Pfeil rechts
23

Feuerschale
Hallo,

mich beschäftigt gerade, dass ich im Beisein meiner Mutter viele Dinge
schlucke die passieren, die sie sagt, von mir will oder tut.

Reaktion von mir:
Ich schlucke es einfach und lasse es durchgehen, halte es für normal und tonangebend.
Ich erstarre, bin wütend, fühle Ekel, also spüre irgendwie schon,
da ging was zu weit, sag aber nur ja ja und flüchte irgendwie
aus meinem Körper und werde passiv.

Als Jugendliche hab ich dann schonmal gesagt "lass das sein" oder
war wütend oder hab geweint und bin ausgewichen und hab meine
Aufregung und Unverständnis gezeigt.

Und sie hat gesagt "was ist denn los, warum willst du das denn nicht, stell dich nicht so
an ich mach doch nur Spaß, du verstehst keinen Spaß".

Beispiele:

ich rede mit meiner Schwester über Ernährung, Routinen, Veränderung des Körpers
und meine Mutter lenkt zum xten Mal zu einem Kommentar
Trigger

zu meinen Brüsten + Größe



Das hat mit dem Thema nichts zu tun und ich will das nicht.

Es gibt auch z B gar keinen Körperkontakt, normal, da sagt sie immer, sie habe soziale
Phobie und könne das nicht so, was sie aber schon Hunderte Male gemacht
hat, ist
Trigger

mir länger den Po zu tätscheln und dann schrill zu lachen


Und wenn ich dann aufgerührt bin, sage "hör auf" dann verharmlost sie sich und meine
Reaktion, wieder "nur Spaß". Für wen?

Und das ist noch der Spaß, aber düstere Zuschreibungen über Charaktereigenschaften,
die Welt und meine Unfähigkeiten darin, und dass ich nur wie sie sei oder
das größte Übel überhaupt, all sowas kommt ja noch dazu.
Oder Neid, wenn man Freunde, Bildung, Besitz hat, wenn man mal nur in
Ruhe sitzt oder meine Schwester in Ruhe gespielt haben, bei all dem
wurde sie störend, vernichtend, kritisch, agierend, kaputt machend.

In mir wühlt das alles einfach als Stress und Spannung weiter, als Aufregung,
und es macht mich so hilflos, dass ich noch keine wirksame Grenze gefunden habe.

Ich fühle mich nicht als eigene Person wahrgenommen und Empfindungen und
Vorlieben zählen nichts oder was ich als zu weit empfinde.


Wie kann man noch damit umgehen?

Meine Therapeutin meinte, Mutter wäre in ihren Stereotypien, aber ich auch, mit
Hilflosigkeit und Wut und direkt mich aufs ganze aufregen oder
direkt erstarren.

Man könnte ja mal was flapsiges sagen oder was ungewöhnliches.
Irgendwie das Muster durchbrechen.

Mir fällt es auch schwer, in dem Moment das Band zu durchbrechen und Mutter deutlich
zurückzuschubsen, mental oder
Trigger

im Falle Po tätscheln


auch wirklich.
Sie hat ein unangefochtenes Recht und hat das Recht nichts zurückzubekommen,
von der Familie meist so gedeckt bisher.

Aber letztens ist mir ab und an mal Schwager und Schwester beigesprungen, dass
sie ihre Reaktionen flapsig kommentiert haben statt "sie ist Gesetz".
Trigger

Für mich ist sie leider ein Riesen Introjekt- sie IST Gesetz in mir, aber sie muss
unbedingt RAUS. Ich will wieder frei sein, frei handeln, frei eine Person sein
mit Regeln und Grenzen.


Im Sinne von Selbstverteidigung hab ich eigentlich gelernt, dass jeder, der in
meine Privatzone eindringt und die erste oder zweite Warnung ignoriert, mit
einem Schlag / Notwehr rechnen darf!

Sie hatte immer einen Freifahrschein und hat immer so Sätze wie "ich mach doch gar nichts"
und "du bist seltsam, wenn du dich wehrst".

Das muss mir irgendwie mal egal werden und ich möchte meine Regeln und deren Einhaltung
lernen.

Ich hab nämlich sonst das ganze Feld geräumt, Kontakt zu allen abgebrochen, die das
alles geduldet haben, und hatte weiß wie lange immer mit Spannungen, Migräne,
Depris zu tun und Aufruhr nach so einem Besuch.
(Sicherlich nicht nur dadurch, aber befeuert dadurch dass ich nicht klar und frei
sein und handeln kann und Blödsinn aus jeder Ecke kommt).

Also da wäre vielleicht dann was - verbalisieren- Distanz einhalten - Regeln formulieren
und Übertritt deutlich machen.

Beim letzten Besuch hab ich sie eigentlich die meiste Zeit echt ignoriert,
und mir gings gut, sie in meinem Geist einfach auszublenden und wir hatten ein Spiel
gespielt die anderen, das war für mich ein gesunder Inhalt.
Wir hatten eine gute Zeit, meine Schwester, ihre Kinder, Schwager und ich.
Mutter saß so dabei und ich saß auch nicht neben ihr, wie es sich oft "ergibt"
und dann ja viel mehr kommt.

Da hat sie sich ausgeklinkt mit kann sie nicht, ist ihr zu blöd, aber diesmal haben sich alle anderen nicht davon beeindrucken lassen.

Find ich zwar gemein, sie zu ignorieren, aber sie hat schon soviel meiner Energie
gefressen, mich eingeschaltet für ihre Probleme und sie hat auf mich keine Rücksicht
genommen, fordert aber ständig welche.

Sie steht null auf Kooperation und alle sollen nach ihrer Pfeife tanzen.
Da muss sie auch damit leben, dass sich einige dann abwenden und keinen Bock darauf haben.

Auch wenn man sie dann wohl hinter sich lässt auf eine Art und das ist ein Konflikt
und es bleibt Mitleid. Ab und zu mal ein Mitleidstalk und schauen wo die Grenze ist,
wieviel Stereotypie man tolerieren kann.

Sonst auch Regeln finden und möglichst unabhängige Reaktionen.
Nicht zu starr und nicht zu massiv, ich wünschte ich hätte da eine lockere Bandbreite.

Und sie muss unbedingt aus meinem Geist raus als das bestimmende Element,
damit ich das leben kann und mit dem leben kann, was mir wichtig ist und mir
das nicht nochmals vermiesen lassen.

Dass sie ja auch Therapie nehmen kann, damit sie Hilfe findet oder Entlastung,
hab ich mehrfach erwähnt, aber das hat Madame nicht nötig und auf mich sieht
sie herab, dass ich es in Anspruch nehme und "in der Welt und Psyche scheitere".


Frage an euch - es muss nicht der lange Text gelesen und kommentiert werden,
aber wie geht ihr damit um, wenn sich jemand unangemessen verhält.

Könnt ihr das deutlich wahrnehmen? Leugnet ihr das auch erstmal und sagt
"hab dich nicht so, ruhig Brauner" oder ist das ganz klar "bis hierhin und nicht weiter"?

Und wie genau zeigt ihr dann Grenzen, freundlich bestimmt, lustig, sachlich,
oder auch mal hysterisch oder aggressiv?

07.07.2021 05:59 • 07.07.2021 x 2 #1


16 Antworten ↓


Feuerschale
PS- Der Text war schon so lang, da hab ich das mit der Therapeutin weggelassen.
Diese hatte mich eine Stunde lang über Elternhaus ausgefragt, wie sieht der Hof aus ect,
und meinte dann die nächste Stunde, sie sei sonntags mal da gewesen, habe sich durchgefragt
ob hier mal "mein Name" gewohnt habe bzw die Eltern da wohnen.

War null abgesprochen mit mir und ich hatte in der Zeit noch Kontaktabbruch mit Elternhaus.
Ich fand, es war Datenmissbrauch und sinnlos irgendwie und ich war einfach nur perplex,
seit wann muss die Therapeutin in Konfrontation gehen?

Aber da war ich auch so starr, so fixiert, tat so als wäre das normal, war einfach verdattert.
Habs dann so umgedeutet "die hat Interesse, da ist man nicht von der Stange" "war nur ein Ausflug" oder sowas. Aber das komische Grundgefühl, ob die noch alle Latten am Zaun hat und dass das
zu weit ging, blieb.

Ich werde es aber jetzt mal in der nächsten Stunde ansprechen, also genauer meine Reaktion auf Grenzüberschreitung und dass ich da auch eine gesehen hab. Und das nächste Mal hoffentlich dann
mal ganz "Live".

07.07.2021 06:23 • x 1 #2



Grenzen setzen gegenüber Mutter oder Therapeutin

x 3


Angor
Hallo

Darf ich fragen, warum Du Deine Mutter besuchst, wenn Du sie dann eh ignorierst?
Ich finde übrigens das Verhalten Deiner Mutter nicht angemessen der Tochter gegenüber und übergriffig.

Wenn es mich betreffen würde, würde ich die nächste Zeit auf persönlichen Kontakt verzichten, und mich erst mal auf meine psychische Gesundheit konzentrieren.

Deine Therapeutin ist eindeutig zu weit gegangen, das ist ein grober Vertrauensmißbrauch und ich würde mir einen anderen Therapeuten suchen.

Vorher würde ich mich aber über sie beschweren, eine Anlaufstelle findest Du hier
http://www.dgptw.de/missbrauch/beschwerdewege.html

LG Angor

07.07.2021 06:29 • x 4 #3


Hallo,

Ich kenne das Gefühl ,ausgeliefert zu sein. Ob das stimmt, was deiner Therapeutin gesagt hat ,lässt sich doch überprüfen indem du deine Angehörigen fragst ob sich jemand nach dir erkundigt hätte.
Es kann sein , dass deine Therapeutin dich provozieren wollte , mit Absicht damit du selber an dir bemerkst, wie weit du in deiner Depression etc drin steckst.
Dich als opferrolle siehst.
Da du eine Mutter hast ,die Privates nicht toleriert , wollte sie es vielleicht austesten .
Woe weit du dich wehrst ,als Stopp sagst
Es ist extrem wichtig für Deine Seele das du lernst, Stopp zu sagen . GEFÜHLE SIND Nur Nachbarn, sie kommen und gehen.
Du ignorierst seit langen deine Bedürfnisse. Sie sehen anders als als du sie von der Mutter dir überliefert bekommen hast .
Du willst unabhängig, frei sein , Stopp sagen ,dein Leben leben .
Sage es ihr und deiner Therapeutin.
Es wäre nicht der erste mutige Schritt den du damit tust du hast sicherlich schon wehr viele gemacht.
Die Gefühle, wie scham ,Schuld und so weiter, kommen ,bestimmt auf , aber dass ist ja auch normal ,da du es so beigebracht bekommen hast .
Stell dich nicht so an ,brauner , hey war dich nur Spaß, und so weiter , aber weiß du , Humor ist wenn alle darüber lachen, auch du .

Gebe dein Leben die richtige Richtung an ,dass hat nichts mit Egoismus zu tun ,dass behaupten Menschen, die einen für ihre Zwecke missbrauchen.

Höre nicht weiter darauf .
Höre auf eeine Seele . Es ist Dein Leben .
DU HAST DICH ALS SAMEN DURCHGEBOXT UND WOLLTEST LEBEN , DEINE ELTERN PRODUZIERTEN NUR DEN AKT .

07.07.2021 07:04 • x 1 #4


Feuerschale
Zitat von Angor:
Darf ich fragen, warum Du Deine Mutter besuchst, wenn Du sie dann eh ignorierst?
Ich finde übrigens das Verhalten Deiner Mutter nicht angemessen der Tochter gegenüber und übergriffig.

Wenn es mich betreffen würde, würde ich die nächste Zeit auf persönlichen Kontakt verzichten, und mich erst mal auf meine psychische Gesundheit konzentrieren.

Deine Therapeutin ist eindeutig zu weit gegangen, das ist ein grober Vertrauensmißbrauch und ich würde mir einen anderen Therapeuten suchen.

Vorher würde ich mich aber über sie beschweren, eine Anlaufstelle findest Du hier
http://www.dgptw.de/missbrauch/beschwerdewege.html .

Meine Mutter wohnt bei meiner Schwester und hat sonst keine Kontakte, eigentlich besuche ich meine Schwester und ihre Kinder.

Ich selber war vor einem halben Jahr in einer Krise hatte nur noch einen entfernten Bekannten als Kontakt + Therapie, und habe dann Kontakt zur Familie wieder aufgenommen, nach vielen
Jahren Kontaktpause, da ja einiges vorgefallen war und es mir nicht gut.
Den eigenen Weg gehen, Selbsthiflegruppen usw, das ging ich dann seit vor 30 Jahren.
Jetzt möchte ich einen -moderaten- Weg wieder finden, vor allem mit der Schwester.
und nicht so ein hilfloses passives Ding sein, gefangen in der Reaktion. Das ärgert mich auch.

Mit der Therapeutin, ich werde es zunächst selbst ansprechen.
Es ist eh ein Schmalspurprogramm der Kasse "Stark im Leben" mit wenigen Stunden, ohne
kassenzugelassene Ärzte/Therapeuten, und das ist das wo ich nicht zwei Jahre Warteliste habe.
Ich dachte ich nutze es als Übergang, aber mit Abstrichen.

Edit- hab noch was ergänzt im mittleren Abschnitt.

07.07.2021 07:11 • x 2 #5


Feuerschale
Zitat von tuffie 01:
Ob das stimmt, was deiner Therapeutin gesagt hat ,lässt sich doch überprüfen indem du deine Angehörigen fragst ob sich jemand nach dir erkundigt hätte.

Es kann sein , dass deine Therapeutin dich provozieren wollte , mit Absicht damit du selber an dir bemerkst, wie weit du in deiner Depression etc drin steckst.
Dich als opferrolle siehst.
Da du eine Mutter hast ,die Privates nicht toleriert , wollte sie es vielleicht austesten .
Woe weit du dich wehrst ,als Stopp sagst

Wäre ihr auch zuzutrauen. Ich werde mal fragen, ob sie das wirklich so blind, naiv
macht oder es ein Test war.

Bei der Cousine wo sie war, wie sie es beschrieben hat, mit denen hab ich keinen Kontakt und meine Schwester auch nicht.
Möchte es aber auch gar nicht verifizieren, aber schomn mit der Therapeutin ins Gespräch drüber gehen.


Zitat:
Es ist extrem wichtig für Deine Seele das du lernst, Stopp zu sagen . GEFÜHLE SIND Nur Nachbarn, sie kommen und gehen.
Du ignorierst seit langen deine Bedürfnisse. Sie sehen anders als als du sie von der Mutter dir überliefert bekommen hast .
Du willst unabhängig, frei sein , Stopp sagen ,dein Leben leben .
Sage es ihr und deiner Therapeutin.

Ja, das wird jetzt die nächste Herausforderung. Wahrzunehmen und zu reden.
Direkt.


Zitat von tuffie 01:
Die Gefühle, wie scham ,Schuld und so weiter, kommen ,bestimmt auf , aber dass ist ja auch normal ,da du es so beigebracht bekommen hast .

Stell dich nicht so an ,brauner , hey war dich nur Spaß, und so weiter , aber weiß du , Humor ist wenn alle darüber lachen, auch du .

Denke ich auch. Muss dann vielleicht sagen "ich lach später" oder sowas.

Danke für die Rückmeldung.

Ich muss auch mal zur Arbeit jetzt und mich da drauf konzentrieren,
weiteres dann ggf. später.

Mittags schau ich max. mal vom Handy in Musik rein und tippe da auch nicht gerne,
bzw hab da kaum Zeit.

07.07.2021 07:16 • #6


hereingeschneit
Der Gedanke, der mir gerade durch das Lesen durch den Kopf geht:

Mein Gott Mama, werde doch mal erwachsen.

07.07.2021 07:35 • #7


Hallo herein geschneit, nicht nur die Mama.

07.07.2021 10:02 • #8


Icefalki
Liebe @Feuerschale , ich bin da auch durchgegangen. Lassen wir mal das Verhalten unserer Eltern oder Elternteile mal aussen vor, und konzentrieren uns auf uns.

Und überlegen uns, was eigentlich dahintersteckt. Ich rede jetzt nur mal von mir.

Meine gesamte Kindheit war reine Dressur , alle nur auf meinen Vater ausgerichtet, der sein Ego leben durfte, wir hatten zu funktionieren. Den ganzen sch. der Dressur lasse ich jetzt mal weg.

Übrig geblieben ist meine Erkenntnis, dass ich nur geliebt werden wollte. Das war alles. Meine ganze Rebellionen, alle Auflehnung , alles hatte diesen unterschwelligen Wunsch nach Elternliebe. 1000 Übergriffe waren für mich Symtome, eben nicht geliebt zu werden, wurde auch mal ausgesprochen, als ich gefragt habe, ob sie mich überhaupt lieben würden. Resultat: Du warst ein sehr schwieriges Kind.

Als ich begriffen habe, dass meine Wünsche nie erfüllt werden können, weil sie weder verstanden, noch so gesehen wurden, habe ich beschlossen:

Ich bekomme das nicht, was ich mir wünsche, egal, was ich tue, wie ich bin. Mir reicht es definitiv, einer Wunschvorstellung hinterherzujagen, ohne sie jemals so zu bekommen, wie ich es möchte.

Und ab diesem Tag habe ich begriffen, dass meine Ängste, meine innerliche Zerrissenheit genau damit zu tun hatten. So, als ob man plötzlich aufwacht und erkennt, da rennt man durchs Leben, und sucht die Liebe, die Bestätigung im Aussen und tut und macht, um diesem Gefühl der Minderwertigkeit zu entfliehen.

Ab diesem Moment an hat sich bei mir alles verändert. Ich suche nimmer im Aussen, sondern ich bin ich. Und welche Massnahmen ich dabei ergreife, dass mir niemand mehr weh tun kann, oder mich verletzt, nun, zwischenzeitlich bin ich hervorragend darin geschult, meine Sichtweise sehr deutlich zu machen.

Resultat dabei, manche sind entsetzt, wie man so hart sein kann, andere lieben mich dafür. Ab nur die, die fähig sind, sich mit Unstimmigkeiten auseinandersetzen zu wollen und zu können. Wer bei mir immer noch meint, sich über mich hinwegsetzen zu wollen, oder übergriffig zu sein, nun, der hat bei mir verspielt.

Und eines noch, nach diesem Motto lebe ich jetzt: Ich treffe meine Entscheidungen und trage dafür auch die Konsequenzen. Mit diesem, meinem Mantra beim darüber Nachdenken jeglicher Problematik mit anderen, fahre ich hervorragend, da nix mehr aus dem Bauch heraus geschieht, sondern nach sorgfältiger Überlegungen, wie ich mich fühle, wenn..........

Und natürlich habe ich meine Erwartungen an andere deutlichst reduziert. Ist auch gut für meinen Seelenfrieden.

Das ganze Theater wird dadurch auf mich reduziert, indem ich bestimme, was ich erlaube und was nicht. Meine Angststörung, Depressionen sind Vergangenheit, ab und an kämpfe ich noch, wenn ich nicht auf mich achte. Aber das ist eben so, wenn man zu lange in dem Mist gesteckt hat.

07.07.2021 13:50 • x 2 #9


Zitat von Feuerschale:
Diese hatte mich eine Stunde lang über Elternhaus ausgefragt, wie sieht der Hof aus ect,
und meinte dann die nächste Stunde, sie sei sonntags mal da gewesen, habe sich durchgefragt
ob hier mal "mein Name" gewohnt habe bzw die Eltern da wohnen.

Das geht ja mal gar nicht. Datenschutz ist der Frau ja offenbar kein Begriff. Was hat sie denn beim "durchfragen" denn den Leuten erklärt, wer die sei? Die Frau hat ja einen Knall.

Wollte sie nur provozieren, würde ich das nicht als Test ansehen. Sondern als Lüge.

07.07.2021 14:12 • x 2 #10


Feuerschale
Zitat von Natascha40:
Das geht ja mal gar nicht. Datenschutz ist der Frau ja offenbar kein Begriff. Was hat sie denn beim "durchfragen" denn den Leuten erklärt, wer die sei? Die Frau hat ja einen Knall. Wollte sie nur provozieren, würde ich das nicht als Test ansehen. Sondern als Lüge.

Das eine als auch das andere ist eigentlich keine Option, die ich professionell nachvollziehen
könnte. Also es wirklich getan haben nicht, Eindringen in meine Privatsphäre ohne Absprache,
Nutzen meiner Daten.

Aber auch so zu tun als ob, ein Test, wäre eine merkwürdige Simulation von Grenzüberschreitung.

Naja, ich hab nicht vor ihr groß ans Bein zu p...., aber zumindest mich mal zu äußern, wie ich das sehe und zu fragen was sie sich dabei denkt.
Weil mich das echt stört, so fassungslos gar nichts entgegnen zu können oder mal spontan zu sein "Wie Bitte?! " und dann mit ihr mitzuspielen.

07.07.2021 15:51 • #11


Feuerschale
Zitat von hereingeschneit:
Der Gedanke, der mir gerade durch das Lesen durch den Kopf geht: Mein Gott Mama, werde doch mal erwachsen.

Wenns nur das wäre.
Da ist schon einiges mehr im argen.


Aber der Satz an sich wäre so ein Beispiel, wie man selber auch mal reagieren kann,
mit so einem Satz.


Und das ist für mich so wichtig, mal ein praktischer Fokus, ohne Riesendrama,
als könnte man was auch abperlen lassen, wenn man es schon eh nicht ändern
kann und ein relevanter Dialog nicht passieren wird.


Ich frag mich eh, warum ich heute Morgen aber so ein Fass aufgemacht hab.
Denn eigentlich gings mir ab Sonntag GUT.

Ich hatte mit der Familie mehr so ein Gefühl, ich konnte das so im Fluss wahrnehmen,
hatte gestern so ein Gefühl von Leichtigkeit.


Nur heute morgen hing ich mich an dieser Situation dann so auf, die unpassende Bemerkung,
die Hilflosigkeit.

Manchmal denke ich man braucht sein Gefängnis, braucht die Angst, braucht den
gewohnten Kampf. Ein Feindbild, das gewohnte Opfersein, das ungeheuerliche.
Alles das sind vertraute Begleiter.

Manchmal hab ich echt Angst, ich werde richtig viel wie meine Mutter, damit ich ihr auf
die Art irgendwie nah bin und nicht alleine bin, und überhaupt irgendwie orientiert bin.

07.07.2021 16:02 • x 1 #12


Zitat von Feuerschale:
Naja, ich hab nicht vor ihr groß ans Bein zu p...., aber zumindest mich mal zu äußern, wie ich das sehe und zu fragen was sie sich dabei denkt.

Was sie sich dabei denkt, würde mich tatsächlich nicht interessieren, weil es keine Rechtfertigung für den Missbrauch von Daten gibt. Wenn es mich beträfe, würde ich mich an den Ethikverein wenden. Denn ich hätte die Befürchtung, dass sie weitere Interna ausplaudert, bzw. sich persönlich zunutze macht.

07.07.2021 16:05 • x 1 #13


Feuerschale
Hallo @Icefalki, danke für deinen Bericht und deinen Weg.
Ich rolle die Beiträge gerade von hinten irgendwie auf
Zitat von Icefalki:
Lassen wir mal das Verhalten unserer Eltern oder Elternteile mal aussen vor, und konzentrieren uns auf uns.

Und überlegen uns, was eigentlich dahintersteckt.

Mit der Perspektive kann ich schon was anfangen. Denn andere analysieren oder das immergleiche
kritisieren und bedauern hilft irgendwann nicht mehr.
Zitat von Icefalki:
Meine gesamte Kindheit war reine Dressur , alle nur auf meinen Vater ausgerichtet, der sein Ego leben durfte, wir hatten zu funktionieren. Den ganzen sch. der Dressur lasse ich jetzt mal weg.


Dressur ist dabei schon ein gutes Stichwort. Naja "gut", ist ja kein guter Vorgang.

Oder bei mir würde ich auch sagen Konditionierung. Vermeidung von Strafe, Vorhersehen
von unliebsamen Dingen, Ablehnung vermeiden.

Liebe war eher nicht fühlbar, mehr so "wenn ich lieb und perfekt bin und alles vorahnen kann,
passiert nicht ganz so schreckliches".
Schon auch so, als kämpft man um seine Existenz oder Respekt.

Liebe, Wahrnehmung, Verstehen, sowas war für mich aber schon immer deutlich ganz weit weg.
Aber irgendwas hängt ja trotzdem noch fest.


Und da auch die Vermiedung von schlechten Reaktion oder lieb sein und vorhersehen können
zur Vermeidung nicht funktioniert haben, hab ich meinen Perfektionismus dann eher in Schule und Beruf einfließen lassen, das war etwas berechenbarer.
Wenn Input dann Output und die Bedingungen waren klarer.
Ich war dann ein Leistungsträger der jedes System zur vollsten Zufriedenheit erfüllen konnte.
Nicht immer wollte, oder manches war so quer, da konnte ich mich dann doch nicht reindenken.

Und dieser Mechanismus....dann "leistungs -lieb" sein, wurde ja auch zur Geisel dann.

Es braucht etwas, wieder in der eigenen Basis anzukommen.
Zitat von Icefalki:
Und ab diesem Tag habe ich begriffen, dass meine Ängste, meine innerliche Zerrissenheit genau damit zu tun hatten. So, als ob man plötzlich aufwacht und erkennt, da rennt man durchs Leben, und sucht die Liebe, die Bestätigung im Aussen und tut und macht, um diesem Gefühl der Minderwertigkeit zu entfliehen.


Hm, sowas hab ich schon in so Selbsthilfebüchern gelesen "ich erwarte noch was von meinen Eltern und darum kämpfe ich noch".
Für mich war die Erkenntnis leider nicht fühlbar.
Oder irgendwie so - ich wünsche mir doch eine Harmonie, ich hab soviele Ideale wie Gemeinschaft sein könnte. Und selbst wenn es sowas ist wie mir gehts gut und denen gehts schlecht und die drehen ihre Runden in komischen Dingen, das fällt dann schwer zu sagen, ich wende mich ab,
die sind so, da würde ich sie gerne mitziehen.
Aber eher passiert, dass sie mich runterziehen oder man rennt gegen immergleiche Wände.

Zitat von Icefalki:
Ich suche nimmer im Aussen, sondern ich bin ich. Und welche Massnahmen ich dabei ergreife, dass mir niemand mehr weh tun kann, oder mich verletzt, nun, zwischenzeitlich bin ich hervorragend darin geschult, meine Sichtweise sehr deutlich zu machen.


Hm, ich finde das bei mir schwieriger, da ich nicht so eine toughe eindeutige Persönlichkeit
bin, denn bei mir bedeutet ich bin ich= ich bin luftig, diffus,ich bin gar nicht so da.
Ich bin in den anderen.

Das fiel mir schon von Kind an auf, dass Schwester, Freundinnen so präsent und bestimmt waren,
Blickkontakt hatten, Themen hatten, Willen hatten, Pläne hatten und ich eher nicht.
Und oft war ich in meiner Auflösung glücklich, aber oft wurde ich dann in die sozialen Systeme gerufen und hab gesagt bekommen mit dir stimmt was nicht oder du musst was brauchen,
du musst Geburtstag feiern usw, worauf ich nie gekommen wäre.

Und dann wurden Wertigkeiten verteilt oder was Spaß macht und was etwas wert ist.
Und dann hatte ich manchmal Mangelgefühle, denn was man dann im sozialen erreichen konnte, das war mir nicht erreichbar..

Und wenn man sich nun abgrenzen will, das ist dann schwieriger zu sagen, "was ihr da wollt
ist Nonsense und ich zeig euch jetzt mal mich und habe hier einen Haufen Wattebällchen"
und keine klare Linie.
Als wenn man sich deutlich spürt und vorher nur etwas schüchtern war.
Nee schüchtern bin ich nicht, was ich klar hab, kommt auch raus.

Zitat von Icefalki:
Resultat dabei, manche sind entsetzt, wie man so hart sein kann, andere lieben mich dafür. Ab nur die, die fähig sind, sich mit Unstimmigkeiten auseinandersetzen zu wollen und zu können. Wer bei mir immer noch meint, sich über mich hinwegsetzen zu wollen, oder übergriffig zu sein, nun, der hat bei mir verspielt.

Wenn man nicht mitspielt und auch nur minimal anders ist als erwartet (auch Wattebällchen zeigen statt spuren), das bringt auf jeden Fall Reaktionen, das hab ich dann auch schon gemerkt.
Manchmal ist es auch lustig irgendwie, wenn Leute aus dem Konzept sind.

Zitat von Icefalki:
Ich treffe meine Entscheidungen und trage dafür auch die Konsequenzen. Mit diesem, meinem Mantra beim darüber Nachdenken jeglicher Problematik mit anderen, fahre ich hervorragend, da nix mehr aus dem Bauch heraus geschieht, sondern nach sorgfältiger Überlegungen, wie ich mich fühle, wenn..........

Ja, so eine kleine innere Konferenz ist nicht schlecht, bevor man sich für was einspannen lässt.
Vielleicht ist ja auch meine überfahrene und gehorsame Seite nur ein Teil meines inneren Teams quasi, aber nicht der mit dem letzten Wort.
Es kommt noch das rebellische oder das sich aufregen und das vernünftig abwägen dazu,
es kommt die Sicht der anderen dazu ect.
Das braucht ein bisschen Zeit.

Ich mochte da Schulz von Thun sehr mit dem "inneren Team" - Miteinander Reden 3 (ich meine 3)
War halt sehr anschaulich.
Hat auch nix mit inneren Persönlichkeitsspaltungen zu tun, aber es hilft doch zu reflektieren und koordinieren. Und ich brauch da wohl noch eine Stütze, um mich nicht im diffusen zu verlieren.

Ich glaub mit der langfristigen Lösung und Reaktion bei mir bin ich auch ganz zufrieden,
aber so ein paar kurze schnelle Bälle und Reaktionen wenn was komisch ist, das fehlt mir.
Bin nicht von der schnellen Sorte.
Und meine Reaktion Nr 1 ist "ich verlier mich im anderen und bin passiv".

Da suche ich dann "pfiffige" Reaktionen von "hast den Knall nicht gehört" oder sonst
was , was Nichteinverständnis zeigt. Kann ja auch mal humorvoll sein oder kreativ.

Zitat von Icefalki:
Das ganze Theater wird dadurch auf mich reduziert, indem ich bestimme, was ich erlaube und was nicht. Meine Angststörung, Depressionen sind Vergangenheit, ab und an kämpfe ich noch, wenn ich nicht auf mich achte. Aber das ist eben so, wenn man zu lange in dem Mist gesteckt hat.

Ja. Vermutlich wird es auch schneller / kürzer, wenn man das neu trainierte Verhalten
dann besser abrufen kann.

07.07.2021 16:38 • x 1 #14


Icefalki
Zitat von Feuerschale:
Bin nicht von der schnellen Sorte.
Und meine Reaktion Nr 1 ist "ich verlier mich im anderen und bin passiv".


Ich bin auch alles andere als schlagfertig. Aber konfliktbereit. Kommt zwar später, aber dann so richtig. Warum? Weil ich drüber nachdenken muss , reflektieren und dann erst kann ich handeln. Dann ist mein Handeln aber überlegt. Und sachlich und bestimmt. Auch kompromissbereit, kann mich ja auch irren.

Weisst du, wer so getrimmt auf Perfektionismus ist, wie wir, will den Quark gar nicht richtig wahrhaben und mit perfekt sein, klappt es meistens ja recht gut. Denkt man.

Ich bin jetzt perfekt unperfekt. Und hier passt alles rein.

07.07.2021 17:35 • x 2 #15


hereingeschneit
Zitat von Feuerschale:
Aber der Satz an sich wäre so ein Beispiel, wie man selber auch mal reagieren kann,
mit so einem Satz.


Und das ist für mich so wichtig, mal ein praktischer Fokus, ohne Riesendrama,
als könnte man was auch abperlen lassen, wenn man es schon eh nicht ändern
kann und ein relevanter Dialog nicht passieren wird.

Genau so war es auch gemeint.
Ändern kannst du sie wahrscheinlich nicht mehr, du kannst dir nur überlegen, wie du damit umgehst. Dass sie so keine Nähe gibt, sondern nur auf ihre eigene spezielle Art, hat ja auch irgendwelche Hintergründe, die mit dir nichts zu tun haben. Lediglich dein Verhalten entscheidet, ob sie es weiterhin macht oder nicht.

Wenn jemand mit irgendetwas aufgezogen wird und man merkt, dass es denjenigen ärgert oder es ihn verletzt, dann macht das ja erst so richtig Spaß. So entsteht ja Mobbing, mit dem kann man es machen, der wehrt sich nicht. Wenn derjenige aber es ignoriert oder selber drüber lacht oder genauso frech antwortet ( Mama werd erwachsen z. B.), dann macht das Ganze schon gleich nicht mehr so viel Spaß und es wird aufhören. Dann braucht es aber keine Diskussion, wenn deine Mama irgendwas dazu sagt, du sollst dich nicht so anstellen... dann heißt es einfach: Es nervt einfach nur und bitte lasse es einfach. Damit ist alles gesagt.


Zitat von Feuerschale:
Ich frag mich eh, warum ich heute Morgen aber so ein Fass aufgemacht hab.
Denn eigentlich gings mir ab Sonntag GUT.

Weil du an dir arbeitest und das heißt man kommt ins Tun und das ist gut, denn dadurch kommt auch neuer Imput.
Ich schreibe dir mal ein paar Sätze, die mir jetzt so spontan einfach einfallen würden. (Reine Theorie, denn in der Praxis bin ich selbst noch eine Null )

Trigger

zu meinen Brüsten + Größe



Ich weiß inzwischen, dass du mich auf mein Äußeres reduzierst.
Es kann nicht jeder so (Beschreibung deiner Mama, wie z. B. dürr, klapprig, faltig, ohne oben, oder was dir halt auffällt) wie du sein.

Trigger

mir länger den Po zu tätscheln und dann schrill zu lachen



Heute wieder sexuell frustiert?
Du weißt aber schon, dass ich deine Tochter bin und nicht dein Freund?
Ja, bei so einem schönen Po kann man einfach nicht widerstehen, gelle? Bist neidisch?

Zitat:
Und wie genau zeigt ihr dann Grenzen, freundlich bestimmt, lustig, sachlich,
oder auch mal hysterisch oder aggressiv?

Ich denke man sollte es zuerst freundlich bestimmt und sachlich hervorbringen. Das scheint bei dir aber auf taube Ohren zu stoßen, es wird ignoriert. Somit muss eine neue Strategie her. Ich denke, ich würde zum Gegenangriff übergehen, mit solchen Sätzen wie oben. Jede Situation, die mich belastet hat, würde ich hinterher überdenken und mir überlegen, wie ich das nächste Mal damit umgehen möchte. Und so nach und nach wird sich das Verhältnis verändern.

07.07.2021 17:35 • x 2 #16


Icefalki
Zitat von hereingeschneit:
Jede Situation, die mich belastet hat, würde ich hinterher überdenken und mir überlegen, wie ich das nächste Mal damit umgehen möchte.


Ganz genau. Und es ist piepsegal, wie du reagierst, oder nicht, oder, oder......

Das Ganze wird zum Eigenläufer, da man sich mit sich selbst auseinandersetzt. Wichtig ist nur, dass man versucht, sachlich drüber nachzudenken, und sich nicht selbst stresst. Ich denke immer, ist mein Lernprozess und ich kann dadurch doch nur gewinnen. Hihi, passt prima zum Perfektionismus.

Spass beiseite, Tatsache bleibt, wir sind zu klug und zu freiheitsliebend für den ganzen Mist. Jetzt braucht es dazu nur noch die richtigen Strategien. Die alten waren nicht bekömmlich, also, versuchen wir neue. Lieber sich das Hirn darüber zu zerbrechen, als das Gefühl zu haben, man wäre ausgeliefert.

07.07.2021 17:50 • x 2 #17



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