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Vor Ewigkeiten habe ich mal erfahren, dass ein Arzt einem Angstpatienten eine Diagnose verheimlichen darf, vor allem wenn es sich um eine nicht heilbare Krankheit handelt.

Mich würde interessieren ob das noch so ist oder jemals wirklich so war.

Mein Hausarzt weiß das und ich bin am überlegen mir einen Arzt zu suchen der es nicht erfahren wird damit ich auch ja alles über mich erfahre.

Desweiteren habe ich die Erfahrung machen müssen, das wissende Ärzte sich gar nicht auf ein neues gesundheitliches Problem einlassen, wird dann gleich als psychosomatisch abgetan. Das finde ich ziemlich gefährlich.

Gutes Beispiel:
Während meines letzten Klinikaufenthalts hatte ich mir einen Magenvirus geholt (und es war definitiv irgendein Virus, ein bissl kenne ich mich schon aus) und nach Rückfrage bei den Schwestern erfahren dass es zu diesem Zeitpunkt einige Noro-Virus-Fälle gab. Dieser Virus ist hoch ansteckend und man muss isoliert werden.
Ich hatte dies´ meinen zuständigen Arzt mitgeteilt und er sagte nur aha. Das war´s. Soviel zur Seuchenprävention in Kliniken.....

LG
Shaliah

10.01.2010 02:59 • 10.01.2010 #1


4 Antworten ↓


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Ehrlich gesagt glaube ich nicht daran, dass ein Arzt dem Patienten eine Diagnose verheimlichen darf. Zumindest muss er sie den nächsten Angehörigen mitteilen, falls der Patient nicht mehr ansprechbar ist. Selbst bei unheilbaren Krankheiten muss der Arzt dem Patienten eine maximale Behandlung zuteilen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Du Dir Sorgen machst, befürchtest, Dein Arzt könnte nicht ehrlich zu Dir sein. Aber das musst Du abschütteln. Schliesslich muss man dem Arzt auch vertrauen können, sonst kann man sich den Gang in die Praxis sparen. Stell Dir vor, Du gehst jetzt zu einem anderen Arzt und der untersucht Dich und findet nichts. Plötzlich kommst Du auf den Gedanken, der neue Arzt könnte ja beim alten angerufen haben, um sich genauer zu informieren und macht jetzt das gleiche Spiel mit Dir. Ein Teufelskreis.

Mit dem Beispiel, hattest Du Deinem Arzt davon berichtet, als Du noch in der Klinik warst, oder danach?

MfG
Raj

10.01.2010 13:56 • #2


A


Darf ein Arzt eine Diagnose eines Panikers verheimlichen?

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Da hast Du Recht, auch wieder so ein Teufelskreis.....
Aber mein Neurologe ist der Supergau. Er guckt Dich nicht mal an, ich erzähle und er sitzt vor dem Rechner und tippt nur. Wenn man aber ca. 40,00 zahlt, dann ist man für einen Besuch Privatpatient und bekommt ganz schnell einen Termin. Das habe ich 2 oder 3 mal machen müssen weil ich dringend einen Termin brauchte, und da hatte er mir doch tatsächlich mal in die Augen geschaut und hatte ein Lächeln im Gesicht.

Als ich damals die Gefühlsstörungen im Gesicht hatte nach der Einnahme eines SSRI´s (stand nicht im Beipackzettel) war ich sehr besorgt. Erst rief ich die Praxis an (es gibt einen Rückrufservice bei Notfällen), dann bekam ich 3 Tage später einen Rückruf und er sagte dass ihm diese Nebenwirkung nicht bekannt sei und solle mir keine Sorgen machen. Das war für mich nicht sehr befriedigend

Wegen der Virusgeschichte; da war ich noch in der Klinik und hatte es dem Arzt während der Einzeltherapie mitgeteilt (er war auch mein Therapeut).

Knapp eine Woche litt ich an fürchterlicher Übelkeit, konnte 3 Tage garnichts essen und dann wurde auch noch gemeckert wenn ich in der Nacht zur Pflege lief weil ich ein Magenmittel brauchte

Das war sowieso ein sch....laden, m.E. ging es da nur um´s Betten belegen. Und die zuständigen Schwestern hatten angeblich eine Zusatzausbildung was aber aufgrund meiner Erfahrungen in einigen Fällen sehr unglaubwürdig ist. Das ganze Konzept da war ´ne Katastrophe. Naja, darüber berichte ich ein anderes mal in dem richtigen thread.

LG
Shaliah

10.01.2010 14:27 • #3


R
Okay, da hat sich einiges an Frust angestaut, dass muss auch mal raus. Termine bei Fachärzten wäre ein neuer Thread wert, ach was sage ich, damit könnte man bestimmt ein neues Forum eröffnen.

Was die Magengeschichte angeht. Beim Noro-Virus ist man eigentlich nicht solange angeschlagen. Ich weiss das zufällig, weil es mich mittlerweile auch schon zweimal erwischt hat. Krässliche Sache, aber das wirkliche Gute ist, wenn man sich sprichwörtlich ausgekotzt hat, dann ist man das Zeug los, bleibt einen Tag zu Hause und schon geht es wieder. Vielleicht war es ein anderer Magen-Virus, aber das hätte man auch genauer untersuchen können.

10.01.2010 14:45 • #4


S
Au ja, ein Forum was Ärzte angeht. Da hast Du Recht! Ich könnte wahrscheinlich schon das halbe Forum vollschreiben. Ich habe noch den Nachteil dass ich mein Leben lang mit Ärzten zusammen gearbeitet habe (in verschiedenen Indikationen) und ich weiß was da abgeht, deshalb habe ich auch ein großen Mißtrauen zu den Ärzten aufgebaut.
Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte/wollte, dann wäre ich nie in die Humanmedizin gegangen!!
Auf der anderen Seite war es aber doch vorteilhaft, denn als ich in der Indikation ZNS gearbeitet habe bekam ich ganz große Augen da ich erkannte was mit mir los ist. Hat ja kein Arzt erkannt. Ich bin mit meine selbst erkannten Diagnosen dann direkt zum Facharzt gewandert.
Das ist jetzt ca. 7 Jahre her und man stelle sich vor, erst wenn man seinen Job verloren hat, das ist jetzt ein gutes Jahr her, dann kommt der Rentenversicherungsträger und verdonnert dich zu einer Reha weil er sich ausgerechnet hat dass er ja noch 20 Jahre Beiträge verlieren könnte.......

Das mit der Virusgeschichte: Ich bin auch der Meinung, gerade wenn ein Seuchenrisiko besteht, dass die Kliniken da vorsichtiger sein müssten. Vor allem weil gerade Kliniken mit Viren und Bakterien massiv belastet sind. Es wäre nur eine simple Blutabnahme nötig gewesen.

LG
Shaliah

10.01.2010 15:19 • #5





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