Hallo Mitleidende,

ich hatte bisher das Problem das meine Hände und Füsse öfters mal nassgeschwitz waren. Von einem Bekannten aus den USA habe ich gehört, dass er das selbe Problem hatte und eine Creme namens Dehydral ihm geholfen hat. In Deutschland konnte ich die Creme nicht bekommen.
Es gibt in Deutschland jedoch eine andere Creme mit dem selben Wirkstoff, die mir nach dreimaliger Anwendung schon geholfen hat. Meine Hände (ausser die "Fingerspitzen") und Füsse sind jetzt TROCKEN!
Ich schwitze seit heute jedoch stärker "nur" im Knie- und Achselbereich, was im Gegensatz zu Händen und Füssen für mich eine Riesenvorteil ist.

Ach, die Creme heißt Antihydral, ist für 4,92€ ohne Rezept in Apotheken (Deutschland) erhältlich.

Berichtet bitte, ob Euch die Creme auch geholfen hat.

Mario

09.05.2002 22:19 • 05.06.2002 #1


Hallo Mario,

mir hat die Creme zwar auch geholfen, aber die Haut sah dabei sehr schlimm aus, so daß ich darauf angesprochen wurde (vom Regen in die Traufe oder zumindest so ähnlich). Sie waren ganz weißlich-spröde (auch nachdem ich die Creme morgens gründlichst abgewaschen habe (mit einer Bürste)). Außerdem pellte sich die Haut nach einiger Zeit in Schuppen ab.

Hast Du diese Nebenwirkungen auch?

Wenn ja, was machst Du dagegen?

Wenn nein, weißt Du, warum nicht?

Bitte antworte,

Viele Grüße

10.05.2002 14:41 • #2


Ja ich habe zwar auch das Problem aber dafür ist die Haut jetzt trocken und dies ist mir zumindest solange ich in der Schule bin wichtiger (schriftliche Arbeiten, ...). Der Bekannte aus den USA hat gemeint, dass sich die Haut nach einiger Zeit wieder erneuern wird, d.h. dass eine neue Hautschicht kommt, die wieder glatt ist. Spätestens dann sollte ich aufhören die Creme anzuwenden.

Wie lange benutzt Du schon die Creme? Schwitzt Du jetzt verstärkt im Achselbereich?

Ich erwarte Deine Antwort Steinchen.

Mario

10.05.2002 18:09 • #3


Hallo Mario,

Ich hab die Creme ca. 1 Jahr lang benutzt, und versuche jetzt, die Hände auf ALCL umzustellen, was noch nicht ganz so gut klappt, aber mal sehen.

Unter den Achseln habe ich unverändert stark geschwitzt vor, während und nach Antihydral. Ich verwende dort jetzt ALCL 20 % und es wirkt Wunder!

Daß sich bei Antihydral die Haut erneuert, äußert sich eben gerade durch dieses schuppenartige Pellen. Danach ist die Haut zwar wieder glatt, aber sie schwitzt dafür auch wieder. Deshalb kann man (oder zumindest ich) Antihydral immer nur zeitweise absetzen, aber auf Dauer immer wieder verwenden.

Ich will jetzt auf ALCL umstellen, weil man es nicht sieht, wenn man es aufträgt, im Gegensatz zum weißen Antihydral. Außerdem soll Antihydral angeblich was mit Formaldehyd zu tun haben, und von daher äußerst ungesund sein. Und bisher scheint es so, daß ALCL die Haut nicht ganz so weiß und trocken macht.

Viele Grüße,

Steinchen

10.05.2002 22:46 • #4


Ich habe früher AlCl benutzt aber es hat bei mir nicht gewirkt. Auch ein Iontophoresegerät hatte ich mir besorgt aber es wirkte auch nicht. Dafür wirkt Antihydral bei mir und wenn ich meinem Bekannten glauben kann, dann muss man es alle 6 Monate nochmal anwenden.

Vielleicht ist die Creme "Dehydral" aus den USA besser, den die enthält 8% des Wirkstoffs Methenamin und nicht wie "Antihydral" 13%?

In der Zusammensetzung von Antihydral steht nichts von "Formaldehyd". Woher hast du denn diese Information bekommen?

Was glaubst Du woher diese Probleme mit dem Schwitzen kommen? In meiner Familie gibt es noch mindest 4 weitere Personen, die das selbe Problem haben. Für mich steht damit fest, dass es erblich ist. Ist es vielleicht ein Drüsen-Fehler und zwar der Drüse, die für die Schweissproduktion zuständig ist?

Grüsse vom Mario

11.05.2002 12:06 • #5


Hallo Mario,

das mit dem Formaldehyd hat angeblich was mit dem Inhaltsstoff Methenamin zu tun. Aber ich habe das nur mal irgendwo gehört, im Internet aber bisher noch nichts gefunden. Außerdem, wenn es so schlimm wäre, wäre die Salbe ja gar nicht zugelassen, also ist es wohl kein Problem. Wollte dich nicht beunruhigen!

Ob das Schwitzen vererblich ist, weiß ich nicht, ich trau mich irgendwie nicht, mit meinen Eltern darüber zu sprechen. Mein Vater hatte es vielleicht, ich hab da so eine Vermutung, aber sonst weiß ich es von keinem. Meine Mutter hat es definitiv nicht.

Die Ursache liegt meist nicht an den Schweißdrüsen, sondern am zentralen Nervensystem, das die Schweißproduktion bei uns nicht vernünftig steuern kann. Da setzt auch diese Operation ETS an, mußt Du mal im Forum suchen. Und natürlich diverse psychische Ursachen, obwohl das glaube ich die Minderheit ist.

Eigentlich müßten 13% Methenamin besser sein als 8%, weil es dann ja stärker ist, oder?

Viele Grüße und schöne sonnige warme trockene Tage!

13.05.2002 21:20 • #6


Hallo Mario und Steinchen!
Ich bin 35 und schwitze, seit ich mich zurückerinnern kann. Ich sitze erst seit kurzem vorm Computer, nutzte also auch das Internet nicht. Vor ein paar Tagen kam mir aber die Idee mal unter Hyperhidrosis und heute auch unter Selbsthilfegruppen nachzuschauen und ich bin überwältigt, was sich da tut. Ich wähnte mich immer sehr alleine mit diesem Problem. Wie auch ich verstecken es die anderen wahrscheinlich halt auch. Für mich hieß es immer "da kann man nichts machen". Immer wieder wurde was neues ausprobiert und zwischendurch wird es immer abgetan mit: das ist doch eh nur für dich so schlimm, die anderen stört das gar nicht; das ist doch alles nur psychisch. Jedenfalls habe ich jetzt auch bestätigt bekommen, daß es nicht hauptsächlich psychisch ist (Angst vorm Schwitzen verstärkt es natürlich) sondern nervlich begründet. Ich schwitze außerdem kaum im Winter, auch nicht in geheizten Räumen, dafür den ganzen Sommer lang, auch bei kühlen Temperaturen.
Ich bin jetzt drauf und dran dem Schwitzen ein Ende zu setzen. Ich lasse mich jetzt mal homöopathisch beraten bzw. fasse ich ETS ins Auge wenn das nichts hilft.
Vor über 20 Jahren bekam ich Antihydral, war aber nur unangenehm und hat nicht geholfen. Das Formaldehyd darin war damals ein Thema, kann mich aber an näheres nicht mehr erinnern.
Botox-Spritzen hätten eine Lähmung des Nervs erzielen sollen, war aber auch nichts.
Natürlich auch AlCl Lösung. Ich las grad von einer Stärke von 30 %, so stark war meine nicht. Alaunstein ist fest und hat ähnliche Wirkung wenn auf naße Hände aufgebracht. Gibt es in Dro..
So, ich habe noch viel an Information durchzuschauen, werde jetzt aber öfter da sein.
Liebe Grüße Regina

14.05.2002 08:07 • #7


Na, dann herzlich willkommen!

Ist Alaunstein denn stark in der Wirkung oder eher so ein Pseudo-Mittel?

ALCL gibt es nicht in jeder Apotheke mit 30%, aber auf jeden Fall mit 20%, was bei mir mittlerweile ganz gut hilft.

Was genau willst du denn homöopathisch machen? Ich persönlich habe zwar keine Erfahrung mit so was, aber ich glaube, das Schwitzen kann man ganz gut mit ETS oder AlCl behandeln. Oder schwitzt du großflächig am ganzen Körper?

Noch eine Frage (brauchst Du natürlich nicht drauf zu antworten, aber man ist hier ja anonym): In einem anderen Beitrag hier hast Du geschrieben, daß du verheiratet bist und 4 Kinder hast. Wie geht denn dein Mann damit um? Stören ihn die nassen Hände nicht, wenn du ihn streichelst etc. ? Wie war das am Anfang eurer Beziehung? Habt ihr darüber geredet? Wie gehen deine Kinder damit um?

14.05.2002 17:19 • #8


Hallo Steinchen!
Erstmal, ich bin noch recht unerfahren im Umgang mit Internet und dem damit notwendigem Schreiben. Ich hoffe, es läuft alles so, daß ich dich erreiche.
Vielen Dank für deine Reaktion, ich freue mich sehr. Seit ich vor 2 Tagen diese Unmengen von Information über HH vorfinde fühle ich mich nicht mehr so alleine und stigmatisiert.
Alaunstein entspricht AlCl, Männer haben es früher bei Schnittwunden beim Rasieren verwendet, es zieht die Poren zusammen. Die beworbenen Mineraldeos sind das gleiche. AlCl-Lösung wirkt sicher besser, weil die Flüssigkeit die gesamte Handfläche erreicht. Ein Stein ist unterwegs in der Handtasche einfacher und leicht zwischendurch mit der feuchten Hand anzuwenden.
Du verwechselst mich mit einer anderen Frau, ich habe keine 4 Kinder, nur 2. Mein jetziger Mann, er ist mein zweiter, schwitzt sehr leicht bei Hitze und Anstrengung. Wir haben also Verständnis füreinand, allerdings wußte anfangs keiner was vom Problem des anderen, wir lernten uns imHerbst kennen. In der kühlen Jahreszeit schwitze ich kaum und auch er nicht.
Ich kann dir keine wirklich Antwort geben, wie das immer war mit Streicheln und so. Natürlich habe ich Körperkontakt in kritischen Zeiten eher gemieden bzw. mir ständig die Hände (im immer bei mir getragenen Stofftaschentuch) abgewischt. Es ist irgendwie immer gegangen. Ich habe aber auch immer erlebt, daß wer mich liebt meine naßen Hände als gegeben und nicht abstoßend hinnimmt. Da geniere ich mich auch nicht vor aller Augen die Hände abzuwischen. Das eigentliche Problem sind Fremde und eher Fremde bzw. der Umgang mit Materialien (schreiben, stricken, lenken, einkaufen,....du wirst ja wissen, wovon ich rede.)
Schon vor fast 20 Jahren habe ich AlCl verwendet, es brachte allerdings nichts. Ebenso Iontophorese, die ich damals eher im Alleingang anwandte, weil ich von keinem Arzt entsprechendes Wissen und Verständnis (probieren Sie es halt mal) fand. Brachte nichts, wie ich jetzt erfahren habe, muß die Anwendung erstmal 2 Monate dauern. Ich werde das jetzt noch mal probieren, zumal damit auch die Füße erreicht werden können, was mit ETS ja nicht wirklich sicher ist.
Für meine Kinder war mein Schwitzen nie ein Problem. Sie wissen es und für sie ist es "normal".
Eigentlich war ich ja jetzt drauf und dran mich auf eine ETS vorzubereiten und war diesbezüglich bei meiner Hausärztin. Die hat mir empfohlen, bevor ich mich für eine Operation entscheide den von ihr empfohlenen Homöopathen heranzuziehen.
Zu AlCl in 30%iger Konzentration habe ich auf HH-Seiten nur Ablehnung gelesen. Ich werde mir morgen 20%iges mischen lassen. Ich weiß es nicht mehr, aber ich glaube, ich hatte es damals nicht so stark.
Bis zum nächsten mal, liebe Grüße Regina

14.05.2002 23:35 • #9


Hallo Regina!

Danke für die ausführliche Antwort. Das beruhigt mich ja, daß dein Mann und deine Kinder damit klarkommen! Ich hab damit keine Erfahrung, denn ich bin nicht liiert (aber nicht wegen der HH). Hast Du denn mit ihnen drüber gesprochen oder es nie ausgesprochen, so daß es stillschweigend akzeptiert wurde? Wie war ggf. das Gespräch?

Viel Glück mit dem ALCL!

15.05.2002 22:47 • #10


Die Hände sind noch immer trocken!

Ich habe Antihydral nach viermaliger Anwendung aufgehört anzuwenden (seit ca. zwei Wochen schon). Ich schwitze nur noch an den Fingerspitzen und unter den Achseln. Dies stört mich jedoch nicht!

Mario

22.05.2002 16:37 • #11


hallo,

ich hab vor ein paar tagen dieses forum entdeckt und ein bißchen drinrumgestöbert. alcl war der strohhalm, an den ich mich geklammert hab, weil ich unter starker schweißbildung unter den achseln litt (!). habe diese wunderwaffe ausprobiert und absolut begeistert. es wirkt ... und zwickt schon ein wenig. aber was solls, der erfolg ist da!
meine frage nun: gibt es irgendwelche nebenwirkungen des alcl (außer rötungen der haut o.ä.), halt irgendwelche ernsthaften begleiterscheinungen?? ich bin da nämlich ein wenig skeptisch.

danke für jede info!

jenny

22.05.2002 18:29 • #12


Nie was von anderen Nebenwirkungen gehört!

Aufpassen mußt du nur, daß du dir immer nach dem Auftragen die Hände wäscht, damit es nicht in den Mund kommt, und in die Augen oder Genitalien und so darf es auch nicht, aber das ist ja klar.

Auch auf den offiziellen und ziemlich medizinischen Seiten über Hyperhidrosis steht nichts von schlimmeren Nebenwirkungen.

Scheint also ok zu sein. Und es hilft traumhaft, nicht wahr?

22.05.2002 23:39 • #13


hallo steinchen! (netter name übrigens)

ich bin ganz froh, daß bisher niemand einen katalog von möglichen nebenwirkungen aus der schublade geholt hat...hab mich auch in verschiedenen quellen (sofern welche zu finden waren) belesen und eigentlich nirgends was negatives gefunden. ist ja auch gut so. aber weil ich vorhabe, diese wunderwaffe auch weiterhin regelmäßig zu beutzen, muß ich ja schon wissen,was es damit auf sich hat.

da hab ich gleich noch eine frage: wie oft sollte ich alcl benutzen? jeden zweiten tag oder reicht es vielleicht auch seltener? (wie gesagt, das zwicken ist ja immer dabei...) wie sind so die erfahrungen?

bis dann

jenny

23.05.2002 17:30 • #14


Hallo jenny,

im prinzip reicht es, alcl nur so oft wie nötig aufzutragen. manche schreiben hier, daß sie es nur 1 mal pro woche benutzen. du mußt es einfach ausprobieren, wenn du merkst, daß es zu selten ist, nimmst du es halt öfter...

man kann da echt nicht viel falsch machen.

ich persönlich nehme es jeden zweiten tag, aber im winter werde ich wohl auch mal austesten, ob es seltener geht. jetzt im sommer will ich nichts riskieren, da nehme ich das zwicken gern in kauf, um dann am nächsten tag eine rosa bluse tragen zu können...

viele grüße

23.05.2002 20:58 • #15


Ich muss das Wundermittel (Antihydral) wieder anwenden, da meine Hände nach dreiwöchiger Pause wieder angefangen haben zu schwitzen. Hoffentlich wirkt das Wundermittel noch!

04.06.2002 22:15 • #16


Ja, das wirkt eigentlich immer, ich hab es jetzt 1 Jahr und 3 Monate benutzt. Es ist normal, dass die wirkung nachlässt, aber es wirkt wieder, nach ein paarmal auftragen. Steht ja auch in der Packungsbeilage.

Aber wegen dem Formaldehyd ist es echt nicht so gesund. Schon mal ALCL probiert?

Aber wegen der Wirkung vom antihydral musst du dir keine sorgen machen, man kann sich drauf verlassen.

Eine Frage: Wie sehen deine hände denn aus? Hast du auch so starke schuppen/weiße und ausgetrocknete Haut?

05.06.2002 21:43 • #17