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Pierrot35
Oh mein Gott, ich hatte heute eine schreckliche Begegnung. Ich war heute mit meiner Familie in der Schwimmhalle, da standen wir ander Kasse und man konnte durch ein Fenster in die Schwimmhalle schauen und da stand er. Da stand als Aufsichtsperson mein ehemaliger Sportlehrer, der sich in meiner Schulzeit an mir sexuell vergriffen hat. Ich ließ einen hörbares "oh Nein!" heraus und erstarrte. Meine Familie versuchte mich zu beruhigen, aber für mich war es ein Graus zum Schwimmbecken zu gehen. Wir mussten anstehen um in eine Umkleide zu kommen. Auf einmal öffnete sich eine Umkleide vor mir und er kam heraus. Er schaute mir in die Augen und ich sank gleich meinen Blick, als ob ich was verbrochen hätte.
Er war zum Glück gegangen und ich wollte mir den Abend mit den Gedanken an ihn nicht verderben lassen.
Aber jetzt bin ich wieder zu Hause und kann mich kaum beruhigen. ich zittere am ganzen Leibe und kann mich nicht beruhigen. Jetzt würde ich gern einen Schluck trinken!! Ich habe so eine innerliche Unruhe.

Ich dachte, ich bin darüber hinweg, weil ich alles schon mit meiner Therapeutin auf -und verarbeitet habe. Ich sah ihn auch schon öfters, aber aus einer größeren Distanz.
Warum darf so ein Mensch weiter arbeiten und auch noch wieder mit Kindern zusammen.
Ich muss jetzt kämpfen und will mir von dem Ar... nicht mein Schwimmen gehen versauen lassen.
Hat jemand einen Rat für mich, der vielleicht schon mal selber in so einer Situation steckte.
Will auch nochmal mit meiner Therapeutin reden, aber die sehe ich erst wieder am Montag.

16.02.2009 22:19 • 25.02.2009 #1


9 Antworten ↓


Hallo!Hast du Ihn damals angezeigt?Liebe Grüße

17.02.2009 08:36 • #2



Ich hatte heute ein schreckliches Erlebnis!

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Pierrot35
Leider nicht, weil ich ja keine Beweise hatte. Mir wurde von keiner Seite (Schule) geglaubt, eher im Gegenteil ich wurde noch für meine "Lüge"bestraft. Wurde von einer Klassenfahrt ausgeschlossen. Meine Lehrerin, stellte sich noch als gnädig hin und ließ dieses Geschehen im Zeugnis als entschuldigte Fehltage zählen.
Denn der Lehrer steckte mir nach der Sache immer Geld während des Unterrichts in meine Jackentasche, damit ich schweige. Ich bekam Angst und ein schlechtes Gewissen, das Geld angenommen zu haben und ging nicht mehr in die Schule. Ich fälschte meine Entschuldigungen und weil dies meiner Klassenlehrerin verdächtig vorkam, machte sie einen Elternbesuch und die ganze Sache kam heraus. Ich wurde deswegen der Urkundenfälschung bezichtigt und wurde dann bestraft. Wie schon geschrieben, glaubte mir keiner, weil er ja so ein "netter und beliebter Lehrer" war. Meine Eltern sind nicht dagegen angekommen. Viel später als ich dann schon lange aus der Schule raus war, muss es nochmal rausgekommen sein. Ich wurde gefragt, ob ich eine Aussage machen könnte, aber damals war ich noch nicht in der Lage dazu. Ich wollte einfach nicht mehr daran denken und verdrängte es. Heute bereue ich es sehr und möchte nicht wissen, an wievielen er sich sexuell vergangen hat und diese schwiegen. Vielleicht hätte ich durch meine Aussage was verhindern können.

17.02.2009 11:56 • #3


Hallo Pierrot,

keine schöne Geschichte, das.

Auch, wenn dieser Mensch Dich noch immer innerlich erschüttert.
Lass Dich zu nichts hinreißen.

Gib diese Sache in Gottes Hand.
"Mein ist die Rache" heißt es in der Bibel, Gott kümmert sich
um die Bösartigen und wird keine Untat ungesühnt lassen.

Du aber, schaue auf Dich selbst.
Alles das hat auf Dich abgefärbt.
Lass Dir das nicht "anhängen".

Und wende Dich damit an Gott.
Denke einfach einmal gut von Gott!
Er ist anders und wirklich gut.

Lass doch den dicken Schmutz auf den Jacken der anderen.
Gehe zu Gott und entferne die Flecken auf Deinem Hemd!
Lass Dich von Gott frei und rein machen.
So besiegst Du die dunklen Stellen Deiner Vergangenheit und
hast eine helle Zukunft.

Ich weiß es, ich habe es selbst erlebt.

Und Du kannst es auch erleben!

Viel Glück!

17.02.2009 12:21 • #4


Liebe Pierrot,

ich bin schockiert, über das was du berichtet hast. Wie kann man nur vor so einer grausamen Tat so die Augen verschließen ? Ich kann das absolut nicht verstehen, das ist für mich echt unbegreiflich. Ich meine, nur weil dir die Lehrer nicht geglaubt haben und du irgendwann nicht mehr zu Schule wolltest, was ja absolut verständlich ist, hast du doch erst die Entschuldigungen gefälscht. Das ist echt unfassbar, wie man so blind durch die Welt laufen kann und das nennt sich dann Lehrer...tse..nene, am besten noch Sozialpädagoge...absolut lächerlich

ich meine hast du ihn denn richtig angezeigt? Ich meine die Polizei nimmt doch solche Fälle immer sehr gerne....beweise hin oder her..irgendwas hätte man doch von dem Typen doch auch mit Sicherheit rausgefunden, also das er schonmal sowas gemacht hat und sogar schon vorbestraft ist...was ja leider in der heutigen Zeit nicht selten ist...


Ich wünsche Dir, das du über diese schrecklichen Erlebnisse hinweg kommst. Vergessen kann man sowas nie, aber wenigstens so verarbeiten das man damit leben kann.

Bitte tu mir einen gefallen und red dir bloß keine Schludgefühle ein, wegen dem Geld z.B....das ist vollkommen egal...du standest doch vollkommen unter schock und wußtest gar nicht wie dir geschieht...ich meine du warst so jung damals noch...da brauchst du dir nichts vorzuwerfen gar nichts. Dieser Dreckskerl gehört für immer weggesperrt, so dass er sich nie wieder an irgendjemand vergehn kann.

Weißt du denn ob er verurteilt wurde mittlerweile oder so? Ich meine vielleicht kannst du ja immer noch aussagen...das müsste doch gehen oder?

Alles Liebe Tinchen

17.02.2009 16:10 • #5


Nur ein Hinweis,
die "Verjährung" beträgt (wenn ich richtig informiert bin)
10 Jahre. Solange kann man vor Gericht, glaube ich, gegen
einen sexuellen Missbrauch vorgehen.

Wichtig ist, sich Beistand zu holen.
Gibt es da nicht eine Super-Einrichtung mit Namen "die Weißen Engel"?
Oder "Weißes Kreuz"?
Die stehen Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite und sorgen für starke Rückendeckung.

Damit man den Blick nicht senkt, sondern erhobenen Hauptes
aus der Verhandlung geht.

Oft knicken dann die Angeklagten vor Gericht ein, und das wäre
durchaus ein Etappen-Sieg.

Gruß

Ein Freund

17.02.2009 18:23 • #6


hallo!versuche mal einen Anwalt zu fragen,ob du gegen den noch was machen Kannst.Liebe Grüße

17.02.2009 18:46 • #7


Das ist ja schrecklich was du durchmachen musstest!

Ich denke für dich wäre es das Beste wenn du die Anzeige nachholst!? Alles nochmal zu erzählen ist bestimmt unheimlich schwer aber solange du nicht gegen ihn vorgehst bleibst du das Opfer und er der "Gewinner".
Das sind meine Gedanken gerade, keine Ahnung ob das der richtige Weg ist das Ganze zu "vergessen" und ob ich die Kraft an deiner Stelle hätte.

Du tust mir wirklich leid, vorallem das dir keiner geglaubt hat.

Sei stark und lass dir dein Leben von ihm nicht verderben!

17.02.2009 19:53 • #8


Hey Pierrot35,

schau mal hier

http://www.aufrecht.net/utu/heilung.html

Vielleicht kannst du da was für dich und für den Moment rausnehmen.

MissErfolg

17.02.2009 20:17 • #9


Pierrot35
Hallo Leute,

ich danke euch vielmals für euren Beistand und eure Tipps. Kommt zwar spät, aber besser als nie. Mir gehts gesundheitsmäßig nicht so gut, deswegen schaue ich jetzt erst wieder rein. Habe die Geschichte mit meiner Therapeutin besprochen und sie gab mir auch die ähnlichen Tipps wie ihr. Wenn ich wieder auf dem Posten bin, wende ich mich an den Weißen Ring, die können mir vielleicht, inpunkto heutige Anzeige und Nachforschungen über den anderen Fall, ob er vor Gericht kam oder nicht. Ich werde mich auch an unsere Stadtverwaltung wenden, weil die für die Einstellungen von Angestellten in Bädern verantwortlich ist. Da werde ich nachfragen, ob sie von seiner Vergangenheit Bescheid wissen. Schließlich ist es keine Verleumdung!
Sie gab mir auch Tipps, wie ich das nächste Mal ins Schwimmbad und ihn gegenübertreten kann. Denn da werde ich mit erhobenen Hauptes ihm gegenüber stehen. Er weiß ja nicht wer ich bin, aber ich weiß wer er ist.
Ich bin jetzt eine erwachsene gestandene Frau und nicht mehr das kleine Schulmädchen.
Das Gefühl ihm jetzt noch sein Leben schwer machen zu können tut gut. Rachegefühle sind erlaubt, sagte meine Therapeutin.
Die Anzeige kam auch damals nicht zustande, weil es noch zu Ostzeiten geschah, es mir und meiner Familie noch beschissener gegangen wäre.
Ich danke euch nochmals und gebe Bescheid, was sich alles ergeben hat.
Libe grüße Pierrot35

26.02.2009 00:18 • #10



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