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D

32d2
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Guten Tag,

ich trage den Gedanken schon lange mit mir mit und weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Ich war eine kurze Zeit im Ausland und war Babysitten bei einem 6 jährigen Kind. Er hörte kaum auf mich und an einem Abend spuckte er mir beim Zähneputzen ins Gesicht. Daraufhin habe ich ihm dann einen Klaps auf den Rücken gegeben, das aber sofort wieder bereut. Ich bin jemand, der sehr emotional reagiert und habe die Mutter angerufen (warum auch immer) und ihr gesagt ich habe ihren Sohn geschlagen (ich musste es auf Englisch erklären) und es täte mir Leid. Die ist natürlich sofort hergefahren und hat mich raus geschmissen und ich solle froh sein, dass ich keine Anzeige von ihr bekäme. Ich konnte ihr am Ende zwar glaubhaft machen, dass ich ihm nur einen leichten Klaps gegeben hatte, aber sie meinte ich hätte mich nicht im Griff und wäre eine Gefahr für Kinder. Ich schäme mich so dafür, wenn ich anderen den Grund für meine schnelle Heimreise erklären muss aber am meisten bin ich von mir selbst enttäuscht, dass so etwas passieren konnte.

Sarah

25.05.2013 #1


83 Antworten ↓
G

GastB
Gast

Ich habe hier auch viel dazugelernt, vor allem über die Lieb- und Gnadenlosigkeit vieler Menschen gegenüber einem (noch dazu sehr jungen) Menschen, der einen Fehler gemacht hat - noch dazu in meinen Augen einen sehr kleinen. Shocked
Wie kann man nur so fanatisch und selbstgerecht sein? Shocked

@Nico, weil du vermutlich nie Ruhe geben wirst: Wenn jemand seinem Chef oder Partner ins Gesicht spucken würde, dann wäre ein kleiner Klaps eine völlig unnatürliche, lächerlich unangemessene und vollkommen unwahrscheinliche Reaktion - das würde nämlich wie ein freundschaftlicher Klaps wirken. Rolling Eyes

Es gäbe mit Sicherheit eine wesentlich stärkere, wesentlich schmerzhaftere Reaktion, nämlich beim Chef die fristlose Entlassung und beim Partner wenn nicht direkt eine Ohrfeige, dann vermutlich die Trennung. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, wie ich als als Partnerin so etwas hinnehmen würde, ohne mich anschließend zu trennen. Du etwa?

Mit anderen Worten: Der Junge hat seine Nanny durch das Spucken überraschend beleidigt. Der kleine Klaps als spontane Reaktion darauf ist milde. Auch wenn es vielleicht oder vermutlich eine bessere Reaktionsmöglichkeit gegeben hätte. Z.B. die, nur "Bäh", zu schreien, sich sauber zu machen und abends mit der Mutter zu besprechen, was in solchen Fällen zu tun ist. Und wenn der Nanny das nicht durchführbar oder nicht akzeptabel erscheint, dass die NANNY dann kündigt. Damit hätte sie ihre Würde bewahrt.

Aber so wie du, 32d2, das jetzt nachträglich geschildert hast, wurde dir wohl nicht wirklich wegen des Klapses gekündigt, denn zum einen sagte die Mutter ja, dass er öfter behauptet, "geschlagen" worden zu sein (sobald Kinder wissen, dass Erwachsene das nicht dürfen, können sie dieses Wissen durchaus auch missbrauchen) und zum anderen hätte sie dir sofort gekündigt und nicht erst nach 3 Tagen.

Ihr ist vermutlich aber inzwischen klargeworden, dass du eben für die alleinige Beaufsichtigung eines solchen Bengels noch zu jung bist.

Ich wurde mal mit 11 Jahren in eine ausländische Familie in Ferien vermittelt (so war jedenfalls die offizielle Angabe). Als mich die Pflegemutter vom Bus abholte, merkte ich, dass sie total unzufrieden war. Unterwegs sagte sie, sie sei total enttäuscht, sie hätte eigentlich ein max. 6-jähriges Kind gewünscht, und zwar als Spielkameraden für ihren 2,5-jährigen Sohn. Während ich dann dort war, hat sie mich aber flugs in ein Kindermädchen umfunktioniert, ließ mich mit dem Kind allein (oft ohne mir das überhaupt zu sagen, dass sie weg ist - die Wohnung hatte 2 Etagen) und hat mich anschließend für alles verantwortlich gemacht, was der Kleine während ihrer Abwesenheit angestellt hat! verrückt Einmal schrie sie mich zusammen, weil er eine offene Sirupflasche umgekippt und auf dem Boden ausgegossen hatte. Ich hatte bis dahin geschlafen, gar nicht gewusst, dass das Kind unten alleine war und war vollkommen perplex.
Es gibt Verhältnisse, die einen total überfordern und aus denen man sich schleunigst entfernen sollte.

Ich habe dann auch dafür gesorgt, dass ich von dort wegkomme. Seitdem weiß ich aber, wie irrational Mütter sein können, auch wenn sie nicht schlagen.

Übrigens finde ich Strafen wie Fernsehentzug usw. usf. oft weit schlimmer als einen leichten Klaps auf den Rücken nach dem Anspucken. Seelische Strafen können weit mehr weh tun.

Das meinte ich eben mit dem "politisch korrekt" und meiner Übelkeit dabei. Zur Zeit ist es halt sehr verpönt, irgendwie körperlich zu reagieren, da wird das rigoros verteufelt. (Man kann sich ja so sicher sein, keinen Gegenwind zu bekommen.)
Seelisch wirkende Strafen wie Fernseh- und sonstiger Entzug hingegen gelten derzeit als angemessen, da wird das oft einfach gedankenlos eingesetzt, ohne sich darüber Rechenschaft zu geben, welche Gefühle das im Kind auslösen könnte.

Ich schätze übrigens, dass der Junge wusste, dass Erwachsene nicht schlagen dürfen, und hat das Spucken als Testballon losgelassen. Man/frau hätte darauf auch mit "Bäh", Selbstreinigung und selbstsicherem Grinsen und "Willst du testen, ob dich verhaue?" reagieren können. Aber wie gesagt, mit gerade mal 18 ist man auf sowas gar nicht vorbereitet.

23.05.2013 14:45 • #57


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Fremdem Kind einen Klaps gegeben

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U

Urifda
Gast

Zitat von GastB:
Ich habe hier auch viel dazugelernt, vor allem über die Lieb- und Gnadenlosigkeit vieler Menschen gegenüber einem (noch dazu sehr jungen) Menschen, der einen Fehler gemacht hat - noch dazu in meinen Augen einen sehr kleinen. Shocked
Wie kann man nur so fanatisch und selbstgerecht sein? Shocked

Im Prinzip geht es dabei ja um die körperliche Unversehrtheit von Kindern und deren Recht darauf - ich finde, das ist ein hohes Gut unserer heutigen Zeit.
Fanatismus ist für mich mal was ganz anderes ...
Und "selbstgerecht" finde ich es nicht, wenn man seine Überzeugungen auch selbst lebt.
Dass nico bei diesem Thema so emotional reagiert, finde ich nur verständlich - schließlich hat sie selbst sehr negative Erfahrungen mit einer gewalttätigen Erziehung gemacht und muss sich anhören, wie dies von ihrer Mutter relativiert bzw. als "Kläpse" verharmlost wird.

Man kann natürlich jetzt viel darüber diskutieren, in was für einem Maße und Zusammenhang dieser "Klaps" im konkreten Fall erfolgt ist.
Aber ich denke, das war eine einmalige Sache, die so nicht wieder vorkommen wird.
Finde es gut, dass sich die Threadstellerin Gedanken darüber gemacht hat - von daher richten sich meine Worte auch nicht gegen sie, sondern nur gegen das gedankliche Prinzip "ein-Klaps-schadet-doch-nicht" bzw. "manchmal-geht-es-halt-nicht-anders".

Ich finde es eher "lieblos", wenn man der Überzeugung ist, dass körperliche Strafen in der Kindererziehung legitim seien.
Ich denke, es ist nicht zuviel verlangt, sich zu überlegen, welche Maßnahmen stattdessen angemessen und effektiv sind.

Fernsehverbot hab ich auch ein paar mal bekommen - war schon ärgerlich - aber meist auch nur, weil ich "ohne zu fragen" Fernseh geschaut habe Wink
Oder ich durfte 10 mal aufschreiben "Ich muss fragen, wenn ich fernsehen will" - ab nem gewissen Alter ist das aber keine Strafe mehr, sondern nur noch ne leichte Übung Wink
Und, ja - finde auch, dass man auf fernsehen wirklich verzichten können sollte - vor allem für Kinder gibt es zig bessere und gesündere/entwicklungsförderndere Beschäftigungen.

Zitat:
Aber so wie du, 32d2, das jetzt nachträglich geschildert hast, wurde dir wohl nicht wirklich wegen des Klapses gekündigt, denn zum einen sagte die Mutter ja, dass er öfter behauptet, "geschlagen" worden zu sein (sobald Kinder wissen, dass Erwachsene das nicht dürfen, können sie dieses Wissen durchaus auch missbrauchen) und zum anderen hätte sie dir sofort gekündigt und nicht erst nach 3 Tagen.

Ihr ist vermutlich aber inzwischen klargeworden, dass du eben für die alleinige Beaufsichtigung eines solchen Bengels noch zu jung bist.
[...]
Ich schätze übrigens, dass der Junge wusste, dass Erwachsene nicht schlagen dürfen, und hat das Spucken als Testballon losgelassen. Man/frau hätte darauf auch mit "Bäh", Selbstreinigung und selbstsicherem Grinsen und "Willst du testen, ob dich verhaue?" reagieren können. Aber wie gesagt, mit gerade mal 18 ist man auf sowas gar nicht vorbereitet.


Naja, das ist aber sehr spekulativ...
Ich hab das so verstanden, dass der Junge das mit dem Spucken schon öfter gemacht hat, nicht aber dass er öfter behauptet, geschlagen worden zu sein.

Zitat:
Zur Zeit ist es halt sehr verpönt, irgendwie körperlich zu reagieren, da wird das rigoros verteufelt.

Warum ist das wohl so ?

Zitat:
Seelisch wirkende Strafen wie Fernseh- und sonstiger Entzug hingegen gelten derzeit als angemessen, da wird das oft einfach gedankenlos eingesetzt, ohne sich darüber Rechenschaft zu geben, welche Gefühle das im Kind auslösen könnte.

Das kommt ganz auf die Eltern an. Also ich würde mir schon konkrete Gedanken darüber machen, was für Strafen im jeweiligen Fall angemessen, effektiv und kindgerecht sind.

23.05.2013 16:41 • #63


Zum Beitrag im Thema ↓


P
Hallo Sarah,
mit Deiner Einsicht hast Du, meines Erachtens nach, das Wichtigste schon 'gelöst' und kannst höchstwahrscheinlich in einer neuen, ähnlichen Situation anders reagieren. Deine Scham ist verständlich und gesund, aber geh nicht zu hart mit Dir ins Gericht, denn Du hast ehrlich zu Deinem Tun gestanden, und das war und ist in dieser Situation die höchste Wahl, ein gutes Verhalten. Die Reaktion der Mutter erscheint hingegen nicht halb so erwachsen wie die Deine.
Gruß, *Paula*

#2


Dubist
Sorry, aber so ein Rotzlöffel,
schade ist, das du nicht anders agieren konntest in dem Moment.
So warst du am schluss die böse und er der Gute, was gar nicht geht, ist das ein Kind einer Erwachsenen ins Gesicht spuckt und das in dem Alter. Eine Bekannte von jemand sagte, damals sobald ein Kind spuckt schnell und unvermittelt zurückspucken.
Ich wünsche dir einen guten Tag.
Sei froh, das du denm Rotzlöffel los bist, hihi Laughing

#3


Peppermint
Sorry aber was ist denn bei euch los ?

Kinder schlägt man nicht....als Erwachsener sollte man sich soweit unter Kontrolle haben das sowas niemals passiert....

Ist jetzt nicht persönlich gemeint ...aber ich hätte genauso gehandelt wie die Mutter und ich denke in so einem fall auch noch Strafanzeige gestellt...

#4


D
Hallo,

danke dubist und paula für die aufmunternden Worte Smile
Und Peppermint du hast natürlich auch recht, dass man sich bei solchen Dingen im Griff haben sollte. Ich weiß es jetzt und werde so einen Job auch nicht mehr ausüben und will auch keine Kinder.

Euch allen einen schönen Tag

Sarah

#5


Dubist
Da hast du so recht peppermint, so seh ich das auch.

#6


Schlaflose
Ich hätte da glatt zurückgespuckt. Das ist ja nicht verboten, wie schlagen, obwohl viel schlimmer und ekliger als ein kleiner Klaps.

#7


Dubist
Es geht darum, das ein Kind merken soll, das dies nicht geht.
Es merkt das, eher, wenn man zurückspuckt.
Kommt drauf an, wenn man auch die Zähne geputzt hatte, gibt es schlimmeres, grins.

#8


Dubist
Natürlich spricht das Verhalten dieses Jungens Bände, das er nicht wohl erzogen ist.
Aber schläge beheben das auch nicht.

#9


Dubist
Weiß nicht, wär ich dort gewesen, ich hötte die Mutter sicher gefragt, beim heimkommen, ob ihr Kind keine Manieren gelernt hat das man niemand anspuckt?
Für mich ist so ein Verhalten, des Jungen befremdlich und nicht normal.
Eher sehr unerhört.
Schlagen ist aber der falsche weg.
Dieser Junge braucht sicher Grenzen, aber gesunde!

#10


A
Ich glaube ja, dass Du Dir da zu viele Gedanken drum macht. Vermutlich hätte die Mutter auch anders reagiert, wenn Du es ihr geschickter gesteckt hättest. Sicherlich sind Schläge nicht sinnvoll, aber von einem Klaps auf den Rücken wird er wohl keine bleibenden Schäden davontragen.

#11


G
M.E. zeigt das vor allem, dass man seine Sprachkenntnisse sorgfältig vorbereiten sollte. habe eine Idee

Wenn du einer Mutter erzählst, du hättest ihr Kind "geschlagen", ist das m.E. natürlich eine ganz andere Kategorie, als wenn du ihr sagst, das Kind habe dich angespuckt und du hättest ihm dafür einen "kleinen Klaps" auf den Rücken gegeben.

Ich denke, ein wirklich kleiner Klaps auf den Rücken nach einer solchen Aktion kann keinem Kind schaden, im Gegenteil, es versteht dann sehr wohl, dass du dir so etwas nicht bieten lassen kannst.

Nicht dass ihr denkt, ich sei für eine Prügelstrafe. Ganz und gar nicht. Aber sorry, ein KLAPS?

Ich meine auch, dass du (@ Sarah) dir mit dem verkehrten Ausdruck "geschlagen" überzogen und daher unnötig geschadet hast. Nicht nur, dass du daraufhin natürlich sofort rausgeflogen bist. Sondern so etwas kann später mal negativ gegen dich verwendet werden (man weiß nie, was einem im Leben noch blüht).
Warum hast du dich so beschuldigt?

#12


Schlaflose
Zitat von GastB:
Warum hast du dich so beschuldigt?


Ich finde auch, dass das nicht nötig gewesen wäre. Der Junge hat den Klaps wahrscheinlich gar nicht als schmerzhaft empfunden und hätte seiner Mutter nichts davon erzählt. Und wenn er es doch getan hätte, hättest du es immer noch abstreiten können. Und dann jetzt noch zu sagen, dass du deswegen selbst keine Kinder haben willst, ist absolut überzogen. Das ist so ein typisches Beispiel von aus einer Mücke einen Elefanten machen.

Wie alt bist du eigentlich?Ich habe mal als ich ungefähr 12 war, einem 9- jährigen Nachbarsmädchen, das mich geärgert und provoziert hat, richtig eine geklebt. Zwei Stunden später haben wir wieder friedlich miteinander gespielt.

#13


Peppermint
Würdet ihr auch alle so "cool" reagieren wenn es sich zb. Um euer Kind gehandelt hätte ?

Jetzt hätte sie es auch noch abstreiten sollen ? Shocked

#14


Schlaflose
Zitat von Peppermint:
Würdet ihr auch alle so "cool" reagieren wenn es sich zb. Um euer Kind gehandelt hätte ?


Ja, würde ich. Weil ich meinem Kind selber Klapse gegeben hätte, wenn es sich nicht manierlich verhalten hätte. Ich habe das ja selbst als Kind so erlebt und fand und finde es immer noch in Ordnung. Aber das Thema hatten wir ja schon bis zum Erbrechen diskutiert.

Zitat von Peppermint:
Jetzt hätte sie es auch noch abstreiten sollen ?


Warum nicht? Ich findes es masochistisch, wenn man immer alles gleich auf sich nimmt. Zugeben erst, wenn es sich absolut nicht mehr vermeiden lässt, das ist eine gesunde Einstellung.

#15


Peppermint
Finde ich nicht....wenn man einen Fehler macht ,dann sollte man auch dazu stehen....

Und wer weiß in welcher Situation der nächste "klaps " gekommen wäre .... Rolling Eyes

#16


G
Zitat von Peppermint:
Würdet ihr auch alle so "cool" reagieren wenn es sich zb. Um euer Kind gehandelt hätte ?
In dem Fall: Ja. a) Weil der Junge sie absichtlich attackiert hat, und b) weil ein "kleiner Klaps" m.E. überhaupt nicht der Rede wert ist. Ich habe es mit jungen Erwachsenen zu tun, und selbst die kriegen ab zu von mir einen Klaps. Die finden das lustig und eher angenehm, merken aber trotzdem, dass ich das, was dem zuvorging, nicht gut finde.

Zitat von Peppermint:
Jetzt hätte sie es auch noch abstreiten sollen ? Shocked
Wieso "abstreiten"? Shocked Es hat sie doch niemand beschuldigt, also gab es auch keine Situation zum Abstreiten. Sich aktiv selber zu beschuldigen ist etwas anderes.

Klar, Ehrlichkeit und "zu seinen Fehlern stehen" ist gut. Aber sogar bei Gericht als Angeklagter (und Schuldiger) muss man sich nicht selber belasten, muss sogar überhaupt nichts sagen und darf sogar straflos lügen. Das hat schon seinen guten Grund, meine ich, denn es ist wider die Natur, sich selber in die Pfanne zu hauen.

Aber sie hat ja in dem Fall noch nicht einmal die Wahrheit gesagt, sondern zu ihren eigenen Ungunsten gelogen! Sie hat mit ihrem Geständnis in der Vorstellung der Mutter ein Bild von "Schlägen" entstehen lassen, die so gar nicht stattgefunden haben. Sowas muss man nicht machen und darf man m.E. nicht machen - denn sich selber schaden ist ebenfalls keine ethische Handlung. stirnrunzeln

#17

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G
Zitat von Peppermint:
Und wer weiß in welcher Situation der nächste "klaps " gekommen wäre .... Rolling Eyes
Wenn SIE sich dessen nicht sicher war, hätte sie einfach selber IHRE Konsequenzen ziehen können und müssen. Sprich: Entweder sich besser im Griff halten oder die Stelle baldmöglichst aufgeben.

Stattdessen hat sie sich zur Bestrafung durch jemanden anderen angeboten. Mad Das sollte sie lieber für sich hinterfragen, warum sie DAS getan hat.

#18


N
Oh wie ich das Wort " Klaps" hasse. Es ist ein koerperlicher Übergriff in dem Fall gegen einen Schutzbefohlenen was will man denn da mit dem Wort verniedlichen? Das ist ein no go.

Und wenn ich den Satz " hat uns auch nicht geschadet" oder " die finden es eher angenehm" lese kann ich gar nicht so viel essen wie ich k.... will.

Wo ist denn bei euch die Grenze? Kleines Vergehen kleiner Klaps großes Vergehen großer Klaps? Was lernt ein Kind aus einem " Klaps" ? Es ist ok jemanden zu schlagen wenn ich nicht mehr weiter weiß. Wow genau DAS geb ich doch meinen Kindern gerne mit auf den Weg. Das Gewalt sehr wohl eine Lösung ist und dass ich als koerperlich überlegener das Recht des Stärkeren habe.

Aber wenn aus eurer Sicht ein Klaps nur ein Klaps und damit ok ist dann ist es doch sicher auch kein Drama wenn eurem Partner oder eurer Partnerin im Streit " die Hand ausrutscht" und ihr euch eine fangt oder? Ich mein " Hey war doch nur ein Klaps" hat doch noch keinem geschadet.

Gruß
Nico

#19


G
Mein Kind dürfte niemand anfassen, den würde ich ordentlich zurückklappsen. Smile
Zumal Kinder nicht unsere Besitztümer sind, die aufgrund falscher Manieren zurechtgeschlagen werden dürfen.

Und aus Sicht einer ehemaligen Betroffenen kann ich nur eines sagen:
Wenn die Eltern nicht eingreifen, ist der Vertrauenmissbrauch schmerzhafter als der Klapps selber. Daher find ich sowohl die späte Einsicht gut, als auch den Rauswurf.

lg

#20


A


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