Nadine1981

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Hallo!
Ich heisse Nadine und bin 29 Jahre alt.
Ich leide seit Jahren unter starken Depressionen und Angstzuständen (Angst vor der Zukunft, Existenzangst, Angst vor der Angst, Angst vor allem Neuen).
Da ich keine sozialen Kontakte habe, habe ich mich hier angemeldet, weil ich Leute suche mit denen ich über meine Ängste reden kann.
Es würde mich freuen von Euch zu lesen.
LG
Nadine

26.04.2011 06:59 • 06.05.2011 #1


7 Antworten ↓


Deelight

Deelight


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Hallo Nadine

♥-lich Willkommen hier bei uns in Forum
Hier findest Du Menschen denen es genau so geht wie Dir. Die Dich unterstützen können oder mit denen man einfach reden kann

Machst Du eine Therapie?

LG
Deelight

26.04.2011 10:57 • #2


Nadine1981


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Hallo Deelight,
vielen lieben Dank für Deine Antwort.
Ich hoffe, dass ich hier einige Menschen zum Austausch finde, denn ich habe keine sozialen Kontakte mehr, weil die Leute sich aufgrund der Erkrankung immer von mir abgewandt haben.
Ich habe schon mehrere Therapien hinter mir. Stationär 2 mal, 3 mal Tagesklinik, 3 x ambulant. Bisher hat nichts etwas gebracht. Habe am Donnerstag wieder einen Termin für ein Vorgespräch für einen stationären Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik.
Eigentlich will ich nicht in eine Klinik, weil ich Angst davor habe von zu Hause weg zu sein, aber es führt wohl kein Weg daran vorbei.
Wie sieht es denn bei Dir aus? Was hast Du für Ängste? Was hast Du an Therapien gemacht? Hilft Dir das Forum hier?
Viele liebe Grüße
Nadine

26.04.2011 11:27 • #3


Deelight

Deelight


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Na da hast Du schon einiges durchmachen müssen
Ich finde es sehr schade, das sich Deine Bekannten von Dir abgwandt haben. Gerade in solchen Situationen braucht man Freunde...

Haben Dir die Klinikaufenthalte den wenigstens kurzfristig etwas gebracht?
Oder was glaubst Du, warum es bisher jedesmal gescheitert ist?

Ich habe Angstzustände mit Panikattacken und eine Erschöpfungsdepression...
Die Angst wird durch verschiedene Faktoren ausgelöst. Ich hab teilweise angst vor dem alleine sein (bin aber auch oft froh, wenn ich dann mal alleine bin), angst davor zu versagen, angst vor Krankheiten usw.
Eigentlich macht mir so ziemlich alles angst

Ich mache seit etwa 1 Jahr eine Verhaltentherapie, die mir gegen meine angstzustände bisher auch gut geholfen hat... Ich bin jedenfalls zuversichtlich

Absolut Ja!! Es tut gut sich mit Menschen austauschen zu können, die einfach wissen wovon man spricht, denen man das nicht lange erklären muss.
Mein Mann und meine Familie sind zwar auch sehr bemüht, aber sie können sich nicht wirklich in mich hineinversetzen...
Und oftmals tue ich auch nur so, als ob es mir gut geht, weil ich Ihnen nicht dauernd etwas vorjammern und Ihnen zur Last fallen will...

26.04.2011 11:40 • #4


Nadine1981


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Ja ich habe schon einiges hinter mir. Habe auch vor allem Angst (Angst allein zu sein, Angst vor Versagen, vor der Zukunft, vor allem Neuen, Angst vor der angst etc etc.).
Bei mir fing die Krankheit (schwere DEpression, paryxmale Angst, generalisierte Angststörung und somatoforme Schmerzstörung) schon mit ca. 18 Jahren los, schon damals haben sich alle Freunde von mir abgewandt.
Leider hat bisher keine Therapie etwas gebracht. Und auch kein Medikament, obwohl ich derzeit noch Bezodiazepin-abhängig bin, Antidepressiva habe ich abgesetzt, da die einzige Wirkung Gewichtszunahme ist (und das macht mich noch depressiver).
Ich denke die Ängste sind so hartnäckig, weil ich schon als kleines Kind ein "Angstkind" war.
Und bei mir ist es so, dass ich absolut nicht in der Lage bin zu entspannen (trotz Autogenem Training, Muskelrelaxation oder andere Entspannungsverfahren, die man mir bereits mehrfach nahegebracht hat). Ich bin immer absolut auf Spannung und habe deswegen auch ganz gravierende Schlafstörungen (auch schon als kleines Kind).

Das freut mich ja, dass Du einen Therapeuten gefunden hast, der Dir offenbar helfen kann.
Das ist selten, dass man jemanden findet, bei dem man sich aufgehoben fühlt und dann auch Fortschritte macht.
Ich fühlte mich bei meinem letzten Therapeuten einfach nur unverstanden.

Dann hoffe ich mal, dass es mir hier auch etwas bringt. Die einzigen Menschen, die ich habe sind mein Freund und meine Eltern. Mein Freund ist oftmals mit mir überfordert und meine Eltern haben im Moment auch nur Stress (meine Schwester ist auch in der Klinik und die haben das Kind von Ihr seit über 12 Wochen), so dass die für mich auch keine Zeit haben. Da ich viel Zeit habe (bin krankgeschrieben, Rentenantrag läuft), ist es sehr schwer soviel alleine zu sein.
Ganz liebe Grüße
Nadine

26.04.2011 13:42 • #5


muc


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hallo nadine...
tja wir sind doch alle nicht alleine nicht hier!
ich mach auch schon über ein halbes jahr therapie und finde irgendwie keine hilfe...
anscheindend leide ich auch noch an einer somatoformen schmerzstörung, die mir am meisten zu schaffen macht.

am meisten hab ich angst...so weiter leben zu müssen....
ich will was verändern, aber ich dreh mich im kreis..und das macht ziemlich mürbe...wie soll man denn hoffnung haben, wenn keine besserung in sicht ist.

das mit den medis kenn ich...geht mir genauso....
ich hab auch nur zugenommen und war ständig müde...(und das hat mich wie dich depremiert)
zusätzlich macht man sich dann noch selber druck, da man ja funktionieren muss...die kinder versorgen haushalt usw.

bei mir läuft der rehaantrag...ist bereits abgelehnt und nun warte ich was sie zum widerspruch sagen.....und dann ist da die angst, wie erkläre ich meinen eltern das ich eine klinik für psychotherapie gehe...die wissen nämlich nix von meinem problem...und da kommt wieder die angst...nicht verstanden zu werden und als schwach und labil dazustehen....

wie du siehst wir sind nicht allein (mit unseren ängsten)

ganz liebe grüsse muc

03.05.2011 11:23 • #6


Nadine1981


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Hallo!
Danke für Deine Antwort.
Waie lange leidest Du denn schon unter dieser somatoformen Schmerzstörung und was hast Du sonst noch für Beschwerden?
Ganz extrem leide ich unter meinen Beschwerden jetzt fast 10 Jahre lang und bisher könnte mir nichts und niemand helfen.
Mein Freund sagt, ich muss meine Einstellung zu den Dingen ändern und mir nicht immer soviele Gedanken machen. aber momentan ist es wieser ganz schlimm. Bei mir laufen ja Renten- und BU-Antrag und ich habe angst, dass ich BU nicht zahlt, da die Beschwerden bereits kurz nach dem Abschluss entstanden sind und die mir dann wahrscheinlich unterstellen, ich hätte bei Abschluss etwas verschwiegen. Ich hoffe, dass in den Arztunterlagen nicht schon vorher mal etwas drinsteht, was auf Depressionen schließen lässt. Denn ich bin auf das Geld angewiesen, da ich wenn überhaupt nur 600 € gesetztl. Rente zu erwarten habe.
Das mit dem im Kreis drehen kenne ich gut. Ich mache trotz Schmerzen sehr viel Sport, da das ja helfen soll, aber um zum Sport zu kommen, muss ich mich erstmal mit Schmerzmitteln zudröhnen, sonst geht gar nichts. Ich glaubeauch nicht, dass die Schmerzen NUR psychisch bedingt sind, denn ich habbe auch starke Beschwerden, wenn es mir mal gut geht. Meine Ärzte sagen, das einzige was mir helfen kann, sei Psychotherapie, aber habe da schon alles durch. Habe auch keine Hoffnung mehr, dass es mal besser wird.
Zum Glück habe ich noch keine Kinder, aber ich wünsche mir so sehr eine eigene Fanilie. Mein Freund traut mir das in meinem jetztigen Zustand aber nicht zu. Er will, dass ich mich ertsmal stabilisiere bevor wir zusammenziehen und an Kinder denken. Das ist eine zusätzliche Belastung für micg, da ich mich demnach auch sehr unter Druck setze. (Weil ich wünsche mir das mit fast 30 nunmal sehr doll)Wieviele Kinder hast Du denn und wie alt sind die?
Dannn drück ich Dir ganz fest die Dauemn, dass die Reha bewilligt wird und Dir auch etwas bringt. Du wirst sehen, die meisten Menschen haben mehr Verständnis als man sich vorstellen kann. Selbst wenn Deine Eltern ertsmal kein Verständnis zeigen sollten, dann versuch Dich erstmal von denen zu lösen. Du musst jetzt nach Dir gucken, damit es Dir wieder besser geht.
LG
Schreib mal wieder
Nadine

04.05.2011 08:05 • #7


muc


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hallo nadine...
die schmerzen haben sich bei mir so allmählich eingeschlichen....habs zu anfang gar nicht so wahr genommen....ja du hast halt grad häufiger kopfschmerzen als sonst dachte ich...
und dann gab es bei mir ein einschlägiges erlebnis, wo ich plötzlich ganz massiven kopfschmerzen ausgesetzt war...ich dachte in dem moment, jetzt ist es aus!
tja und seither leide ich fast unter täglichen kopfschmerzen...ich bin so verkrampft das ich die muskelschmerzen fast nicht ertragen kann...
ich war bei Mass., osteopat, fussreflex,akkupunktur und hab muskelentspannung versucht....nix hilft.
tja und seit diesem erlebnis bekomme ich panikattacken....weil ich es nicht vergessen kann, und weil ich angst habe, das es doch was schlimmeres war und es wieder kommt.
und ich hab angst das ich die panik nicht mehr los werde denn ich weiss nicht wie ich das jahre durchstehen soll. (wobei zwei hab ich ja schon geschafft)
aber für mich ist die situation so nicht lebenswert...
zeitweise hab ich auch mal ein paar gute tage...da sind die schmerzen erträglich und es geht mir einigermassen...dann bin ich wie umgekrempelt, und könnte bäume ausreissen.
dann denke ich auch ok jetzt ist es überstanden und dann kommt der nächste schmerzschub und ich falle in das gleiche loch....
die panikattacken ziehen auch total runter...ich bin tage danach noch total fertig...
am dienstag hab ich sogar eine blaue notfallpille genommen, weil ich es einfach nicht mehr ertragen wollte.....normalerweise versuch ich es immer irgendwie durch zu stehen...aber ich glaub so langsam fehlt mir die kraft dazu....dann noch der ärger mit der rentenversicherung...das zieht sich und ich musste mich eh dazu überreden den antrag zu stellen...aber mittlerweile denk ich das es wohl das beste ist.

ja das mit sich unter druck setzten kenn ich nur zu gut...aber das macht einen fertig...
ich versuch immer alles 100% zu machen....und kann ein scheitern eigentlich nicht akzeptieren...und ungeduldig...es ist furchtbar man setzt viel zu hohe erwartungen an sich selbst, aber auch an sein umfeld....
aber wie soll man so eine eigenschaft so schnell ändern
setzt dich mit dem kinder-kriegen auf keinen fall unter druch....denn wenn du welche hast, steigen dein sorgen und ängste....
dann denkst du auch...mach ich alles richtig, bin ich eine gute mutter, dann kommen selbstvorwürfe, wenns mal nicht so läuft und es ist auch nicht immer so leicht wie viele denken....
wenn es mir schleckt geht, ist es sehr anstrengend immer gerecht und ruhig zu bleiben...das solltes du alles bedenken....
aber natürlich sind sie auch das schönste auf der welt, und mit ein grund durch zu halten!

ich habe früher viel sport gemacht...momentan muss ich mich aber zu allem aufraffen....
und wenn meine birne so richtig dröhnt, dann kann ich es auch vergessen.....meistens helfen mir nicht mal schmerzmittel...
die letzten drei tage waren grässlich und jetzt nehm ich morgens ne 600er ibu und abends ein medi für muskelschmerzen...aber ich sollte dringend was für die haltung tun, sonst wird es wohl nie besser....naja oft hab ich halt nach dem sport noch mehr schmerzen als vorher.
also ich kann auch nicht akzeptieren, dass alles psychisch sein soll, denn ich hatte die schmerzattacken trotz doxepind und ich habe ebenfall sauch noch schmerzen wenn es mir gut geht....allerdings könnte ich damit leben....das schlimmste für mich sind die dauerkopfschmerzen...wie soll man sich auf was konzentrieren, wenn der kopf dröhnt, und man eigentlich nur die augen zu machen will, und ruhe braucht.
tja und wenn die dann so 2-3 wochem am stück anhalten, verkrampf ich immer mehr, und dann kommt die angst, das es nimmer besser wird.
es ist ein kreis aus dem ich einfach nicht komme.

so nun mal genug für den moment...
ich wünsch dir einen schönen entspannten sonnigen tag

liebe grüsse muc

06.05.2011 07:29 • #8




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