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Braindead
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Hallo liebes Forum und schon mal ein Dankeschön an jeden der sich hier meine Geschichte durchliest - ich weiß gar nicht so recht wie ich hier anfangen soll, ich bin aktuell an einem Punkt angekommen an dem ich nicht mehr weiter komme und habe ehrlich gesagt angst davor das ich es einfach beenden könnte.

Erstmal was zu mir, ich bin männlich, 23 jahre alt und die Probleme die ich habe begleiten mich seit mittlerweile 5 Jahren. Kurze Zusammenfassung der Probleme wäre folgendes: emotionale Taubheit bzw. Der kompletter Verlust sämtlicher Emotionen, Antriebslosigkeit bzw. Ich weiß einfach nicht was ich machen soll, nichts interessiert mich mehr, bin gegenüber allem gleichgültig, extreme Appetitlosigkeit (hab im ersten Jahr nach Auftreten der Problematik ca 40kg Gewicht verloren) extreme schlafprobleme, werd einfach nicht müde, wache nach wenigen Stunden wieder auf, fühle mich aber weder müde noch ausgeruht - ich bin einfach Wach. Fühle mich nur noch wie eine Leere Hülle, kann mir zu nichts mehr Gedanken machen, es ist als wären meine Gedanken blockiert, Gespräche zu führen ist mir kaum noch möglich.

Weiß einfach nicht was ich sagen soll. Die letzten Jahre hab ich mich aufgrund dieser Symptome mehr oder weniger zurückgezogen, mehrere Ausbildungen erfolglos abgebrochen, bin im Callcenter gelandet, mittlerweile aber wieder arbeitslos. Viel Canna. konsumiert um mich zu betäuben und diese Probleme von mir weg zu drücken(seit ca 6 Monaten keinen bzw. nur noch sehr seltener Konsum da in jüngster Vergangenheit Depersonalisationszustände aufgetreten sind.) zu Beginn der Symptomatik, also vor mittlerweile 5 Jahren litt ich ebenfalls an Panikattaken, die bezogen sich aber immer darauf "das etwas mit mir nicht stimmt" habs ignoriert, es auf Depressionen geschoben und mir selbst eingeredet das ich klar komme und irgendwie bin ich das auch mehr oder weniger.

Dann bin ich vor einigen Monaten durch zufall auf DocCheck gelandet und hatte den Eintrag zum "Frontalhirnsyndrom" vor mir. Habe gelegentlich Kopfschmerzen im oberen kopfbereich und wollte nur wissen welche hirnregion dort liegt. In dem Moment ist eine Welt in mir zusammen gebrochen, mein Hirn hat sich komplett abgeschaltet, fühlte mich als hätte man mir 1000 klingen in den Bauch gerammt - Ein paar Wochen oder Monate vor Eintritt meiner Probleme hab ich mir ziemlich doll den Kopf gestoßen.

Recherchierte weiter im Internet und alles was ich dort zu dem Thema lass kam mir wirklich sehr unangenehm vertraut vor. Es folgten Wochen der Verzweiflung in denen ich erst beim Hausarzt war, welcher mich komplett lächerlich gemacht hat, danach zum Neurologen, dieser war sich ziemlich sicher es handelt sich um eine Depression, untersuchte mich allerdings trotzdem, ordnete ein eeg an, welches unauffällig ausfiel, zur Ausschlußdiagnose sollte aber trotzdem ein mrt gemacht werden. Hätte aber Monate lang auf einen freien Termin warten müssen. Auf Ratschlag des neurologen meldete ich mich ebenfalls beim versorgungszentrum für psychische Krankheiten. Nach mehreren Kontakten zu verschiedenen Ärzten entstand der Eindruck der prodromalphase einer Schizophrenie und ich entschied mich für eine stationäre Aufnahme, da im Rahmen eines Aufenthalts immer ein MRT angeordnet werden kann, welches dann auch gemacht wurde. MRT war ebenfalls unauffällig. Was mich aber nicht wirklich beruhigen konnte, da ich ebenfalls gelesen habe das eine Diagnose sich mit den bildgebenden Mitteln als schwierig erweisen kann.

Verbrauchte also ca 1 1/2 Monate in der Klinik, die Ärzte waren sich aber auch nicht sicher was mit mir nicht stimmt. Die entgültige Diagnose die ich dort bekommen habe lautet schwere Depression. Nehme jetzt seit ca 2 Monaten ein Antidepressiva, während meines Klinikaufenthalts bekam ich ebenfalls ein antipsychotika, beides hilft nicht wirklich. Bin jetzt seit 3 Wochen wieder zu Hause, verlasse aber kaum mein Bett und verbring die meiste Zeit irgendwie am Handy mit belanglosen Videos oder dergleichen, nicht weil es mich interessiert, kann die Informationen sowieso kaum abspeichern oder verarbeiten, sondern einfach um mich irgendwie ab zu lenken. Ich weiß das das nicht das richtige ist, aber ich weiß nicht was ich sonst machen soll, Freunde habe ich kaum, Freundin hat jetzt vor kurzem auch mit mir schluss gemacht, da sie mit meiner "Krankheit" nicht zurecht kommt. Ich kann das aber auch verstehen, sie hat das Gefühl mich überhaupt nicht zu kennen. Wie denn auch wenn ich mich selbst nicht mehr kenne und nicht mehr weiß wer ich bin?

Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht was ich mir hierdurch erhoffe, vielleicht einen Ratschlag oder einfach nur Verständnis für meine Probleme. Vielleicht jemand der ähnliches durchgemacht oder einfach nur die Erleichterung mir das ganze von der Seele zu schreiben. Vielen Dank fürs zuhören.

15.02.2026 #1


17 Antworten ↓


Calima
Es ist nur eine Idee - und selbst die ist im Augenblick wohl wegen Corona nicht umzusetzen. Ich versuch's trotzdem, weil ich ein paar Menschen kenne, die es vorwärts gebracht hat.

Es geht um einen Besuch auf einer Palliativstation. Vorzugsweise bei (jungen) Menschen, die gerne leben würden, denen das aber nicht vergönnt ist. Die eigene Sinnfrage stellt sich möglicherweise dadurch noch einmal auf eine ganz andere Weise.

x 1 #2


A


Emotionslos durch Kopfverletzung? Verzweifelt

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B
Wäre eventuell ne Überlegung wert, aber ich bin mir ja nicht einmal sicher ob ich an einer "unheilbaren Krankheit" leide oder ob es nicht doch ein psychisches Problem ist Sad

#3


Darcyless
Zitat von Braindead:
Die entgültige Diagnose die ich dort bekommen habe lautet schwere Depression. Nehme jetzt seit ca 2 Monaten ein Antidepressiva, während meines Klinikaufenthalts bekam ich ebenfalls ein antipsychotika, beides hilft nicht wirklich

Vielleicht solltest du verschiedene Antidepressiva durchprobieren? Es muss nicht unbedingt sein, dass das erste direkt hilft. Bei jedem wirkt jedes Medikament anders. Da du wirklich unter einer schweren Depression leidest, und nicht wirklich eine Ursache dafür ausmachen kannst, würde ich tatsächlich noch anderen Medikamenten eine Chance geben.

An einer unheilbaren neurodegenerativen Krankheit leidest du sicher nicht. Die wäre nach 5 Jahren schon tödlich verlaufen.

x 1 #4


Calima
Zitat von Braindead:
aber ich bin mir ja nicht einmal sicher ob ich an einer "unheilbaren Krankheit" leide oder ob es nicht doch ein psychisches Problem ist


Ja und? Was hast du zu verlieren? Wink

#5


B
Das Frontalhirnsyndrom ist aber keine neurodegenerativen Krankheit, tödlich verlaufen tut diese nicht..

Was für antidepressiva wären denn eine gute Alternative? Aktuell nehme ich mirtazapin 30mg... Sollte ich vermutlich eher mit einem Arzt besprechen, bin aktuell aber nicht mehr in Behandlung.

#6

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Darcyless
Zitat von Braindead:
Das Frontalhirnsyndrom ist aber keine neurodegenerativen Krankheit, tödlich verlaufen tut diese nicht..

Ich hab grade ein bisschen gegoogelt. Mein Onkel hat das, er hatte eine schwere Gehirnverletzung nachdem er betrunken von einer Brücke gefallen ist. Sowas geht mit kognitiven Beeinträchtigungen einher, und ich kann dir allein schon von deinem Text her sagen dass du die nicht hast. Diese Leute wirken auf ihr Umfeld im wahrsten Sinne des Wortes so, als hätten sie "einen Hau weg" - ich kann das nicht besser formulieren, aber bei Menschen die solche Störungen aufgrund einer Hirnverletzung erleiden, merkst du dass etwas nicht stimmt. Das geht weit über Depressionen hinaus, die sind nicht mehr 100% klar im Kopf und ich kann dir garantieren, wenn ich deinen Text lese und wie du auf unsere Nachrichten eingehst, dass du klar im Kopf bist!

Selbst WENN der unwahrscheinliche Fall zutrifft und deine Depression von dieser Verletzung herrühren sollte, muss es sich um eine sehr leichte Verletzung gehandelt haben wenn sie weder im MRT/EEG sichtbar ist, noch an deinem Verhalten sichtbar wird. In jedem Fall bist du kein "hoffnungsloser Fall", da du sehr selbstreflektierend bist und eine Lösung finden magst. Antidepressiva und andere Psychopharmaka wirken auch in deinem Worst Case - einer Hirnverletzung bzw. Frontalhirnsyndrom - sie greifen in die biochemischen Prozesse im Gehirn ein und das wirkt bei jedem Menschen auf die eine oder andere Weise. Man muss aber Geduld haben, das richtige finden, lang ausprobieren. Und ganz wichtig: Die Hoffnung nicht verlieren. Das Wichtigste ist, dass du nicht unter einer schweren, degenerativen Krankheit leidest. Dir kann geholfen werden!

Zitat von Braindead:
Was für antidepressiva wären denn eine gute Alternative? Aktuell nehme ich mirtazapin 30mg... Sollte ich vermutlich eher mit einem Arzt besprechen, bin aktuell aber nicht mehr in Behandlung.

wenn ich deinen Text lese, dann wäre es schon gut wenn du dich wieder in Behandlung gibst. Du musst einen Arzt finden, dem du vertrauen kannst. Berichte ihm, dass deine Medikation dir aktuell nicht hilft und du etwas anderes ausprobieren möchtest. In deinem psychischen Zustand, solltest du nicht auf dich allein gestellt sein müssen.

x 2 #7


B
Vielen Dank für die Antwort, aber ich weiß trotzdem nicht so recht.. Ich sag ja gar nicht das es eine schlimme kopfverletzung war, es war wirklich nur "doll den Kopf gestoßen"... Hab diese Assoziation ja auch erst jahre später gemacht.. Und das war auch nicht das erste Mal, und vermutlich auch nicht das letzte Mal (bin fast 2m, da passiert das wohl etwas schneller..) ich weiß auch das ich hier jetzt relativ klar rüber komme, hier hab ich zeit zum überlegen und dieses "problem" ist auch das einzige worüber ich mich mehr oder weniger adäquat drüber unterhalten kann, aber es ist so gut wie unmöglich sich mit mir über ein tiefergehendes Thema zu unterhalten, die meiste Zeit kommen von mir nur wirklich kurze Sätze ohne weiterbringenden Inhalt.. Ich sitze in Gesprächen und bin in meinem eigenen Kopf gefangen, denke und wiederhol die selben Sätze.. sage mir selbst das ich ein Problem habe, das früher alles anders war etc... Ich weiß ehrlich gesagt nicht mal wirklich an was ich den ganzen Tag denke.. Hab das Gefühl ich existiere nurnoch, bin ne leere Hülle, die gerade so den Anschein macht "normal" zu sein... Das ist doch keine Depression mehr, ich fühle mich weder Niederschlag noch traurig oder habe eine negative Stimmung, es ist einfach neutral... nichts...
Ich gebe dir aber recht, ich sollte mich wieder in Behandlung begeben, war auch eigentlich mein Plan als ich aus der Klinik entlassen wurde, aber wie so oft im Leben mache ich wieder nichts...

#8


Calima
Du isst. Du schreibst hier. Du sehnst dich danach, diesen Zustand zu beenden. Du bist nicht so hilflos, wie du denkst. Du bist noch immer Herr deiner Gedanken, auch wenn es gerade schwer fallen mag, sie zu ordnen.

Das, was du beschreibst, würde ich durchaus als klassische Kennzeichen der Depression werten. Wodurch sie ausgelöst wurde, ist eigentlich zweitrangig. Wichtig wäre, sie in den Griff zu kriegen. Dass der Weg dorthin so schwer fällt, ist leider Teil der Symptome.

Dennoch bist du handlungsfähig. Niemand hat dich entmündigt, niemand dir deine Freiheit genommen. Du kannst dein Gefängnis verlassen, denn die Tür ist nur angelehnt.

x 4 #9


Darcyless
Zitat von Braindead:
Hab das Gefühl ich existiere nurnoch, bin ne leere Hülle, die gerade so den Anschein macht "normal" zu sein... Das ist doch keine Depression mehr, ich fühle mich weder Niederschlag noch traurig oder habe eine negative Stimmung, es ist einfach neutral... nichts...

Wenn das so wäre, würdest du nicht hier im Forum schreiben, weil du dir Sorgen über dich selbst machst! Das ist doch schon der Beweis dafür, dass du nicht "nichts" mehr fühlst - im Gegenteil - du scheinst ein sehr empfindsamer und nachdenklicher Mensch zu sein.
Dass man die meiste Zeit über eine neutrale Stimmung hat, ist durchaus normal und nichts schlimmes! Ich bin ehrlich gesagt froh wenn ich mal neutral drauf bin und keine Ängste habe^^
Ich glaube, du stellst dir deinen Zustand deutlich schlimmer vor, als er eigentlich ist. Also ich glaube du bewertest es dramatischer. Dir fehlt momentan Lebensfreude und du bist in einer schwierigen Phase, jedoch ist nichts verloren in deinem Leben und es kann sich alles wieder ändern - warte nur ab bis du dich das nächste Mal wieder verliebst Smile Kopf hoch, und finde einen guten Arzt!

#10


Hoffnungsblick
Zitat von Darcyless:
Also ich glaube du bewertest es dramatischer.


Hallo Braindead, ich glaube auch, dass deine Bewertung deiner Gefühle und deiner Situation ein Teil des Problems sind.

Wir können unsere eigene Lage oft nicht objektiv einschätzen. Ja, in einer Palliiativstation erkennt man den Wert des Lebens, das man genießen darf, besser. Oder an einem Ort in der Welt, wo man richtig um sein Überleben kämpfen muss. Dann spürt man sich selbst wahrscheinlich besser und auch , was man bewirkt hat. Vielleicht auch auf einem Bauernhof irgendwo in den Alpen. Oder bei einer langen Wanderung, beim Bergsteigen oder beim Sport.
Du bist jung. Das Leben liegt vor dir.
Schau weniger auf deine Defizite. Es ist sowieso niemand perfekt, wie man es auch anstellen mag.
Was man trotz seiner Defizite aus seinem Leben macht, darauf kommt es an.
Tausche dein Handy mal paar Tage gegen Sport aus und Selbsterfahrung in der Natur. Werde aktiv. Hilf jemanden, der deine Hilfe braucht. Engagiere dich für jemanden oder etwas. Erfahre deine Kraft auf positive Weise.
Denke nicht so viel über deine Krankheiten nach. Suche dir trotzdem einen Therapeuten.

Dass du hier schreibst zeigt, dass du an deiner Weiterentwicklung interessiert bist.

x 3 #11


S
Hallo Brainhead,mir geht es auch gleich wie dir,nur fühle ich mich schon ewig so,bei mir wurde mittels mrt eine Frontalhirndysplasie festgestellt die angeboren ist.
Geht es dir schon besser?
Bzw konnte dir schon jemand helfen?
LG

#12


S
Lieber braindead.
ich hab gerade auf der verzweifelten Suche nach Erklärungen bzw.ursachen für meinen qualvollen unerträglichen Zustand Deinen Beitrag gefunden,in dem ich mich fast 100 Prozent wiederfinden.
Ich habe vor ca 3jahren meine gesamte Persönlichkeit mein ICH meine Seele meine Identität verloren mit all ihren Fähigkeiten Fertigkeiten Kenntnissen und Gefühlen.
Übrig geblieben ist nur noch eine leere Hülle, die zu nichts mehr in der Lage ist.
Diese Hülle sitzt den ganzen Tag nur da wie in einer Art Starre und wartet darauf, dass der unerträgliche Tag endlich vorbei ist und sie ins Bett gehen kann -der einzig erträgliche Augenblick des Tages.
Genau wie Du kann ich auch keine Gespräche mehr führen (nicht mal mit meinen eigenen wunderbaren Kindern, empfinde nichts mehr,kann nicht mehr denken, nicht entscheiden, nicht mehr kochen, einkaufen,das Haus verlassen, Zähne putzen, duschen.,.
Ich hab seit 3jahren nicht mehr gelacht und nicht mehr geweint.
Und genau wie Du gucke ich mir den ganzen Tag irgendwelche Sachen im Handy an,um überhaupt irgendwas zu tun.
Ich hab eine lange Odyssee hinter mir:
Ärzte Psychiater Psychotherapeuten Heiler Hypnotiseure hypnotherapeuten Psychologen Psychoanalytiker Traumatherapeuten gastroendrologe Endokrinologe kinesiologen Neurologen Heiler Geistheiler indischer Guru Schamanen mehrere stationäre Aufenthalte,aber niemand kennt diesen Zustand oder konnte mir helfen.
Ich ertrage es nicht mehr und wollte Dich fragen, wie es bei Dir weitergegangen ist (Dein Beitrag ist ja schon ein paar Jahre alt).
Was hat sich seitdem bei Dir getan?
Es wäre schön,wenn Du mir antwortest.
Liebe Grüße,
Kristin

#13


S
...und auch ich trage die Fehldiagnose "Depression" seit 3 Jahren mit mir Rum..

#14


E
Zitat von steinweich:
...und auch ich trage die Fehldiagnose "Depression" seit 3 Jahren mit mir Rum..

Ist ein Vitaminmangel ausgeschlossen worden? Auf den ersten blick sieht es nach sehr starken Depressionen an mit grossen Antriebslosigkeit. Aber wenn das nicht so ist, dann sind natürlich auch andere Ursachen möglich, nur welche?

Hatest du einen grossen Verlust? Oder hat sich zu vor was schwerwiegendes in deinem Leben verändert?

#15


S
Ja,Vitamin D Mangel wurde vor längerer Zeit festgestellt -nehme seitdem Vitamin D:keine Veränderung .
Die erklärungsversuche der über 1000 schul- und alternativmediziner bzw.heiler reichen von Schilddrüsenunterfunktion Amalgamvergiftung Glutenallergie Metall im fuss Hormonspirale Wechseljahre Depression Dissoziation Depersonalisierung Derealisation Retraumatisierung FTD über verlorene Seelenanteile Besetzungen Anhaftungen bis hin zu flüchen...
Ich kann nicht mehr denken, nicht mehr fühlen.nicht mehr handeln.
Ich bin wie ein schwerstbehinderter Säugling der im Keller sitzt.
Und was das schlimmste ist:
Ich kann meine eigenen wunderbaren Kinder nicht mehr lieben,hab kein Interesse mehr an ihnen und keine Anteilnahme.
Diese Hülle zerstört seit 3jahren unser Leben,alles,was ich mit so viel Liebe,Zeit ,Kraft und Hingabe aufgebaut habe..
Früher war ich der glücklichste Mensch auf der Welt ,hatte meine Mitteilung,einen guten Draht zur Natur,war selbständig als filzerin und edelsteinhändlerin auf Mittelaltermärkten,war selbstbewusst kreativ unternehmungslustig aktiv lebensfroh stark.
Jetzt hab ich Pflegestufe 3,bin schwerbehindert, EU-rentnerin und hab 2betreuerinnen.
Alles begann mit schweren Panikattacken, die teilweise so heftig waren dass ich dachte ich muss sterben, weil mir das Herz fast aus der Brust gesprungen wäre.
Diese dauerten ca 3-4monate und dann ist meine Persönlichkeit verschwunden-mit allem was dazu gehört.
Eine heilerin fragte mich,was kurz vor Beginn der Panikattacken passiert ist.
Da erzählte ich ihr dass mein Sohn ca einen Monat zuvor pfeiffersches Drüsenfieber hatte und zwar so schlimm,dass ich Angst um sein Leben hatte.
Sie sagte,dass ich dadurch Seelenanteile verloren hätte und sie diese jetzt zurückholt,aber auch das hat nichts gebracht.
Ich rede und tue überhaupt nichts,aber wenn,dann sind es nur irre Sachen.
Ich kann es nicht steuern,es geschieht einfach.

x 1 #16


Supergirl01
Ich glaub an so Heiler Kram nicht...
Aber ich glaub daran, dass man selber vieeel steuern und beeinflussen kann. Vielleicht mal raus gehen, frische Luft tanken, in den Wald gehen (sehr beruhigend), und auf die kleinen Dinge achten. Es gibt so viele tolle Dinge, aber wenn man alles hat, verliert man vielleicht das Bewusstsein für diese kleinen normalen Dinge, die so viel Wert sind.
Ich weiß nicht ob ich recht habe, aber ich würde es zumindest probieren.
Mir ist mein Leben ziemlich viel Wert und damit meine ich nicht meine Arbeit, sondern eben diese kleinen Dinge. Ich hab ein Hund, der mir ziemlich viel gibt. Mit dem geh ich als raus und genieße die Zeit, das Wetter (egal welches), nehm mir ein Bad was mir super gut tut, bisschen Wellness, also ich versuche auf mich zu achten. Immer. Wenn es mir gut geht, dann kann ich mich auch um andere kümmern.
Vielleicht solltest du das ausprobieren. Am handy kann man sitzen, aber es gibt einem nichts, da wäre ich auch ne Leere Hülle...Versuch das Teil weg zu legen und was anderes zu machen. Das Handy kann einem viel Zeit klauen und man hat nichts davon... naja davon kann man dann auch depressiv werden...weil man bewegt sich nicht mehr...und das ist wichtig um körperlich und seelisch gesund zu bleiben.
Versuch es, verlieren kannst du nichts. Therapeutische Hilfe wäre glaub auch gut...Viele kommen da alleine nicht raus.

#17

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E
@ steinweich Das klingt alles nach einem sehr langen Weg ohne wirklichen Befund der dich weiterbringt und dann so viele Verschiedene Anlaufstellen und jeder sagte was anderes, das muss wohl auch recht verwirrend sein und da kann man auch den Halt und den Glauben an sich und der Umwelt verlieren.

Das einzige was ja naheliegend war sind die Panikattacken und Angststörungen, durch deine grossen Sorgen und Ängste wegen deinem Sohn.

Und dort würde ich persönlich wieder anknüpfen und alles adere weit weg schieben, das würde mich auch aus dem Konzept bringen, das ist viel zu viel was nichts gebracht hat noch Sinn ergibt.

Du hast geschrieben du fühlst dich wie ein schwerstbehinderter Säugling der im Keller sitzt, vielleicht ist das gar nicht mal so abwegig, nicht schwerstbehindert, aber unbeweglich erstarrt innerlich, ein Säugling ein Kind was weggesperrt wurde aus bestimmten Gründen.

Kann es sein dass dein erlebtes mit deinem Sohn dich irgend wie retraumatisiert hat, an etwas was du in deiner Kindheit oder auch später mal erlebt hattest? Es muss nicht sein, aber ich persönlich denke die Sorgen um dein Kind waren nicht der einzige Auslöser, eher ein mit Auslöser.


Warum mich dein Thema interessiert ist, weil ich ein paar ähnliche Probleme habe, nicht ganz die gleichen und auch meine Biografie ist anders, sie sind auch nicht ganz so ausgeprägt, aber ich kann dir mal ein paar Punkte aufzählen damit du siehst was ich meine.


Ich leide unter einer Angsterkrankung, kenne Panikattacken, ich vermeide vieles durch meine Ängste und leide noch zusätzlich unter Depressionen.

Mein Momentane grosse Probleme sind, Antriebslosigkeit, ich bekomme vieles nicht so gut hin, manch mal ist es sehr schwer und wenn ich Dinge erledigen muss, schmerzt es sogar zum Teil weil es so schwierig ist und manch mal gibt es Momente wo ich wegen Kleinigkeiten weinen könnte, also mein Nervenkostüm ist sehr dünn.

Ich bin oft Müde und ich merke wie ich dagegen ankämpfe was mich dann etwa zitterig macht.
Ich fühle keine Freude an sehr vielen nicht, obwohl ich versuche mich zu überwinden und mir in Gedächtnis zu rufen wie es sich mal angefühlt hat, doch diese Erinnerungen sind nicht einfach abrufbar, es ist mehr ein flackern und ich versuche mir gut zu zu reden. Ich weiss auch nicht mehr wer ich bin in dem Sinne, weil mich nur wenig interessiert, ich habe keinen Zugang zu diesen Gedanken und Gefühlen, dieses ich habe meine Identität verloren, das fühle ich auch.
Alles was ich umsetze ist immer ein Kampf es zu tun.

Raus zu gehen ist sehr schwer für mich und nicht weil ich ein Häuslicher Mensch bin, sondern der Sinn an sich ist weg, obwohl ich schon auch Träume du gehst heute spazieren und die Frischeluft wird dir gut tun, also rede ich mir gut zu doch das Umsetzen ist schwer, manch mal klappt es noch bei mir und ich bin froh wenn ich es hinaus schaffe und meine Sachen erledigen kann das ist der Unterschied, ich kann noch dinge erledigen, auch wenn sie mir sehr schwer fallen und ich habe Angst davor es nicht mehr zu können, darum werde ich auch in einen Basteltreff gehen was mich zwingt raus zu gehen und Zeiten ein zu halten, auch wenn es mir beim Gedanken weh tut, schmerzt durch den Körper und ich mich dagegen immer wieder sträube und auch keine wirkliche Freude empfinde, obwohl es schon noch Momente gibt wo ich lachen kann, eher Ambivalente Gefühle, oft auch wieder mit Ängsten gepaart, glaube ich es ist wichtig es zu tun, obwohl ich nicht mal weiss was es am ende bringt und ob es in mir was bewirkt, momentan klammere ich mich einfach daran und ich werde es sehen.

Meine Angsterkrankungen begannen schon sehr früh und verschwanden und kamen wieder und so weiter und ich hatte immer wieder Erlebnisse die noch eins drauf setzten und der Verlust meiner Mam( auch bester Freund und Verbündete)hat mir wohl den Rest gegeben, seit dem weiss ich nicht mehr wer ich bin und was ich tun soll noch empfinde ich an irgend etwas echtes Interesse wo ich länger verfolgen würde. Also auch irgend wie weggesperrt oder auf dem Abstellgleis gelandet und auch die Zukunft fühlt sich nicht greifbar an und ich traue mir nur noch sehr wenig zu und oft fühle ich mich dumm.

Also du siehst, ein paar Ähnlichkeiten gibt es schon und ich denke du solltest nicht nach anderen Erkrankungen suchen auch wenn ich verstehe dass du es tust, weil du es nicht glauben kannst, dass dich so was einfach ausloggen kann, und doch tut es das. Vielleicht kannst du dich mit dem Gedanken wieder etwas anfreunden und dich psychotherapeutisch behandeln lassen.

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