Hallo StarAngel
Diese Erwartungen deines Freundes klingen wirklich beklemmend, das wäre für mich egal in welchem Zusammenhang, Freundschaft, Bekanntschaft, Familie, Liebe.
Man hat ja auch keinen Arbeitsvertrag und man sollte auch die Vorstellungen und Wünsche der anderen Seite respektieren denke ich. So wie dein Freund es macht, ist es ein Diktat.
Auch wenn er noch so viele eigene Probleme hat, hat er nicht das Recht, einen anderen Menschen zwangszuverpflichten.
Einem Rahmen wird er egal wo begegnen, damit muss ja jeder Mensch klar kommen.
Ich kenne diese Verhältnisse aus der Familie. Unterschwellig wird erwartet, dann und dann hast du dich zu melden und wenn nicht, wird emotional Druck gemacht, es kommen "Erinnerungen" usw.
Also eine Beziehung auf Augenhöhe ist sowas nicht und mich treibt es nach der Phase des "Gehorsams" und des ständig bezogenseins auf den anderen dann eher in die Flucht. Hatte schon ganz vergessen, wie es ist, mich nach mir selbst zu richten.
🤔 Zitat von Afraid1992: Mein Ex hat damals auch damit gedroht sich das Leben zu nehmen. Ich hatte immer so unfassbar viel Angst davor. Tatsächlich hat er das dann auch versucht.. hat nicht geklappt, aber schon als die Nachricht damals kam, wusste ich tief in mir, dass das, was passiert ist nicht meine Schuld ist. Die Probleme sitzen ganz woanders..
so auch bei deinem Freund
Das ist ja auch ein unfassbarer Druck. Ist mir auch zweimal passiert, einmal mit meinem Partner, einmal mit einem, der nur ein Bekannter war und der wollte dass ich 600 km zu ihm fahre und ihn aus seinem Elend mit Mutter und Co rette.
Aber da konnte ich konsequent bleiben. Mehr als Krankenwagen oder Polizei rufen ist nicht. Klar wühlt das einen selbst auch auf, aber mich macht es auch wütend, so erpresst zu werden.
Zitat von Quitzil: Er reagiert absolut unangemessen und frisst dich mit Haut und Haaren oder versucht es zumindest. Das ist echt nicht normal.
Ja, da ist diese totale Vereinnahmung. Mehrmals die Woche muss dies und das und jede freie Zeit wird von ihm verplant.
Kenne das von meiner Verwandtschaft ja so, dass ich mir wirklich angewöhnt hab, gar nicht zu erwähnen dass ich freie Zeit hab. Denen gegenüber hab ich NIE Urlaub und immer furchtbar viel zu tun.
Die haben mir schon mehrfach gesagt, was das denn für ein schrecklicher Arbeitgeber wäre
😂 und meine Schwester hatte gleich Ideen wo ich bei ihr in der Nähe wohnen und arbeiten, putzen, in Fabrik gehen, in ihrem Laden für fast umme arbeiten könnte.
🤔🤨😂Was mich allerdings stört ist, dass ich so ausweiche und nicht klar sagen kann, das und das will ich nicht, das sind so eingespielte Mechanismen. Liegt aber nicht nur an mir, ich werde da auch hemmungslos untergraben. Ich hasse es, wenn ich so schwach bin und dann quasi lüge, um denen zu entweichen. Ist aber nicht so, dass ich es da nicht mehrfach auf direktem Weg versucht hab. Auch schon mit mehreren Jahren Kontaktabbruch.
Und ich hab gemerkt dass das so eingefleischt bei mir ist, dass ich das bei anderen Leuten z ZT auch mache mit dem ausweichen, neue Bekanntschaften oder auch beim Therapeuten hab ich nur vage meine Urlaubszeiten angegeben.
Da steckt so die Angst drin, irgendwie vereinnahmt zu werden und greifbar und gegriffen, auch wenn das teilweise irrational ist (was soll der Therapeut in meinem Urlaub z B wollen, echt irrational) .
Klare Grenzen, ich will und ich will nicht - das ist auf jeden Fall deutlich entspannter.
Zur Not auch ignorieren, wenn der andere ständig was will und man nicht Lust hat sich 1000 mal zu rechtfertigen (das kann ich gar nicht gut).