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Mir ist gerade etwas aufgefallen. Ich habe Angst meine Eltern, Schwestern für meinen Zustand zu beschuldigen. Dabei haben meine Eltern mir alles durchgehen lassen, mich nie bestraft, mir ein teures Hobby ermöglicht, ständig kleine Geschenke gekauft. Luftballons, Süßigkeiten, Eis. Auch teure Geschenke gekauft.
Meine Schwestern haben für mich ganz schön zurück stecken müssen, weil ich immer krank war.

Angst, undankbar zu sein.

Ich habe Angst über meine Ängste zu reden, weil ich Angst habe, dass sie denken, sie wären Schuld.

20.11.2021 13:53 • 25.11.2021 x 1 #1


17 Antworten ↓


Hedwig
Na das lässt sich doch alles durch dein Verhalten ihnen gegenüber steuern. Wenn du denkst sie sind nicht Schuld verhältst du dich ja auch dementsprechend

20.11.2021 19:13 • x 1 #2



Angst meine Familie zu beschuldigen

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Zitat von Frittensauce:
Mir ist gerade etwas aufgefallen. Ich habe Angst meine Eltern, Schwestern für meinen Zustand zu beschuldigen. Dabei haben meine Eltern mir alles durchgehen lassen, mich nie bestraft, mir ein teures Hobby ermöglicht, ständig kleine Geschenke gekauft. Luftballons, Süßigkeiten, Eis. Auch teure Geschenke gekauft. ...

Lieber Frittensauce,
das kann ruhig gleichzeitig sein. Man kann seine Eltern einerseits lieben und dankbar für vieles sein und gleichzeitig enttäuscht und wütend, dass sie keine Liebe und inneres Sicherheitsgefühl geben konnten (falls das so war). Aber das kann man aus der Ferne nicht beurteilen, in einer Therapie kann man vieles sortieren, das bisher unerklärlich war. Widersprüchliche Gefühle und Gedanken sind ganz normal. Da brauchst Du keine Angst zu haben. Als ich in Deinem Alter war, habe ich überhaupt nichts verstanden und hielt mich für hässlich, faul und schlecht. Du bist schon jetzt viel weiter. Vertraue Dir und dem geschützten Raum in der Therapie. Du hast supergute Voraussetzungen, und wirst Schritt für Schritt klarer, sicherer und freier werden.
Mutmachende Grüße

20.11.2021 19:37 • x 4 #3


Zitat von Fauda:
Lieber Frittensauce, das kann ruhig gleichzeitig sein. Man kann seine Eltern einerseits lieben und dankbar für vieles sein und gleichzeitig enttäuscht und wütend, dass sie keine Liebe und inneres Sicherheitsgefühl geben konnten (falls das so war). Aber das kann man aus der Ferne nicht beurteilen, in einer Therapie ...


Mir ist bewusst geworden, dass ich auch in der Kindheit schon kein inneres Sicherheitsgefühl hatte, aber es ist nicht ihre Schuld.
Ich weiß nicht, was mir inneres Sicherheitsgefühl gegeben hätte. Ich will nicht, dass sie traurig sind. Ich weiß nicht, was sie konkret hätten machen können oder sollen damit ich mich sicher fühle.

20.11.2021 20:04 • #4


Zitat von Frittensauce:
Mir ist bewusst geworden, dass ich auch in der Kindheit schon kein inneres Sicherheitsgefühl hatte, aber es ist nicht ihre Schuld. Ich weiß nicht, was mir inneres Sicherheitsgefühl gegeben hätte. Ich will nicht, dass sie traurig sind. Ich weiß nicht, was sie konkret hätten machen können oder sollen damit ich ...

Spreche mit deinem Therapeuten/Therapeutin darüber. Du bist noch sehr "verbunden" mit den Eltern.

20.11.2021 20:08 • #5


Flame
Deine Eltern haben ihr Bestes gegeben und dabei mit Sicherheit trotzdem Fehler gemacht,weil es unmöglich ist,alles richtig zu machen und jeder nur im Rahmen der eigenen Möglichkeiten handeln kann.

Deswegen hat das ganze mit Schuld überhaupt nichts zu tun und deswegen brauchst Du auch kein schlechtes Gewissen/Schuldgefühle haben,weil Du verstehen möchtest,was dazu geführt hast,dass Du so bist,wie Du bist.

Mir ging es ähnlich,ich suchte nicht nach Schuld sondern nach Ursachen,ich wollte verstehen.

Man muss die Eltern damit auch nicht unbedingt konfrontieren.
Wichtig ist,selbst nachvollziehen zu können,warum alles so ist,wie es ist.
Die Erziehung/Prägung spielt dabei zwar eine grosse Rolle aber auch Erfahrungen ausserhalb des Elternhauses und auch die Gene spielen eine grosse Rolle.

Gefühle wie Wut oder Trauer und Gedanken des Unverständnisses sind ganz normal.
Das kann man wirklich gut bearbeiten in einer Therapie,so wie Fauda es bereits erwähnt hat.
Die dürfen da sein und haben ihre Berechtigung.
Es geht nicht darum,sie "in den Griff zu kriegen" oder gar zu unterdrücken.

Es geht um einen gesünderen Umgang damit (für sich selbst).
Dadurch kann man inneren Frieden finden.

20.11.2021 20:21 • x 7 #6


Hoffnungsblick
Wenn du deinen Eltern keine "Schuld" geben willst, dann bist du schon auf einem guten Weg. Sie hatten auch ihre Bedingungen und Gründe für ihr Verhalten. In einem therapeutischen Rahmen könntest du alles gefahrlos anschauen.
Zitat von Frittensauce:
Dabei haben meine Eltern mir alles durchgehen lassen,

Das muss nicht in jedem Fall gut sein.

20.11.2021 20:32 • x 4 #7


Zitat von Hoffnungsblick:
Das muss nicht in jedem Fall gut sein.


Eigentlich werden Kinder, denen man alles durchgehen lässt, doch respektlos aber nicht ängstlich.
Ich aber war ängstlich und unselbständig.

Eigentlich werden doch Kinder von übermäßig strengen Eltern ängstlich.

20.11.2021 20:43 • x 2 #8


hereingeschneit
Zitat von Frittensauce:
Eigentlich werden Kinder, denen man alles durchgehen lässt, doch respektlos aber nicht ängstlich.

Das kann man nicht verallgemeinern. Es kann auch sein dass sie ängstlich werden, weil sie keine Führung und somit Halt bekommen. Ihnen wird gewisserweise die Verantwortung schon übergeben wo sie noch gar nicht bereit dazu sind, die Folgen nicht abschätzen können und das macht ihnen Angst.....

Und bei übermäßig strengen Eltern kann es sein, dass man rebelliert und sozusagen seinen Mann steht, die eigenen Wege durchsetzt.

Es gibt also beides bei beiden Varianten. Als Eltern den richtigen Mittelweg zu finden, so dass das Kind selbstbewusst und relativ ohne Angst aufwächst, ist echt schwer. Zumal man das ja dem Kind anpassen muss, weil jeder ein Individuum ist.

20.11.2021 21:49 • x 4 #9


DieSonne
Zitat von Frittensauce:
Eigentlich werden Kinder, denen man alles durchgehen lässt, doch respektlos aber nicht ängstlich.
Ich aber war ängstlich und unselbständig.

Ein ganz klares Nein!
Meine Eltern haben mir alles durchgehen lassen. So das ich als Teenager meine Grenzen suchen musste. Ganz ehrlich. Es gab keine (selbst Dr.ogen Konsum wurde hingenommen). Habe zumindest keine gefunden.
Ja, ich wurde schon respektlos, weil ich nach Grenzen suchte!
Als ich noch immer keine Grenzen fand, bekam ich es mit der Angst zu tun. Was wird aus mir? Wer passt auf mich auf? Wen kann ich vertrauen etv.
Das führte dazu, dass ich auffällig wurde (haupsächlich, weil ich wegen meiner Panik nicht mehr zur Schule gehen konnte) und vom Jugendamt ins betreute Wohnen gesteckt wurde. Da habe ich es begriffen und habe mich einwandfrei benommen, so dass ich mir das Vertrauen erarbeiten musste und habe.
Ich habe mir mittlerweile mein Leben aufgebaut, wie ich es möchte. Habe eine Familie und setze meiner Tochter schon jetzt viel mehr Grenzen.
Zitat von hereingeschneit:
Das kann man nicht verallgemeinern. Es kann auch sein dass sie ängstlich werden, weil sie keine Führung und somit Halt bekommen. Ihnen wird gewisserweise die Verantwortung schon übergeben wo sie noch gar nicht bereit dazu sind, die Folgen nicht abschätzen können und das macht ihnen Angst.....

Genauso ist es bei mir gelaufen!

20.11.2021 22:11 • x 5 #10


Flame
Meine Eltern haben mir auch vieles durchgehen lassen aber sie waren eben auch überfordert,das weiss ich heute.

Auf der anderen Seite haben sie aber auch in gewissen Bereichen einiges abverlangt.
Das waren leider Ansprüche,denen ich nicht gerecht werden konnte,so sehr ich mich auch darum bemüht habe.

Das ist traurig denn ich hab es ja versucht aber es war von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Heute habe ich Mitgegfühl für mich selbst,früher hab ich mich verurteilt für mein "Versagen".
Weil ich damals nicht realisiert habe,dass man zwar vieles aber nicht alles durch Willenskraft erreichen kann.

Wenn Enttäuschung da ist (meine eigene Enttäuschung über mein damaliges "Selbst" - was ich glaubte sein zu müssen um liebenswert zu sein -und die spürbare aber unausgesprochene Enttäuschung meiner Eltern.
Und wenn man sich nicht mehr geliebt fühlt,wie man ist,hört dieses Gefühl von Geborgenheit und bedingungsloser Liebe irgendwann auf und dann kommt die Angst.

Angst nicht mehr zu genügen und nicht mehr liebenswert zu sein.
Und dann tut man alles mögliche um dieses Gefühl nicht mehr haben zu müssen.

Und das kann nur krank machen,weil die Erkenntnis fehlt,dass man in Ordnung ist,wie man ist mit all den Fehlern und Macken,die man hat.

20.11.2021 22:12 • x 6 #11


Spaceman
Hi @Frittensauce

Ich versuche generell niemandem mehr die "Schuld" zu geben. Schuld ist zwar psychologisch und philosophisch ein hoch-interessantes weil sehr komplexes Problem, wird aber im Alltag so heftig simplifiziert, dass es kaum noch lohnt, sich damit zu beschäftigen.

Stattdessen versuche ich, Ursache-und-Wirkungs-Zusammenhänge (Kausalitäten) zu finden, um zu verstehen, wie das alles passieren konnte. Meine Eltern haben Fehler gemacht und sie haben sich in einigen Situationen definitiv nicht so verhalten, wie ich es von ihnen erwartet und gebraucht hätte. Menschen machen nun mal Fehler und ich weiß heute, dass sie es nicht böse meinten.

Kannst Du benennen, welche Fehler Deine Eltern Deiner Meinung nach gemacht haben? Was hättest Du wann gebraucht, was bekamst Du stattdessen?

21.11.2021 08:15 • x 4 #12


Zitat von Spaceman:
Hi @Frittensauce Ich versuche generell niemandem mehr die "Schuld" zu geben. Schuld ist zwar psychologisch und philosophisch ein hoch-interessantes weil sehr komplexes Problem, wird aber im Alltag so heftig simplifiziert, dass es kaum noch lohnt, sich damit zu beschäftigen. Stattdessen versuche ich, ...

Hi
ich möchte ihnen nicht die Schuld geben. Ich möchte ihnen erstmal einfach nur sagen "Mir geht es nicht gut" und möchte nicht, dass sie denken sie hätten irgendwie Schuld oder sich die Schuld geben.

Welche Fehler die gemacht haben? Keine wirklich schlimmen. Ich hätte mir manchmal gewünscht, dass die weniger nerven.

Meine Mutter wollte noch meine Wäsche waschen, als ich schon eine eigene Wohnung hatte.

Als ich noch zuhause lebte, hatte ich mal Streit mit einem Nachbarn. Das wäre aber keine große Sache gewesen. Wir standen vor der Tür und diskutierten etwas lauter. Doch dann kamen meine Eltern. Beide meine Eltern. Sie beschimpften ihn, da er angeblich mich zu Unrecht beschuldigen würde. Die Situation ist verbal eskaliert. Danach hatten wir einen richtigen Streit mit diesem Nachbarn.

Als ich 17 war mussten meine Eltern verreisen. Das wäre für mich kein großes Problem gewesen. Meine Eltern haben tatsächlich mit einer meiner älteren Schwestern, die schon verheiratet war, abgesprochen, das die für die Zeit kochen soll und die Wäsche machen soll, weil ich angeblich nicht in der Lage wäre das zu tun. Sie glaubten ich würde sofort verhungern. Ich habe Probleme mit Appetitlosigkeit. Ich habe zwar Appetitlosigkeit, aber ich weiß, dass ich genug essen muss. Ich kann auf mich aufpassen.
Ich sagte ihnen dann, dass ich nicht will, dass meine Schwester für mich kocht. Da fing meine Mutter an zu weinen. Sie befürchtete, dass ich zu wenig esse.

Um meine Mutter nicht traurig zu machen, war ich schließlich einverstanden. Meine Schwester kochte für mich. Ich wurde gemästet. Sie hat von allem viel gekocht und gesagt "Iss, iss". Ich habe so große Probleme mit Appetitlosigkeit. Ich konnte nicht viel essen.

Ich hätte mir gewünscht, dass die zwar für mich da sind aber weniger nerven. Ich hätte mir auch gewünscht, dass die mal zuhören, statt mir sofort zur Seite zu stehen. Wenn ich eine schlechte Note hatte, haben die gesagt "Der Lehrer ist unfair". Ich hatte oft schlechte Noten und habe mich dafür geschämt. Ich hätte gerne mehr aus meiner Schullaufbahn gemacht, habe hart gearbeitet. Ist trotzdem nichts geworden. Ich hätte mir gewünscht, dass die einfach mal ruhig sind und mir zuhören statt sich über vermeintlich unfaire Lehrer aufzuregen.

Das sind aber alles Sachen, die eigentlich Kleinigkeiten sind. Andere Leute haben wirklich schlimme Eltern.

21.11.2021 10:54 • x 2 #13


Icefalki
Zitat von Frittensauce:
"Mir geht es nicht gut


Es geht gar nicht um deine Eltern, sondern nur darum, was du denkst, was andere denken könnten. Und aus irgendeinem Grund denkst du, dass du nicht genügst.

Und das kann geschehen, weil man dich zu sehr in Watte gepackt hat, oder die andere Version, abgelehnt hat. So oder so, es fehlt an innerer Sicherheit und an der falschen Wahrnehmung, die man sich im Laufe des Lebens angeeignet hat.

Sei's drum, alles kann verändert werden. Allerdings bedeutet das, dass man sich jemanden zuwendet, der die ganze Thematik versteht. Und das ist ein Therapeut. Also nutze diese Möglichkeit und dann kommt eines nach dem anderen. Allerdings manchmal muss man über seinen Schatten springen und den Mund aufmachen und seine Ängste mitteilen.

21.11.2021 11:38 • x 3 #14


Deine Eltern mischen sich zu sehr in dein Leben ein. Deine Schwester auch. Sie lassen dich nicht los und halten dich fest, indem sie sagen, du könntest dieses und jenes nicht. Wenn Du das alles selbst kannst: deine Wäsche waschen, Deinen Haushalt führen, der Kaptän Deines Lebens sein - dann tue es und befreie Dich. Auch "gut gemeinte" "Hilfe" ist falsch wenn sie Abhängigkeit erzeugt. Du bist frei und hast nicht nur das Recht auf Dein eigenes Leben, es ist auch die Pflicht deiner Eltern, Dich in Dein eigenes Leben gehen zu lassen!

21.11.2021 12:53 • x 3 #15


Feuerschale
Zitat von Frittensauce:
Eigentlich werden Kinder, denen man alles durchgehen lässt, doch respektlos aber nicht ängstlich.
Ich aber war ängstlich und unselbständig.

Eigentlich werden doch Kinder von übermäßig strengen Eltern ängstlich.

Wenn alles beliebig ist, dann fehlt eine echte Orientierung. Das kann auch sehr verunsichern.

Vielleicht spürst du unbewusst, dass das Leben nicht so ist wie zuhause, dass da alles einfach so geht
und ok ist.
Und das kann schon ängstlich machen denke ich.

Bei sogenannten Helikopter Eltern weiß man ja, dass das überbehütende gar nicht so gut ist,
obwohl es gut gemeint ist.

Und wenn eine Situation wie z B Schule und schlechte Noten nicht näher erforscht wurde und dir
zugehört wurde, dann fehlt da ja auch die Sicherheit. Wenn dann nur gesagt wird "Schule doof",
dann haut man einfach nur mit dem Hammer blind drauf, aber es ist keine Lösung da und kein
Verständnis. Also keine Sicherheit.

Du musst das aber jetzt nicht mehr mit deinen Eltern machen denke ich und um Vorwürfe geht es da auch nicht.
Aber das Verstehen und Orientierung suchen im Rahmen einer Therapie halte ich für eine gute Idee.

Und wenn du lernst wie du dich im Leben orientieren willst oder was du da brauchst, kannst du deinen Eltern ggf.
bei Bedarf die Grenzen zeigen oder Bedürfnisse und Ansichten äußern.

Und vielleicht könnt ihr dann sogar ins Gespräch kommen.
Aber um Schuld geht es da nicht.

21.11.2021 13:10 • x 2 #16


Hoffnungsblick
Zitat von Frittensauce:
Eigentlich werden Kinder, denen man alles durchgehen lässt, doch respektlos aber nicht ängstlich.
Ich aber war ängstlich und unselbständig.

Ja, in der Regel. Allerdings müssen diese Kinder die Grenzen der Welt selbst austesten. Daraus entsteht auch Unsicherheit, weil "die Welt da draußen" anders funktioniert als die Wattewelt zu Hause.

Zitat von Spaceman:
Stattdessen versuche ich, Ursache-und-Wirkungs-Zusammenhänge (Kausalitäten) zu finden, um zu verstehen, wie das alles passieren konnte.

Das ist wirklich sehr hilfreich.
Kausalitäten kann man über den Verstand erkennen. Die Gefühle können manchmal trotzdem anderer Meinung sein...

Zitat von Frittensauce:
Sie beschimpften ihn, da er angeblich mich zu Unrecht beschuldigen würde. Die Situation ist verbal eskaliert.


Zitat von Frittensauce:
das die für die Zeit kochen soll und die Wäsche machen soll, weil ich angeblich nicht in der Lage wäre das zu tun.

Du erkennst deutlich, wie deine Eltern dich vor der Realität bewahren wollen, dir nichts zutrauten und dir eine "bessere" Welt bieten wollten. Aber es gibt keine bessere Welt.

Zitat von Frittensauce:
Da fing meine Mutter an zu weinen

Mag sein. Aber es ist ein emotionales Druckmittel.

Zitat von Frittensauce:

Das sind aber alles Sachen, die eigentlich Kleinigkeiten sind.

Hm. Durch diese Kleinigkeiten packten sie dich in Watte und hielten dich unselbständig. Du erkennst die gute, aber realitätsferne Absicht deiner Eltern und bist ihnen nicht böse.

Zitat von Fauda:
Auch "gut gemeinte" "Hilfe" ist falsch wenn sie Abhängigkeit erzeugt.

Ja, genau.

Vielleicht empfanden deine Eltern ihre Welt als zu hart und haben deswegen versucht, dein Leben weicher zu machen? Wer weiß.

21.11.2021 18:43 • x 4 #17

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Nora5
Zitat von Spaceman:
Stattdessen versuche ich, Ursache-und-Wirkungs-Zusammenhänge (Kausalitäten) zu finden, um zu verstehen, wie das alles passieren konnte. Meine Eltern haben Fehler gemacht und sie haben sich in einigen Situationen definitiv nicht so verhalten, wie ich es von ihnen erwartet und gebraucht hätte. Menschen machen nun mal Fehler und ich weiß heute, dass sie es nicht böse meinten.

Deine Einstellung ist super und da habe ich viel Respekt! Das erreicht man nicht einfach so nebenbei, das wird Dich auch viel Auseinandersetzung gekostet haben, da hin zu kommen!

Vor 24 Minuten • #18



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