Liebe Unbrauchbar67
Ein etwas komplizierter Fall, der sich mir noch nicht in voller Gänze erschliesst.
Ich komme erst mal zu folgenden Schlüssen
Erst einmal möchte ich ein paar Worte zu Deiner positiven, Deiner Haben-Seite anmerken:
1. Deine Familie hält, fern der tatsächlichen Realitäten, ernsthaft daran fest, ist der irrigen Annahme, dem Zwangsgedanken verfallen, dass Du Dich nicht selbst versorgen kannst.
Denn: Du bist berufstätig und verdienst Dein eigenes Geld, hast eine eigene Wohnung und bist finanziell nicht von Unterstützung der Familie abhängig. Sprich gibt es keinerlei Druckmittel mit welchen Dich Deine "Familie" zu einem
"in die Knie gehen" vor irgendwelchen Forderungen zwingen könnte.
2.Eigentlich bist Du, noch dazu mit Deiner gesundheitlichen Einschränkung, überaus stark, ja autark und fähig Dein Leben aus eigener Kraft zu führen. Deine Dir selbst leider verborgene Stärke beruht insbesondere auf der enormen Widerstandskraft, aufgrund derer dieser wahrhafte Psychoterror Dich (noch) nicht in den Wahnsinn, bzw. die vollkommene Resignation und Aufgabe in pathologische Lethargie und eine geschlossenen Anstalt getrieben hat. Da wo eigentlich ein paar Mitglieder Deiner "Familie" vielleicht sogar besser aufgehoben wären als Du, wenn man etwas tiefer über die psychische Struktur und zugleich äusserst destruktive Natur Deiner Verwandten nachdenkt

Na wenn das alleine nicht schon ausgesprochen positive Attribute Deiner Persönlichkeit sind, die Dir durch diese über Jahrzehnte, ja zeitlebens auferlegte Qual aus dem Blickfeld geraten zu sein scheinen
und trotz alledem eben nicht abhanden gekommen sind, na dann weiss ich auch nicht mehr

Gerade diese Deine dem Aussenstehenden sich offenbarende Stärke,
dieses sich Weigern vor dem finalen Beugen in Anbetracht dieses massiven, ja mörderischen psychischen Drucks, könnte mit der Auslöser dafür sein, dass der Druck durch die Verwandtschaft immer weiter erhöht, siehe Drohungen jedweder Art, oder, wenn das nicht mehr geht, zumindest permanent aufrechterhalten wird.
Solch ein destruktives, ja schon tendenziell existenzvernichtendes Verhalten ist nicht der vorgegaukelten Fürsorge zuzuschreiben sondern einem abgrundtiefen Hass. Wobei ich aus Deinen Ausführungen nicht einschätzen kann ob die ganze Familie von diesem geradezu besessen ist oder nur ein Teil. Das musst Du selbst beantworten.
Dass Deine Aversion auf die Verwandtschaft schon nur mit der Nachfrage wie es Dir geht getriggert wird, ist somit nur mehr als verständlich, weil Du aus gutem Grund keiner Person dieses Kreises mehr wirklich vertrauen kannst.
Doch in Wahrheit haben die anderen ein viel grösseres Problem als Du. Du zeigst bzw. Du erleidest aus meiner Sicht nur die Symptomatik ihre geradezu pathologischen Leidens am eigenen gescheiterten Leben. Diesen Frust, ja ggf. Hass sie auf Dich zu übertagen versuchen. Dir die Schuld geben, bzw. alles was in ihrem Leben schief gelaufen ist und noch immer läuft, Dir in die Schuhe schieben wollen. Z.B. mit inneren Stimmen wie:
1. Wie kann es sein, das Du beruflich erfolgreich bist und die "Gesunden" weniger erfolgreich sind?!
( Hier dürfte schlicht und ergreifend blanker Neid auf das was Du trotz allem erreicht hast,
das eigentliche, hinter diesem Verhalten stehende Motiv sein. Denn:
Mitleid kann jeder erregen, Neid muss man sich hingegen hart erarbeiten! Neid ist zwar negativ besetzt, aber noch immer die ehrlichste Form der Anerkennung die es gibt! )
2. Auf was haben wir (Mutter u./o. Geschwister) nicht alles verzichten müssen damit sie (Du), trotz der Behinderung/Krankheit, ein "gutes Leben" hat.
3. Was bekommen wir von ihr zurück für diesen massiven Verzicht? (Wenn es denn kein hypothetischer, sondern ein wirklich realer, ein tatsächlicher war/ist?)
4. Es kann doch nicht sein, dass ein so hilflos erlebter Mensch irgendwann tatsächlich ein eigenständiges Leben führt?! (Gefangen in Verhältnissen und Gedanken die ggf. tatsächlich einmal so waren oder so zelebriert wurden, um sich als Leidender, des ganzen Lebens oder zum. der schönsten Jahre beraubt, bejammern und bemitleiden zu lassen (ggf. Mutter) aber nun längst nicht mehr so sind bzw. die Frage erlaubt ist ob das jemals tatsächlich so war.
5. Der latente nie offen geäusserte Hass auf den gewalttätigen, lieblosen Ehemann/Vater, der inzwischen nicht mehr ist, auf ein Familienmitglied zu übertragen, welche noch für das eigene Leiden am Leben herangezogen werden könnte: DICH.
So hat die Rache und der Hass für das verkorkste Leben eben ein neues Objekt gefunden....
Dies und noch andere gedankliche Variationen wären als Motive denkbar, warum diese pathogene Familienstruktur gerade Dich als Sündenbock erkoren hat. Die vorgeschobene Fürsorge ist lediglich das Trojanische Pferd, das man benutzt um in Deine Privatsphäre einzudringen um das zerstörerische Werk fortsetzen zu können. Eine geradezu Perversion von "Liebe" die Dir da zuteil werden soll und noch immer wird.
Um das zu beenden musst Du den vollkommenen Bruch mit der Familie vollziehen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.
Diese "Familie" die sich, wenn man Deinen Ausführungen folgt, vollkommen gegen Dich verschworen hat, wird niemals aufhören Dich zu quälen. Zu sehr stecken sie in ihren Glaubenssätzen, ihren zu Automatismen gewordenen inneren "Wahrheiten" und somit ihrem Verhalten fest.
Da ein Mensch einen anderen Menschen vielleicht etwas lehren kann, aber niemals über die Macht verfügt ihn zu ändern, so glaube ich, dass Dir schon vor diesem, Deinem Outing sonnenklar war und ist, dass jeder gütige Versuch diese "Familie" dazu zu bewegen, mit diesem in Tat und Wahrheit
Stalking aufzuhören, von Vornherein zum Scheitern verurteilt ist.
Du hast absolut das Recht Dich gegen derartiges Unrecht und Verhalten zu wehren. Dieses Erwehren fällt schon fast unter die Kategorie Notwehr, denn diese Familie war und ist dabei Dein Leben und den Rest der Dir noch bleibt zu zerstören!
Du allein kannst und musst beantworten, welchen Preis Du noch dafür zu bezahlen bereit bist, was sie Dir noch alles antun dürfen, bis Du Dich auf die Hinterbeine stellst, den roten Strich auf den Boden machst und dem endlich, und wenn es wirklich sein muss mit ebenso brachialen Mitteln wie die Familie sie nutzt, ein Ende zu setzen.
Diese Entscheidung kann Dir, auch mit noch so vielen guten Ratschlägen und Empfehlungen niemand abnehmen.
Du durftest, nach meiner Sicht auf Deine Ausführungen, nie wirklich Du werden oder sein. Durftest, weil man Dir von frühster Kindheit an
die Angst vor der ICH-Werdung tief ins Unterbewusste eingepflanzt hat, kein bewusstes starkes ICH werden und haben. Deshalb fällt Dir das alles so schwer; bist ratlos weil Du nie gelernt hast, ja lernen durftest Dich gegen solche Übergriffe zu wehren.
Doch wie ich oben schon sagte ist das unbewusste ICH dennoch so stark in Dir geblieben, dass es Dich bis heute hat Widerstand leisten lassen gegen jeden Schlag der gegen Dich geführt wurde. Allerdings diese Kraft in Dir mehr nur das Hinnehmen der Schläge gegen Dich kompensierte als gegen die, die Dir schaden wollen, mit jeder Rechtfertigung zum Schlag auszuholen.
Vielleicht helfen Dir meine Ausführungen ein wenig aus anderen Blickwinkeln insbesondere auf Dich, Deine festgefahrene Situation und das Verhalten Deiner "Familie" zu schauen. Ob es Dir hilft Perspektiven zu entwickeln eine weise Entscheidung mit so hoher Tragweite zu treffen, diese Frage kannst nur Du selbst beantworten.
Zum Schluss kann ich mich nur der Empfehlung der Vorschreiben anschliessen Dich von einem Anwalt beraten zu lassen wie man auf juristischem Wege derlei Übergriffe und Eindringen bis in die Privatsphäre wirkungsvoll unterbinden kann. Ein aufklärendes Beratungsgespräch mit einem Anwalt diesbezüglich kann sich allemal lohnen.
Mit dem Verschwinden/Verbannen der Auslöser aus Deinem Leben und Deinen Gedanken werden sich in jedem Fall auch die "Symptome" Deines Leidens verbessern und vielleicht irgendwann sogar ganz verschwinden.
Mit all meinem Mitgefühl für Deine in der Tat äusserst schwierige aber längst nicht aussichtslose Situation
Ganz liebe Grüsse
Achtsamkeit