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Hallo


Ich habe heute einen Anruf bekommen das ein Platz in der Psychiatrischen Klinik frei geworden ist.
Kurz zu meinen Krankheitsbild, ich habe eine Sozialphobie, Depressionen, zwänge und eine Essstörung. Ich bin stark Übergewichtig, und wohne mit 24 noch bei meinen Eltern und musste aufgrund meiner Ängste meine Ausbildung abbrechen.

Nun habe ich tierisch Angst, ich kann nicht mal beschreiben vor was ich genau Angst habe. Aber wenn ich an die Gruppengespräche denke wird mir ganz anders, ich habe auch Angst das ich sowohl mit dem Pflegepersonal, als auch den Psychologen und anderen Patienten nicht auskomme und mich unwohl fühle.
Dadurch das ich mich mein halbes Lebenslang fast nur Zuhause in meinen sicheren Umfeld bewegt habe, könnte ich jetzt schon heulen bei dem Gedanken wo anders zu schlafen. Und das obwohl ich schon 24. bin.

Aber ich bin mir bewusst das es nicht besser wird wenn ich diesen Schritt nun doch nicht gehe.

Ich konnte den Herren am Telefon der mir im übrigen etwas unsympathisch erschien, was wieder ein mulmiges Gefühl hervorruft dazu bringen das ich bis Morgen nachdenken kann ob ich das wirklich will.

Vielleicht kennt jemand das Gefühl oder kann mir gar die Angst nehmen.

Mona

29.04.2012 18:38 • 15.04.2018 #1


96 Antworten ↓


Hi Mona,
ich denke wenn du die paar ersten Tage hinter dich gebracht hast, wirst du vielleicht froh sein etwas anderes zu erleben. Es ist doch auch irgendwie wie ein Abenteuer. Nimm dich einfach mit und schau, was passieren wird. Und abbrechen kann man immer, oder? Ich drück dir die Daumen dass du ein Einzelzimmer kriegst, in das du dich zurück ziehen kannst. Ich glaube ich würde nur unter solchen Bedingungen hingehen... hätte sonst auch Schwierigkeiten...

Liebe Grüße Bird

29.04.2012 21:04 • #2



Angst vor Klinikaufenthalt

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Danke Bird

Das als Abenteuer zu sehen fällt mir etwas schwer

Ich habe nun die ganze Nacht darüber nachgedacht, mit schlafen war nicht viel, und ich werde es ausprobieren.

Wie du und meine Familie mir Gestern immer wieder sagten abbrechen kann ich immer wieder.
Und wer weiß vielleicht hiflt es ja tatsächlich.


Wie ist das eigentlich mit den Gruppengesprächen? Kann man da am Anfang sagen man möchte noch nicht mit machen? Ich finde es allein schon mit einem Psychologen schwer über meine probleme zu reden, mit anderen Patienten die mit völlig fremd sind erst recht.

30.04.2012 06:24 • #3


HeikoEN
Zitat von Mona87:
Wie ist das eigentlich mit den Gruppengesprächen? Kann man da am Anfang sagen man möchte noch nicht mit machen? Ich finde es allein schon mit einem Psychologen schwer über meine probleme zu reden, mit anderen Patienten die mit völlig fremd sind erst recht.


Mona, absolut kann man das sagen. Ich denke sogar, man wird Dich darauf hinweisen, dass das möglich ist und großes Verständnis haben.

Aber viel wichtiger ist, Du hast bei allen Dingen die Möglichkeit, Nein zu sagen, egal was es ist.

Es geht ja darum, dass man Dich dort abholt, wo Du stehst mit Deinem Wissen, den Symptomen und zuletzt auch Deinen Gefühlen...natürlich ist es schwierig, weil nicht jeder gleich ist und alle Patienten unter einen Hut zu bekommen ist schwierig, daher gebe auch den Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten eine Chance, am besten so, dass Du klar sprichst, was Du brauchst, möchtest, willst usw.

Meine Erfahrung ist durchweg positiv und insb. diese Profis wissen ja um die Probleme...

Von daher, lass Dich darauf ein, denn soviel äußere Sicherheit wie in einer Klinik um Gefühle, Gedanken herauszulassen und Dich den Symptomen zu stellen, hast Du draussen nicht.

Und wie Bird schon sagte, sehe es als Erfahrung, die Dich auf deinem Weg reicher machen wird, denn vielleicht erfährst Du Dinge, die bisher unbekannt waren und dir sogar gut tun werden. Andererseits auch Wege, wo Du nachher klar sagen kannst, dass das nicht Deins ist und wenig Sinn macht...

30.04.2012 08:07 • #4


guten morgen

also, ich würde mich freuen, wenn ich wieder mal in ne klinik gehen könnte. ich war damals direkt sechs wochen in kur. vier autostunden von mir daheim entfernt. ich muss sagen, es war das beste was mir passieren konnte. die erste woche habe ich durchgehend geweint, meine beste freundin angerufen und gesagt, dass sie mich abholen soll. das war hart. aber die folgenden fünf wochen waren super. dir wird bei allem geholfen, du bist nicht allein mit deinen problemen und ängsten. es ist rund um die uhr jemand für dich da. du kannst so viel lernen wenn du bereit dazu bist. siehe es als ne gute sache an. anderen leuten geht es noch schlechter als dir, und die müssen noch wochen warten, bis sie in einer klinik aufgenommen werden. genieße die zeit in der du die hilfe bekommst, wieder stark zu werden!!

lg
kati

30.04.2012 08:29 • #5


Zitat von HeikoEN:
Mona, absolut kann man das sagen. Ich denke sogar, man wird Dich darauf hinweisen, dass das möglich ist und großes Verständnis haben.

Aber viel wichtiger ist, Du hast bei allen Dingen die Möglichkeit, Nein zu sagen, egal was es ist.

Es geht ja darum, dass man Dich dort abholt, wo Du stehst mit Deinem Wissen, den Symptomen und zuletzt auch Deinen Gefühlen...natürlich ist es schwierig, weil nicht jeder gleich ist und alle Patienten unter einen Hut zu bekommen ist schwierig, daher gebe auch den Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten eine Chance, am besten so, dass Du klar sprichst, was Du brauchst, möchtest, willst usw.

Meine Erfahrung ist durchweg positiv und insb. diese Profis wissen ja um die Probleme...

Von daher, lass Dich darauf ein, denn soviel äußere Sicherheit wie in einer Klinik um Gefühle, Gedanken herauszulassen und Dich den Symptomen zu stellen, hast Du draussen nicht.

Und wie Bird schon sagte, sehe es als Erfahrung, die Dich auf deinem Weg reicher machen wird, denn vielleicht erfährst Du Dinge, die bisher unbekannt waren und dir sogar gut tun werden. Andererseits auch Wege, wo Du nachher klar sagen kannst, dass das nicht Deins ist und wenig Sinn macht...


Danke das beruhigt mich wirklich sehr.
Wie geschrieben von den Gruppengesprächen hatte ich mit am meisten Angst. Mein problem ist auch oft das ich um nicht negativ aufzufallen oft einfach die Sachen mache um die man mich bittet.


Ich sollte einfach umdenken, die werden mir helfen und wollen mir nicht böses.


@ katinka_h

Ich hoffe das ich danach sagen kann das der Klinikaufenthalt mir geholfen hat.

30.04.2012 12:48 • #6


Hallo

Ich hätte da noch 1-2 Fragen zu der stationären behandlung bzw. aufenthalt in der Klinik.

Ein Problem was ich z.b habe, ist vor anderen zu Essen, so weit ich aber weiss gibt es ja einen Gemeitschaftsraum wo alle zusammen Essen. Kann man dies auch langsam angehen lassen?

Und meine zweite Frage, ich habe generell Probleme mit anderen Menschen, aber besonders schlimm ist es mit gleichaltrigen. Wie sieht es denn auf so einer Station aus, werden die Patienten nicht nur nach Krankheitsbild sondern auch dem Alter zusammen gesteckt?

Wäre super wenn ich bald eine Antwort bekomme, danke in voraus.

02.05.2012 21:51 • #7


HeikoEN
Also, ich denke, ein Stück weit musst Du dich einlassen auf das, was da kommen wird.

Du kannst dein Zuhause nicht mitnehmen und von allen verlangen, dass sie sich anpassen mögen.

Die genannten Probleme sind ja der Grund, warum Du u.a. auch dort hingehst, richtig?

Von daher hast Du die Chance zu schauen, was passiert, wenn Du dich ihnen stellst und ggf. sofort auf einen Therapeuten oder Arzt etc. zurückgreifen zu können. Mit dem kannst Du das genaue Problem ergründen und etwaige Verhaltensstrategien sofort umsetzen am nächsten Tag.

Zur Frage des Essensraum oder Zimmerverteilung wird Dir hier wohl niemand etwas dazu sagen können, denn keiner kennt die Klinik und selbst wenn, liegt die Entscheidung dann bei dem Personal vor Ort in der Klinik.

Ich kann Dir nur raten, die Möglichkeit für alle Deine offensichtlichen Probleme zu nutzen in dem Sinne, sich ihnen zu stellen und ggf. damit aufzuräumen. Das Personal dort ist ja nicht unwissend über die Problemthemen, die Du ansprichst für dich. Von daher sei zuversichtlich und wenn es halt so kommt, dass Du eine Zimmernachbarin hast, dann prüfe von der ersten Minute an, was für Gefühle hochkommen, was blockiert oder wo Du meinst, jetzt flüchten zu müssen. Genau damit gehst Du dann zu deinem Therapeuten in der Klinik und er wird Strategien haben, wie Du damit umgehen kannst.

Als Rat gebe ich Dir nur: sei zuversichtlich, bleib ganz bei Dir, versuche anzunehmen was kommt.

Die Kraft, den Lebenswillen, das Selbstbewusstsein hast Du auf jeden Fall, sonst wärst Du nicht bis dahin gekommen!

Und gerne lesen wir einen Erfahrungsbericht über die Klinik von Dir! Ich bin sicher, es werden einige positive Punkte darin auftauchen!

03.05.2012 06:43 • #8


HeikoEN
SORRY, DOPPELPOST. BITTE LÖSCHEN!

03.05.2012 06:44 • #9


Seele in Not

16.03.2013 14:48 • #10


Hallo Seele in Not.

Ich kann verstehen, dass du Angst vor einem Aufenthalt in der Klinik hast.
Den Jobvertrag würde ich erstmal unterschreiben. Du kannst da später immer noch kündigen. Aber so hast du was in der Hand. Hast du schon in einer Klinik einen Platz? Oder hast du dich noch gar nicht darum gekümmert?

Was du auf keinen Fall haben musst ist Angst, dass du in der Klinik zusammenbrichst. Selbst wenn das passiert: Deshalb bist du da. Du gehst doch in die Klinik, weil du eben diese ganzen Ängste hast! Versuch es mal so zu sehen: Es kann nur besser gehen. Du bist auf der Station ja auch unter Menschen, die die selben Probleme haben wie du und das alles nur zu gut kennen.
Die Ärzte dort sind meistens auch nett!

Ich war auch schon einmal in der Klinik. Und ja, der erste Schritt ist schwierig. Man muss sich dazu durchringen das zu machen und sich selbst eingestehen, dass es nicht anders geht. Aber das ist in Ordnung. Die ersten Tage fühlte ich mich da total fehl am Platz und habe nur geweint, wollte wieder nach Hause. Ich habe mir sagen lassen, dass das normal ist. Jeder der dort eingewiesen worde bzw. sich selbst eingewiesen hat sagt das. Das legt sich aber und die Zeit fängt an wie im Flug zu vergehen. Das kann ich dir versprechen. Du hast dort einen sehr geregelten Tagesablauf und hast auch viel Zeit für dich. Einerseits ist das gut, andererseits muss man das meistens aber auch lernen. Es wird aber besser, das kann ich dir versprechen. Es wird dir helfen.
Hast du denn selbst auch einen eigenen Therapeuten? Nimmst du Medikamente?
Ansonsten kannst du versuchen in einer Tagesklinik einen Platz zu bekommen. Sprich du gehst da morgens hin und kommst abends wieder nach Hause. Wie eine Art Beruf.

Hab keine Angst vor der Klinik. Eigentlich ist es super und ich kann über meinen Aufenthalt sagen, dass es das beste war, was ich machen konnte.

Beste Grüße, alles wird gut!

16.03.2013 15:05 • #11


Seele in Not
Danke für die Infos und dein Verständnis! Unterschreiben kann ich den Vertrag nicht, weil würde ich dann erst kündigen, würde sich das doch negativ in meinem Lebenslauf auswirken. Außerdem müsste ich in Vorbereitung zur Arbeit so viele Sachen erledigen (zb. formelle) die ich in meinem jetzigen Zustand nicht gebacken krieg.

Ich weiss, du willst mir nur Mut machen, aber ich könnte mir vorstellen, dass ich dort dann permanent auf stark mache, oder eben dazu neigen könnte, sofort die Klinik zu verlassen. Fluchtverhalten so oder so. Medikamente nehm ich keine und einen eigenen Therapeuten hab ich leider nicht mehr.

Hinzu kommt noch, dass ich mir professionelle Unterstützung geholt hab. Wurde dort auch aufgefangen, als ich in Tränen ausgebrochen bin. Letzteres hab ich aber nach der akuten Phase wieder bereut, weil ich mich sehr hilflos dabei gefühlt hab und ich bei dem Gespräch nicht mal in einem Praxiszimmer, sondern in der Aufnahme war. Man hat sich auch bemüht und mir für in zwei Tagen einen Therapieplatz angeboten. Aufgrund der Kürze hab ich aber erst recht Angst bekommen und abgesagt. Darauf hin wurde die entsprechende Person, die mir das angeboten hatte, sauer und meinte, dann soll ich mich doch selbst bemühen. Kann das ja schon irgendwie verstehen, weil er sich Mühe gegeben hat, aber ICH bin doch der Patient und da sollte man doch auch MICH eingehen, oder etwa nicht?! Und es blieb wieder das Gefühl, nicht verstanden zu werden. Mein Leidensdruck ist echt groß genug, aber meine Angst vor der Fremde einer Klinik noch größer und nach diesem Erlebnis hab ich natürlich noch mehr Angst gekriegt...fühl mich total unter Druck gesetzt...

16.03.2013 15:12 • #12


Seele in Not
Ach so, Thema Tagesklinik: wir haben eine psychiatrische Tagesklinik in der Nähe, in der ich mich schon vorgestellt habe. Leider war der leitende Arzt in meinen Augen total unprofessionell, die medikamentenheischenden Patienten irgendwie total von der Rolle, die Angebote eher dürftig und wegen meiner Höhenangst ein Stockwerk des Gebäudes für mich nur in Begleitung erreichbar. Aber wenn ich so drüber nachdenke, würde ich sogar das alles in Kauf nehmen, nur um nicht ganz weg zu sein, selbst wenns therapeutisch gesehen vllt weniger Sinn macht...

16.03.2013 15:19 • #13


Hallo,
wusste nicht recht, welches Unterforum dazu passt...

Jetzt steht fest, dass ich Dienstag in eine Klinik für Psychotherapie gehe. Wie in meinem ersten Thema beschrieben, habe ich hauptsächlich mit Depersonalisation und anderen Wahrnehmungsstörungen zu kämpfen und der tief sitzenden Angst vor Psychosen, die eigentlich bereits zur Überzeugung geworden ist. Dazu kommt eine starke Agoraphobie, da die Symptome draußen schlimmer werden, inkl. Panikattacken, meistens Angst zu ersticken.

Ich habe so panische Angst vor dem Aufenthalt, dort kann ich nicht flüchten. Seit einem Jahr verkrieche ich mich, wenn es nicht mehr geht, das ist schlecht, ich weiß. Aber jetzt bin ich da so ausgeliefert und muss das alles aushalten unter Leuten und Ärzten. Außerdem glaube ich nicht mehr daran, dass das mal weggeht und habe jetzt schon Angst, dass es in er Klinik schlimme wird oder ich danach genauso dastehe und noch weniger Hoffnung habe. Ich habe Angst vor Medikamenten, v.a. Beruhigungsmittel und male mir schon aus, wie ich dort dauerpanisch bin und aber nichts nehmen will und dann zwangseingewiesen werde oder so.

Kennt das jemand? Hattet ihr auch große Angst vor einem Aufenthalt? Sollte ich lieber nicht gehen, aber was bleibt mir dann übrig?

22.11.2013 11:32 • x 1 #14


Klinik hat Vor- und Nachteile!

Du wirst zumindest eine klare Diagnose bekommen und ein paar Leute kennenlernen. Du wirst Dich auf Station auch nach 3 Wochen sicherer fühlen als draussen.

Alles Weitere musste ausprobieren. Du kannst ja jederzeit abhauen und ambulant was machen, wenn Dir das nach 3 Wochen immer noch zuviel ist. Finde ich persönlich auch besser - ich brauche definitiv mehr Ruhe als da gewährleistet ist und die Isolation auf Station ist kontraproduktiv bei Ängsten vor dem draussen. Aber manchen tut ein Aufenthalt richtig gut!

22.11.2013 12:15 • #15


Ich stimme Holgerson zu. Ich glaube, ich hatte dir auch schon mal zu diesem Thema geantwortet: Du kannst die Klinik jederzeit verlassen. Zwangsweise da behalten dürfen die einen Patienten nur, wenn eine akute Selbst- oder Fremdngefährdung vorliegt, d.h. wenn du suizidgefährdet bist oder die Gefahr besteht, dass du anderen etwas antust. Aber das ist ja nicht der Fall. Du bist erwachsen und kannst jederzeit entscheiden, ob du eine Behandlung machen willst (z.B. Medikamente nehmen) und wenn ja welche.

Die Frage, die du dir stellen musst, ist ob ein Klinikaufenthalt in einer jetzigen Situation für dich Sinn macht. Ich persönlcih denke, dass es vielleicht das richtige wäre. Gerade bei Angst ist es ja absolut kontraproduktiv, wenn man sich verkriecht und allen schwierigen Situationen ausweicht. Die Klinik wäre für dich dann erstmal so etwas wie eine Schock-Therapie. Aber dort hast du auf jeden Fall eine Menge Menschen, die dich auffangen und dir helfen werden. Am Anfang könnte es natürlich unangenehm sein, aber mit der Zeit vergeht die Angst. Da bin ich sicher. Sicherlich kannst du den Ärzten und Psychologen bei der Aufnahme ja von deinen Ängsten (auch bezüglich der Klinik) berichten und sie werden dir helfen.

Und wenn alles ncihts hilft, dann kannst du ja immer noch gehen ...

22.11.2013 12:36 • #16


Danke für eure Antworten.

Ich war bereits beim Vorgespräch und konnte das auch nur hin und her laufend führen, weil ich so ängstlich war. Da hat sie auch gesagt, dass ich evtl. nicht stabil genug für das Psychotherapieprogramm bin, aber sie haben doch zugesagt. Das ist halt noch schlimmer für mich, wenn von fachkundiger Seite gezweifelt wird. Jetzt erwarte ich ja quasi, dass ich das nicht schaffe. Sie meinte auch, dass ohne Medikamnte wahrsch. nichts geht. Das war schon wieder so ein blöder Satz. AD meinetwegen, die wollte ich ja eh wieder nehmen, schaffe es allein aber nicht. Ich befürchte aber eher Neuroleptika oder Beruhigungsmittel.
Habe auch Angst, dass sie mich vielleicht doch auf die Psychosestation verlegen wollen.

Zu der genauen Diagnose: Bis jetzt habe ich bei jedem Psychiater eine andere gehört, zwar immer aus dem neurotischen Kreis, aber eine andere Einschätzung. Von daher werde ich die wahre wohl nie erfahren bzw. gibt es sie nicht

22.11.2013 12:47 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hm, so wie du das beschreibst, wäre eine Medikament vielleicht wirklich angesagt. Das Problem ist ja, dass man bei der Psychotherapie schon eine gewisse Grundverfassung haben muss, um überhaupt gut reden und an sich arbeiten zu können. Viele Depressive bekommen deshalb zunächst erstmal ein Antidepressivum verschrieben. Nach 2-3 Wochen geht es einem dann schon etwas besser und man kann wieder optimistischer nach vorn sehen. Bei mir hat damals Opipramol sehr gut geholfen. Das ist ein AD, das aber auch sehr gut gegen die Angstzustände hilft. Warum hast du solche Angst vor Medikamenten?

Aud die Psychosestation kommst du NICHT, weil du ja KEINE Psychose hast. Und falls doch, sagst du Nein.

22.11.2013 12:52 • #18


Ich habe Citalopram bekommen, was eigentlich ganz gut war. Hatte es vor 1,5 Jahren abgestzt, weil ich dachte, dass es eh nichts bringt, aber scheinbar hat es doch etwas geschützt.

Also dieses Thema Psychose ist ehr weit und einnehmend, das ist mir schon etwas peinlich, aber die Gedanken sind sehr zwanghaft. Dazu gehören dann auch mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten wie Halluzinationen, die ich fürchte oder eben ein anderes Erleben, eben die Angst vor komischen Bewusstseinszuständen. Das kann ich schwer beschreiben, aber alles, was sich gedanklich so um das Thema Psychose aufbaut ist angsteinflößend, ich meide auch Alk. und andere Lebensmittel wie Muskatnuss aus dieser Angst. Konnte sogar meine Antibiotika nicht nehmen, weil in Einzelfällen von Psychose und Halluzinationen im Beipackzettel dir Rede ist. Dasselbe gilt für Antidepressiva, wobei mir da eher diese QT-Intervallverlängerungen Angst machen, die sogar schon zu plötzlichem Herzstillstand führten. Deswegen musste für Citalopram die erlaubte Höchstdosis gesenkt werden! Die kann ich eigentlich nur nehmen, wenn ich jede Woche ein EKG kriege, aber welcher Arzt macht denn das?
Es wird ein langer Weg...

22.11.2013 13:03 • #19


Du solltest es einfach ausprobieren. Wenns zuviel wird oder iwelche Medikamente alles noch schlimmer machen, dann weisst Du ja Bescheid und kannst einen anderen Weg gehen...

Du kannst auch erstmal in die allgemeine Psychiatrie gehen, dort hast Du weniger Programm. Dort können die eine Diagnose stellen und Dich mit beruhigenden Mediakamenten einstellen....

22.11.2013 16:09 • #20



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