Wichtig zu erkennen ist dass auch eine Depression physische Ursachen hat. Dies kann man anderen auch klar machen. Eine Depression ist auch eine körperliche Krankheit, bei der der Hormonhaushalt im Gehirn durcheinander kommt/nicht mehr wie gefordert oder gewünscht funktioniert. Da ist es nicht 'einfach möglich' bestimmte Dinge zu tun.
Eine Analogie zu finden ist schwierig. Nur wenn man selbst mal an seine Grenzen kam kann man das wirklich nachempfinden, sonst wohl eher nur vollziehen/sich logisch erklären.
Die absolute Kontrolle über sich selbst und freier Wille sind eine Illusion. Manchmal schafft man Dinge einfach nicht, sind nicht möglich.
Zitat von Prinzessin149:Dazu kommt, dass sich meine Panikattacken in letzter Zeit wieder verstärkt haben und schon öfter in der Öffentlichkeit gekommen sind (auch mit Freunden). Ich habe also momentan Angst vor der Angst und das macht es noch schlimmer.
Die Angst vor der Angst lässt sich abschwächen in dem man immer wieder versucht die Gedankenkreise frühzeitig zu erkennen und diese zu unterbrechen.
Sich klar zu machen dass die Angst unbegründet und übertrieben ist, und zwar den Gedanken anzunehmen aber dann abzuschließen.
Fehler sind menschlich und machen sympathisch. Wie ist es denn wirklich Panikattacken zu haben? Man schafft es nur nicht dem eigenen Anspruch an subjektiv geforderter Perfektion und Presentation von sich selbst genüge zu tun.
Aber das ist eine Situation die vorüber geht, die in zwei Monaten für keinen anderen mehr Bedeutung hat, in der man vielleicht sogar Unterstützung durch andere erfährt.
Vor diesen Situationen Angst zu haben verschlimmert es nur, vorab und in den Situationen. Die Möglichkeit dass es passieren kann anzunehmen schwächt es ab.
Die Akzeptanz dass es passieren kann, und das es nicht so schlimm ist wie man es fühlt oder die automatischen Gedanken einem weiß machen wollen schwächt es ab.
Zitat von Prinzessin149:Ich weiß nicht wie ich es erklären soll damit es andere verstehen aber ich fühle mich dadurch im Stich gelassen und werde noch trauriger..
Nicht jeder wird es verstehen.
Mit der Situation ernst genommen zu werden ist natürlich trotzdem wichtig. Sonst nagt das am Selbstwert in einem ohnehin anfälligen Gemütszustand.
Mit jedem kann man das nicht teilen, bei manchen fehlt grundlegend das Verständnis. Andere wiederum sind einfühlsam und verständnisvoll genug.
Zitat:Wie geht ihr damit um bzw eure FreundInnen?
Ich habe Glück mit Verständnis und Unterstützung in meiner Familie und meinem (sehr kleinen) Freundeskreis.
Depressionen kommen und gehen. Man kann sie und ihre Einschränkungen einerseits nur akzeptieren und andererseits dagegen arbeiten mit Dingen die einem gut tun und in Aktivität bringen.
Da du die Depression mit den Panikattacken in Verbindung bringst; wenn man belastet ist und anfällig/verwundbar kann sich natürlich beides manifestieren, und gegenseitig können sie sich natürlich auch verstärken.
Die Panikattacken machen einen zunächst machtlos und unfähig, die Depression bringt negative Gedanken und Anfälligkeit.
Das ist natürlich blöd. Aber man kann etwas dagegen tun. Auch wenn das anstrengend und langwierig ist.
Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg und hast das Gefühl hier etwas Unterstützung und Zustimmung zu bekommen, was du bei deinen Freunden vermisst