SadlyExistence

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Ich habe lange überlegt, ob ich hier meine ganze Geschichte aufschreibe. Eigentlich weiß ich nicht wirklich, wozu ich sie nieder schreiben sollte. Hilfe erwarte ich schon gar keine mehr, denn in all den Jahren habe ich nie wirklich Hilfe bekommen. All die Jahre, das ist seit nunmehr 37 Jahren. Seitdem mir das Schreckliche geschah, welches unbewusst mein ganzes Leben negativ beeinflusste. Auch später, als ich durch einen schweren Fehler die Liebe der wohl zwei einzigen Menschen, denen ich je etwas bedeutete, verlor und auch bei weiteren schrecklichen Erlebnissen erhielt ich nie Hilfe. Jetzt ist es zu spät. Ich bin allein. Selbst in der Gesellschaft Tausender bin ich allein. Wie oft habe ich daran gedacht, dem ganzen Spuk, der mein Leben sein soll, ein Ende zu bereiten. Doch es fehlte mir die Kraft für diesen letzten Schritt. Als mich vor fast zwei Jahren ein weiterer Schicksalsschlag traf, begann ich sogar, mich mit meinem einsamen Dasein abzufinden. Ich wurde zwar nicht glücklich, war immer noch allein und einsam. Aber ich begann, mein emotionslos und sinnloses Dahinvegetieren etwas zu ertragen. Doch nun ist etwas geschehen, das die ganze brennende Flut meiner Traurigkeit wieder an die Oberfläche geholt hat. Und wieder denke ich darüber nach, ob es nicht sinnvoller wäre, mein sinnloses Dasein zu beenden.
Vieleicht ist das hier der letzte Strohhalm an dem ich mich klammere...

11.03.2012 17:53 • 21.03.2012 #1


13 Antworten ↓


DakotaSun


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Hallo,

das klingt ja wirklich extrem mutlos und traurig.
Leider schreibst du sehr wenig konkretes. Erzähl uns doch etwas über dich.
Sonst können wir gar nichts dazu sagen.
Umbringen willst du dich eigentlich nicht....es gibt immer eine Lösung und immer einen anderen Weg, den man einschlagen kann.

LG
Leni

11.03.2012 21:25 • #2


Martin1993


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Hey,
ich bin zwa nur ein kidn von gerade mal 17 jahren, aber ich möchte dir etwas zu deinem post sagen ...

genau das selbe, was du durchgemacht hast in deiner lebenszeit, hat meine mutter ebenfalls durchamchen müssen ... von vergewaltigung bis körperverletzung zurück zu mobbing und hoch zum famielien ausstoß sowie der tot ihr einzigsten bezugs personen ...
all das war im alter von 6-22
sie standgenauso da wie du ... niemand liebte sie, niemand verstand sie, und allgemein war sie nur ein haufen müll in ihren augen ...
aber sie hatte angst sich selbst zu erlösen, genau wie du und lebte weiter ...
mit 30 kam ein hoch für sie ... sie traf einen mann der ihr half ... nach 2 jahren wurde es stalking und sie ist fast gegangen ...

aber soll ich dir was sagen? sie hat weiter gemacht ... und hat vor 18 jahren mich gebohren mit meinem vater ... den sie damals kennlernte und heiratete ...
wie man sich denken kann ist er genau so ein Ar. wie alle anderen in ihrem leben
aber sie aht weiter gemacht ... ich wurde älter und habe ein verhältnis zu meiner mum von der viele noch viel lernen können ... sie ist momentan glücklich wie noch nie! nur weil sie nicht aufgiebt ...

ich kann nicht beurteilen wies dir geht, oder was du jetzt tun wirst ... aber denk doch drann was in der zukunft noch alles passieren kann .. du bist noch längst nicht am ende ... und vom bodne gehts nur bergauf!

irgendwann wirst auch du dein glüc im leben finden!!
ich hoffe mal das ich mit grade mal 17 nicht zu klein als rat geber für dich bin
ich hoffe ich konnte dir wenigstens einwenig helfen ...
Viel Glück in deiner zukunft
MFG Martin 17

11.03.2012 22:01 • #3


Loveless


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Hallo SadlyExistence,

ich möchte dir erstmal sagen, dass das was du schreibst wirklich nicht schön klingt. Aber ich möchte dir auch sagen das du damit nicht alleine bist. Du bist scheinbar an eine Grenze gestoßen die unerträglich ist und dein Leben dir kaum noch einen Sinn zu geben scheint. Aber das ist der Punkt: es scheint für dich momentan eine völlig ausweglose Situation zu sein in der du dich befindest, aber wie wäre es denn wenn du da raus kommen würdest? Wieder Freude am Leben haben könntest?

Ich würde auch gerne mehr von dir und deinem Leben erfahren, vielleicht können wir dir hier ja ein wenig helfen =)

Gib nicht auf...

Hast du dich mal an das diakonisch Werk gewendet? Ich hab auch zurzeit extreme Probleme in meinem Leben und wie du auch schon oft an das "aufhören" gedacht, aber mir ist jedesmal bewusst geworden, dass ich nicht mein Leben beenden will sondern nur die Quallen, Schmerzen und Ängste los werden möchte! Und dabei kann dir so eine Anlaufstelle wirklich helfen. Mir hat es geholfen und ich kam mir mit meinen Problemen und Ängsten nicht mehr so einsam und verlassen vor.

Ich wünsch dir alles gute und schreib doch mal was dich so bedrückt und dich in die Ecke gedrängt hat. Schreiben hilft auch schon ungemein... und in einem Forum hören dir viele Menschen zu und nehmen Anteil. Das ist Gold wert =)


Viele Grüße


Loveless

11.03.2012 23:02 • #4


IsieNew


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Hallo,

herzlich willkommen hier SadlyExistence.
Man spürt deine extreme Hilflosigkeit... ich wünschte ich könnte dir mehr helfen, als nur Zuhören. Vielleicht wird genau dieses zuhören aber schon ein wenig Balsam für dich sein...
Ist die Liebe zu den 2 Menschen die dir was bedeuten endgültig verloren? Gibt es Hoffnung auf Annäherung?
Es ist schwer um Hilfe zu bitten, wenn man unten ist - ich weiß. Aber manchmal muss man selbst die ersten Schritte gehen, auch wenn sie klein sind. Vielleicht gibt es tatsächlich hilfsstellen, die genau dir helfen können?

Emotionslos wirkst du nicht - ehrlich. Klammer weiter an alle Strohhalme um dich herum - gib nicht auf.

Lieben Gruß, Isie.

11.03.2012 23:34 • #5


SadlyExistence


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Meine ganze Lebensgeschichte hier aufzuschreiben, würde den Rahmen sprengen. Vergewaltigung im Alter von 10 Jahren durch einen Bekannten der Eltern. Fortan Schläge und verbale Geringschätzung durch die Eltern. In Schule, Lehre und Job gemobbter Außenseiter. Erstes Kind mit 18, Heirat mit 22, mit 24 zweites Kind nach Risikoschwangerschaft mit wochenlangem Kliniksaufenthalt. Ehe scheiterte, da Ex-Mann während meines Klinikaufenthaltes ein eheähnliches Verhältnis mit einer anderen führte. Parallel dazu ständige psxchische Grausamkeiten durch meinen Mann. Aus Verzweiflung der Versuch, für mich und meine Kinder eine neue Existenz aufzubauen. Daher Annahme einer Arbeit in einer fernen Stadt.
Der größten Fehler meines Lebens! Da ich am neuen Arbeitsort noch keine Wohnung hatte, konnte ich meine Kinder nicht sofort mitnehmen. Das nutzte mein Ex aus und suggerierte den Kindern und meiner ganzen Familie, ich hätte ihn und die Kinder böswillig wegen eines anderen Mannes verlassen. Dabei gab es gar keinen anderen. Mir schenkte niemand Glauben und man verweigerte mir fast ein Jahr lang den Kontakt zu meinen Kindern. Dann die Scheidung. Da ich den Kampf um mein jüngeres Kind verlor, wurden die beiden auseinander gerissen. Und wieder gab man mir die alleinige Schuld.
Meine Kinder sind heute Kinder erwachsen. Sie hassen mich zwar nicht, aber ich bin ihnen egal. Ebenso dem Rest meiner Familie. Erschwerend kommt noch hinzu, dass ich berufsbedingt wieder umziehen musste und hier völlig allein bin.
Durch meine frühere Arbeit erlebte ich weitere Traumata. Lebensgefahr im Ausland bis hin zu toten Arbeitskollegen. Psychologische Hilfe bekam ich nie. Dieses Arbeitsverhältnis endete vertragsgemäß vor fünf Jahren, seitdem bin ich trotz massiven Bemühungen arbeitslos. Und inzwischen auch finanziell verarmt.
Vor zwei Jahren wieder Verkehrsunfall. Durch die dabei erlittenen Verletzungen (Lunge, Hüfte und Rücken) nicht mehr belastbar und nahm extrem zu.
Ich suchte Hilfe. Im Rahmen einer beruflichen Maßnahme gab es auch mehrere Gespräche mit einem Psychologen. Sein Urteil: Ich bräuchte dringend professionelle Hilfe. Konkrete Vorschläge erhielt ich aber nicht. Also suchte ich eine Hilfsstelle (ähnlich Caritas) auf. Man hörte sich meine Geschichte an. Ein weiterer Termin würde mir mitgeteilt, hieß es. Danach habe ich nie wieder etwas gehört.
Ein weiteres Problem: meine Sehnsucht nach einem Menschen, der mich eventuell lieben könnte. Nach der Scheidung mehrere glücklose Beziehungen. Die vorletzte, mit häuslicher Gewalt durch einen Alk., endete vor 7 Jahren. Vor 5 Jahren fiel ich in einer kurzen Liaison auf einen herein, der mich nur verarscht hat. Er verhinderte auch, dass ich zurück in meine Heimat ziehe. Danach habe ich keinem mehr vertraut. Doch vor kurzem traf ich einen Mann, der glaubhaft vorgab, sich wirklich für mich zu interessieren. Obwohl er bereits im ersten Gespräch erfuhr, wie sehr meine Seele in meinem Leben schon verletzt wurde, gab er weiter vor, sich für mich zu interessieren. Jetzt stellte sich heraus, dass er sich nur einen Scherz gemacht hat.
Und nun sind sie wieder da: die ständigen Gedanken, meinem sinnlosen Leben eine Ende zu setzen. Stärker als je zuvor.
Mal ganz ehrlich: Arbeitslos, behindert, fett, uninteressant für jeden Menschen, ohne Freunde. In dem kleinen sozialen Umfeld, das ich habe, eher mitleidig belächelt als wirklich integriert. Ohne Aussicht auf irgendeine Besserung. Und trotz Hilfegesuche keine Hilfe.
Ich bin jetzt 47 Jahre alt. Was bitte soll mir denn mein Leben noch bringen?

12.03.2012 02:22 • #6


DakotaSun


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Guten Morgen,

was dir dein Leben noch bringen soll?
Das, was du dir wünschst. Ich gebe zu, dass dein Leben bis jetzt nicht sehr glücklich war, aber mir scheint du hast System darin, dir falsche Männer auszusuchen. Natürlich läuft das nicht bewußt ab.
Du alleine kannst manche Dinge ändern, manche nicht. Die, die du ändern kannst, solltest du eins nach dem anderen angehen.
Fett- du kannst abnehmen.
Ohne Hilfe- such sie dir. Und bitte nicht sagen ich habe es schon einmal versucht. Lass dich nicht abwimmeln!! Geh zu einem Arzt, bitte ihn konkret um Überweisung oder eine Kur.
Deine Behinderung kannst du nicht rückgängig machen, aber du kannst die Auswirkungen mildern durch gezielte Gymnastik, durch Abnehmen.
Liebe: Du suchst Liebe von einem anderen Menschen. Wie soll dich ein anderer lieben, wenn du dich selbst so gering schätzt?
Ich bin sicher, dass es viele Frauen gibt, die auch Schweres durchgemacht haben und sich einsam fühlen. Bestimmt gibt es Selbsthilfegruppen für traumatisierte Menschen.
Schließ dich denen an, die wissen, wie man sich fühlt.
Geh ins Tierheim, such dir einen Hund aus, der 3mal täglich raus muss. Schon alleine dadurch wirst du in Kontakt zu anderen Menschen kommen. Die meisten Hundebesitzer sind nette Leute!
Männer würde ich erst einmal weg lassen. Das wird sich von selbst ergeben, wenn die Zeit reif ist und wenn du das ausstrahlst, was du haben möchtest.
Kinder: Schreib ihnen einen ehrlichen Brief, sag ihnen, dass du gerne Kontakt möchtest.

Aber das wichtigste ist, dass du anfängst etwas zu tun.

Ich wünsche dir, dass du das schaffst!

LG
Leni

12.03.2012 09:26 • #7


SadlyExistence


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Ich danke euch für eure Worte. Ich weiß, ihr meint es gut. Jahrzehntelang habe ich mir nichts mehr gewünscht, als dass sich mein Leben endlich zum positiven ändere. Aber inzwischen habe ich den Glauben daran aufgegeben, dass dies noch geschieht. Zu vieles habe ich schon versucht und getan.

Abnehmen: Ich habe mir Ernährungsberatung geholt, eine Ernährungsumstellung gemacht. Zwei Jahre lang nicht der geringste Erfolg. Laut Ärzte liegt keine Stoffwechselerkrankung vor. Ich müsste mich exzessiv bewegen, um abzunehmen. Aber wie soll man sich exzessiv bewegen, wenn man durch eine Behinderung eingeschränkt ist? Neben der Bewegungseinschränkung sind teilweise unerträgliche Schmerzen mein täglicher Begleiter. An manchen Tagen ist es so schlimm, dass ich froh bin, wenn ich bis zur Bank vor der Haustür komme. Trotz meiner Anmerkung, dass mich die Schmerzen auf Suizidgedanken bringen, wird mir nach wie vor eine wirksame Schmerztherapie von den Ärzten versagt. Auch eine Kur wird mir nicht genehmigt, trotz mehrfacher Beantragung.

Tiere: Ich hatte sogar eigene Haustiere. Aus finanziellen Gründen konnte ich sie nicht mehr versorgen und musste sie abgeben. Es war für mich wie eine Wiederholung des Dramas mit meinen Kindern. Daran bin ich fast ganz zerbrochen. Habe damals wiederholt einen Suizidversuch unternommen, der aber leider nicht glückte. Vor wenigen Monaten hatte ich auch die Idee mit dem Gassi Führen von Tierheimhunden. Nur ist das Tierheim hier so weit weg und mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen. Trotzdem habe ich mich beim Tierheim vorgestellt und um einen Gassi-Geh-Hund bemüht. Ich wurde abgelehnt, da ich humpele und nur kurze Strecken gehen kann.

Männer: Auf Grund meiner gescheiterten Ehe habe ich nie bewusst nach einem Mann gesucht. Nun habe ich schon seit Jahren die Devise: „Wenn die Liebe zu mir kommen will, wird sie mich schon finden. Ob ich sie noch einmal in mein Leben rein lasse, weiß ich noch nicht.“
Aber eine unterschwellige Sehnsucht nach Gemeinsamkeit und Geborgenheit bleibt immer. Solche Sehnsucht kann man unterdrücken, jedoch nie ganz beseitigen. Dennoch bin ich mir bewusst, dass eine neue Beziehung nicht alle meine Probleme löst.

Meine Probleme liegen auch nicht daran, dass ich mich selber nicht wert schätze.
Natürlich habe ich wie jeder Macken und Grillen, habe Fehler im Leben gemacht. Charakterlich habe ich wie jeder meine Stärken und Schwächen. Aber ich weiß auch, dass ich im Leben schon viel geleistet hab. Dass ich zwar fett, aber nicht grundsätzlich hässlich bin. Wenn es mir gelänge abzunehmen, wäre ich sogar wieder hübsch. Ich weiß, dass ich etwas wert bin.

Aber was nützt einem die eigenen Wertschätzung, wenn niemand anderes da ist, dem man etwas wert ist? Niemand, der froh darüber ist, das es einen gibt. Niemand, der auch nur ansatzweise ernsthaftes und ehrliches Interesse an meiner Person hätte – egal ob freundschaftlich, familiär oder beruflich. Niemand, der Wert auf meine Gesellschaft legt, sondern diese nur als Belastung empfindet.

Von meinem Leben erwarte ich gar nichts mehr. Ich habe alle Jahre auf Wertschätzung, Anerkennung, Freundschaft und effektive Hilfe gehofft. Habe mich nach tiefen Löchern in meinem Leben immer wieder aufgerafft. Versucht, nach vorne zu schauen, einen Sinn in allem zu finden, gekämpft. Irgendwann wird man aber des Kämpfens müde, sehr sehr müde…

12.03.2012 11:39 • #8


prinzessin22589


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Was mir auffällt in deinem Schreiben ist, dass du auf alle Tipps und Hinweise eine Anzwort hast, warum alles nicht geht. Du stehst dir selber im Weg. Und es wird dich nie jemand anders wertschätzen wenn du es selber nicht tust. Ich weiß nicht wo du her kommst und bei welchen Ärzten du warst, aber eine schmerzfreiheit ist im Normalfall oberstes Behandlungsziel. Und wenn dir trotz deiner Behinderungen Kuren und Rehas angelehnt werden, dann muss noch mehr dahinter sein. Du bist da scheinbar in ein tiefes Loch gefallen wo du alleine nicht raus kommst, daher such dir Hilfe, nicht nur im Netz. Geh zu einem Therapeuten und sprech dort alles durch.

12.03.2012 13:56 • #9


SadlyExistence


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@ prinzessin22589
Danke für deine destruktive Antwort: Immer drauf auf jemand, der ohnehin schon am Boden liegt...
Aber ich habe ja gesehen, du antwortest in vielen Threads. Komischerweise immer dasselbe: Man ist selber schuld und soll sich schnellsten einem Therapeuten anvertrauen. Eine Universallösung für alle??
Hättest du meine Schreiben richtig gelesen, hättest du auch gelesen, dass ich mich selber sehr wohl wert schätze. Aber der Mensch ist nun mal ein "Gesellschaftstier" und benötigt auch die Wertschätzung von seines gleichen.

Und nein, ich habe KEINE AUSREDEN, warum dies und jenes nicht geht. Ich habe ! schon viel versucht, auch mit professioneller Hilfe. Aber es hat nicht funktioniert. Das ist nun mal eine TATSACHE. Sie zu verleugnen, hätte nur Verdrängung zur Folge. Ich habe zu lange und zu oft verdrängt. Ich kann das nicht mehr. Darum suche ich eine dauerhafte und effektive Lösung.

Und ich habe auch schon bei Selbsthilfegruppen und Psychologen Hilfe gesucht. Den Psychologen musste ich selber zahlen, da mein Arzt mir eine Überweisung verweigert. Für das Thema Vergewaltigung hatte man offene Ohren. Aber in Bezug auf die Traumata, die ich durch meinen ehemaligen Beruf erlitten habe, waren die Helfer überfordert. Zu speziell und viele Helfer können sich gar nicht in die Situationen hinein denken. Selbst der Psychologe in der beruflichen Maßnahme hatte schon angedeutet, dass es schwer werde, jemanden zu finden, der sich damit auskennt.

Ich wirke im ersten persönlichen Gespräch meist sehr taff und stark. Das liegt daran, dass man sich in meinem ehemaligen Beruf keine Schwächen leisten konnte. Innerlich bin ich jedoch ein zutiefst zerbrochener Mensch der einfach nur einen dauerhaften Ausweg sucht…

12.03.2012 17:09 • #10


Muckelmaus


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Hallo,

was du alles erleiden musstest und noch immer musst tut mir sehr leid.

Eigentlich finde ich den Beitrag von prinzessin22589 nicht destruktiv sondern würde ihn eher als konstruktive Kritik betrachten. Dies liegt wohl, wie vieles andere auch, im Auge des Betrachters. Nach dem was ich bisher so von dir gelesen habe hast du dich schon aufgegeben. Aber wenn jemand wirklich wirklich an dich glauben muss, dann bist das du selbst!

15.03.2012 11:11 • #11


Ganz-Allein


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Hallo,

wie geht es dir heute?

Meine Geschichte ist deiner in vielen ähnlich, wenn auch nicht ganz so schlimm.
Ich würde mich freuen, wenn du noch liest.

19.03.2012 19:43 • #12


prinzessin22589


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Schade das du das als so destruktiv ansiehst, aber so ist es nicht gemeint. Wenn es so ist, dass dein Hausarzt eine Überweisung verweigert, ist doch der Hausarztwechsel der erste Schritt, denn mit deiner Geschichte ist ganz normal eine Überweisung zu erhalten und dann ist auch die eigene Finanzierung nicht nötig, denn dass kann sich ja keiner Leisten. Deine Antwort wird vermutlich jetzt sein, dass ein Hausarztwechsel nicht möglich ist oder du das nicht willst, aber nach der Überweisung kannst du ja zu weiteren Behandlung zu deinem jetzigen Hausarzt zurück gehen.
Und davon mal ganz ab, bei jeglicher Angsterkrankung ist das Erreichen von Angstfreiheit ohne Therapie und fachlicher Behandlung, kaum möglich. Auch wenn du das anders siehst. Die aller meisten chronischen Verläufe sind ja gerade darin begründet, weil angstpatientin eben nicht oder viele Jahre später in Therapie gehen und je länger man wartet um so schwerer wird es und ein angstfreies Leben wird unwahrscheinlicher. Aber ich kann natürlich nur von mir und den mir bekannten Angstlern sprechen und da ich seit meiner Therapie jetzt seit vielen Jahren angstfrei bin, scheine ich auch einiges richtig gemacht zu haben aber ich habe nie und nirgendwo behauptet, dass es nicht auch viele andere Wege gibt zum Erfolgt zu kommen. Ich kann nur von meinem Erfolgsweg schreiben. Wenn für dich alles anders ist, ok. Und wie es dir wirklich geht kann ja eh keiner sagen, ich kann dir nun zurückmelden, wie das wirkt was du schreibst. Wenn du so eine neutrale Rückmeldung für dich nicht zielsichres findest und es uninteressant ist, ist doch ok.

19.03.2012 20:27 • #13


Diana1


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Kein Mensch ist wertlos! Du bist, wer Du bist, unabhängig, was andere denken oder was Du selbst von Dir hälst. Dein Leben hat einen Sinn und eine Bedeutung. Du erkennst ihn nur nicht. Du sehnst Dich danach, geliebt zu werden. Der beste Weg, um Liebe zu empfangen, ist Liebe zu geben. Verschenke Deine Liebe freigiebig und Du wirst Liebe zurükbekommen. Tue anderen Gutes, wo immer Du kannst und Dein Leben wird einen Sinn haben. Denke einmal darüber nach, wer traurig wäre, wenn Du nicht mehr leben würdest, vielleicht fallen Dir da ja doch erstaunlich viele ein?! Glaube mir, Du wirst geliebt, Du musst die Liebe nur annehmen.

21.03.2012 04:07 • #14



Dr. Reinhard Pichler


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