Selbst wenn man dasein alles andere als schön ist und ich Angst bekommen habe vor dem Planeten vor draussen und mich in meinem Zimmer einiste weil ich vieles nicht mehr ertragen kann würde mal ein paar Ängste verschwinden wären es gut doch sie fühlen sich unüberwindbar an besonders meine schlimmste angsr die vollkommen irrational ist : die Vorstellung auf einen Planeten zu leben und ich nichz darauf klar komme. Mein Gott was ist nur mit meiner Psyche los.

Ich wäre über jeden Austausch und jede Antwort sehr dankbar.

Liebe Grüße
Marvin

01.12.2018 12:18 • 03.12.2018 #1


4 Antworten ↓


Safira
Hallo Glückskind,

schön wieder etwas von Dir zu hören auch wenn es traurig ist.

Du hast das sehr schön geschrieben, Dich sehr gut ausgedrückt und auf den Punkt gebracht um was es Dir geht. Ich kann Dich verstehen. Deine Verzweiflung, Dich so an dieser Diagnose aufzuhängen und alles daran festzumachen. Ich habe das selbst auch erlebt in einem ähnlichen Kontext und muss zugeben und bin selbst entsetzt darüber wieviel Macht es über einen hat was andere über einen denken. Besonders Therapeuten, Ärzte usw, die glauben uns in den Kopf schauen zu können.

Falsch wäre es jetzt wenn Du Dich davon weiter runterziehen lässt. Diagnosen sprechen immer nur einen Teil von dem was Du wirklich bist. Nie ist eine Diagnose Schema auf alle Symptome zu kennzeichnen. Nicht alle treffen zu davon. Du bist was Du bist und nicht was andere Dir sagen / Was Du glaubst, das bist Du auch

Menschen wie das Mädchen in der Klinik geben Dir den Beweis dafür das Du ein besonderer wertvoller Mensch bist. Davon hast Du leider zu wenig getroffen bis jetzt

Nur musst Du dieses Wissen auch von Dir selbst herrausholen und nur für Dich, mit Dir und durch Dich selbst erkennen das Du ein Wundervoller Wertvoller Mensch bist. Jeder von uns, wirklich jeder hat etwas narzistisches in sich. Jeder.
Viele Therapeuten kennen leider nur ihre Lehrbücher und Fachbeispiele oder Fallanalysen. Sie haben aber nie gefühlt und selbst erlebt was wir gefühlt und erlebt haben um auch nur im Ansatz zu begreifen wie schwer verletzlich uns so eine Aussage machen kann. Also habe Verständnis und vergebe ihr diese Unwissenheit. Sehe sie als Mentor um mehr über Dich zu lernen und Dich selbst besser zu verstehen um was es Dir im Leben geht und was Du noch alles wissen und lernen willst. Stelle geziehlt Fragen dazu und widme Dich der nächsten Frage wenn sie beantwortet ist. Stück für Stück wirst Du deinem Ziel dann immer näher kommen. Bleib im Gespräch und habe mehr Vertrauen in Dir selbst. Bleib bei Dir

01.12.2018 14:45 • x 2 #2



Narzisstische Störung / Antisoziale Persönlichkeitsstörung

x 3


YesItsMe0
Zitat von Glückskind3:
hat meine ach so tolle Therapeutin .


Ich würde an deiner Stelle überlegen ob diese Diagnosen auf dich zutreffen und wenn nicht einfach ignorieren. Ich war selbst mal in Therapie aber das war das letzte mal denn bei den Diagnosen kann ich nur den Kopf schütteln.

Vielleicht sind wir zwei aber auch nur an einen schlechten Therapeuten geraten. Ich jedenfalls halte ich Therapeuten mittlerweile für Quacksalber.

01.12.2018 18:17 • x 2 #3


Hallo Marvin,

auch ich freue mich, dass Du Dich wieder gemeldet hast.

Du hast Deine Gedanken und Gefühle wirklich sehr gut beschrieben.

Safira spiegelt meine Meinung übrigens zu 100 % wieder.

Mir hatte man vor vielen Jahren - neben einer Depression - noch "Vermeidende Persönlichkeitsstörung" attestiert. Nie und nimmer. Und wer mich kennt, und so gut konnte ich mich selber noch reflektieren, weiß, dass ich gar nichts "vermeide" und nie etwas "vermieden" habe. Eher das Gegenteil ist der Fall. Die Diagnose entstand übrigens aus einem ein mal geführten! viertelstündigen Gespräch - in der Akutphase der damaligen Depression - heraus.
Darauf habe ich übrigens nichts gegeben.

Vielleicht tröstet Dich das ein wenig.

Und wie Du selber festgestellt hat, anhand des Beispiels mit dem Mädchen, bist Du durchaus in der Lage, Gefühle zu zeigen und Dich auf andere Menschen einzulassen.

Ich möchte dennoch nicht alle Therapeuten über einen Kamm scheren. Es gibt mit Sicherheit sehr gute darunter, aber natürlich ebenso weniger gute. Wie eben in jedem anderen Beruf auch. Die Chemie muss einfach stimmen. Und wenn dies der Fall ist, muss eine Therapie nicht unbedingt das Schlechteste sein. !

Lass Dich nicht entmutigen und glaube an Dich!

Liebe Grüße

01.12.2018 19:53 • x 1 #4


Cortez
Ich erkenne mich sehr wider in dem was du geschrieben hast. Alleine bist Du also (wie auch die vor mir gezeigt haben) nicht. Ich bekam damals in der Klinik die Diagnose (ohne mich darüber zu informieren bzw. es anzudeuten) emotional instabile Persönlichkeit, neben mittelschweren Depressionen und der Angststörung, die ich seither aber nicht mehr habe (dank der ADs). Die Diagnose Borderline hat mich total verunsichert und mir Angst gemacht. Ich war nun noch mal nach vielen Jahren in einer Klinik, das war zwar ohne Diagnose einer PS. Da die Therapeutin ein oder zwei mal erwähnte, dass ich aus Angst vermeide habe ich mich eines Nachts, als es mir auch so nicht gut ging per Google über selbstunsichere/ängstlich-vermeidende PS informiert und fand mich so sehr wieder. Ein Mitpatient, ein Freund mit dem ich sehr viel geredet habe, nannte mich auch narzisstisch, egoistisch, das hat mich auch sehr getriggert. Ich glaube das bin ich wenn, dann nur weil ich in dem Moment so mit mir beschäftigt bin. Ich bin auch ganz klein und passe mich an, wenn ich nicht das Vertrauen spüre und mich verunsichern Sprüche. In der Klinik hörte ich immer wieder mal so Sachen. Ich solle mich mal trauen, ich wäre irgendwie hängengeblieben (nicht wortwörtlich, aber durch die Blume). Und so fühle ich mich auch bzw. dadurch kann ich erst recht keinen selbstsicheren/-bewussten Eindruck erwecken, wirke dann auch nicht männlich angeblich. Solche Aussagen.... sind Gift. Was können wir damit anfangen? Ich wurde auch gemobbt, jahrelang in der Schule. Glaube bis heute ist das alles noch tief in mir. Letztlich ist es ja Wut gegen sich selbst (Depressionen). Fehlende Selbstliebe.

Ich weiß nicht was ich Dir raten kann. Ich weiß nur, dass der Weg für mich sehr lang ist und ich weiß nicht, ob ich ankommen werde. Davor habe ich Angst. Alles umsonst "durchlebt" und ertragen.

03.12.2018 05:05 • x 1 #5




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag