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Seit vier Jahren habe ich (22) starke Probleme mit meinen Eltern. Meine Mum ist den ganzen Tag zuhause, hat Panik- und Angstattacken und nimmt abends eine Bandbreite an Psychopharmaka.

Mein Vater leidet an Zwängen und muss mich ständig kontrollieren.

Ich bin Einzelkind, lebe auf einem kleinen Dorf und habe keine Freunde.

Jetzt zu meinem Problem, das ich (alleine) nicht lösen kann:

Vor vier Jahren als ich noch in die Wirtschaftsschule ging hat der Streit mit meiner Mutter angefangen. Ich habe daheim gewohnt und noch nichts abgebrochen. Sie wollte mich immer wieder (eigentlich seit 2011) in eine Erbschaftsgeschichte reinziehen auf die ich keinen Bock hatte.

Da es an jenem Abend im Mai 2014 wieder so war und es mich psychisch stark belastet hatte, habe ich am nächsten Tag eine Deutscharbeit schreiben müssen und habe eine schlechte Note geschrieben.

Den ganzen Sommer 2014 hatte ich immer wieder heftigen Streit mit meinen Eltern und war froh, 1 Woche auf Klassenfahrt gewesen zu sein. In den Sommerferien 2014 wollte ich unbedingt ein Praktikum im Supermarkt machen, damit ich von daheim rauskomme.

Ich habe im Juni 2014 an meiner alten Schule die auch ein Internat hat auch gebettelt, dass ich endlich ins Internat kann weil ich es daheim nicht mehr ausgehalten habe. Leider wurde erst Ende November 2014 ein Platz frei und da war es für mich leider schon zu spät, da ich von September 2014-November 2014 durch den Streit daheim nicht mehr viel mitgekriegt hatte. :°(

Ich war Anfang November 2014 an einer anderen Schule, wo ich nur im Internat hätte wohnen können und habe nach nur 1 Nacht es abgebrochen, da es mir im Internat nicht gefiel.

Damit fing meine Abbruchodyssee an: :°(

Ich habe weitere Schulmaßnahmen abgebrochen, weil ich entweder daheim gewohnt hätte oder in einem Internat wo ich mich nicht wohl gefühlt hätte.

Leider war ich dann von Dezember 2014-November 2017 daheim was ich nie wollte aber die Probleme daheim haben mich in diesen Sog gezogen.

Im November 2017 ging ich dann endlich in eine psychiatrische Tagesklinik und leider konnte ich dort nicht ganz stationär aufgenommen werden. Es gab Ende November 2017 sonntagabends auch wieder einen ganz heftigen Streit zwischen meiner Mutter und meinem Papa was mich psychisch wieder so mitgenommen hat, dass ich im November 2017 auch wieder den Tagesklinikaufenthalt abgebrochen habe.

Ich bin damals montags zur Nachbarin (Ende 60) gegangen weil ich daheim nicht mehr konnte.

Von Februar-April 2018 wurde ich wieder in die Tagesklinik aufgenommen und in der dortigen Kunsttherapie musste ich den Spagat zwischen den häuslichen Problemen und der Besserung in der Tagesklinik malen und dass mich das so mit nimmt dass ich den Absprung von daheim ins Internat nicht schaffe.

Wenn ich in der Tagesklinik war ging es mir wirklich besser als daheim.

Da ich nur Hauptschule habe und mir der Weg offen steht den mittleren Bildungsabschluss an einer Werkrealschule zu absolvieren und ich unmöglich daheim wohnen kann wurde mir seitens der TK die AWO ans Herz gelegt.

Meine Eltern machen die AWO wieder madig und wollen nicht, dass sie/ich Kosten hierfür offen legen.

Da mich auch niemand aufnimmt frage ich euch was ich in meiner seit vier Jahren schwierigen Situation machen soll?

Meine Mum war Anfang der letzten Woche auch in der Psychiatrie weil sie zu viel Tabletten genommen hat.

Dies hat auch mich wieder stark runtergezogen.

Ich will auch den Abschluss schaffen, da in meinem Alter die anderen viel weiter sind als ich.

21.05.2018 13:46 • 24.05.2018 #1


12 Antworten ↓


Deine Situation ist wirklich schwierig. Du musst dringend weg von deinen Eltern, wie weiß ich allerdings auch nicht genau. Laß dich bei der AWO oder Caritas beraten, erkläre dort das deine Eltern dir nicht helfen und notwendigen Papierkram nicht ausfüllen. Gibt es über die Tagesklinik einen Sozialarbeiter der dir helfen könnte?

21.05.2018 14:17 • #2



Ich kann daheim mit meinen Eltern nicht mehr!

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Es gibt in der Tagesklinik nur den Sozialdienst, den ich fragen könnte.

21.05.2018 14:28 • #3


kirasa
Ich würde an deiner Stelle gleich morgen früh einen Beratungstermin holen beim Jobcenter.
Ich weiß, es gibt eine Abteilung für die U25.
Erzähle dort, dass du nicht mehr zuhause bleiben kannst und deine berufliche Situation.
Dort wird hoffentlich eine Wohnssituation vorgeschlagen, aber du musst dann aber die Vorlagen erfüllen, die das Jobcenter stellt.Schule und Ausbildung.
Wenn du dort nicht regelmässig hingehst oder bei Krankheit keine AU vorlegst, dann fliegt dir das ganze um die Ohren und streichen dir das Geld.

Lieben Gruss

Kirasa

21.05.2018 14:33 • #4


kirasa
also es schon anders, du hast ja keine Arbeit.
Sonst ruf morgen bei der Arbeitsagentur an und frag nach, aber in dem Fall wird das Jobcenter zuständig sein.
Die werden dir in besonderen Härtefällen dir eine Wohnung zur Verfügung stellen. Du musst nur alles auf den Tisch legen, was bei dir zuhause abläuft.

21.05.2018 15:04 • #5


@kirasa: Da wie oben erwähnt ich eine Schule machen möchte auch wenn ich eigentlich dafür zu alt bin, ist dafür dann auch das Jobcenter zuständig? Weil du in deinem 1. Post was von Arbeit erwähnt hast...

21.05.2018 15:15 • #6


kirasa
Ich hab geschrieben Schule oder Ausbildung im ersten Beitrag.
Wegen der Arbeit ist die Arbeitsagentur zuständig.
Wenn dir eine Wohnung gestellt wird, musst du mit dem Jobcenter besprechen, wie die Zukunft aussieht, dass kann ich dir nicht sagen, wie sich das Jobcenter das vorstellt .
Dies wäre eine Möglichkeit von zu Hause rauszukommen...

21.05.2018 15:27 • #7


la2la2
Du bist 22 und kannst seit 4 Jahren ALLES alleine entscheiden.

Auf jeden Fall solltest du im Erwägung ziehen in einer anderen Stadt weiter weg nochnal einen kompletten Neuanfang zu starten.
Hast du einen "brauchbaren" Hauptschulabschluss und bist in der Lage dich bei Vorstellungsgesprächen zu verkaufen?
Gibt es ein Ausbildungsberuf, den du mit Hauptschulabschluss bekommen könntest (probiers einfach)?
Dann könntest du über eine Ausbildung den Realschulabschluss nebenbei mitmachen. Ausserdem verdienst du Geld und hast Anspruch auf staatliche Leistungen, wenn die ausbildungsvergütung zu niedrig ist.

Und in ferner Zukunft kannst du über den Meister Titel studieren oder am Abendgymnasium dein Abitur machen und anschliessend studieren......

Oder du findest schon mit dem Hauptschulabschluss deinen Traumjob und siehst nach der Ausbildung nie wieder eine Schule von innen.....

21.05.2018 15:47 • #8


Nee, ich möchte schon nach so laaanger Zeit die mittlere Reife endlich in der Tasche haben - und zwar schulisch!

21.05.2018 16:34 • #9


la2la2
Würde dich denn noch ne Realschule oder Gymnasium mit 22 aufnehmen?

Informier dich mal über Schüler Bafög, ob du Anspruch hast.
Falls ja, kannst du dir davon eine eigene Wohnung nehmen oder in eine WG ziehen und Lebensmittel etc. pp. finanzieren. Das Geld musst du nicht zurückzahlen. Und was deine Eltern betrifft kann es dir egal sein. Das Amt zahlt dir das Geld und holt es sich (vielleicht) anschliessend von deinen Eltern zurück. Aber das braucht dich nicht weiter zu interessieren, was zwischen Amt und Eltern abläuft.

21.05.2018 16:41 • #10


@la2la2: Ich danke dir für deine Antwort! Ja, mich würde ungewöhnerlicherweise noch eine Realschule aufnehmen.
Da ich nur mit der AWO geredet habe um eine mögliche Bleibe dort und mir das Wohnen bei der AWO nicht wirklich zusagt, hoffe ich, dass ich durch das Jobcenter eine bessere Wohnung gestellt bekomme.

21.05.2018 16:48 • #11


la2la2
Informier sich parallel zum Jobcenter unbedingt bzgl. Schüler Bafög.
Und dann entscheide ggf. wer dir das bessere "Angebot" macht. Also Jobcenter oder Schüler Bafög. Wäre dumm das erstbeste zu nehmen, wenn es ohne Mehraufwand was deutlich besseres gibt.

21.05.2018 18:13 • x 1 #12


FeuerWasser
Was sagen denn die Ärzte, Therapeuten, Sozialarbeiter der Tagesklinik zu deiner Situation? Ich sehe es aus der Ferne als schwierig wenn du einerseits von zu Hause unbedingt weg möchtest aber dir andererseits die Alternativen alle nicht zusagen. Es ist schwierig wenn du dich bilden möchtest aber gleichzeitig alles abbrichst. Wie hast du das bisher mit dem Jobcenter geregelt? Die werden dir doch bestimmt auch langsam auf die Füße treten damit du eine Ausbildung machst?!
Wenn du einen Realschulabschluss machen möchtest hast du jedenfalls keinen Anspruch auf Bafög solange du bei den Eltern lebst.

24.05.2018 00:03 • #13



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