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Hallo Parkchemiker,
deine Geschichte hier berührt mich sehr.
Du bist ein sehr phantasievoller Mensch. Du hast diese Geschichte deiner Phantasie in der Einsamkeit wie eine reale Geschichte erlebt. Nun weinst du um dich, weil sie nicht real war. Das ist irgendwie herzzerreißend, entschuldige.
Aber es zeigt auch auf, was die Phantasie der Menschen kann.
Habe irgendwo gehört ( es ist sogar eine Therapieform), dass es Sinn macht und heilsam ist, wenn man negative Szenen seines eigenen Lebens positiv umschreibt. Real, mit dem Bleistift oder der Tastatur. Dass das auf die Seele dann heilsam wirkt, fast genauso, als hätte man das so erlebt.
In diesem Sinne meine ich: Nimm deine Geschichte, deine inneren Erlebnisse erst mal voll und ganz an, bevor du hinaustrittst in die Welt und in der realen Welt Erfahrungen mit einer realen Frau machst.
Verstehe mich nicht falsch- auch für mich "zählt" das reale Leben. Deine Reaktion nach der "Erkenntnis" zeigt, dass du sehr wohl Realität und Phantasie unterscheiden kannst. Trotzdem gibt es auch ein inneres Erleben, das genauso wirken kann wie das äußere Erleben. Das beweist deine Geschichte.
Du könntest diese Geschichte aufschreiben und würdigen. Es könnte der Stoff sein für richtig gute Literatur.
Ja, ich schließe mich den Ratschlägen der anderen hier an, die dir sagen, deine Lebensgeschichte aufzuarbeiten, auch den Tod deiner Mutter, vielleicht mit Hilfe eines Therapeuten und dir eine reale Partnerin zu suchen und zu finden.
Heute habe ich die ersten Schneeglöckchen gesehen. Real. Die Welt ist überall schön. Alles ist auch für dich da.
Alles Gute und liebe Grüße