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Hi zusammen,

Ich möchte mir meinen Frust von der Seele schreiben. Eventuell könnt ihr mir auch Tipps geben.

Eigentlich fühle ich mich ziemlich schlecht dabei, weil ich meine Eltern nicht so hintergehen will. Ich liebe sie über alles und wünsche mir auch keine anderen.

Also: ich, 30, wohnen mit meinem Freund neben meinen Eltern. Weil ich eigentlich die Nähe sehr schätze und brauche. Auch ein wenig, wegen meiner Angststörung.

Meine Mutter ist mir irgendwie heilig. Egal, was sie sagt, sie hat recht.
In den letzten Jahren hab ich mich damit auseinandergesetzt und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich mein Leben führe und nicht das meiner Mama.

Aktuelles Beispiel: ich schlafe mit meinem Freund in getrennten Räumen, da ich sehr empfindlich gegen Atemgeräusche bin. Laut meiner Mama ein NoGo. Sie trichert mir ein, dass das keine Liebe sei und er eh nicht der Mann meines Lebens ist. Ich versuche ihr dann immer zu erklären, dass das damit nichts zu tun hat. Immerhin ist ja nur schlafen und solange es uns nicht stört?!
Dann plötzlich kam letztens in den Nachrichten, dass das wohl modern ist bei neuen Paaren und plötzlich findet meine Mum das vollkommen in Ordnung...
Und ich mache mich Jahre bekloppt, ob meine Mutter nicht doch recht hat und ich nicht normal bin.

Dann geht man immer morgens zum Arzt. Nie mittags. Wenn ich mittags gehe und es mir sehr schlecht geht, heißt es nur: selber schuld, man geht auch morgens zum Arzt.
Das kann ich mir dann den ganzen Tag anhören.

Gestern hatte ich Fieber und hab gefragt, ob mich meine Mama fahren kann, weil es mir echt nicht gut ging. Ne, muss ich alleine schaffen. Ich soll mich nicht so anstellen. Und das bei allem. Ich wünsche mir manchmal, dass meine Mama sagen würde, komm wir gehen gemeinsam auf die Suche nach einer Klinik oder ich begleite dich... etc.

Ich weiß, ich bin 30, ich verlange auch nicht viel, wirklich nicht. Nur bei meiner Angst ein wenig Hilfe.

Und auch sonst ist es mit meiner Mama nicht einfach. Wenn ich länger als 9 Uhr schlafe, bin ich direkt wie ein asi krieg nix auf die Kette.
Manchmal denk ich, sie versteht garnicht, dass ich eine Angststörung.

Gestern hatte ich beim Arzt ganz doll Herzrasen. Da ich bei allem nervös bin, da wird mir auch nur wieder gesagt: ganz ehrlich, wie kann man herzrasen bekommen, wenn einem nur in den Hals geguckt wird.

Ich hab die Krankheit seit 9 Jahren und sie versteht nicht, dass selbst der Gang dahin eine Tortur für mich ist an schlechten Tage n.

Es gibt noch mehr Dinge, aber ich denke das reicht, um euch ein Bild zu geben. Und da in meinen Augen meine Mama immer recht hat, bin ich depressiv, weil ich das Gefühl hab alles falsch zu machen in meinem Leben.

Meinen Papa kann ich da nicht drauf ansprechen, der flippt bei allem direkt aus : du bist 30, das schaffst du alles alleine


Übertreibe ich? Kennt ihr eventuell so Situationen? Könnt ihr mir einen Rat geben?

30.10.2018 02:25 • 30.10.2018 #1


18 Antworten ↓


Sorry für den Doppelpost, find bearbeiten nicht auf dem Handy.

Ich wollte noch ein paar Beispiele anhängen.

- es darf nach 20 Uhr keine Pizza bestellt werden, weil man so spät nicht isst. Man hört das im Flur ich und am nächsten Tag meckert meine Mutter.. sodass ich wirklich Angst habe Pizza zu bestellen. Mein Freund dreht deswegen ab.

- zw. 13-15 Uhr darf nicht gesaugt, geputzt oder Wäsche gemacht werden. Meine Eltern machen da ein Schläfchen. Leider ist das meine Zeit, wo ich mich am besten fühle.

- meine Wohnung ist halt ein Saustall ( meine Mutter ist wirklich sehr penibel )

- sobald ich die darauf anspreche ist sie beleidigt und redet nicht mit mir oder schreit rum.

- mein Baby ( meine Katze ) würde sie mir am liebsten manchmal wegnehmen, weil ich ihr nicht 3x Am Tag Wasser gebe.

... ich frag mich dann halt immer, ob ich wirklich so schlecht bin.

30.10.2018 02:44 • #2



Eltern haben immer recht

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Pseudonym 29
Zitat von LadyHope:
Hi zusammen,

Ich möchte mir meinen Frust von der Seele schreiben. Eventuell könnt ihr mir auch Tipps geben.

Eigentlich fühle ich mich ziemlich schlecht dabei, weil ich meine Eltern nicht so hintergehen will. Ich liebe sie über alles und wünsche mir auch keine anderen.

Also: ich, 30, wohnen mit meinem Freund neben meinen Eltern. Weil ich eigentlich die Nähe sehr schätze und brauche. Auch ein wenig, wegen meiner Angststörung.

Meine Mutter ist mir irgendwie heilig. Egal, was sie sagt, sie hat recht.
In den letzten Jahren hab ich mich damit auseinandergesetzt und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich mein Leben führe und nicht das meiner Mama.

Aktuelles Beispiel: ich schlafe mit meinem Freund in getrennten Räumen, da ich sehr empfindlich gegen Atemgeräusche bin. Laut meiner Mama ein NoGo. Sie trichert mir ein, dass das keine Liebe sei und er eh nicht der Mann meines Lebens ist. Ich versuche ihr dann immer zu erklären, dass das damit nichts zu tun hat. Immerhin ist ja nur schlafen und solange es uns nicht stört?!
Dann plötzlich kam letztens in den Nachrichten, dass das wohl modern ist bei neuen Paaren und plötzlich findet meine Mum das vollkommen in Ordnung...
Und ich mache mich Jahre bekloppt, ob meine Mutter nicht doch recht hat und ich nicht normal bin.

Dann geht man immer morgens zum Arzt. Nie mittags. Wenn ich mittags gehe und es mir sehr schlecht geht, heißt es nur: selber schuld, man geht auch morgens zum Arzt.
Das kann ich mir dann den ganzen Tag anhören.

Gestern hatte ich Fieber und hab gefragt, ob mich meine Mama fahren kann, weil es mir echt nicht gut ging. Ne, muss ich alleine schaffen. Ich soll mich nicht so anstellen. Und das bei allem. Ich wünsche mir manchmal, dass meine Mama sagen würde, komm wir gehen gemeinsam auf die Suche nach einer Klinik oder ich begleite dich... etc.

Ich weiß, ich bin 30, ich verlange auch nicht viel, wirklich nicht. Nur bei meiner Angst ein wenig Hilfe.

Und auch sonst ist es mit meiner Mama nicht einfach. Wenn ich länger als 9 Uhr schlafe, bin ich direkt wie ein asi krieg nix auf die Kette.
Manchmal denk ich, sie versteht garnicht, dass ich eine Angststörung.

Gestern hatte ich beim Arzt ganz doll Herzrasen. Da ich bei allem nervös bin, da wird mir auch nur wieder gesagt: ganz ehrlich, wie kann man herzrasen bekommen, wenn einem nur in den Hals geguckt wird.

Ich hab die Krankheit seit 9 Jahren und sie versteht nicht, dass selbst der Gang dahin eine Tortur für mich ist an schlechten Tage n.

Es gibt noch mehr Dinge, aber ich denke das reicht, um euch ein Bild zu geben. Und da in meinen Augen meine Mama immer recht hat, bin ich depressiv, weil ich das Gefühl hab alles falsch zu machen in meinem Leben.

Meinen Papa kann ich da nicht drauf ansprechen, der flippt bei allem direkt aus : du bist 30, das schaffst du alles alleine


Übertreibe ich? Kennt ihr eventuell so Situationen? Könnt ihr mir einen Rat geben?

Einige Sachen die du schreibst kenn ich. Nicht von mir selbst, nur vielleicht kann ich dir schildern was dir vielleicht helfen mag. Aller Dings nicht hier. Wen du willst können wir per pn schreiben

30.10.2018 03:18 • x 1 #3


Luna70
Also ehrlich gesagt, kam mir als erstes in den Sinn, dass du dringend aus dem direkten Einflussbereich deiner Eltern verschwinden solltest und mit deinem Freund so weit weg ziehen solltest, dass deine Eltern nicht jeden Schritt mitkriegen.

Wir leben auch alle in einem Haus (in getrennten Wohnungen), aber die Beziehung unserer Tochter ist für uns absolut tabu. Da mischen wir uns nicht ein, nur so funktioniert so auch denke ich. Das ist wirklich übergriffig, was deine Mutter da macht und noch dazu widersprüchlich. Auf der einen Seite sollst du selbständig sein und alleine zum Arzt gehen und auf der anderen Seite behandelt sie dich aber wie ein kleines Kind.

Was passiert denn, wenn du ihr widersprichst? Vermutlich ist sie dann tagelang beleidigt, weil du ihre guten Ratschläge nicht annimmst?

30.10.2018 09:15 • x 3 #4


kritisches_Auge
Ich kenne das so gut aus meinem früheren Leben.
Auch wenn ich mit dem was Mutter sagte, längst nicht immer einverstanden war, meinte mein Gefühl sie habe recht und wenn ich negatives in mein Tagebuch schrieb, meinte ich Schritte zu hören.
Ich nannte sie den Großen Elefanten und sie war wie eine Göttin.

Mutters Tick war die Ernährung, ich sollte Butter essen obwohl mir vor ihr ekelte, ich habe sie auch nicht gegessen. Ansonsten waren ihre Vorschläge als ich erwachsen war, erträglich, nur Kritik konnte sie nicht ertragen. Das Schlimmste war aber: Sie wollte mir das Stillen meiner Tochter madig machen, es zehrte an mir, ging gegen meine Gesundheit. Vor lauter Panik haute ich dann einmal ab, ging zu einer Freundin, mein Mann fuhr sie dann zum Bahnhof und sie musste mit dem Zug zu sich nach Hause fahren.

Mich würde interessieren welche Rolle dein Freund spielt, das alles muss ihn doch auch nerven, kann er nicht mit deiner Mutter einmal reden?

Was sie sagt, ist Blödsinn pur,das einzige was ich verstehe, ist, dass sie nicht in ihrem Mittagsschlaf gestört werden will, da müsst ihr einen Kompromiß finden.

30.10.2018 09:42 • #5


aldia249
Zitat von LadyHope:
Hi zusammen,

Ich möchte mir meinen Frust von der Seele schreiben. Eventuell könnt ihr mir auch Tipps geben.

Eigentlich fühle ich mich ziemlich schlecht dabei, weil ich meine Eltern nicht so hintergehen will. Ich liebe sie über alles und wünsche mir auch keine anderen.

Also: ich, 30, wohnen mit meinem Freund neben meinen Eltern. Weil ich eigentlich die Nähe sehr schätze und brauche. Auch ein wenig, wegen meiner Angststörung.

Meine Mutter ist mir irgendwie heilig. Egal, was sie sagt, sie hat recht.
In den letzten Jahren hab ich mich damit auseinandergesetzt und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich mein Leben führe und nicht das meiner Mama.

Aktuelles Beispiel: ich schlafe mit meinem Freund in getrennten Räumen, da ich sehr empfindlich gegen Atemgeräusche bin. Laut meiner Mama ein NoGo. Sie trichert mir ein, dass das keine Liebe sei und er eh nicht der Mann meines Lebens ist. Ich versuche ihr dann immer zu erklären, dass das damit nichts zu tun hat. Immerhin ist ja nur schlafen und solange es uns nicht stört?!
Dann plötzlich kam letztens in den Nachrichten, dass das wohl modern ist bei neuen Paaren und plötzlich findet meine Mum das vollkommen in Ordnung...
Und ich mache mich Jahre bekloppt, ob meine Mutter nicht doch recht hat und ich nicht normal bin.

Dann geht man immer morgens zum Arzt. Nie mittags. Wenn ich mittags gehe und es mir sehr schlecht geht, heißt es nur: selber schuld, man geht auch morgens zum Arzt.
Das kann ich mir dann den ganzen Tag anhören.

Gestern hatte ich Fieber und hab gefragt, ob mich meine Mama fahren kann, weil es mir echt nicht gut ging. Ne, muss ich alleine schaffen. Ich soll mich nicht so anstellen. Und das bei allem. Ich wünsche mir manchmal, dass meine Mama sagen würde, komm wir gehen gemeinsam auf die Suche nach einer Klinik oder ich begleite dich... etc.

Ich weiß, ich bin 30, ich verlange auch nicht viel, wirklich nicht. Nur bei meiner Angst ein wenig Hilfe.

Und auch sonst ist es mit meiner Mama nicht einfach. Wenn ich länger als 9 Uhr schlafe, bin ich direkt wie ein asi krieg nix auf die Kette.
Manchmal denk ich, sie versteht garnicht, dass ich eine Angststörung.

Gestern hatte ich beim Arzt ganz doll Herzrasen. Da ich bei allem nervös bin, da wird mir auch nur wieder gesagt: ganz ehrlich, wie kann man herzrasen bekommen, wenn einem nur in den Hals geguckt wird.

Ich hab die Krankheit seit 9 Jahren und sie versteht nicht, dass selbst der Gang dahin eine Tortur für mich ist an schlechten Tage n.

Es gibt noch mehr Dinge, aber ich denke das reicht, um euch ein Bild zu geben. Und da in meinen Augen meine Mama immer recht hat, bin ich depressiv, weil ich das Gefühl hab alles falsch zu machen in meinem Leben.

Meinen Papa kann ich da nicht drauf ansprechen, der flippt bei allem direkt aus : du bist 30, das schaffst du alles alleine


Übertreibe ich? Kennt ihr eventuell so Situationen? Könnt ihr mir einen Rat geben?


Oh mein Gott. Habe meine Geschichte/mein Leben im jeder einzelnen Aussage wiedererkannt, nur in Bezug auf meinen Opa.
Nie ist irgendwas gut genug.. immer ist alles schei., egal wie sehr man sich Mühe gibt und versucht, es gut zu machen, man wird das hier nie erreichen.
Und immer dieses das macht man nicht.. das gehört sich nicht..
Man muss auch mal was aushalten können jammer nicht so viel typische Aussagen.
Ich würde dir wirklich dringend raten, dich zu distanzieren. Muss ja kein totaler cut sein , aber du solltest verstehen ( und da bin ich mir ziemlich sicher) haben deine Eltern einen großen Teil dazu beigetragen, dass du diese Angststörung überhaupt entwickelt hast.
Bei mir lief es genauso ab. Bin mehr oder weniger bei meinen Großeltern groß geworden, weil meine Mutter kaum Zeit hatte und mit diesen Sprüchen bin ich auch erzogen worden. Ich habe gelernt, die Klappe zu halten und gehorsam zu sein.. ich habe viel zu viel eingesteckt bei den Versuchen, ihm immer alles recht zu machen.
Lern dein eigenes Leben zu leben und dir wird es so viel besser gehen. Da stecken so viele negative Glaubenssätze dahinter, die sich in negative Denkmuster verselbständigt haben.. so oft fühlt man sich unterbewusst schlecht, weil man denkt man hat jetzt mal wieder etwas Falsches gemacht, dabei kannst du zum Arzt gehen, wann du willst oder schlafen wie du willst.. Es ist vollkommen in Ordnung.

Sorry bei dem Thema werd ich sooo emotional und aufgebracht.. hat für mich ziemlich lange gedauert, diese Denkmuster zu erkennen und dagegenzuhalten, aber bei dir liest es sich alles genau danach.
Wohl ist dieses Verhalten auch ein bisschen Generationsbedingt.

30.10.2018 10:22 • x 1 #6


aldia249
Zitat von LadyHope:
Sorry für den Doppelpost, find bearbeiten nicht auf dem Handy.

Ich wollte noch ein paar Beispiele anhängen.

- es darf nach 20 Uhr keine Pizza bestellt werden, weil man so spät nicht isst. Man hört das im Flur ich und am nächsten Tag meckert meine Mutter.. sodass ich wirklich Angst habe Pizza zu bestellen. Mein Freund dreht deswegen ab.

- zw. 13-15 Uhr darf nicht gesaugt, geputzt oder Wäsche gemacht werden. Meine Eltern machen da ein Schläfchen. Leider ist das meine Zeit, wo ich mich am besten fühle.

- meine Wohnung ist halt ein Saustall ( meine Mutter ist wirklich sehr penibel )

- sobald ich die darauf anspreche ist sie beleidigt und redet nicht mit mir oder schreit rum.

- mein Baby ( meine Katze ) würde sie mir am liebsten manchmal wegnehmen, weil ich ihr nicht 3x Am Tag Wasser gebe.

... ich frag mich dann halt immer, ob ich wirklich so schlecht bin.


Nein! Genau das bist Du eben nicht. Du bist gut so wie du bist. Sie sind das Problem und nicht du! Du hast aber das Problem, weil du trotzdem versuchst alles recht zu machen und wohl (noch) nicht damit umgehen kannst...

30.10.2018 10:25 • x 1 #7


Mein Rat: Von solchen Eltern sollte man sich komplett trennen und Kontakt abbrechen. Die machen einen nur kaputt.

30.10.2018 11:03 • x 1 #8


kritisches_Auge
Der Rat, dass die TE die völlig an ihre Mutter gebunden ist, sich trennen sollte, ist in meinen Augen unrealistisch.

Ich halte immer sehr viel vom langsamen Üben, meiner Meinung nach solltest du ein paar Sätze notieren, sie immer wieder lesen und deiner Mutter antworten. Der erste wäre z.B. ich sehe das komplett anders. Wenn sie brüllt bittest du sie aufzuhören oder du gehst aus dem Zimmer.

Im Laufe der Zeit kannst du zu härteren Methoden greifen, z.B. Mutter, das geht dich nichts an oder du weißt vielleicht nicht, dass sich die Zeiten ändern.

So würde ich langsam üben.

Auf Dauer wäre eine räumliche Trennung sicher das beste, aber ich würde nicht mit dem großen Einschnitt beginnen.

30.10.2018 11:23 • x 1 #9


Danke für eure super aufbauenden Worte! Das tut gut

Ich habe öfter versucht meiner Mutter zu sagen, dass mich das stört und ja, sie ist dann richtig beleidigt und reitet sich von einer Mücke zu einem Elefanten.

Kontakt abbrechen könnte ich niemals. Es gibt ja auch positive Dinge, jetzt habe ich natürlich nur die negativen genannt.

@kritisches_auge die Idee ist sehr gut, die werde ich umsetzen! Mein Freund tickt deswegen jedes Mal aus, weil ich ( fast ) alles mache, was meine Mutter sagt. Aber da er mich liebt und er weiß, dass mich das belastet, wenn ich mal gegenhalte, hält er sich wohl zurück.

Ich weiß, ich muss unbedingt MEIN Leben leben. Grade war ich kurz bei meinen Eltern, weil sie hören wollten, wie es mir geht. Da hab ich gesagt, ich konnte heut nacht nicht schlafen, weil ich Fieber hatte und starke Schmerzen im Hals, sodass ich das Brötchen nicht runter bekommen habe, was sie mir geben wollten.
Der Kommentar: Du könntest glatt in eine Schauspielschule gehen :/ Und wieso hast du gestern schon wieder bestellt und nicht gekocht?
Ich: Weil es mir nicht gut ging. ( also mein Freund arbeitet bis abends und normalerweise koche ich, weil ich zur Zeit zu Hause bin )
Mutter: Dann musst du erst recht kochen.
Ich: Mir gings aber körperlich nicht gut, nicht psychisch.
Mutter: Du bist so eine Drama Queen.

Da frag ich mich wieder, vielleicht bin ich ja wirklich eine Drama Queen oder ich sollte meinen Eltern einfach nicht sagen, wie es mir geht... aber das find ich wiederrum traurig.

Mich belastet das stark.

P.S. Manchmal glaube ich, dass das Problem ist, dass ich mit 30 sehr jung aussehe, klein und zierlich bin. Vom Selbstbewusstsein mal ganz zu schweigen... ich denke daher münzt, dass ich so stark auf meine Eltern fixiert bin.

30.10.2018 12:30 • #10


kritisches_Auge
Bei manchen Menschen äußern sich Sorgen in Aggression, bei meiner Tochter ist es so, deine Mutter sorgte sich vielleicht oft um ihr kleines zartes Mädchen.
Versuche es einmal so zu sehen, dass du sie allmählich erziehst und ihr auch ein paar Leckerlis, also liebevolle Sätze zukommen läßt.
Weitere Sätze sind:

Ach so?
-Das ist interessant
-Das ist deine Entscheidung
-Ich kann mir denken dass du es so siehst
-Du hast ein Recht auf eine eigene Meinung
-Tut mir leid dass du dich so aufregst
-Ich weiß dass du verärgert bist
-Darüber diskutiere ich nicht
Laß uns darüber reden, wenn du dich beruhigt hast.
- Durch Schreien und Drohen ändert sich garnichts.
- Dieses Thema ist tabu
- Ich möchte mich nicht auf dieses Gespräch einlassen.
- Schuldzuweisungen und Mitleidheischen funktionieren bei mir nicht mehr.

30.10.2018 13:27 • x 2 #11


So einer empathielosen Mutter würde ich nicht auch noch entgegen kommen. Die macht ihre Tochter ja psychisch fertig bis zum geht nicht mehr mit solchen Reaktionen und Aussagen.

30.10.2018 16:08 • x 1 #12


Icefalki
Nun, solange du die Meinung anderer über deine eigene stellst, wird das immer wieder Probleme geben. Schau, man kann sie ja auch mal reden lassen und trotzdem machen, was man für richtig hält.

Davon geht die Welt nicht unter.

Im Prinzip müsst ihr beide euch ein bisschen loslassen. Und man muss sich auch nicht ständig rechtfertigen. Das tut deine Mutter ja auch nicht. Insofern hast du daher das gleiche Recht, das zu tun, wie du gerne leben möchtest.

Und was deine Angsterkrankung anbelangt, man bekommt da schnell ein Problem, wenn man sich ständig verbiegt. Ist nämlich purer Stress.

Gehört mit zur Bewältung, seine Meinung sachlich und korrekt vertreten zu lernen.

30.10.2018 16:41 • #13


kalina
Zitat von Icefalki:
Schau, man kann sie ja auch mal reden lassen und trotzdem machen, was man für richtig hält.


Sehe ich auch so. Ich denk das machen die meisten so, oder?

Also wenn ich alles so machen würde, wie meine Mutter das möchte, dann hätte ich viel zu tun. Die meisten Mütter nörgeln doch oder versuchen einen irgendwie immer noch zu erziehen. So sind Mütter halt.

Bei mir geht das ins eine Ohr rein, aus dem anderen wieder raus.

Lass sie reden und mach trotzdem das was DU für richtig hältst. Leb Dein Leben wie es Dir gefällt.

30.10.2018 17:03 • x 1 #14


Fogchild
Hallo LadyHope,

ich empfehle Dir unbedingt dieses Buch von Franz Ruppert :

https://www.klett-cotta.de/buch/Systemi ... omie/12563


Fogchild

30.10.2018 17:09 • x 2 #15


aldia249
Ich denke, das Problem ist aber auch, dass relativ viel ins Unterbewusstsein geht, daher denke ich schon, dass es gut wäre, sich sehr bewusst und deutlich auch einfach mal abzugrenzen durch z.B. ein klares Nein Mutter, das siehst du falsch. Es ist in Ordnung-wie ich das mache Das wirkt sehr befreiend und positiv verstärkend.
Sobald man die negativen Glaubenssätze erkennt, die sich unterbewusst abspielen, wird alles einfacher..

30.10.2018 17:10 • #16


Icefalki
Ich bin ja auch Mutter. Was mir meine Angsterkrankung positiv gebracht hat, ist meine Selbstreflektion, damit ich Streu vom Weizen trennen kann.

Wenn ich dieses Elend lesen muss, wo es letztendlich eigentlich um Liebe geht, die aber so hanebüchend verwirrend rübergebracht wird, macht mich das traurig. Was aber schön ist, dass du trotzdem deine Eltern liebst. Bedeutet, sie haben auch was recht gemacht.

Vielleicht suchst du mal einen guten Zeitpunkt um über alles sachlich und ohne Anklagen reden zu können. Ist auch ein gutes Üben um freundliche Abgrenzung zu lernen. Muss ja nicht gleich funktionieren, allerdings hat man mal seine Meinung geäussert.

Dazu brauchst du eine gewisse Gelassenheit. Versuche es doch einmal.

30.10.2018 17:22 • x 1 #17

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kritisches_Auge
Danke, Tochter, dass es bei dir nicht in das eine Ohr rein in das andere raus gehst sondern dass du meckerst, beleidigt bist, mir die Meinung sagst.

30.10.2018 17:28 • #18


kleinerIgel
Zitat von LadyHope:
Mutter: Du bist so eine Drama Queen.

auf derartige Vorwürfe antworte ich: Tja, von irgendwem muss ich das ja wohl geerbt haben!?

Zitat von LadyHope:
Vom Selbstbewusstsein mal ganz zu schweigen... ich denke daher münzt, dass ich so stark auf meine Eltern fixiert bin.

oder umgekehrt. Ich habe deutlich mehr Selbstbewußtsein bekommen, als ich aufgehört habe mich nach dem zu richten, was meinen Eltern wollen (könnten).

30.10.2018 18:52 • x 1 #19



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