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Hallo ihr Lieben,

ich fühle mich irgendwie von meinem Umfeld überhaupt nicht mehr ernst genommen.
Meine Mutter z.B. weiß wie schwer es mir fällt, länger alleine daheim zu sein und trotzdem geht sie regelmäßig tagelang weg entweder mal auf Wellness oder zu Bekannten. Ich bitte sie jedes Mal darum das doch irgendwie anders zu lösen oder wenigstens kürzer zu bleiben und sie sagt oft "Ja gut, dann bleibe ich nicht so lange" aber dann schreibt sie mir per Sms dass sie doch länger bleibt aus verschiedenen Gründen. Ich bin während der Zeit nur am Heulen und dauerhaft nervös/ängstlich/angespannt. Selbst wenn ich dann von Bekannten Besuch bekomme lenkt mich das überhaupt nicht ab sondern macht mich oft nur noch nervöser.
Mein Vater (lebt in Belgien) kommt auch nie vorbei weil er meint er hätte eine soziale Verantwortung gegenüber den Leuten in seiner Firma usw. Ja, die mag er haben, aber mir gegenüber hatte er komischerweise noch nie das Gefühl verantwortlich zu sein, egal wie mies es mir ging.
Manchmal frage ich mich, was ich noch machen soll, damit mich jemand ernst nimmt. Friedlich reden hilft nie und Diskussionen enden immer in einem "nicht mehr miteinander reden"-Zustand, also auch sinnlos.
Ich fühle mich so machtlos und anderen ausgeliefert, weil ich alleine mit meinen Ängsten hier sitze und obwohl so viele sagen "ich bin doch für dich da, du kannst immer anrufen" ist im Endeffekt doch niemand da. Wenn man jemanden wirklich ernst nimmt dann reagiert man doch wenn man tagelang gebeten wird, früher nach Hause zu kommen.
Merken manche denn erst wie ernst man es gemeint hat, wenn man einfach wirklich nicht mehr kann und am Boden ist?
Ich hatte in den letzten Wochen so große Schritte in ein angstfreieres Leben gemacht und das ist jetzt alles komplett zerstört ... aber niemand scheint das zu sehen.

Ich bin wirklich verzweifelt momentan, ...
LG
Lisa

01.06.2014 00:01 • 02.06.2014 #1


14 Antworten ↓


Dich nicht ernst nehmen und sich nach deinen Gefühlen richten/handeln sind in meinen Augen zwei verschiedene Paar Schuhe.

Deine Ängste sind in erster Linie dein Problem und das hört sich jetzt gemeiner an, als ich es meine. Du hast die Möglichkeit etwas gegen deine Ängste zu unternehmen, dich ihnen zu stellen, sie als Teil zu akzeptieren, der jetzt da ist und gegen den du etwas unternehmen kannst.

Es ist keine Lösung, deine Mutter ans Haus zu ketten, damit es dir besser geht. Das mag dir kurzfristig helfen, langfristig jedoch musst du andere Wege finden, mit deiner Angst umzugehen.

Offenbar haben dir Menschen aus deinem Umfeld ja auch angeboten, dass du sie anrufen kannst, wenn es dir schlecht geht und das ist ein schönes Angebot. Da sorgen sich Menschen um dich und wollen dir im Rahmen ihrer Möglichkeiten beistehen. Das heisst allerdings nicht, dass dann immer sofort jemand auf der Matte steht. Jeder Mensch, auch die in deinem Umfeld, haben ein eigenes Leben.

Und deine Ängste sind verdammt unangenehm für dich, das weiß ich aus eigener Erfahrung, aber eben nicht lebensbedrohlich. Du hast es in der Hand, wie du mit der Anspannung und der Nervosität umgehst, wenn aber immer jemand um dich herum ist, dann lernst du nicht, wie du dir selbst helfen kannst.

01.06.2014 00:15 • x 2 #2



Fühle mich nicht ernst genommen

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Danke für deine schnelle Antwort. Ein Teil von mir weiß, dass du damit recht hast. Und ich weiß auch dass ich langfristig gesehen wieder völlig unabhängig von anderen sein muss.
Ich würde auch gerne Kompromisse finden und mich schrittweise dem Allein-Sein annähern, aber egal was ich anbiete, es wird abgelehnt. Meine Mutter ist dann immer gleich tagelang weg und das überfordert mich einfach. Ich hab so viele Baustellen an denen ich arbeiten muss und es geht einfach nicht alles auf einmal. Ich hatte meine Ängste beim Auto fahren und einkaufen in letzter Zeit viel besser in den Griff bekommen, das hat mir so ein positives Gefühl gegeben. Meine letzte Panikattacke ist auch vergleichsweise lange her und ich komm gut damit klar, falls es doch mal zu einer kommt. Und dann offenbart mir meine Mutter "ich fahr jetzt weg, ist ja ein langes Wochenende" und ich bin 4 Tage alleine und versinke wieder völlig in der Hoffnungslosigkeit. Sie hat mir dann sogar angeboten schon heute Abend zurück zu kommen und hat mir aber vor einigen Stunden geschrieben dass es doch nicht geht. Das hat mich so dermaßen runtergezogen.
Klar bin ich froh, wenn eine Freundin mir anbietet sie zu jeder Tages- und Nachtzeit anzurufen. Sie ist auch die Einzige von der ich mich ehrlich verstanden fühle. Die Angst ist trotzdem da dass etwas passiert und ich bin einfach alleine hier und niemand kann mir helfen. Ich hab 24 Stunden Dauerangst aber um daran zu arbeiten muss ich kleinere Schritte gehen und nicht den "du musst jetzt 4 Tage alleine aushalten"-Schritt gleich am Anfang, sondern erstmal 1 Tag und 1 Nacht usw... Ich weiß dass man niemanden an sich binden kann, darum geht es mir auch nicht, ich bin nur einfach auf die Hilfe von (in dem Fall) meiner Mutter angewiesen, dass sie mit mir von Schritt zu Schritt an das Allein-Sein rangeht. Ich krieg nämlich momentan von Mal zu Mal mehr Angst vor dem Allein sein ...

01.06.2014 00:28 • #3


Du glaubst, dass du auf die Hilfe deiner Mutter angewiesen bist - das ist der Unterschied.

Klammere dich nicht an die "kleinen Schritte". Wie du siehst, funktioniert das nicht immer im Leben. Versuch die Zeit aus dem Kopf zu bekommen und beschäftige dich stattdessen mit dem Moment, den du füllen willst. Tu etwas für dich, was dich ablenkt. Sport, lesen, lerne eine Entspannungstechnik, beschäftige dich mit Atemtherapie. Das Netz ist voll mit Anleitungen. Probiere es aus und was dir liegt, das vertiefe. Das sind alles wunderbare Hilfsmittel um die Ängste in den Griff zu bekommen, Panikattacken abzumildern oder wenn du später richtig gut darin bis, auch völlig zu unterbinden. Und, es ist auch gut, wenn die Angst vor der Angst kommt.

Die Angst ist ein Gedankenkonstrukt, nichts weiter. Genauso ein Gedankenkonstrukt wie "es geht mir nur gut, wenn meine Mutter zu hause ist".

01.06.2014 00:36 • #4


Die letzten 2 Tage hab ich genau damit verbracht. Lesen, PMR, Filme gucken, im Garten sitzen. Ich hab keine Panik oder so, in der Hinsicht funktioniert es. Aber ich bin emotional völlig down bzw. abgestumpft und das zieht mich einfach so runter, dass ich ansonsten nicht viel mache(n) (kann). Vielleicht spielt auch irgendwo Wut mit rein, eben weil es sich so anfühlt als ob mich niemand ernst nimmt. Oder weil ich sehe wie extrem es mich aus der Bahn wirft wenn ich allein bin.
Für andere ist es leicht sich eine Auszeit von mir zu nehmen und zu sagen "Ich fahr über's Wochenende weg und hol mir neue Kraft". Ich kann das nicht. Ich kann nicht einfach sagen dass ich mir jetzt 3 Tage Auszeit von mir selbst nehme. Das kann niemand. Sich selbst hat man immer an der Backe und muss täglich mit sich klar kommen. Es macht mich irgendwo auch wütend zu hören dass meine Mum eine Auszeit von mir braucht und einfach gehen kann während ich dann umso mehr mit mir zu kämpfen habe. Sie kommt gut erholt zurück und ich bin völlig fertig ... ich weiß dass es nun mal Arbeit ist und viel Kraft kostet sich da wieder rauszuziehen und normal zu leben, aber irgendwann bräuchte man da auch mal eine Auszeit von. Geht nur nicht.
Danke für deine Worte, ich denk irgendwo weiß ich, dass ich es besser hinbekommen könnte ...

01.06.2014 00:50 • #5


Zitat von Lizzerd:
Die letzten 2 Tage hab ich genau damit verbracht. Lesen, PMR, Filme gucken, im Garten sitzen. Ich hab keine Panik oder so, in der Hinsicht funktioniert es. Aber ich bin emotional völlig down bzw. abgestumpft und das zieht mich einfach so runter, dass ich ansonsten nicht viel mache(n) (kann). Vielleicht spielt auch irgendwo Wut mit rein, eben weil es sich so anfühlt als ob mich niemand ernst nimmt. Oder weil ich sehe wie extrem es mich aus der Bahn wirft wenn ich allein bin.
Für andere ist es leicht sich eine Auszeit von mir zu nehmen und zu sagen "Ich fahr über's Wochenende weg und hol mir neue Kraft". Ich kann das nicht. Ich kann nicht einfach sagen dass ich mir jetzt 3 Tage Auszeit von mir selbst nehme. Das kann niemand. Sich selbst hat man immer an der Backe und muss täglich mit sich klar kommen. Es macht mich irgendwo auch wütend zu hören dass meine Mum eine Auszeit von mir braucht und einfach gehen kann während ich dann umso mehr mit mir zu kämpfen habe. Sie kommt gut erholt zurück und ich bin völlig fertig ... ich weiß dass es nun mal Arbeit ist und viel Kraft kostet sich da wieder rauszuziehen und normal zu leben, aber irgendwann bräuchte man da auch mal eine Auszeit von. Geht nur nicht.
Danke für deine Worte, ich denk irgendwo weiß ich, dass ich es besser hinbekommen könnte ...


Ich habe den Eindruck, dass du dich viel damit beschäftigst, was andere Menschen tun könnten, damit es dir besser geht und viel Zeit aufwendest sauer zu sein, wenn ich nicht nach deiner Nase geht.
Und eben weil du keinen Urlaub von dir machen kannst, ist es umso wichtiger deine Energie darauf zu verwenden, dass du besser mit dir selbst klar kommst.
Zu Anfang schriebst du noch, du wärest die ganze zeit über ängstlich und nervös, wenn deine Mutter weg ist und nicht mal der Besuch von Bekannten könnte dich auflockern. Jetzt berichtest du, dass es dir eigentlich gar nicht so schlecht geht und du eher emotional abgestumpft - ich lese in deinen Texten viele Emotionen, aber eben keine positiven, sondern viel Wut und Ärger. Nur bringt dich das nicht weiter.

Ich glaube, du machst einen ganz wichtigen und bis zu einem gewissen Grad auch völlig normalen Prozess durch. Er heisst "Abnabelung". Deine Mutter macht es instinktiv schon ganz richtig - sie geht ihren eigenen Weg. Vielleicht auch um dir zu erleichtern, deinen zu gehen. In dir steckt immer noch viel von einem kleinen Kind, das um Aufmerksamkeit bettelt, weil du noch dabei bist zu lernen, dass du dir selbst jetzt die Aufmerksamkeit geben musst, die du brauchst.

01.06.2014 11:33 • #6


Sag mal, wie alt bist du eigentlich? Ich stimme meinen Vorrednern zu....schaffst du es dich von deiner Mutter abzunabeln, dann wird es dir auch besser gehen!

01.06.2014 11:47 • #7


Ich bin 19, fühle mich aber eher wie 12 seitdem ich die Angststörung hab. Ich bin so "abhängig" von anderen wie noch nie. Mir hat es früher nie Probleme bereitet alleine zu sein aber die Angst verändert eben viel. Es hat sich in der Hinsicht so viel zurück entwickelt und ich muss diesen Abnabelungsprozess jetzt nochmal durchmachen.
Ich stecke ziemlich im Gefühlschaos .... einerseits ängstlich und nervös, andererseits ist da auch Wut und in manchen Momenten fühle ich fast nichts.
Viele Freunde haben sich abgewendet weil sie nicht damit klar kommen dass ich nicht mehr in jeder Situation so unbeschwert bin wie früher oder nicht verstehen wie es für jemanden mit Panik verbunden sein kann, wenn man in ein Auto steigt. Ich denke ich hab mich zu sehr darauf verlassen dass wenigstens die anderen ständig da sind ... ist alles nicht so leicht aber wenn man zurück blickt stellt man manchmal fest dass es vielleicht doch nicht so schlimm war wie man dachte.

01.06.2014 14:32 • #8


Zitat von Lizzerd:
Ich bin 19, fühle mich aber eher wie 12 seitdem ich die Angststörung hab. Ich bin so "abhängig" von anderen wie noch nie. Mir hat es früher nie Probleme bereitet alleine zu sein aber die Angst verändert eben viel. Es hat sich in der Hinsicht so viel zurück entwickelt und ich muss diesen Abnabelungsprozess jetzt nochmal durchmachen.

Ich stecke ziemlich im Gefühlschaos .... einerseits ängstlich und nervös, andererseits ist da auch Wut und in manchen Momenten fühle ich fast nichts.
Viele Freunde haben sich abgewendet weil sie nicht damit klar kommen dass ich nicht mehr in jeder Situation so unbeschwert bin wie früher oder nicht verstehen wie es für jemanden mit Panik verbunden sein kann, wenn man in ein Auto steigt. Ich denke ich hab mich zu sehr darauf verlassen dass wenigstens die anderen ständig da sind ... ist alles nicht so leicht aber wenn man zurück blickt stellt man manchmal fest dass es vielleicht doch nicht so schlimm war wie man dachte.


Ich behaupte mal, du hast dich noch gar nicht abgenabelt. Früher konntest du allein sein, weil du einfach noch nicht voll verantwortlich für dich warst. Jetzt bist du 19, quasi erwachsen und das macht dir Angst. Du fällst zurück in kindliche Muster. Willst nicht allein sein und flüchtest dich in ein emotionales Chaos, das dem der Pubertät gleicht.

Jetzt kommt die Zeit, wo du dich fragst, wo du im Leben hin willst, was du für einen Beruf ergreifen willst. Studium, ja oder nein. Unsicherheit. Ich glaube, das macht dir sehr zu schaffen und äußert sich in Ängsten, die du schlecht greifen kannst. Du hast Angst davor, die Kontrolle zu verlieren. Vorher lag das Leben in gerade Bahnen vor dir. Schule, lernen, leben für die Sommerferien und dann ging es so weiter. Vielleicht ängstigt auch, das viele deiner Freunde schon einen Plan haben, für ihr Leben.
Und da ist es leichter die Angst festzuhalten, als dich auf neues einzulassen.

Was willst du denn machen? Wo sind da deine Gedanken? Was kannst du gut?

01.06.2014 15:11 • #9


AJ hat es sehr treffend zusammengefasst. Und der Gedanke/Grundsatz, dass du ja nicht erwachsen werden kannst, weil du es nicht in kleinen Schritten machen kannst, weil ja deine Mutter es nicht so macht, wie du es möchtest, sondern gleich Tage wegbleibt anstatt erstmal ein paar Stunden wird deine Angst, Trotz, Wut aufrechterhalten und so auch deine Ängste. Aber alleine wirst du es auch nicht schaffen und das musst du auch nicht. Suche dir einen Therapieplatz und versuche zusammen mit dem Therapeuten zu reifen.

01.06.2014 15:16 • #10


Ich würde schon sagen dass ich vor der Angststörung abgenabelt war, oder wie auch immer man es bezeichnen mag. Es lief nämlich eigentlich nicht gut mit meiner Mum, wir hatten ständig Streit und ich wollte nach dem Abi ausziehen. Ich war kaum noch daheim, viel bei Freundinnen und meinem Freund.
Klar, voll verantwortlich im Sinne von eigenen Wohnung, eigenes Geld usw. war ich noch nie, aber ich musste ja auch erstmal mein Abi machen.
Und dann kamen die Panikattacken. Ich hab mein Abi abbrechen müssen aufgrund der ganzen Fehlzeiten und weil es immer schlimmer wurde mit den PAs. Währenddessen haben alle ihr Leben weitergelebt und ich bin unselbstständig geworden, habe Probleme bekommen ohne meinen Freund einzuschlafen usw.
Dann haben wir uns getrennt (war aber echt die beste Entscheidung die ich in der Hinsicht hätte treffen können) und das hat mich auch erstmal zurück geworfen. Meine Freundinnen haben sich teilweise zurück gezogen oder waren einfach durch ihr Leben genug mit sich selbst beschäftigt, was ich gut verstehen kann und auch niemandem vorhalte. Sie studieren, haben eine Ausbildung oder jetzt ihr Abi,welches ich abbrechen musste.
Ich denk ich hatte das Gefühl dass alle ohne mich ihr Ding weitermachen, während mein Leben nicht mehr voran geht, und hab in meine Mum die Erwartungen gesetzt, dass sie das alles kompensiert. Ich hab mich seit der 1. PA eigentlich nie mehr mit ihr gestritten, ich war so extrem harmoniebedürftig und hab ihr lieber zugestimmt als einen Konflikt anzuzetteln aus Angst, wirklich allein da zu stehen.
Das komische ist dass die meisten um mich rum weniger Pläne für ihre Zukunft haben als ich. Ich weiß was ich erreichen möchte, die Frage ist nur wie ich da hinkomme. Ich hab Angst, es nicht zu schaffen.
Erstmal geh ich im Juni in die Klinik, danach möchte ich ein Praktikum im Tierheim machen. Dort will ich auch später arbeiten und danach im Bereich Tiertrainerin/Hundetrainerin z.B. in einer Hundeschule.

Nochmal danke für eure Hilfe, es bedeutet mir viel dass ihr mir Tipps gebt und versucht, mir eine andere Sichtweise auf die Dinge zu geben.

01.06.2014 15:39 • #11


Zitat von Lizzerd:
Ich denk ich hatte das Gefühl dass alle ohne mich ihr Ding weitermachen, während mein Leben nicht mehr voran geht, und hab in meine Mum die Erwartungen gesetzt, dass sie das alles kompensiert. Ich hab mich seit der 1. PA eigentlich nie mehr mit ihr gestritten, ich war so extrem harmoniebedürftig und hab ihr lieber zugestimmt als einen Konflikt anzuzetteln aus Angst, wirklich allein da zu stehen.


Genau das ist ein klassischer Rückfall in kindliche Verhaltensmuster. Für ein Kind sind die Eltern doch allmächtig - können alles, regeln alles - die Entdeckung, dass man selbst jetzt das Alter erreicht hat, in dem man theoretisch selbst alles regeln könnte, ist beängstigend.

Abnabeln heisst erstmal für sich allein dastehen. Für sich selbst gerade stehen, Pläne rechtfertigen, den eigenen Weg gehen. Den letzten Schritt hast du aber noch nicht geschafft, weil er dich ängstigt, weil du Selbstzweifel hast, weil dir selbst nicht sicher bist.

Machst du denn eine Therapie?

01.06.2014 15:48 • #12


Momentan mach ich keine Therapie mehr weil meine alte seit Kurzem beendet ist (vor 1 Woche) und ich eigentlich schon längst in der Klinik sein sollte. Nach der Klinik werd ich dann weiter ambulant betreut.
Schwerpunkt in der Therapie war allerdings die Angst außerhalb der 4 Wände und noch nicht so das Allein sein. Da werd ich dann in der Klinik auch dran arbeiten, das wird eh eine riesige Umstellung wenn ich dann wochenlang von Zuhause weg bin. Wird mir aber denke ich helfen, unabhängiger zu sein und mich vor allem nicht mehr so von meiner Mum abhängig zu machen.

01.06.2014 23:38 • #13


Ich wünsche dir sehr, dass du in der Klinik die notwendige Hilfe bekommst, an deinem Problem zu arbeiten. Genau so, wie du die Angst außerhalb der vier Wände bearbeitet hast, funktioniert es auch für alle anderen Ängste.

02.06.2014 12:09 • #14


Danke, ich denke ich kann das hinbekommen, muss eben nur dran arbeiten. Die Angst außerhalb kann ich ja auch mit der Zeit immer besser kontrollieren, so wird es auch beim Allein-sein werden, wenn ich mich zusammen reiße und mich überwinde.

02.06.2014 15:20 • #15



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