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Romulus100
Man hat davor Angst, weil man nicht weiß was danach kommt. Ich liebe das Leben, deswegen mag ich nicht sterben, deswegen habe ich Angst davor.
Im Endeffekt hängt meine ganze Angsterkrankung mit dem Tod zusammen, das ist im Leben das einzige was ich fürchte. Keine Schmerzen, kein Versagen fürchte ich, nur den Tod.

11.01.2016 10:14 • x 2 #21


evivanvalence
Zitat von july1986:
@Angstmaus29 ja ich habe auch angst vor Krankheiten an den ich vielleicht nicht sterbe aber auch nicht mehr wirklich lebe .
Beispiel Schlaganfall kannstvdu überleben doch s ist doch fürchterlich wie du plötzlich hilflos bist ausser Kontrolle und die Ärzte das Zepter in der Hand halten und du denen ausgeliefert bist dich nicht mehr wehren kannst oder auf dich aufmerksam mache kannst weil du nicht sprechen kannst vielleicht nichtvlaufen kannst etc ..solche Dinge machen mir große Angst ...
allein darüber zu reden macht mir ja schon angst

@evivanvalence ja das mag sein das es eine Erlösung wäre doch der weg dorthin ist qualvoll ...di spürst wie du stirbst kannst dich nicht retten dir nicht mehr helfen und alles entschwindet langsam und erstickst Elendig...
Daher mein ich ja das ich sehr wohl große Angst vorm Tod habe doch viel mehr vor dem weg dort sprich das sterben selber ...


Sag ich doch, genau aus dem Grund,das ertragen von starken Schmerzen, Einschränkungen ( Schlaganfall, Behinderungen nach einem Unfall..etc) kann nur der Tod beenden. In dem Fall wäre er ja nur positiv zu sehen.
Das ewige Leid vorher wie ihr scheibt (Krankheiten usw) ist ja nicht das sterben/der Tod.

11.01.2016 10:14 • #22



Der Tod - Was wäre so schlimm daran ?

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Angstmaus29
@july1986 mein Exfreund hat bereits zwei Schlaganfälle hinter sich einen kleinen den er nicht wirklich gemerkt hat und der zweite war ganz schön heftig er konnte anfangs nichts mehr alleine war auf permanente Hilfe angewiesen es war wirklich ein Leben auf Zeit für ihn aber er hat es geschafft sich ins Leben zurück zu kämpfen auch wenn es schwer war...

Das sterben selbst weiß ich nicht ob man davon etwas merkt aber ich habe mal gehört man merkt wohl irgendwie selbst bevor man stirbt davor hab ich auch Angst...
Gerade jetzt in den Medien ist es wieder ganz schlimm es sind in der letzten Woche allein 4 Menschen verstorben heute wieder eine erschreckende Nachricht David Bowie ist tod

11.01.2016 10:15 • #23


hoffnungsvoll83
Möglicherweise ist diese Angst vorm Tod deshalb, weil man nicht wirklich weiß, was danach kommt. Diese Ungewissheit nicht mehr alles unter Kontrolle zu haben und selbst nichts mehr steuern zu können.
Man sagt bewusst zwar, das man dann innerliche Ruhe und keine Schmerzen usw. hat wenn man stirbt.
Aber wir wissen nicht wie es in unserem Unterbewusstsein aussieht ...wie das Unterbewusstsein soetwas sieht ... viele von uns leiden unter verschiedenen Ängsten .... und da ist das Thema Tod wahrscheinlich ein ziemlich empfindliches Thema ... da es mit Verlust, Ungewissheit usw. zum tun hat.

11.01.2016 10:25 • x 1 #24


vor dem Tod an sich habe ich keine Angst, denn wie schon gesagt wurde: wenn man tot ist, ist man tot...da juckt es einen dann auch nicht mehr.
ABER ich habe Angst vor Tod durch Gewalt, beispielsweise Mord, oder einer Krankheit, wo ich dahinsieche und alles noch mitbekomme...

11.01.2016 13:06 • #25


igel
Es gibt ja auch den sanften, natürlichen Tod. Aus Alterschwäche, einfach einschlafen. Dann für immer tief und fest schlafen.

Daran wäre gar nichts schlimm. Angst ? Warum denn ?

11.01.2016 13:09 • #26


Angstmaus29
Genau so geht es mir auch mondlied an such habe ich keine Angst vor dem Tod weil gehen müssen wir alle irgendwann mal aber eben vor einer tödlichen Krankheit wo man nur so dahinsiecht und alles mitbekommt wie es immer weiter bergab geht
Zur Zeit beschäftigt mich auch wieder dieser Gedanke

11.01.2016 13:11 • #27


Lotta1707
Guten Abend

Ich Persönlich habe von Berufswegen gesehen wie das mit dem Tod,dem Sterben und dem Herz so aussehen kann, genau das hat mich auch in meine Erkrankung geführt.
Ich kenne nur wenige alte Menschen, die sagen dass sie Angst haben zu sterben, aber wenn es mit jemand sagte, dann sind es Menschen die noch leben und damit meine ich dass sie ihr Leben genießen. Vielleicht haben sie ein Enkel bekommen oder was andere erfreut sie, was sie noch lange miterleben möchten.
Ich denke also, dass man Angst vor dem Tod hat, weil man leben will, weil man weiß was noch alles tolles kommt. Hat man dieses Gefühl nicht mehr, dann ist der Tod wohl etwas gutes. Wenn man eine Suizid Patienten nochmal von den Toten hole. Könnte und fragen könnte warum er sterben wollte,dann denke ich nicht dass er sagt :weil noch so viel tolles passieren würde.

Liebe Grüße

19.01.2016 22:17 • #28


Zitat von Romulus100:
Man hat davor Angst, weil man nicht weiß was danach kommt. Ich liebe das Leben, deswegen mag ich nicht sterben, deswegen habe ich Angst davor.
Im Endeffekt hängt meine ganze Angsterkrankung mit dem Tod zusammen, das ist im Leben das einzige was ich fürchte. Keine Schmerzen, kein Versagen fürchte ich, nur den Tod.


Sehe das ähnlich. Mir ist auch eines Abends vor ein paar Monaten bewusst geworden, dass tatsächlich ICH es bin, der irgendwann wohl nicht mehr existieren wird. Ich bin zwar schon 20 Jahre alt, weiß auch, dass natürlich jeder Mensch sterben muss, aber an diesem Tag ist mir diese Tatsache so klar geworden wie noch nie. Der Tod gehört zum Leben, werden wir doch jeden Tag durch schlimme Tragödien, Schicksale und Tode berühmter Persönlichkeiten daran erinnert, aber wenn man feststellt, dass man tatsächlich selbst es ist, der irgendwann sterben muss, ist das nochmal was ganz anderes. Diesen Fakt muss jeder Mensch auch irgendwie verdrängen, weil er sonst gar nicht mehr funktionieren könnte. Ich meine, es sterben Menschen wie du und ich selbst, wenn sie Essen zu sich nehmen oder aus dem Bett steigen. Wenn man das alles auf sich beziehen würde, könnte man gar nicht mehr funktionieren. Umso erstaunlicher finde ich es dann teilweise schon, dass Leute die 90 Jahre alt werden, von all den Möglichkeiten schon vorher das Zeitliche zu segnen, verschont geblieben sind. An sich hängt es nämlich auch einfach viel von Glück ab, wie alt man wird. Bist du zur falschen Zeit am falschen Ort und wie steht es um deine Gesundheit. Manch einer, wie Helmut Schmidt kann ungemein viel rauchen und wird beispielsweise 96 Jahre alt. Trotzdem kommt am Ende der Tod zu jedem. Und der Umstand, dass man ein erfülltes Leben haben kann, von dem aber am Ende nichts mehr weiß, finde ich unglaublich bedrückend. Also wenn man davon ausgeht, dass dann Schluss ist. Irgendwie egalisiert der Tod dann einfach alles, ob du nun erfolgreich warst oder nicht. Während des Lebens nicht, aber eben danach. Ist so als, ob du nach einer tollen Party ein totalen Filmriss hast, sprich du selber hast da gar nichts von. Deswegen würde ich am liebsten gar nicht sterben. Ich bin nicht reich, aber alleine der Gedanke irgendwann nichts mehr Leckeres zu essen oder zu trinken deprimiert mich. Klar im Tod kann ich mich darüber nicht beschweren, also ist der Gedanke an sich irrational, trotzdem nicht wirklich erfüllend zu bewerten als Lebender. Glaube daher werde ich auch nie Kinder haben können, weil wenn es normal läuft man von diesen irgendwann Abschied nehmen muss, und nicht wenige schon viel früher, als sie es eigentlich wollen.

Insgeheim komme ich einfach zu dem Schluss, dass der Mensch seine eigene Sterblichkeit durch Ablenkung verdrängen muss, weil er sonst verrückt werden würde. Er muss etwas leisten, damit er sich nicht unbedeutend fühlt, obwohl er es ist. Sieht man ja daran, dass die Welt auch ohne große Persönlichkeiten auskommt und ungerührt sich weiter dreht. Nur dass das irgendwann ohne einen sein soll kann ich mir bei bestem Willen nicht vorstellen, dass dies jemand befürwortet. Ich nehme mich selbst zwar nicht wichtig, weil ich weiß, dass es kein Mensch ist, aber trotzdem bedrückt mich die Tatsache, dass ich die Party hier irgendwann verlassen muss.
Vor allen Dingen vielleicht zu einem Zeitpunkt, wo ich es gar nicht will. Unter Qualen im hohen Alter könnte ich das vielleicht anders sehen, aber an sich fürchte ich den Tod mehr als alles andere. Ich habe keine Angst vor Versagen in der Schule, im Beruf, bei Freunden oder Familie. Ich habe nur Angst, dass ich irgendwann Abschied nehmen muss von dem Ganzen hier und selbst die ganzen Kleinigkeiten, die mich selbst zufriedenstellen, nie mehr erleben kann.

19.01.2016 22:49 • #29


Romulus100
Wow, du sprichst mir aus der Seele! Genauso empfinde ich das auch. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob man sich vom Tod ablenken soll, ich glaube es ist besser diese Tatsache zu akzeptieren. Aber ja, mir geht es so wie dir, ich kann atm nicht akzeptieren irgendwann einmal nicht mehr da zu sein.
Da beneide ich Leute denen der Tod wurscht ist, die achselzuckend sagen sterben muss eh jeder.

20.01.2016 09:19 • #30


Ich denke den Tod akzeptieren als Ereignis, welches hoffentlich in Normalfällen am Ende eines lang gelebten Leben jedem Menschen bevorsteht, tut jeder bzw weiß es einfach insgeheim, auch schon kleine Kinder. Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, als ich etwa im Grundschulalter war, ich mit meiner Mutter auf einem Geburtstag war und wir gehen wollten, weil ich ins Bett sollte. Ich sagte schlafen kann ich auch noch wenn ich tot bin. Da hat man von dieser Tatsache noch eine ganz, andere Auffassung. Die Jahre dauern da eh noch total lange, man fiebert auf Ereignisse wie Geburtstag und Weihnachten hin und verschwendet daran keine Gedanken. Wenn ich mir auch so denke wie unbeschwert man als Kind gelebt hat und sich um nichts Sorgen gemacht hat, weil der Tod da eben noch gar nicht greifbar ist. Bei all den Dingen, die aber täglich passieren, ist es aber echt dann schon ein Wunder, dass man da so wohlbehütet durchgekommen ist. Mit dem Alter sieht das schon dann alles anders aus, da weiß man schon eher um die Endgültigkeit, die mit dem Tod verbunden ist und mir zu schaffen macht. Da weiß man auch, dass die all schlimmen Ereignisse real sind und Menschen wie du und mir passieren können.
Als man kleiner war hat man finde ich so große Katastrophen eher staunend betrachtet und nicht als der wirkliche Terror, der da echt zugange ist.

Vom Tod ablenken meine ich in der Hinsicht, dass man tragische Situationen, die Menschen zugestoßen sind, nicht alle auf sich bezieht, weil man sonst nichts mehr machen dürfte (man muss sich also schon ein wenig unsterblich fühlen, damit man halbwegs funktionieren kann) und einfach eben diese Endgültigkeit und Bedeutungslosigkeit, die der Tod dem Leben einer jeden Person am Ende bringt und nicht so an sich ran lässt. Warum definieren sich denn so viele darüber, was sie arbeiten und machen?Damit sie sich gebraucht fühlen, als wichtig ansehen, obwohl am Ende leider jeder ersetzbar ist und es ohne ihn weitergehen wird.
Warum beschäftigen wir uns mit kleinen, banalen Fragen? Damit wir nicht immer an unsere Vergänglichkeit erinnert werden.
Warum machen wir uns einen Plan, was wir studieren werden, dann arbeiten tun, wie viele Kinder wir haben möchte, wo wir Urlaub machen wollen. Damit wir so ausgefüllt sind, um uns um diese unbequemen Fragen keine Gedanken zu machen. Wenn du Glück hast nimmt das alles so viel Raum ein, dass für diese eher dunklen Themen keine Zeit bleibt. Woody Allen hat das hier recht gut beschrieben: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 86581.html

Und dass Leuten der Tod wurscht ist, kann ich mir bei bestem Willen nicht vorstellen, gerade wenn man bedenkt, dass man wirklich es selbst ist, der stirbt. Marcel Reich-Ranicki meinte auch mal, dass der Gedanke an den Tod völlig sinnlos und vernichtend ist. Mit ihm fertig werden kann man nicht. Man kann höchstens einen auf cool machen und die Gedanken versuchen auszuklammern, kalt lassen tut das aber wohl niemanden. Gerade Männer in höheren Positionen lassen sich da nichts anmerken, finde ich. Das kommt wohl einfach daher, dass Sensibilität sonst als Schwäche ausgelegt würde, weil sie autoritär sein müssen. Was ich auch noch meinen Punkt untermauern würde bezüglich Ablenkung und Verdrängung des eigenen Todes ist der Fakt, dass auch viele Erwachsene diesen Zustand der Nicht-Existenz nicht vollkommen in seiner ganzen Wucht betrachten, sondern ihn häufig mit Ironie kaschieren. Da kommen dann häufig so Aussagen wie da merke ich doch eh nichts mehr. GENAU das ist doch das Schlimme daran. Ja ich weiß den Zustand würde man dann nie wirklich erfahren, aber ich denke gerne, ich esse gerne, ich trinke gerne, ich höre gerne, ich sehe gerne. Das ist doch schlimm, wenn man dies dann nicht mehr kann. Da stellen sich mir dann ziemlich existenzielle Sinnfragen auf, warum ich so viel Wissen erlangen soll, so viel Erfahrungen machen soll, wenn die mir mit einem Schlag genommen werden und ich dann eh nichts davon habe.

21.01.2016 00:40 • #31


Romulus100
Ja aber der Tod ermöglicht uns erst richtig zu leben. Wie Woody Allen sagt. Im Prinzip ist alles im Leben wurscht, weil am Ende ist man ohnehin tot und nichts hat mehr Bedeutung. Das kann man aber auch auf die negativen Dinge ummünzen. Schlechte Prüfung geschrieben? Egal... Ärger mit dem Chef? Egal.... finanzielle Probleme? Egal... denn am Ende steht ohnehin immer der Tod, wieso sich dann im Leben unnötig aufregen und nicht die Jahre die einem gegeben sind, genießen? Erst durch den Tod lernt man sich die Wertigkeit des Lebens zu schätzen, denke ich.
Und man stirbt auch nicht umsonst, man bleibt in Erinnerung, jeden Mensch den man einmal was bedeutet hat, den man geprägt hat bleibt man in Erinnerung, der Körper geht, das Schaffen bleibt.

21.01.2016 11:24 • #32


Ja das meine ich ja. Gedanken über gescheiterte Prüfungen usw mache ich mir gar nicht, weil man es nehmen muss wie man kommt. Meine Angst ist halt nur das Leben an sich verlieren. Gestern habe ich wieder so leckere Sachen gegessen. Traurig dies irgendwann nicht mehr zu können.
In Erinnerung bleibt man zwar, da hast du Recht, aber ich bekomme davon ja leider nichts mit. Also bin leider nicht allzu religiös wie gesagt. Die Idee, dass ich dann vom Himmel runtergucke und schaue was meine Freunde und Familie so machen, fällt somit wohl leider weg.

21.01.2016 19:18 • #33


Romulus100
Natürlich ist der Gedanke nicht mehr zu sein furchtbar und man kann ihn nicht zu Ende denken, aber das gibt dir eben auch die Gelassenheit das Leben zu genießen. Du genießt JETZT das gute Essen, was danach kommt ist wurscht, nicht umsonst heißt es im hier und jetzt leben ist wichtig.

22.01.2016 17:09 • #34


igel
Das letzte Hemd hat keine Taschen.

22.01.2016 17:11 • #35


Uropanoel
Zitat von Romulus100:
Ja aber der Tod ermöglicht uns erst richtig zu leben. Wie Woody Allen sagt. Im Prinzip ist alles im Leben wurscht, weil am Ende ist man ohnehin tot und nichts hat mehr Bedeutung. Das kann man aber auch auf die negativen Dinge ummünzen. Schlechte Prüfung geschrieben? Egal... Ärger mit dem Chef? Egal.... finanzielle Probleme? Egal... denn am Ende steht ohnehin immer der Tod, wieso sich dann im Leben unnötig aufregen und nicht die Jahre die einem gegeben sind, genießen? Erst durch den Tod lernt man sich die Wertigkeit des Lebens zu schätzen, denke ich.
Und man stirbt auch nicht umsonst, man bleibt in Erinnerung, jeden Mensch den man einmal was bedeutet hat, den man geprägt hat bleibt man in Erinnerung, der Körper geht, das Schaffen bleibt.



Romulus100, hier hast du genau meine Lebenseinstellung nieder geschrieben.
Alles was du geschrieben hast, hätte von mir stammen können.

Und genau so lebe ich auch, früher hatte ich noch nicht diese Einstellung, doch nun wo mann Älter ist, sieht mann das Leben von einer anderen Seite.

Ich persönlich habe keine Angst vor dem Tot, nur vor dem Sterben.

22.01.2016 17:23 • #36


Romulus100
Ich habe nur meine worte leider noch nicht so verinnerlicht. Ich empfinde es als richtige einstellung, muss es aber erst selbst annehmen

22.01.2016 18:56 • #37

Sponsor-Mitgliedschaft

Ich lese hier so viel von dem, was ich denke! Mir kommt das Leben so bedeutungslos vor, und ich habe solche Angst davor, nicht mehr zu sein. Hatte ich schon als kleines Kind, noch bevor ich in die Schule ging. Das an sich ist wahrscheinlich schon krankhaft, aber ich kann mir kaum vorstellen, wie Menschen diesen schrecklichen Gedanken wirkkuch akzeptieren können

22.01.2016 19:28 • #38


Den Gedanken an den eigenen Tod kann niemand akzeptieren bzw muss man verdrängen, davon bin ich mittlerweile überzeugt. Klar jetzt kann man mir vorwerfen, ich würde das alles verallgemeinern, aber mir soll mal bitte jemand sagen, dass er keine Probleme damit hat, nie mehr zu existieren, zu fühlen, zu denken, seine Liebsten zu sehen. Diese Personen lügen für mich.
Heute und gestern habe ich mir nicht so viele Gedanken darüber gemacht, weil ich abgelenkt war und das ist einfach der Schlüssel. Alles im Leben ist eine Ablenkung von seiner eigenen Sterblichkeit. Wird das Mädchen heute Abend mit mir ausgehen?, Sind dies die passenden Schuhe zum Anzug?, Ist dies das passende Textformat für die Hausarbeit?. Im Grunde beschäftigen wir uns mit, im Großen und Ganzen betrachtet, so sinnlosen Fragen, damit die wirklich existenziellen Sinnfragen uns nicht belasten. Ich habe mich schon immer gefragt, warum so viele Leute direkt in die Tagesordnung übergehen, wenn jemand stirbt, sei es im Umfeld oder Promis, die ganzen Tragödien. Die Welt dreht sich einfach weiter. Damit man abgelenkt ist und nicht an seine eigene Sterblichkeit denken muss. Im Grunde genommen glaubt niemand an seinen eigenen Tod. Weil der Gedanke zu vernichtend ist und eben alles in gewisser Weise sinnlos macht. Im Grunde genommen ist dann nämlich alles für die Katz. Ich glaube im Unterbewusstsein, wusste ich, dass das Konzept Leben als solches nicht das ist, was mir immer versprochen wird, schon früh. In der Schule beispielsweise habe ich irgendwann einfach nicht mehr für die Sachen gelernt, die ich uninteressant fand, da ich mir dachte: Wozu? Das Abitur habe ich dann auch nur mit Ach und Krach gepackt, einmal bin ich vorher sitzengeblieben mit miserablen Noten. Da wurde mir dann klar gemacht, dass man eben auch Sachen lernen muss, an denen man keinen Gefallen findet, aber wenn ich im Leben merke, dass ich was mache, was mir kein Spaß macht, ist das für mich verschwendete Lebenszeit und das wird sich bis zum Ende nicht ändern. Ich hatte auch nie den Plan für die nächsten Jahre, wie viele in meiner Altersklasse, weil die Zukunft einfach nicht sicher ist. Die wird zwar suggeriert, lerne fleißig, arbeite hart für deine Rente, aber an sich ist das alles nicht sicher, was dir da versprochen wird. Deswegen lebe ich relativ befreit und locker und erfreue mich an Kleinigkeiten, die für manche vielleicht absurd sind. Dass ich irgendwann selbst nicht mehr an diesen Kleinigkeiten Gefallen finden kann, weil ich eben sterbe, ist für mich immer noch stark deprimierend, aber das ist das Einzige, was ich aus dieser doch immer noch bedrückenden Tatsache für mich heraus filtern kann. Dass es egal ist, ob du am Ende scheiterst, weil du eh sterben musst und diesbezüglich am Ende jeder gleich ist. Wie Romulus eigentlich schon oben beschrieben hat.

22.01.2016 23:53 • #39


Am Tod ist nichts schlimm, aber sterben kann ungemütlich werden. Daher hat meine Mutter auch die Erlaubnis für Sterbehilfe bei mir. Und bitte, bitte, bevor ihr jetzt schreibt, das ist in D verboten, bitte erst schlau darüber machen.

25.01.2016 12:25 • #40



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