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Katwiesel
Hallo zusammen,

bin gerade total durch den Wind. Mir ist vor 2 Stunden ein Radfahrer vor das Auto gefahren, er hat einfach die Spur gewechselt, ich hatte keine Chance zu reagieren.
Er ist auf die Motorhaube gefallen und dann auf die Straße. Es waren gleich viele Helfer vor Ort und haben geholfen, sogar ein Arzt war da. Ich bin immer noch total
geschockt, obwohl ich keine Schuld habe. Aber es ist ein grausames Gefühl einen Menschen verletzt zu haben. Er ist gleich ins Krankenhaus gebracht worden, konnte aber
alles bewegen und war bei Bewusstsein. Man bin ich fertig....soetwas wollte ich nie erleben. Es ist ganz schlimm.

Danke fürs zuhören!

14.08.2017 17:25 • 18.08.2017 #1


10 Antworten ↓


Ich würde behaupten du hast selbst einen Schock von dem Unfall. Daher würde ich dir raten dich selbst erst einmal etwas zu beruhigen und zu entspannen. Nach deiner Schilderung hast du ja keine Schuld und es war ein Fehlverhalten des Radfahrers. Zum Glück ist es ja anscheinend glimpflich ausgegangen und beide Seiten haben hoffentlich etwas dabei gelernt, der Radfahrer das er nicht unberechenbare Manöver in Zukunft macht und du hast vermutlich gelernt das man mit allem rechnen muss

Ich kenne es selbst als mir mal jemand die Vorfahrt genommen hat im Winter, wobei er Glück hatte das ich ihn abgefangen haben, da er sonst unter einen Sattelschlepper gerutscht wäre und das hätte schlimmere Folgen als einen Totalschaden von zwei Autos zufolge gehabt. Aber in der Situation selbst war ich auch ruhig und man hat das getan was getan werden muss. Am Abend als ich dann zur Ruhe kam hatte ich auch die Nachwirkungen wie Unruhe, Zittern und das ganze Programm. Würde behaupten das ist ganz normal. Also nimm dir heute nichts mehr vor und gönne dir etwas Ruhe. Wichtig ist in meinen Augen nur das keinem etwas ernsthaftes passiert ist. Sachschäden sind egal.

14.08.2017 17:32 • x 1 #2



Autounfall, konnte aber nichts dafür!

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Ich würde an deiner Stelle zum Arzt/Krankenhaus. Nicht weil du körperlich was hast sondern wg deine Psyche und wg der Versicherung. Ich habe keinen Führerschein und eigentlich keine Ahnung. Aber irgendwie hätte ich Sorge das mir einer im Nachhinein ans Bein pinkelt...

14.08.2017 17:37 • x 1 #3


Mondkatze
Ja das ist wirklich ein schreckliches Erlebnis.
Hat sich denn jemand auch um Dich gekümmert?
Ich habe sowas auch mal erlebt.
versuche dich zu beruhigen.
Sowas kann passieren.
Und fang nicht an zu grübeln ob du das hättest verhindern können.
Sei froh, dass nichts schlimmeres passiert ist.
Hast du jemand zum reden?
Wenn es dir schlecht geht oder du glaubst, dass du auch einen Schock hast, dann geh ruhig zum Arzt.
Dann bekommst du etwas zur Beruhigung.

Alles gute

14.08.2017 17:42 • x 1 #4


War denn die Polizei vor Ort? Hast du Daten von Zeugen? Wenn der Typ im Nachhinein behauptet, du hättest die Spur gewechselt und er sei unschuldig, steht Aussage gegen Aussage. Und ohne Zeugen ist das saublöd. Ging uns so vor etwa fünf Jahren. Der Fahrer eines Wohnmobils hat uns übersehen, kam in unsere Spur und rammte uns. Er behauptete später das Gegenteil und nach einem Rechtsstreit hieß es 50 - 50. Wir sind bis heute über so viel Unverschämtheit entsetzt und haben deshalb auch eine Kamera am Auto.
Aber komm erstmal zur Ruhe und dann geh alles Wichtige Schritt für Schritt durch.

14.08.2017 17:46 • x 2 #5


Katwiesel
Polizei war da, hat alles aufgenommen. Und auch Zeugen waren da, die alles gesehen haben und sagen
das ich keine Schuld hatte. Da ist alles aufgenommen und protokolliert worden. Der Polizist hat gefragt ob
mir etwas fehlt, sonst keiner. Ich hatte bestimmt einen Schhock. Mir geht es einigermassen gut. Ich weiß ja das
ich keine Schuld habe. Aber trotzdem tut mir der Radfahrer leid. Es ist schlimm jemandem Schmerz zuzufügen.
Ja ich hab jemanden zum reden. Das tut gut....!
Morgen oder die nächsten Tage muss ich noch zur Polizei alles aufnehmen.
Um mich hat sich eigentlich keiner gekümmert, aber mir fehlte ja auch nichts.
Jetzt lässt der Schock nach, das ist ein komisch Gefühl!

14.08.2017 18:04 • #6


Zitat von Katwiesel:
Um mich hat sich eigentlich keiner gekümmert, aber mir fehlte ja auch nichts.

Naja in meinen Augen wird bei Unfällen dem Opfer oft die ganze Aufmerksamkeit gewidmet und andere Beteiligte müssen selbst zusehen. Klar eine verletzte Person ist erst einmal wichtiger als eine körperlich unverletzte, aber danach müssten in meinen Augen die anderen Personen auch kurz betreut werden. Leider stehen dann schnell mal Dritte aber auch Helfer mit ernsten Problemen da weil sich keiner um die Psyche kümmerte...

14.08.2017 18:15 • x 2 #7


Verena87
Leider wird sich bei solchen Unfällen fast nie um die Psyche gekümmert- deswegen sei jetzt ganz besonders gut zu dir und verarbeite das erstmal....
Wurde im Mai auf dem Zebrastreifen von einem Auto angefahren - solche Situationen können einen echt umhauen, drum schau gut nach dir!

14.08.2017 21:07 • x 1 #8


Katwiesel
Eigentlich bin ich eine sehr vorsichtige Fahrerin und rechne immer mit der Dummheit von anderen. Aber das heute, mit dem rechnet keiner,
und ich konnte ihn auch nicht sehen. Er ist einfach rüber gefahren und wollte anscheinend abkürzen. Aber egal. Es ist passiert. Ich hoffe das
ich die Tage mehr erfahren werde, wie es ihm z.B. geht. Darüber mache ich mir die ganze Zeit Gedanken.
Es war für mich auch ganz in Ordnung, das dem Mann geholfen wird, er war ja auch verletzt und ich nicht. Aber im nach hinein habe ich mir schon
gedacht, ich stand ja auch unter Schock, das sollte man ja auch nie unterschätzen. Es wäre für mich auch beruhigend gewesen, wenn die Sanitäter
mal kurz gefragt hätten, ob bei mir alles o.k. ist und vielleicht kurz gesagt hätten wie es dem Opfer geht. Aber das macht man
wahrscheinlich nicht. Aber zum Glück geht es mir körperlich und auch psychisch gut.
Mal schauen wie es morgen ist. Vielen Dank für eure Tipps und fürs gut zureden. Das tut echt gut!

14.08.2017 22:00 • #9


Katwiesel
So, jetzt haben wir die ganze Sache dem Anwalt übergeben. Ich habe definitv keine Schuld, das hat mir auch dei Dame
von der Polizei gesagt, die nochmal alles aufgenommen hat. Also ich bin aus dem Schneider. Gott sei Dank. Ist ja schon
schlimm genug einen Menschen anzufahren, aber wenn ich dann auch noch Schuld hätte wäre das für mich ganz schlimm.
Dem Radfahrer geht es dem Umständen entsprechend. Er liegt aber auf einer normalen Station. Er hat ein Schädelhirntrauma
und anscheinend kurzzeitige Amnesie.
Jetzt schauen wir mal, wie das versicherungstechnisch alles läuft. Wie der Unfallverursacher versichert ist usw.
Psychisch geht es mir gut, habe alles gut überwunden. Danke fürs zuhören und Tipps geben.

Schöne Grüße

18.08.2017 22:22 • #10


Zitat von Katwiesel:
Gott sei Dank. Ist ja schon
schlimm genug einen Menschen anzufahren, aber wenn ich dann auch noch Schuld hätte wäre das für mich ganz schlimm.

Meiner Meinung nach ist die Schuldfrage eh menschlich gesehen Unsinn und nur wegen der Haftung und Versicherung relevant. Wichtig ist das keiner Ernsthafte (dauerhafte) Schäden hat. Ein Auto oder Fahrrad kann man ersetzen, ist nicht wichtig.

Freut mich aber das es dir und dem Radfahrer gut geht.

18.08.2017 22:26 • #11



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