Ja, auch Dinge, die einem guttun, wie bei dir der Halbtagsjob können in Stress ausarten. Ich weiß wie schwer es ist, eine Balance einzuhalten. Und nein, ich schaffe das auch nicht immer ganz, in stressigen Zeiten. Bin auch nur ein ein Mensch.
Ich hab viele Jahre nur Teilzeit gearbeitet und nein, nicht der Kinder wegen, die ich nicht habe, sondern für mich. Meine Zeit war und ist mir wichtiger als das Geld, das ich hätte verdienen können. Jetzt bin ich selbstständig und versuche mir meine Zeit so gut es geht einzuteilen. Das klappt auch gerade und ich hoffe, die Auftragslage bleibt, wie sie ist. Mehr muss nicht sein, weniger wäre aber auch nicht gut.
Ich mache immer Termine aus - mit mir selbst, die die selbe Priorität haben, wie berufliche Termine. Morgens nehme ich mir die Zeit für mich, gehe joggen oder schwimmen, danach meditiere ich, vier mal die Woche gehe ich mittags zum Pilates oder Yoga. Abends, bevor ich ins Bett gehe, nehme ich mir noch einmal eine halbe Stunde für mich. Horche, was ich brauche, schaue, wie der nächste Tag wird, wo ich kleine Pausen für mich einplane. Diese kleinen Pausen müssen auch, je nach Stresspegel gar nicht lang sein, aber ich muss sie mir einplanen, sonst lass ich es schleifen, ich kenne mich.
Als ich promoviert habe, ich kann mich gut erinnern, schöne, aber sehr stressige Zeit, habe ich konsequent zwei Stunden gearbeitet, mit Wecker. Danach eine halbe Stunde Pause. Essen oder einfach in die Gegend starren, meditieren oder Sport. So klappte das ganz gut. Es bringt nichts, sich stundenlang festzubeissen - irgendwann kommt nichts mehr rum.
Aber ich bin sicher, du findest da den Rhythmus, den du brauchst, wenn du auf dich hörst.
Dir auch alles Gute!