Pfeil rechts

Hallo!
Ich muss heute einfach mal im höchsten Niveu jammern. Gestern Abend ging es schon los. Ich bin ins Bett, damit ich für den Frühdienst am nächsten Tag fit bin. Als ich im Bett lag spührte ich, dass ich keine Luft mehr bekomme, hatte wieder dieses brennen auf der Brust, ausserdem kamen mir immer die Gedanken und Bilder von der Arbeit, dass ich wieder auf Station und kranke Pflegen muss. Ich fing das weinen an und konnte mich erst nach einer halbe Stunde beruhigen. Bin erst um zwei eingeschlafen und das auch nicht richtig. Als ich um 5 aufgestanden bin hatte ich fürchtbare Kopf-und Nackenschmerzen und wieder dieses Angstgefühl. Habe deshalb auf der Station angerufen dass ich heute nicht komme (hab Migräne vorgeschoben, weil die von meiner Angsterkrankung nichts wissen).
Jetzt grüble ich die ganze Zeit rum und überlege mir ob ich die Ausbildung nicht hinschmeißen und eine Umschulung machen soll. Ich fühle mich ehrlich gesagt noch nicht soweit..Da wir momentan sehr viele belastende Situationen in der Familie haben und auch in der Vergangenheit welche hatten .
Ich wurde als Kind schon früh mit Krankheit (meine Mutter hatte auch eine Angststörung) und Tod konfrontriert, dass es aus psychologischer Sicht kein Wunder ist, warum ich jetzt diese Ausbildung mache. Doch irgendwie halte ich es nicht aus, weil ich in der Arbeit immer an unsere Schicksale erinnert werde. Ich habe selbst so viele "Rucksäcke zu tragen" und muss viel aufarbeiten, da habe ich keine Kraft mehr mich auch noch um andere Schicksale zu kümmern. Vor meiner Therapie und dem Ausbruch der Angstörung habe ich knapp 3 Jahre lang die Ausbildung durch gezogen und die negativen Gefühle weggeschoben. Hab einfach funktioniert. Die Quittung hatte ich dann kurz vor meinem Examen als sich mein Kopf unwillkührlich nach re gedreht hatte und ich Monate starke Schmerzen hatte. War ca 7 Monate krank geschrieben. Nach der psychotherapie und nachdem ich einiges in meinem Leben und Verhalten geändert habe ist der Kopf wieder gerade. Aber irgendwie fühle ich mich trotzdem diesem Beruf nicht wachsen. Ich weiß, sowas kann man lernen, dass man das berufliche und private trennt, aber das geht leider nicht von jetzt auf gleich..

Hab mit meine Eltern darüber geredet. Sie akzeptieren meine Entscheidung, aber sie sagen auch dass ich das finanzielle bedenken soll. Davor habe ich Angst, dass ich jetzt kündige und dann nichts finde und kein Geld mehr habe um meine Wohnung zu zahlen..
Ich habe mich aber heute schon beim Arbeitsamt erkundigt wie das mit Umschulung usw aussieht und für Mi einen Beratungstermin vereinbart. Hoffe dass da was positives rauskommt..

Ich fühl mich seitdem das mit meinem Opa so akut ist etwas "zurückgeworfen". Weil ich leicht depressiv bin. Weine viel, habe letztens sogar meine Chorproben und Gesangsunterricht ausfallen lassen, was ich früher eigentlich immer gerne gemacht habe. Aber ich wollte und konnte nicht hingehen.

Hoffe echt dass es bald besser wird..Denn das einzige was ich will endlich gesund werden und Leben!
So das musste ich jetzt alles mal loswerden..
LG

26.10.2010 13:47 • 26.10.2010 #1


4 Antworten ↓


Liebe Jaimi...
Ich verstehe dich wirklich vollkommen, aber wie ich schon einmal in einem anderen Thread von dir geschrieben habe: Es ist dein 3. Ausbildungsjahr! Du hast dich doch die letzten Monate schon so doll angestrengt. War das alles umsonst?! Es ist doch auch nur noch ein 3/4 Jahr! Danach kannst du doch immer noch eine Umschulung machen. Dann hast du wenigstens eine solide Grundlage in der Tasche!
Ich hatte schon oft die gleichen Probleme mit der Schule, wie du oben beschrieben hast mit deinem Beruf! Du gehst doch regelmäßig zur Psychologin, oder? Besprech das doch am Besten beim nächsten mal mit ihr! Sie wird dir sicher eine Hilfe sein. Man selber kann solche Situatioen nämlich leicht falsch einschätzen.
Bitte zieh keine voreiligen Schlüsse und denke gründlich über deine Entscheidung nach! Denn Ausbildungspplätze und Arbeitsplätze flattern einem ja nicht wirklich auf der Straße entgegen. Und außerdem macht sich so eine am Ende abgebrochene Ausbildung auch nicht so gut auf dem Lebenslauf. Dein nächster Arbeitgeber wird das garantiert hiinterfragen und wenn er sich selbst ganz sicher sein will und du Pech hast, stellt er lieber keine,in seiner Meinung nach 'nur gering belastbaren Personen' ein.
Probiere auf jeden Fall noch weiter auf der Station zu arbeiten! Bald hast du ja auch wieder Schule, du musst ja nicht dein Leben lang da bleiben! Ich habe auch immer Panik, wenn ich in ungewohnte neue Umstände 'rutsche'.
Ich hoffe, dass du mir jetzt nicht böse bist, ich meine auch keins von meinen Argumenten böse!
Ein aufmunternder ganz lieber Gruß, Angstnase!

26.10.2010 14:28 • #2



Na tollich bin von der arbeit daheim geblieben:(

x 3


Hallo!
Danke für Deine Antwort! Das Problem ist, dass ich die Ausbildung damals auch angefangen und dort schon Symptome (zwar nicht so schlimm) hatte sie aber nicht ernst genommen habe. So nach dem Motto.."Das hälst Du durch"! Wie gesagt, die Quittung bekam ich kurz vor dem Ende-. Die Ärzte sind davon überzeugt dass es psychisch ist weil eben viel vorgefallen war und es anscheinend von Anfang an der falsche Beruf für mich war.

Ich hatte jetzt gerade eben wieder einen heftige Panikattacke..Mit Atemnot und krassen Derealisationserleben..Dachte ich laufe gegen eine Wand bzw mich hauts um..Wollte schon aus der Wohnung stürmen weil ich Angst hatte dass ich ohnmächtig werde und mich dann keiner findet. Bin aber in der Wohnung ´geblieben. Hab meine Atemübungen gemacht. Aber ich hab so gezittert wie noch nie!! Richtig schlimm! Meine Therapeuten sagen immer dass die Attacken nicht ohne Grund kommen und sie oft einen Auslöser haben! ICh soll auf die Symptome "hören" und der Ursache auf den Grund gehen..

Sicherlich könnte ich das jetzt durchziehen und mich so "durchqualen" Aber wer gibt mir die Garantie dass es nicht schlimmer wird bzw der Kopf sich wieder so verkrampft? Ich meine nicht umsonst habe ich die Symptome.
Noch dazu ist es ja nicht so dass ich z.b im Verkauf arbeite bei dem es nicht schlimm ist wenn ich mal einen Fehler mache und z,.b die Ware falsch einräume, weil ich unkonzentriert bin..
Aber in der Ausbildung, die ich jetzt mache habe ich wirklich verantwortung einem anderen Menschen gegenüber. Da geht es um Menschenleben! Und das ist auch noch ein Punkt wo ich sage ob ich in dem Zustand die Verantwortung tragen kann..
Weißt Du wie ich meine?

Und nein, ich habe deine Nachricht nicht böse aufgefasst;)..Jeder darf doch seine Meinung sagen:)
LG

26.10.2010 15:13 • #3


soo ich war jetzt bei meiner Psychaterin die auch neurologin ist. Ich hab ihr das alles geschildert und sie hat mich jetzt eine Woche krank geschrieben...

Momentan gehts wieder..aber die Angst kommt halt immer wieder...

26.10.2010 18:03 • #4


Ich bins nochmal...
Ich verstehe genau was du meinst. Genau das gleiche, was du beschrieben hast hatte ich auch vor kurzem! Ich dachte ich sterbe gleich. Ich habe geklappert und gezittert bis 2 Uhr Nachts. Ich hab vorher auch noch nie so doll gezittert! Ich konnte mich kaum wieder beruhigen...
Aber dann war ich 4 Tage aus der Schule raus und habe mich versucht zu entspannen. Und schwupps gings am 5. Tag wieder und ich binwieder mit einem klaren Kopf in die Schule gegangen!
Ich dachte auch..vlt sollte ich abbrechen und lieber eine Ausbildung anfangen. Aber im Moment gehts mir wieder völlig gut. Ich habe mir vor ein paar Wochen auch gedacht: 'Was bringt das, wenn ich mich so durchquäle und es mir im Grunde nur schlechter geht?' Aber ich stelle mir dann immer vor, wenn ich mal älter bin und keine Panikattacken mehr habe würde ich mich wahrscheinlich kringelig ärgern, dass ich das gemacht habe. Da habe ich mich genauso gefühlt wie du dich jetzt. ICh hatte auch totale Derealisation. Ich saß in der Klasse und dachte: 'Ich spring gleich auf und schreie los!' Aber nein. Und kaum bin ich ein paar Tage runtergekommen geht es mir wieder gut.
Ich denke es ist auch oft das Zusammenspiel von vielen Aspekten.
Ich finde, du solltest dich erstmal wieder beruhigen und aufhören dir Gedanken zu machen! Ich weiß wie schwer das ist, ich selber leide ziemlich an 'Hypaaktivem Denken'. Ich kann einfach nicht Nichts denken! Aber du musst dich auf irgendetwas anderes konzentrieren. Denn erst wenn du dich einen Tag mal wieder richtig real und gut gefühlt hast kannst du objektive Entscheidungen treffen!

Ganz liebe Grüße Angstnase!

26.10.2010 19:03 • #5




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Hans Morschitzky