✔ Bereits empfohlene Antwort
@Jumu
Zitat:Aber warum handhaben das beide Ärzte nicht so bei mir? Was soll das? Man sagt "ich kann nicht mehr, das wars " und erzählt sogar warum und schildert noch die täglichen Beschwerden und wird dann wie blöde zurückgelassen.
Ich kann Dir leider nicht sagen, warum genau es Deine Ärzte nicht so handhaben, aber wenn Du schreibst, dass Du das Gefühl hast nicht ernst genug genommen zu werden, dann wird an diesem Gefühl schon etwas dran sein.
Ich habe auch nicht selten die Erfahrung gemacht, dass wenn Ärzte erstmal eine Meinung über einen Sachverhalt haben, sie wie die meisten Menschen nur schwer wieder davon abrücken wollen.
Wenn Dir Deine Ärzte also trotz aller Offenheit deinerseits durch die Blume mitgeteilt haben, dass Du nicht so arbeitsunfähig bist wie Du behauptest zu sein, dann gibt es zwischen euch zweifelsohne ein Glaubwürdigkeits- und Vertrauensproblem.
Sie glauben Dir nicht vollumfänglich und haben gleichzeitig auch nicht den Hintern in der Hose, um Dir zu sagen, dass Du Dich zusammenreißen sollst, weshalb Du ihnen nicht mehr traust - weil sie nicht wirklich offen sind, sondern Dich angelogen haben hinsichtlich der Krankschreibungen.
Was Du jetzt konkret machen könntest, ist schwierig zu sagen, da jeder weitere Arzt heutzutage die Vorbefunde anfordern wird und zudem das Ärztehopping für weitere Vertrauensprobleme sorgen könnte hinsichtlich Deiner Glaubwürdigkeit.
Möglich wäre wiegesagt, dass Du erneut das Gespräch mit dem Hausarzt suchst und dieses Mal nicht nur von einer Erschöpfung sprichst, denn soweit ich das anhand Deiner kurz geschilderten Lebenssituation beurteilen kann, handelt es sich nicht nur um eine episodische Erschöpfung.
Eventuell ist auch die Art und Weise wie Du davon sprichst ein entscheidender Punkt.
Wenn Du das Gefühl hast emotional nicht richtig aufmachen zu können, um manche Dinge hinter dem Berg halten zu müssen - weil Du nicht als schwach gelten möchtest, obwohl die Stärke mMn darin liegt vor einem "fremden" Menschen die eigene Fehlbarkeit zuzugeben - hat das vielleicht auch einen Einfluss darauf wie gravierend der Arzt die Situation beurteilt.
Meine HÄ hat wiegesagt auch erst eingelenkt, nachdem sie gemerkt hatte, dass ich es absolut ernst meine, wenn ich sage, dass wenn sie mir nicht helfen möchte, sie vielleicht irgendwann mit der Kripo reden muss, warum sie mir nicht geholfen hat.
Ich sei nicht hier, weil ich faulenzen will oder es mir Spaß macht vor ihr zu weinen, sondern weil es andernfalls böse enden wird, wenn ich nicht die Notbremse ziehe.
Danach hatte ich allerdings dann das Problem, dass jedes körperliche Symptom nur noch psychosomatischer Natur war - selbst die Übelkeit von Tabletten gegen Magenprobleme wurde als psychisch abgetan.
Das ist leider immer ein Problem bei solchen Themen.
Wenn eine Meinung erstmal steht, ist es schwer sie umzukippen und wenn sie dann mal umgekippt ist, sitzt der Stempel nicht unbedingt lockerer.