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L
Zitat von petrus57:
Da hast du aber nicht lange ausgehalten. Was hat dich denn am meisten gestört?


Alles.
Die Klinik wird umgebaut. Dadurch viel Lärm.
Insgesamt hat die Klinik wenig zu bieten gehabt.
Ich habe mich nicht wohl gefühlt. Es hat eben überhaupt nicht meinen Bedürfnissen entsprochen. Keine Ruckzugsmöglichkeiten. Schwimmbad und Sauna mickrig klein.
Das Therapeuen Gespräch hat mich auch nur runtergezogen. Hat mich auf meine Augenränder aufmerksam gemacht. Er hat aber gemerkt das es mir unangenehm ist. Habe mich auch nicht verstanden gefühlt. Alles wurde nur auf die Kindheit geschoben. Aber was ändert das bitte an meiner jetzigen Situation wenn man nur in der Kindheit wühlt? eben garnichts.
Keine Spiele oder Bücher zum Ablenken nichts.
Viele unzufriedene Leute dort...
Bin total enttäuscht von mir.

x 1 #61


petrus57
Das vieles in der Kindheit begraben liegen soll, glaube ich auch nicht. Das mag zwar bei einigen zutreffen aber bei den meisten eher nicht.

Manchmal ist das Herumgewühle eher kontraproduktiv.

x 1 #62


W

Angst vor einem bevorstehenden Klinikaufenthalt

Hallo liebe Community,

das wird mein erster Beitrag sein, da ich mich auch erst neu angemeldet habe. Wahrscheinlich wurde das Thema bereits einige Male angesprochen, aber ich hoffe, dass ich es dennoch so stehen lassen kann.

Erstmal zu meiner Person:
Ich bin 27 Jahre alt, studiere eigentlich Literaturwissenschaft und Geschichte in Heidelberg, jedoch wohne ich im Moment wieder bei meinen Eltern, da ich im September meine erste Panikattacke hatte. Ich hatte vorher in Heidelberg vier Jahre in einer WG gewohnt, meine Mitbewohnerin und gute Freundin wurde schwanger und wir mussten ausziehen. Ich hatte mich auch sehr auf meine neue Wohnung gefreut, dummerweise hatte ich zu Beginn gleich einen Befall von Ungeziefer (Kakerlaken) und habe mich leider dort nicht wohl gefühlt. Nachdem wir die alte WG-Wohnung übergeben hatten, hatte ich die erste Panikattacke. Dann wurde es schlimmer und da ich keine Ahnung hatte, was mit mir los war, habe ich erstmal ein Urlaubssemester beantragt und bin zu meinen Eltern. Die Wohnung habe ich mittlerweile aufgeben und bin auch froh darüber.

Hier bei meinen Eltern, also meiner alten Heimat, habe ich erstmal versucht, einen Therapeuten zu finden, aber wie ihr alle wahrscheinlich wisst, ist das nicht gerade einfach durch die langen Wartezeiten. Allerdings habe ich dann schnell einen Platz in einer Tagesklinik bekommen. Der Aufenthalt war auch sehr gut, eigentlich dachte, dass mir das gut geholfen hat, aber danach - so zwei Wochen später - bin ich wieder abgestürzt. Und ich hatte keine Ahnung wieso. Auf einmal hatte ich eine Panikattacke in meinem Zimmer und konnte da nicht mehr schlafen.

Medikamente habe ich während der Tagesklinik übrigens keine bekommen, aber mir wurde eine Anpassungsstörung und eine abhängige Persönlichkeitsakzentuierung diagnostiziert (wobei ich von Hausarzt, Psychiater auch andere Diagnosen bekommen habe). Dummerweise kann ich damit einfach überhaupt nicht umgehen, so dumm es sich auch anhören mag. Mittlerweile habe ich einen Psychiater, der mir Valdoxan verschrieben hat, die zur Nacht auch ganz gut helfen. Bei einigen Psychotherapeuten stehe ich auf der Warteliste, aber das wird halt dennoch mindestens noch ein Vierteljahr alles dauern.

Mittlerweile habe ich mich auch dazu entschlossen, meinen Studienort zu wechseln, da ich mich noch nie in Heidelberg zuhause gefühlt habe, eventuell hätte ich bereits viel früher die Reißleine ziehen sollen.

Was nun mein Problem ist, eigentlich fühlt sich die Entscheidung einer stationären Therapie richtig an, da mir dort eben am besten geholfen ist, aber ich habe große Bedenken bezüglich Heimwehs (was ja eigentlich albern ist, da ich vier Jahre in Heidelberg gelebt habe und auch die Klinik nur 30 Minuten von meinem Elternhaus entfernt ist). Ich habe Angst, dass ich sofort zusammenbreche, nachdem meine Mutter mich hingefahren hat, nachhause will und die das alles falsch verstehen und ich auf eine geschlossene Station komme. Auch, dass ich mich nicht richtig konzentrieren kann, wenn ich aus meinen gewohnten Umfeld draußen bin, macht mir Angst. Ich denke halt sofort, dass ich es niemals alleine schaffen kann und alles.

Vielleicht hat ja jemand von euch ähnliche Erfahrungen oder Probleme und weiß Rat?

Liebe Grüße

#63


Kay912
Sorry, aber merkst du etwas?
Dein Kopf malt jetzt schon das schlimmste aus und du glaubst ihm. Frag dich mal, ob du dir sicher sein kannst, dass du Heimweh bekommst, dich auf nichts konzentrieren kannst oder was du sonst noch für Zweifel hast. Lass es auf dich zu kommen und freu dich auf die Zeit, wo du an dir arbeiten kannst. Du bist dort ja auch nicht alleine und du kannst dich auch mit anderen dort austauschen.
Also, lass es auf dich zu kommen und Male dir nicht direkt das schlimmste aus Smile
Wenn du es nicht aushältst, dann rufst du deine Mutter an und fährst einfach wieder nach Hause Smile

#64


W
Danke für deine Antwort.

Natürlich stimmt es, was du sagst. Manchmal weiß ich das auch genau, dann ist es vollkommen okay, dass ich da hingehe und auch eine Chance. Dann aber gibt es eben diese Momente, in denen ich schnell ins Grübeln verfalle und dann entwickelt das schnell ein Eigenleben.

#65


K
Ich kenne Panikattacken nur zu gut und weiß wie du dich fühlst. Ich war noch nie in einer Klinik. Ich denke momentan auch darüber nach. In welche Klinik würdest du gehen.
Die erste Zeit in der Klinik ist bestimmt nicht einfach, bis du dich eingewöhnt hast. Aber ich denke so eine ganzheitliche Behandlung hat viele Vorteile. Du schaffst das bestimmt. Und wenn es dir ganz schlecht geht, hast du immer kompetente Ansprechpartner in der Klinik. Es ist wahrscheinlich ein wichtiger Schritt, wenn du die Erfahrung machst, dass du es auch außerhalb deiner gewohnten Umgebung wieder schaffen kannst

#66


Kay912
Aber deswegen gehst du ja dahin, um das grübeln auf den Grund zu gehen und loszuwerden
Ich wünsche dir jetzt aber schon mal ganz viel Erfolg und ich glaube , dass sich einige darüber freuen, wenn du über deine Zeit berichten wirst. Vllt ermutigst du den ein oder anderen dann damit selbst diesen Schritt zu gehen.
Auf jeden Fall Respekt dafür, dass du dir diesen Weg gehst!

#67


Seele70
Also ist ja schon älter das Thema, aber es betrifft mich auch.

Mein Problem, ich müsste in die Klinik, kann dieses aber nicht ohne Begleitperson.
Habe mehr als 100 Anläufe gemacht und war immer wieder Abends/Nachts zu Hause.
Wer kennt diese Problematik und habt gibt es jemanden der mit einer Begleitperson den Klinikaufenthalt gemacht hat?

#68


kalina
Ich kenne die Problematik nicht, ich kenne es nur, dass ich lieber weitere Strecken mit vertrauter Begleitperson fahre. Ich weiß nur, dass Kinder eine Begleitperson im Krankenhaus dabei haben können. Ein Klinikaufenthalt dauert ja auch länger, da wird es auch einfach zu teuer sein, eine zweite Person mit aufzunehmen. Das bezahlt vermutlich keine Krankenkasse. Abgesehen davon, hätte denn die Begleitperson überhaupt Zeit, solange mit ins Krankenhaus zu gehen?

Die Begleitperson könnte ja auch in der Nähe des Krankenhauses ein Zimmer nehmen, dann wäre es Dir vielleicht für den Anfang leichter. Auf Dauer wäre es bestimmt auch ein Therapieziel, dass es ohne Begleitung geht.

Möchtest Du erzählen, was Deine Befürchtungen sind, weshalb Du unbedingt eine Begleitperson dabei hättest? Ist es eine bestimmte Person?

#69


Seele70
Zitat von kalina:
Ich kenne die Problematik nicht, ich kenne es nur, dass ich lieber weitere Strecken mit vertrauter Begleitperson fahre. Ich weiß nur, dass Kinder eine Begleitperson im Krankenhaus dabei haben können. Ein Klinikaufenthalt dauert ja auch länger, da wird es auch einfach zu teuer sein, eine zweite Person mit aufzunehmen. Das bezahlt vermutlich keine Krankenkasse. Abgesehen davon, hätte denn die Begleitperson überhaupt Zeit, solange mit ins Krankenhaus zu gehen?

Die Begleitperson könnte ja auch in der Nähe des Krankenhauses ein Zimmer nehmen, dann wäre es Dir vielleicht für den Anfang leichter. Auf Dauer wäre es bestimmt auch ein Therapieziel, dass es ohne Begleitung geht.

Möchtest Du erzählen, was Deine Befürchtungen sind, weshalb Du unbedingt eine Begleitperson dabei hättest? Ist es eine bestimmte Person?


Die Problematik besteht leider schon seit 28 Jahren.
Eine Begleitperson würde von meiner KK bezahlt werden, nur habe ich niemanden.
Und wie schon geschrieben habe ich mehrere Anläufe hinter mir, ohne Erfolg.

Es ist durch meine extremen Verlustängste soweit gekommen.
Und der Tod meiner Tochter war dann der Rest.

#70


S
Wie verpflegst Du Dich denn zuhause (Einkaufen etc.) - macht das jemand fuer Dich?

#71


kalina
Das tut mir sehr leid, dass Deine Tochter gestorben ist. Wie ist das passiert? Wie alt war sie?

Verlustängste kenne ich auch sehr gut. Auch bei Veränderungen, Umzug etc. reagiere ich mit Ängsten und Depressionen.

Hast Du keine Angehörigen oder Partner, die mit Dir in die Klinik gehen könnten? Welche Klinik überhaupt? Eine psychosomatische? Oder geht es um etwas körperliches?

#72


kalina
Im Prinzip müsstest Du Dich an den psychiatrischen Dienst wenden. Man kann auch einen Betreuer bekommen, der könnte Dich z. B. zu Ärzten fahren und Dich begleiten. Allerdings sicher nicht wochenlang ins Krankenhaus.

Es könnte z. B. Dein Mann mit ins Krankenhaus gehen oder Du versuchst eine Tagesklinik, da kannst Du abends nach Hause.

#73


Seele70
Zitat von portugal:
Wie verpflegst Du Dich denn zuhause (Einkaufen etc.) - macht das jemand fuer Dich?


Das macht alles mein Mann

x 1 #74


Seele70
Zitat von kalina:
Das tut mir sehr leid, dass Deine Tochter gestorben ist. Wie ist das passiert? Wie alt war sie?

Verlustängste kenne ich auch sehr gut. Auch bei Veränderungen, Umzug etc. reagiere ich mit Ängsten und Depressionen.

Hast Du keine Angehörigen oder Partner, die mit Dir in die Klinik gehen könnten? Welche Klinik überhaupt? Eine psychosomatische? Oder geht es um etwas körperliches?


Ja geht um eine psychosomatische Klinik.
Mein Mann kann nicht mit, das er hier vor Ort engmaschig behandelt wird, auf Grund seines Infarktes.

Meine Tochter starb 1,5 Tage nach der Geburt an Lungenversagen.

Für Tagesklinik bin ich zu labil, da auch nur noch 39 Kilo.

#75


kalina
Das ist schlimm, dass Deine Tochter gestorben ist. knuddeln

Wenn Tagesklinik nicht infrage kommt, dann bleibt ja nur stationär.

Früher oder später führt kein Weg dran vorbei. Im Prinzip brauchst Du wahrscheinlich auch nur für die ersten Tage eine vertraute Person, denn nach einigen Tagen wirst Du Dich auch mit Mitpatienten und Therapeuten vertraut fühlen.

Diesen Schritt, der sicher nicht einfach für Dich ist, den musst Du allerdings machen. Entweder mit einem Betreuer vom sozialpsychiatrischen Dienst oder mit einer Familienangehörigen oder Freundin.

#76


E
Zitat von Seele70:

Das macht alles mein Mann



Liebe Seele, ich will dir nicht zu nahe treten und hoffe, dass ich mich nicht komplett in die Nesseln setze....aber vielleicht ist genau das der Fehler im System?

Ich wünschte ich könnte auch 24h nur im Bett liegen, ich habe seit 20 Jahren Schmerzen, Übelkeit, Schwindel. Ich bin nahezu immer unter Anspannung. Ich würde am liebsten kraftlos wie ich bin täglich nur die Wand anstarren....und jetzt kommt das aber - und das aber wird dich wahrscheinlich treffen, da du so früh dein Baby hast gehen lassen müssen - hier gibt es so viele Mütter, und Mütter müssen, v.a. allein Erziehende. Wir funktionieren - dort wo andere, wie du, nicht mehr funktionieren.....Ich habe das Gefühl, du könntest, du hast nur nicht genug Druck. Ich habe den Druck, dass es auffällt was mit mir ist, einen riesen Druck mein Kind nicht mehr versorgen zu können - den Druck dass mich jemand bein Jugendamt meldet und ich schlimmstenfalls mein Kind "verlieren" - Druck meine Stromrechnung nicht mehr zahlen zu können, ich könnte das jetzt seitenlang weiter führen - wenn dein Mann alles macht....dann ist ja nichts mehr da was du wirklich musst. Und ich denke, dass der Verlust deines Kindes hier eine riesige Rolle spielt. Dieser Verlust hat dir das wirkliche "Ich Muss" genommen.
Du hast niemand der mit in die Klinik geht? Dann bleiben dir 3 Möglichkeiten. Es nochmals alleine versuchen, es dir selbst Wert zu sein, dir jemanden zu suchen, der mitgeht (zumindest für die erste Zeit) oder weiter abzubauen und im Bett zu bleiben.

x 2 #77

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Seele70
Zitat von enana:


Liebe Seele, ich will dir nicht zu nahe treten und hoffe, dass ich mich nicht komplett in die Nesseln setze....aber vielleicht ist genau das der Fehler im System?

Ich wünschte ich könnte auch 24h nur im Bett liegen, ich habe seit 20 Jahren Schmerzen, Übelkeit, Schwindel. Ich bin nahezu immer unter Anspannung. Ich würde am liebsten kraftlos wie ich bin täglich nur die Wand anstarren....und jetzt kommt das aber - und das aber wird dich wahrscheinlich treffen, da du so früh dein Baby hast gehen lassen müssen - hier gibt es so viele Mütter, und Mütter müssen, v.a. allein Erziehende. Wir funktionieren - dort wo andere, wie du, nicht mehr funktionieren.....Ich habe das Gefühl, du könntest, du hast nur nicht genug Druck. Ich habe den Druck, dass es auffällt was mit mir ist, einen riesen Druck mein Kind nicht mehr versorgen zu können - den Druck dass mich jemand bein Jugendamt meldet und ich schlimmstenfalls mein Kind "verlieren" - Druck meine Stromrechnung nicht mehr zahlen zu können, ich könnte das jetzt seitenlang weiter führen - wenn dein Mann alles macht....dann ist ja nichts mehr da was du wirklich musst. Und ich denke, dass der Verlust deines Kindes hier eine riesige Rolle spielt. Dieser Verlust hat dir das wirkliche "Ich Muss" genommen.
Du hast niemand der mit in die Klinik geht? Dann bleiben dir 3 Möglichkeiten. Es nochmals alleine versuchen, es dir selbst Wert zu sein, dir jemanden zu suchen, der mitgeht (zumindest für die erste Zeit) oder weiter abzubauen und im Bett zu bleiben.


Da liegst Du leider falsch.
Ich habe noch 2 Kinder um die ich mich kümmern musste.
Jetzt sind sie Erwachsen.
Auch war ich Arbeiten mein Leben lang bis 2012.
Habe mein Leben immer gemeistert.
War ein sehr aktiver Mensch.
Auch mache ich was Rechnungen betrifft alles selber.
Mein Mann geht Einkaufen und macht Erledigungen.

#78


E
Zitat von Seele70:

Da liegst Du leider falsch.
Ich habe noch 2 Kinder um die ich mich kümmern musste.
Jetzt sind sie Erwachsen.
Auch war ich Arbeiten mein Leben lang bis 2012.
Habe mein Leben immer gemeistert.
War ein sehr aktiver Mensch.
Auch mache ich was Rechnungen betrifft alles selber.
Mein Mann geht Einkaufen und macht Erledigungen.


Aber vielleicht ist es genau die Tatsache, dass die 2 jetzt Erwachsen sind. Ich kann mir gut vorstellen, dass man dann in ein Loch fällt.
Warum gehst du nicht einkaufen? Zusammen mit deinem Mann? Er macht es, deshalb ist auch kein Muss da. Mal angenommen er wäre nicht da - was würdest du dann machen?

#79


kalina
Wenn es um Verlustangst geht, kann ich mir gut vorstellen, dass Du tief drin Angst davor hast, dass Du Deinen Mann verlieren könntest. (Wegen Infarkt)
Die Kinder sind auch aus dem Haus, Du bist in den Wechseljahren.... da kann man schon eine Krise bekommen. Vor allem wenn man psychisch so vorbelastet ist. Finde ich nicht so ungewöhnlich.

Schreib einfach mal auf, was Dich bewegt, wovor Du in Zukunft Angst hast.

x 2 #80


A


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