Lupo

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Servus zusammen

Ich muss mal kurz meine Nervosität ins Forum jammern
Nachdem ich in letzter Zeit bedingt durch meine Angststörung / Depression ziemliche Probleme bei meiner Arbeit hatte und dieses erstmals auch Kollegen aufgefallen ist habe ich letzte Woche mit meiner unmittelbaren Vorgesetzten gesprochen und alles über die Krankheit erzählt (puuuh....). Habe ziemliche Probleme durch Müdigkeit, generelle Nervosität und diverse psychosomatische Symptome, so das ich mein Arbeitspensum bei weitem nicht schaffe und auch einige Fehler mache.
Meine Chefin hat grundsätzlich sehr nett reagiert ("Nicht die Flinte ins Korn werfen") und wir überlegen ob sich die Arbeit für alle Beteiligten besser organisieren lässt. Diese Woche (wahrscheinlich morgen) haben wir nun ein gemeinsames Gespräch mit der Generaldirektion, wo man sich zuletzt ziemlich beklagt hat, das alles zu langsam geht und nicht richtig funktioniert.
Bin ziemlich nervös deswegen, ich hoffe es findet sich eine vernünftige Lösung mit der ich zurecht komme und auch der Arbeitgeber leben kann. Habe grundsätzlich auch mit dem Gedanken gespielt den Job evtl. aufgeben zu müssen. Das wäre zwar ziemlich blöd, könnte ich aber notfalls auch mit leben. Hoffe natürlich das sich eine bessere Lösung finden lässt, so wie im Moment kann es nicht wirklich weiter gehen.
Bin gespannt was passiert (*fingernagelkau*)

Danke fürs lesen

02.10.2012 10:32 • 03.10.2012 #1


9 Antworten ↓


krok


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Hallo Lupo, geh da morgen hin, OHNE Erwartungshaltung. Oft kommt es bei solchen Gesprächen anders als man sich voher in den scheußlichsten Farben ausgemalt hat.
Du allein weißt was du leisten kannst und was eben nicht. Vielleicht nimmt dir das morgige Gespräch sogar letztendlich den Druck der durch permanente Überforderung auf dir lastet.

Das ist doch schon mal eine nicht so schlechte Perspektive, oder?

Ob am Ende dann eine lebbare Lösung bzgl. deines Arbeitsplatzes rauskommt wirst du mit Sicherheit ziemlich schnell erfahren und aus dieser Position heraus kannst du dann wieder für DICH neu entscheiden wie es in Zukunft beruflich weitergehen soll.

Manchmal muß man eine Tür zumachen damit sich eine andere öffnen kann.

Ganz ehrlich? Ich möchte momentan nicht mit dir tauschen, weil ich selber leider schon mit genau dieser Situation konfrontiert war.
Bei mir ging es gut aus, war aber für mein angeschlagenes Nervenkostüm eine heftige Herausforderung.

Daumen drücken für dich ist für mich selbstverständlich.

Alles Gute dir und hab Vertrauen, irgendwas wird kommen und es muß nicht immer alles schiefgehen.

krok, und ins Forum jammern ist was anderes

02.10.2012 10:49 • #2


Lupo


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Hallo krok
Danke für die aufmunternden Worte!!
Eigentlich bin ich bezüglich des Gesprächsergebnisses relativ "entspannt". Selbst wenn ich den Job nicht behalten kann dann ist das eben so. Kein (großer) Weltuntergang, habe im Laufe meiner Krankheitsgeschichte gelernt, das es wichtigeres gibt
Es fällt mir halt nur sehr schwer mit Kollegen (und vor allem Vorgesetzten!!) über die Problematik zu sprechen. Bei meiner Chefin brauchte ich schon eine menge Anlauf und das ging eigentlich noch, da sie sehr nett ist. Unser komischer Genaraldirektor ist da eher ein schwieriger Charakter (diplomatisch ausgedrückt ) und dem mag ich eigentlich überhaupt nichts anvertrauen. Naja, ist eh unvermeidlich, mal sehen was dabei rauskommt.

02.10.2012 11:13 • #3


Taddy


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Hallo lupo,

ich drücke dir für das Gespräch auch ganz fest die Daumen.
Ich habe Erfahrung gemacht, dass ich mich sicherer fühle, wenn meine Vorgesetzten Bescheid wissen, was mit mir los ist.
Zum Glück habe ich sehr nette Vorgesetzte.
Natürlich ist es blöd, für alle Beteiligten, wenn es dir ständig nicht gut geht und du das Arbeitspensum nicht schaffst. Aber vielleicht gibt es ja tatsächlich eine Lösung, mit der ihr alle gut leben könnt.

Viel Glück!!

LG
Taddy

02.10.2012 11:29 • #4


krok


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Lupo, deine Einstellung ist doch schon mal die allerbeste Voraussetzung für so ein Gespräch.

Wenn es klappt ist es gut und wenn es nicht klappt, dann soll es so sein und du orientierst dich eben neu.

Ich hatte wie schon erwähnt genau so ein Gespräch, mit einem Vorstand

Er riet mir damals auf seine unnachahmliche Art , wollte das aber nochmal mit meinem unmittelbaren Abteilungsleiter in der nächsten Zeit unter vier Augen besprechen.

Witzigerweise hat unseren immer menschlich handelnden Vorstand, das hat er ernsthaft von sich selbst behauptet, eine Woche später die Polizei abgeholt. Er durfte nicht mal mehr seinen Schreibtisch ausräumen.

Verdacht auf Veruntreuung von Firmengeldern stand auf der Einladung

Berichte doch bitte wie es dir ergangen ist, ich drück nach wie vor alle Daumen.

Liebe Grüße
krok

02.10.2012 11:40 • #5


Lupo


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Danke euch für euer Daumendrücken
Heute nachmittag ist es soweit, ich werde berichten.....

03.10.2012 07:38 • #6


Schlaflose

Schlaflose


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Am Feiertag??

Viele Grüße

03.10.2012 08:14 • #7


Lupo


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Zitat von Schlaflose:
Am Feiertag??

Viele Grüße


nicht in Österreich

03.10.2012 08:34 • #8


Schlaflose

Schlaflose


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Ach so, ich wusste nicht, dass du aus Österreich bist.

Ich hatte auch schon mehrfach solche Gespräche führen müssen, hat jedemal mit Weinkrämpfen meinerseits geendet. Aber letztendlich war das meine Rettung. Man hat mir zu einem Superjob verholfen, wo es mir endlich gut geht.

Ich wünsche dir, dass es für dich auch eine so gute Lösung geben wird.

Viele Grüße

03.10.2012 09:26 • #9


Lupo


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Boah ich bin geschafft

Das Gespräch hat stattgefunden und alle haben übelebt Ich hatte allesdings nicht den Eindruck das der große Chef das Problem versteht, er stand grundsätzlich auf dem Standpunkt, das wir das abteilungsintern regeln und organisieren sollen. Er war relativ nett aber eigentlich auch nicht besonders interessiert.
Naja, meine Chefin (und ein weiterer Kollege aus unserer Abteilung) sind dann erstmal so verblieben, das ich mal abwarten soll wie ich in nächster zeit zurechtkomme. Habe gesagt das ich alle möglichen Optionen durchdacht habe, inklusive Job aufgeben und das wollen alle Beteiligten vermeiden.
Also erstmal so schlau wie vorher, wir versuchen ob es irgendwie klappt und setzten uns zwischendurch immer mal wieder zusammen. Immerhin wurde ich sehr für meinen Mut gelobt alles offen anzusprechen . Zumindest bin ich froh das alle Fakten auf dem Tisch sind, mal sehen wie es weitergeht, Ergebnis offen...

Nochmal Danke für eure unterstützenden Worte

03.10.2012 13:46 • #10




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