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Ich nehme keine Ritalin. Ich habe einen Fragezwang und "leide" unter Einsamkeit.
Man kam erst Ende letzten Jahres darauf. Psychisch geht es mir schon lange nicht gut!
"Menschen" mit ADHS (oder "dem Verdacht") können mir Rückmeldung geben.
Alexo
• • 16.03.2012#1
8 Antworten ↓
L
loony Mitglied
Beiträge:
79
Themen:
12
Mitglied seit:
hey, hab auch adhs. zusätzlich noch viele andere psychische probleme. bin auch in therapie. ich habe medikinet und strattera und noch viele andere sachen ausprobiert. hab die schnauze voll von medikamenten. experimentiere jetzt mit pflanzlichen sachen rum.
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#2
A
AD(H)S
x 3
C
crazy030 Gast
Die Diagnose (ADS) hab ich auch. Ja, leider ist das oft nur die Basis für ein Gefolge von psychischen Störungen, wie Zwangsstörungen, Angst/Panikstörungen oder Depression. Nennt man komorbide Störungen (hier wegen AD/H/S). Bei vielen Leuten kommt man erst im Erwachsenenalter darauf.
Ich empfehle aber, die Diagnose bei einem Arzt zu machen (oder Klinik), der davon wirklich Ahnung hat, wie in Berlin z.B. die ADHS Ambulanz der Charité (die können aber auch andere, gute externe Ärzte nennen). Da sollte es schon mehrere Tests geben, körperliche Untersuchungen, eventuell sogar Fragebögen für die Eltern (auch bei Erwachsenen). Ich hab schon Fälle mitbekommen, da gehen die Leute zum Arzt, reden mit ihm 30 Minuten und dann haben die ne ADHS Diagnose und ein BtMG Rezept für MPH (Ritalin etc.) in der Hand. Das ist definitiv unseriös und sehr fraglich.
Ausserdem sind Differentialdiagnosen wichtig. Es gibt psychische Erkrankungen, die wirken wie AD/H/S. Das können reine Angststörungen sein, Zwangsstörung oder sogar Depression, wo man auch extrem unruhig sein kann, vergesslich, unkonzentriert, schnell erschöpft und halt das volle Programm. Und es ist dann "nur" ne Depression.
Macht also deutlich, der Doc sollte ein Profi sein.
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#3
G
GastB Gast
Zitat von Alexo:
Ich habe einen Fragezwang
Ich bin immer wieder erschüttert, was heutzutage alles pathologisiert wird und was für "Diagnosen" sich die Psychiater dafür einfallen lassen.
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#4
C
crazy030 Gast
Zitat von GastB:
Zitat von Alexo:
Ich habe einen Fragezwang
Ich bin immer wieder erschüttert, was heutzutage alles pathologisiert wird und was für "Diagnosen" sich die Psychiater dafür einfallen lassen.
Die Diagnose hab ich aber auch noch nie gehört. Was ist das?
Erst haben die streng gläubigen christlichen Eltern ihrer Tochter große Angst eingejagt, dass sie in die Hölle kommen wird, wenn sie etwas "vor Gott" falsch macht - und wenn sie dann schließlich mit 11 Jahren ständig nachfragt, ob das, was sie gerade tun will, in Ordnung ist oder nicht, dann bekommt sie auch noch das pathologisierende Etikett "Fragezwang" aufgedrückt und die "armen" Eltern fragen, wie sie das behandeln (lassen) können!
Das Kind hat keinen "Fragezwang", sondern totale verständliche Angst vor üblen Folgen, die die ach so bemühten, dämlichen Eltern ihr eingepflanzt haben!
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#6
A
Alexo Mitglied
Beiträge:
43
Themen:
24
Mitglied seit:
Danke für Eure Beiträge.
Alexo
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#7
A
Alexo Mitglied
Beiträge:
43
Themen:
24
Mitglied seit:
Fragezwang ist keine medizinische Diagnose.
Das Wort "stammt" von mir.
GastB: Danke fürs Nachgoogeln und Link reinmachen.
Ich glaube, der "Fragezwang" kann zwei verschiedene Ursachen haben:
1. Unsicherheit/Ängste (mangelndes Selbstbewusstsein), wie auch im Bei- spiel von GastB (Prägung durch "religionskranke" Eltern).
2. Fehlendes Urvertrauen (sich durch Nachfragen zusätzliche Informationen verschaffen). Letzteres hat aber durchaus auch positive Aspekte.
Daneben gibt es die natürliche und angeborene Neugier, und wenn diese lebenslang erhalten bleibt (auch wenn sie ab und zu mal andere nervt), dann ist sie keineswegs pathologisch, sondern sehr gesund und hilfreich.