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Anonym1235587

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Hallo. Kann mir vielleicht einer den Unterschied zwischen Benommenheit und derealisation erklären? Danke im voraus!

21.10.2017 17:29 • 17.01.2019 #1


3 Antworten ↓


Icefalki

Icefalki


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Unter Benommenheit versteht man die leichteste Form einer quantitativen Bewusstseinsstörung.

Der Begriff Quantitative Bewusstseinsstörung bezieht sich in der Medizin auf das Ausmaß an Wachheit (Vigilanz). Bei Benommenheit ist die Klarheit des Bewusstseins erhalten, betroffene Personen reagieren aber verzögert auf ihre Umwelt, das Denken und Handeln ist verlangsamt und auch die Informationsaufnahme und -verarbeitung ist möglicherweise eingeschränkt. Merkfähigkeit, Orientierung und das Urteilsvermögen sind herabgesetzt. Es kommt zu Wortbildungsstörungen.


ls Derealisation oder besser Derealisationserleben wird eine zeitweilige oder dauerhafte abnorme oder verfremdete Wahrnehmung der Umwelt bezeichnet.

Die Umwelt scheint dabei häufig als Ganzes plötzlich unvertraut, auch wenn jedes Detail problemlos wiedererkannt und eingeordnet werden kann. Sie steht in enger Beziehung zu dem Depersonalisationserleben, bei dem die eigene Person als fremd empfunden wird. Beide Störungsbilder werden unter der Gruppe der Ich-Störungen subsumiert, da letztlich die Integrität, das Einheitserleben und die klare Grenze zwischen Ich und Umwelt gestört sind. Derealisationserleben leichterer Art sind nicht ungewöhnlich und können beim psychisch Gesunden zum Beispiel in Situationen mit großer emotionaler Beteiligung oder bei ausgeprägter Müdigkeit und Erschöpfungszuständen entstehen. Auch werden sie durch psychotrope Substanzen wie beispielsweise Alk., Canna. oder Medikamente hervorgerufen.

Bei der Derealisation (ICD-10-Code ICD-10 F48.1) existiert ein Gefühl der Unwirklichkeit gegenüber der Umwelt. Objekte, Menschen oder die gesamte Umgebung werden als fremd, unvertraut, unwirklich, roboterhaft, fern, künstlich, zu klein oder zu groß, farblos oder leblos erlebt. Viele Betroffene geben an, ihre Umwelt wie unter einer Käseglocke oder in Watte gepackt zu erleben.


Hab das mal für dich gegoogelt, weil's mein Hirn entlastet.

Also 1. verzögert und verlangsamt, = benommen

Und zweiteres: Gefühl der Unwirklichkeit = Derealisation.

21.10.2017 18:41 • x 1 #2


Cloudsinthesky

Cloudsinthesky


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Kann man auch beides haben?

17.01.2019 15:13 • #3


Schlaflose

Schlaflose


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Ich denke schon.

17.01.2019 15:45 • x 2 #4