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M
Endlich! Ich weiß nun, was mich stört. Diese gefühlte dauernde Kontrolle seiner Tochter, ob ihr Vater sie noch liebt, und dass ihr Vater/ mein Partner das mitmacht und zulässt. Ich habe das Gefühl, sie spielt mit seiner Sorge um sie, es könnte ihr wegen ihm schlecht gehen. Ich spüre, dass sie immer seine Aufmerksamkeit will, am besten ungeteilt. Das ist ein ständiges Spiel, und immer da, und ich habe das Gefühl, er ist unterbewusst auch ständig damit, mit ihr und ihren Sorgen, beschäftigt. Er merkt es nicht, würde es nicht zugeben, wird sogar aggressiv, wenn ich ihn darauf anspreche. Und es entzieht ihm Energie, die er dann nicht mehr für mich aufbringen kann. Sie möchte immer im Fokus seines Denkens sein, sonst ist sie nicht zufrieden und bekommt sofort Depressionen. Schwierig ist auch, dass sie in einem Haus wohnen. Wir leben nicht zusammen, sind seit drei Jahren ein Paar. Ja, ich habe das Gefühl, sie ist damit mehr seine Frau als ich, eine Miniwife und ja, ich habe keinen Einfluss darauf, soll mich sogar raushalten. Das geht mich seines Erachtens nichts an. Ich finde doch, denn es tangiert unsere Beziehung. Nein. Ich bin nicht eifersüchtig, mich stört aber, dass seine Tochter aus meiner Sicht zu viel emotionalen Raum einnimmt. Wie bringt man das seinem Partner bei, der das seit über 35 Jahren so lebt? Ich habe es schon oft versucht zu erklären. Leider ist es mir nie gelungen. Kurz war es besser, dann bekam sie wieder Depressionen, und er fühlte sich verantwortlich für sie. Sie hat aber einen Partner und ihr Kind. Ich wünschte, er könnte endlich loslassen.

26.11.2023 15:57 • 29.11.2023 #1


42 Antworten ↓


U
In welcher Position bist Du dabei? Die neue Lebensgefährtin eines Mannes, der eine erwachsene Tochter hat....und um jene welche dreht sich dein Problem?
Zitat von Meike1:
Und es entzieht ihm Energie, die er dann nicht mehr für mich aufbringen kann.

Du hast keine Kinder, weshalb du die Vater-Tochter-Beziehung nicht nachvollziehen kannst?
Zitat von Meike1:
Ich finde doch, denn es tangiert unsere Beziehung. Nein. Ich bin nicht eifersüchtig, mich stört aber, dass seine Tochter aus meiner Sicht zu viel emotionalen Raum einnimmt.

Du möchtest gerne seine Nr.1 sein. Meinst aber, dass seine Tochter diesen Platz hat?

Wie alt ist die Tochter und wie alt der Vater?

Wer leidet mehr...die Tochter oder der Vater oder Du ?

Wer sagt, dass sie Depressionen hat. Sind die ärztlich diagnostiziert?

Zitat von Meike1:
Wie bringt man das seinem Partner bei, der das seit über 35 Jahren so lebt?

Woher weißt du das ? Kennt ihr euch schon länger und seit erst seit 3 Jahren ein Paar?

26.11.2023 16:45 • x 3 #2


A


Erwachsene Tochter lässt ihren Vater nicht los

x 3


P
Zitat von Meike1:
Ich wünschte, er könnte endlich loslassen.


Ich werde meine Kinder niemals loslassen.

26.11.2023 16:50 • x 5 #3


P
Zitat von Pauline333:
Ich werde meine Kinder niemals loslassen.


Es sei denn, sie möchten es.
Wenn sie mich brauchen, werde ich immer da sein so gut ich es in diesem Moment kann.

26.11.2023 16:51 • x 6 #4


M
Lieber Ulli, danke für die berechtigten Nachfragen.

doch, ich habe drei Kinder. Es geht nicht um die normale Beziehung zu einem Kind, die ich durchaus verstehe. Ich werde meine Kinder auch nie loslassen, in diesem Sinne, ich werde ihnen immer helfen und für sie da sein.

Es geht mir um seine Aufmerksamkeit zu seiner Tochter, die im Mittelpunkt seines Denkens stehen möchte. Am Ende geht es um unsere Beziehung und seine Aufmerksamkeit mir gegenüber, die dadurch gefühlt zu kurz kommt. Sie regeln die Dinge des täglichen Lebens zusammen, und sie kommt mit all ihren Sorgen zu ihm, sie schläft sogar manchmal in unserem/ seinem Bett.
Natürlich möchte ich die Nr. 1 in der Paarbeziehung sein. Ist das nicht normal? Er ist ja auch meine Nr. 1. Ich trenne da strikt zwischen Beziehung zu Kindern und zum Partner. Habe aber den Eindruck, dass es umgekehrt nicht genauso ist.

Sie ist 10 Jahre jünger als ich, 37 und er ist 20 Jahre älter als ich, 57.

Ich glaube nicht, dass die anderen beiden leiden, die machen es immer schon so. Woher ich das weiß?- ich weiß es von beiden. Wir sprechen ja auch miteinander, und es war auch schon ein Problem für seine Ex.

Ja, die Depressionen sind ärztlich bestätigt. Bei ihr und bei mir. Ich leide darunter und mein Selbstwertgefühl ebenso.
Liebe Grüße

26.11.2023 16:58 • x 1 #5


P
Das klingt tatsächlich strange. Ich würde ihm das alles klar und deutlich sagen und dann soll er sich dazu äußern und du kannst entsprechend handeln.

26.11.2023 17:01 • x 1 #6


M
Zitat von Meike1:
Lieber Ulli, danke für die berechtigten Nachfragen. doch, ich habe drei Kinder. Es geht nicht um die normale Beziehung zu einem Kind, die ich ...

Wenn wir unterwegs sind, möchte sie immer wissen, wo wir sind. Schickt ständig WhatsApp-Nachrichten mit Fotos von sich und von dem Enkel. Spannt den Enkel dabei ein, der den Opa so vermisst....Wir können uns selten auf uns konzentrieren, ich merke dann auch immer, wie er sich verändert und still wird. So als ob er ein schlechtes Gewissen bekommt.

26.11.2023 17:16 • #7


U
Wenn ihr beide zusammen seid, sollte er sein Handy mal aus lassen.
Fühlt die Tochter sich von ihrem Mann nicht verstanden?
Was hat der Vater, was der Mann nicht hat ?
Dass sie in seinem Bett schläft finde ich schon krass...
Wie oft seht in euch denn als Paar?

Ich bin eine Ulli, eine Frau )

26.11.2023 18:26 • x 1 #8


M
@UlliOnline

Liebe Ulli,
entschuldige bitte die Vermännlichung Deiner Person.

Ja, das mit dem Handy habe ich ihm auch schon gesagt, aber er spielt es dann immer runter und fühlt sich schnell bevormundet und kontrolliert, das kann ich irgendwie auch verstehen. Ist auch nicht so meins ihm da Vorschriften zu machen. Mir wäre es lieber, er täte es aus freien Stücken, die Tochter mal abzuschalten, eher loszulassen.

Was hat der Vater, was der Mann nicht hat ?
Gutes Stichwort.
Sie hat schon öfter gesagt, dass sie ihren Vater auch heiraten würde, dass er der beste Mann sei für sie. Ihren eigenen Mann empfindet sie oft als Weichei. Da stimmt auch einiges nicht mehr in der Ehe.
Sie wünscht sich schon immer so einen Mann wie ihren Vater als Mann.

Wir sehen uns täglich, aber leben eben nicht zusammen, da meine Kinder noch klein sind. Es ist daher auch eher unwahrscheinlich, dass wir jemals wirklich unser gemeinsames Heim haben werden. Wären die Lebensumstände anders, würden wir längst zusammenleben. Ich vermisse wirklich das echte tägliche Miteinander mit ihm. Umso schwerer ist es für mich, dass seine Tochter so viel näher bei ihm ist und dann auch noch irgendwie bei uns ist, wenn er bei mir ist.

Was schlägst Du denn vor. Was könnte ich tun?

Liebe Grüße zu Dir

26.11.2023 21:01 • #9


U
@Meike1 mit einem Psychologen darüber sprechen, psychosoziale Beratung (vielleicht pro Familia)
Wenn deine Vorgängerin, die Mutter und Exfrau schon ein *Problem* damit hatte...
Das ist mir alles sehr suspekt.
Warum hat die Tochter Depressionen, ist sie berufstätig oder richtig *krank* ?
Warum hast du Depressionen?
Da spielen einfach zu viele Dinge mit rein, als wenn man als Laie da etwas zu sagen könnte....so geht es mir jedenfalls.
DU bist jedenfalls diejenige, die unter der Situation leidet. Sonst wohl keiner ? Was sagt der Ehemann der Tochter ?

27.11.2023 08:14 • x 1 #10


Afraid1992
Zitat von Meike1:
Es geht mir um seine Aufmerksamkeit zu seiner Tochter, die im Mittelpunkt seines Denkens stehen möchte

Das finde ich gar nicht verwerflich. Ich denke, dass das eigene Kind (egal ob erwachsen oder nicht) für die Eltern immer im Mittelpunkt stehen wird. Egal wie alt sie sind, die Gedanken und Sorgen werden bestimmt nicht weniger.

Zitat von Meike1:
sie schläft sogar manchmal in unserem/ seinem Bett.

Ok, das ist wirklich krass und klingt nach einem Abhängigkeitsverhältnis auf beiden Seiten. Das würde mich auch stören, denn normal ist das nicht.

Zitat von Meike1:
Spannt den Enkel dabei ein, der den Opa so vermisst...

Wenn sie das macht, dann ist sie wahrscheinlich ziemlich verzweifelt und hat Angst, dass du eine größere Rolle in seinem Leben spielen könntest, als sie. Woher kommen diese starken Verlustängste? War die Bindung zwischen den beiden mal kaputt? Hatten sie eine zeitlang keinen Kontakt? Evtl gibt es dort in der Vergangenheit etwas auszuarbeiten

27.11.2023 08:27 • x 3 #11


U

M
@Pauline333 Das habe ich schon öfter probiert. Dann wird es kurz besser, und dann geht es wieder los

27.11.2023 20:04 • #13


M
@UlliOnline Danke, das war hilfreich. Klingt so, als hätte ich nicht alleine ein solches Problem.

27.11.2023 20:05 • x 1 #14


Reconquista
Die Frage ist doch: warum wohnt eine 27jährige Tochter noch im Haus bei ihrem Vater und du nicht mit ihm zusammen? Und das schon seit drei Jahren - für eine Reklamation ist es ziemlich spät . . .

27.11.2023 20:11 • x 3 #15


Beebi
Wo ist denn die Mutter ?

Also wenn dich das soo sehr stört und dein „Mann“ sich nicht für deine Interesse interessiert, dann bringt das alles leider reichlich wenig. Ab einem gewissen Alter sind Menschen nicht mehr fähig zu lernen und Dinge zu ändern. Er fühlt sich scheinbar wohl so umgarnt von seiner Tochter zu werden.

27.11.2023 20:24 • x 1 #16


M
@Reconquista Nein, nicht zu spät, wir reden immer über unsere Lebenspläne, ist ein Dauerthema.
Sie ist 37 und wohnt in der Wohnung über ihm, seperat aber ständig erreichbar durch den Hausflur. Der Enkel und Ehemann wohnen auch oben.
Sie sind da erst später eingezogen und genießen alle die Nähe zueinander.
Ich habe mit meinen Kindern, die noch in die Grundschule gehen ein eigenes Heim. Hier ist immer viel Trubel und was los. Mein Partner ist dann auch froh und ich auch, dass es eine Rückzugsmöglichkeit gibt. Aber das heißt für mich trotzdem nicht, dass ich es gut finde, dass er dann mehr mit ihr spricht und sie mehr seine Bezugsperson ist als ich. Wir überlegen immernoch, wie wir gemeinsame sinnvolle Lebensplanung machen können...

27.11.2023 20:33 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

M
@Beebi Die Mutter ist ein schwieriges Thema bei denen. Sie hat die Familie und ihn mit zwei Kleinkindern verlassen um ein losgelöstes Leben zu führen. Sie ist heute zwar ab und an zu Besuch bei ihrer Tochter, aber eigentlich nicht immer erwünscht oder gar eine Stütze für die Tochter.
Sie hat keine wirkliche Rolle daher. Auch die zweite Partnerin meines Mannes, die fast 30 Jahre in der Familie gelebt hat, ist nie eine Bezugsperson für die Kinder geworden. Merkwürdige Sache, finde ich. Mein Partner sagt immer, sie hätte sich rausgehalten. Ich finde das irgendwie komisch. Ich kann auch nicht beurteilen, wer da wie blockiert hat und warum. Ich glaube nicht, dass es die damals kleine Tochter war. Vielleicht war er es sogar und fand, die damalige Partnerin sollte sich raushalten, kann ja auch sein, er wollte sie damals nicht belasten. Kann viele Gründe haben. Sie hatte keine Kinder und konnte nicht so gut mit ihnen, sagt mein Partner. Aber so lange zusammen zu leben und keine Bezugsperson für die Kinder geworden zu sein, finde ich merkwürdig. Könnte ich mir nicht vorstellen. Jedenfalls haben die Kinder auch keinen Kontakt mehr zu ihr, seit der Trennung.

27.11.2023 20:48 • x 1 #18


M
Zitat von Beebi:
Wo ist denn die Mutter ? Also wenn dich das soo sehr stört und dein „Mann“ sich nicht für deine Interesse interessiert, dann bringt das alles ...

Und ja, ich denke auch, er genießt es sogar, dass sie so an ihm hängt und sie genießt es, dass sie ihren Ehemann und den Vater und den Sohn hat. Ist bestimmt alles irgendwie coabhängig.

27.11.2023 20:51 • x 1 #19


U
Das kann ja noch *lustig* werden.....ich beneide dich nicht. Aber du scheinst ihn ja sehr zu lieben, auch mit 20 Jahren Altersunterschied. Wo die Liebe eben hinfällt.

27.11.2023 21:04 • x 1 #20


A


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