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Hey,

nachdem ich hier schon öfter durch alternative Behandlungsvorschläge und Möglichkeiten "aufgefallen" bin, dachte ich, es ist an der Zeit la2la2´s Medizinschrank als eigenständigen Thread hier im Forum an die Wand zu dübeln.

Meine Motivation ist es, Möglichkeiten jenseits der 0815 Mainstream Medizin aufzuzeigen, wie sich gesundheitliche Probleme behandeln lassen.
Es muss dabei jede/r für sich selbst entscheiden, ob er/sie die Möglichkeiten ausprobiert. Alle Empfehlungen bzgl. Dosierungen sind auf durchschnittliche erwachsene Menschen bezogen chronische Grunderkrankungen sind dabei NICHT berücksichtigt. Gesunder Menschenverstand ist zwingende Voraussetzung, um Risiken und Nebenwirkungen zu vermeiden!

Im Vordergrund werden hier körperliche/organische Probleme und Symptome stehen.

Aber auch allgemein gibt es einige Aspekte, die im deutschen Medizinsystem gewaltig schief laufen, wie z.B. der viel zu schnell verteilte Stempel psychisches Problem und die damit verbundene Beweislastumkehr. Durch diesen Stempel ist in der Regel plötzlich nicht mehr der Arzt verantwortlich die Ursache für die Symptome zu suchen und zu behandeln, sondern der Patient. Es wird nur noch unterstützen Psychopharmaka und Gesprächstherapie verordnet. So landen viele Patienten viel zu schnell auf dem Abstellgleis und nicht selten wird nach vielen Jahren durch Zufall eine organische Ursache für die Symptome gefunden..


Nach und nach werde ich versuchen den Medizinschrank zu füllen.
Wer Informationen zu einem bestimmten Thema oder Problem sucht, kann gerne danach Fragen.
Sofern ich Zeit habe und was dazu schreiben kann, werde ich es gerne in die Sammlung aufnehmen.

Wenn euch Beiträge gefallen, nutzt gerne den "gefällt mir Button", damit ich sehe, dass sich der Aufwand hier lohnt und Interesse am Thema besteht.

Bei Fragen/Kritik/Anmerkungen/etc. bitte den Diskussionsthread nutzen (oder per PN), damit es hier übersichtlich bleibt:

erfolgserlebnisse-f59/fragen-diskussion-zu-la2la2-s-medizinschrank-t93672.html

LG lala

PS: Ich übernehme keine Haftung.

20.10.2018 20:09 • 18.01.2019 x 41 #1


11 Antworten ↓


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Schilddrüsenprobleme

Bei psychischen Symptomen ist es wichtig immer die Schilddrüse gründlich zu untersuchen. Schilddrüsenprobleme können die Ursache für Angst, Panik, Depressionen, Stimmungsschwankungen (bis hin zu bipolaren Ausmaßen), etc. pp. sein. In der Praxis wird meist nur der TSH Wert bestimmt der reicht aber leider nicht aus, um Schilddrüsenprobleme sicher auszuschließen.
Neben dem TSH Wert sollten zumindest einmal auch FT3 und FT4 bestimmt werden und ggf. ein Ultraschall der Schilddrüse gemacht werden.

Wenn ein Schilddrüsenproblem diagnostiziert wurde, reicht es bei einer Unterfunktion manchmal einfach Thyroxin Tabletten zu verschreiben und damit ist das Problem zu 100% gelöst. Aber oft ist es leider nicht so einfach

Es gibt viele verschiedene Schilddrüsenprobleme. Eine recht verbreitete ist Hashimoto, auf die ich im Folgenden näher eingehen möchte.
Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper die eigene Schilddrüse angreift und im Laufe von vielen Jahren zerstört (das Volumen nimmt nachweisbar ab). Oft verläuft es Schubweise, so dass es sowohl zur Unterfunktion als auch Überfunktion kommen kann. Die Symptome können dementsprechend sehr diffus sein und schnell als psychisches Problem abgestempelt werden und Hashimoto unerkannt bleiben.


Wichtige Grundregeln bei der Schilddrüsenbehandlung:
- Thyroxin so dosieren, dass der TSH Wert bei etwa 0,8-1,5 liegt (ist ganz individuell, bei welchen Werten das Wohlbefinden am besten ist)
- Thyroxin immer morgens mit reinem Wasser auf nüchternen Magen mind. 30 min. vor dem Essen einnehmen.
- Jod vermeiden, so gut wie es geht (jodfreies Salz verwenden, etc. pp.)
- regelmäßige Blutkontrollen von TSH und FT3 und FT4 (am morgen vor der Blutkontrolle KEIN Thyroxin nehmen)

Schilddrüsenprobleme verursachen oft einen Eisenmangel. Nur der Ferritin Wert in Kombination mit Entzündungsmarkern wie CRP ist Aussagekräftig, ob ein Eisenmangel vorliegt. Leider wird in der Praxis oft nur auf den Hämoglobin Wert geschaut der kann aber unauffällig sein, obwohl ein schwerer Eisenmangel mit zig Nebenwirkungen vorliegt.


Informationen, die nicht allzu bekannt sind:
- Selen kann den Entzündungsprozess bremsen (die Antikörper, die im Blut nachweisbar sind senken). Hierzu kann es erforderlich sein über 1 Jahr jeden 2. Tag 300mcg Selen einzunehmen.
- Es kann Hashimoto vorliegen, obwohl die üblichen Antikörper im Blut NICHT nachweisbar sind.
- Wenn Thyroxin (T4) nicht ausreicht, kann es erforderlich sein zusätzlich auch noch T3 Hormone einzunehmen als Tabletten.
- Neben dem chemisch hergestellten Thyroxin gibt es Schilddrüsenextrakt aus Rindern, das manchmal zu einer deutlichen Symptomlinderung führen kann, obwohl mit Thyroxin die Blutwerte gut aussehen.
- Manchmal gibt es eine Ursache für Hashimoto, die sich behandeln lässt und dadurch das Fortschreiten stark verlangsamt oder sogar gestoppt werden kann. Die unten verlinkte Webseite zählt diese Ursachen auf.

Wichtig: Bei allem ist Geduld erforderlich. Es kann Monate dauern, bis die Schilddrüse richtig eingestellt ist und die Symptome verschwinden.

Wenn all die Möglichkeiten vergeblich ausgeschöpft sind, um das Schilddrüsenproblem in den Griff zu bekommen, gibt es noch als radikale Methode: Das Coimbraprotokoll.
Vorwiegend wird dieses bei MS (Multipler Sklerose) angewendet, kann aber bei ALLEN Autoimmunerkrankungen mit etwas Glück den Durchbruch bringen. Wichtig ist, dass man einen Arzt hat, der sich damit auskennt, da dabei sehr hohe Dosen Vitamin D3 genommen werden, bei denen sehr viele Dinge beachtet werden müssen.


Eine gute Seite für ausführliche Informationen über Hashimoto: https://www.hashimoto-info.de/

20.10.2018 20:20 • x 11 #2


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Sind Symptome psychisch oder organisch bedingt?

Anhand einiger Kriterien lässt sich das meist recht gut unterscheiden.
Sehr akute Sachen, bei denen es um Stunden oder wenige Tage geht, um bleibende Schäden zu vermeiden, zeigen sich meist durch sehr starke und heftige Symptome. Da bleibt keine Zeit abzuwarten, ob es Zusammenhänge gibt.

Bei eher chronischen Symptomen gibt es aber recht zuverlässige Kriterien:

1. Sind die Symptome eindeutig psychisch? Das wäre z.B. Angst im Fahrstuhl, Angst nur in bestimmten Situationen, oder andere eindeutige Dinge, wie Angst vor Erbrechen, Herzrasen bei Belastung in der Stadt, aber nie alleine im Wald,....

2. Gab es "echte" traumatische Erlebnisse oder gibt es aktuell sehr starke psychische Belastungen im Leben?

3. Gibt es einen Zusammenhang, wann die Symptome stärker oder schwächer sind? Also vor allem ob es in Zeiten, in denen es viele positive Ereignisse und Erlebnisse gibt, es besser wird und bei viel Stress/Druck/.... die Symptome deutlich zunehmen.

4. Das wichtigste Kriterium: Eine psychische Behandlung ausprobieren. Wenn es sich dadurch deutlich bessert, ist es wahrscheinlich ein psychisches Problem. Bessert sich durch eine intensive psychische Behandlung jedoch nichts, ist eine psychische Ursache sehr unwahrscheinlich (Ausnahme eindeutige psychische Symptome wie bei 1. oder im Zusammenhang mit traumatischen Erlebnissen und akuten extremen Belastungen wie bei 2.).

5. Durch die übliche Standard Diagnostik lässt sich niemals sicher eine organische Ursache für Symptome ausschließen. Der menschliche Körper ist extrem komplex und jeder Körper ist anders. Der beste Beweis dafür sind DNA Tests: Anhand der DNA lässt sich zu 99,9x% feststellen ob z.B. ein Haar, Blut oder sonst irgendwas von einem bestimmten Menschen stammt. Das funktioniert nur, weil die Gene sich unterscheiden. Das führt dazu dass z.B. die meisten Menschen problemlos eine Packung Erdnüsse essen können - aber bei manchen reicht 1 Erdnuss um qualvoll zu ersticken.
Selbst wenn die Waschmaschine nicht funktioniert, gibt es schnell eine 2-3 stellige Anzahl an Möglichkeiten, woran es liegt. Und eine Waschmaschine ist ein sehr einfaches technisches Gerät im Vergleich zum menschlichen Körper.

6. F-Diagnosen beschreiben nur Symptome - ob diese psychisch oder organisch bedingt sind, spielt dabei keine Rolle (zumindest in der Praxis). Und für fast jedes Symptom gibt es zig mögliche Ursachen.
Beispiel: "Depressionen" können ein psychisches Problem sein, aber genauso gut die Folge von Schilddrüsenproblemen, Eisenmangel, B12 Mangel, Herzschwäche, etc. pp. sein.

20.10.2018 20:43 • x 9 #3


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Eisenmangel

Eisenmangel ist eine verbreitete Ursache für chronische Erschöpfung und Müdigkeit insbesondere bei Frauen, die monatlich Blut verlieren

Leider wird in den meisten Fällen beim Arzt nur der Hämoglobin Wert getestet, der Bestandteil des kleinen Blutbildes ist. Der Hämoglobin Wert hat aber so gut wie 0 Aussagekraft, um einen Eisenmangel auszuschließen.
Das Problem: Im Körper hat die Blutproduktion eine sehr hohe Priorität, wodurch zwar noch die roten Blutkörperchen ausreichend gebildet werden, für viele andere Funktionen aber schon längst nicht mehr genügend Eisen im Körper vorhanden ist. Jede Zelle im Körper benötigt Eisen. Das erklärt natürlich auch die lange Liste an möglichen Symptomen, die durch einen Eisenmangel entstehen können:

Müdigkeit, Abgeschlagenheit
Blässe
Vergesslichkeit
Konzentrationsprobleme
Haarausfall
Infektanfälligkeit
Depressionen
und zig weitere mögliche Symptome

Da es die Hämochromatose (=Eisenspeicherkrankheit) gibt, sollte man mindestens 1x den Ferritin (=Speichereisen) Wert testen, BEVOR man Eisentabletten nimmt. Es kann nämlich passieren, dass der Hämoglobin Wert zu niedrig ist, obwohl eine Eisenspeicherkrankheit vorliegt (ist aber selten). Das Problem ist, dass bei der Eisenspeicherkrankheit der Körper ungebremst Eisen aufnimmt und vor allem in der Leber, aber auch anderen Organen einlagert. Die Symptome können einem Eisenmangel ähneln aber durch die Einnahme von Eisentabletten können die Organe im schlimmsten Fall dauerhaft geschädigt werden. Ist allerdings mit 0,5% nicht allzu verbreitet.

Wenn man den Ferritin Wert testet, muss unbedingt auch der CRP (C reaktives Protein) oder andere Entzündungsmarker mit getestet werden. Grund: Eine Entzündung kann zu einer Erhöhung des Ferritin Wertes führen, obwohl ein schwerer Eisenmangel vorliegt. Außerdem sollte man bei Entzündungen keine Eisentabletten nehmen (bzw. nur wenn der Arzt trotz der Entzündung dazu rät).

Und dann ist da noch das große Problem mit den Referenzwerten: Nach vielen Laboren ist angeblich ein Ferritin Wert ab 20-30 schon normal. Das ist aber FALSCH nur wenn 0 Symptome vorliegen, kann ein so niedriger Wert als normal betrachtet werden. Erst ab einem Ferritin Wert von etwa 100 ist ausgeschlossen, dass ein Eisenmangel die Symptome verursacht.

Zielwert sollten 100-150 sein. Dabei gilt die Faustformel 1g = 1000mg Eisentabletten erhöhen den Ferritinwert um ca. 10. Die Berechnung ist also ganz einfach.


Zur Eisen Einnahme:
- am besten zwischen den Mahlzeiten einnehmen, mind. 1,5h Abstand zu den Mahlzeiten einhalten
- mind. 2h Abstand zu schwarzem Tee und Kaffee einhalten (nach Möglichkeit komplett verzichten oder nur morgens 1 Kaffee oder schwarzen Tee)
- Magnesium, Kalzium und ein paar weitere Dinge können die Eisenaufnahme hemmen.
- Vitamin C VERBESSERT die Eisenaufnahme. Am besten die Eisentabletten mit Wasser nehmen, in dem du 0,5-1g Vitamin C Pulver (100g gibts für 2Euro bei DM/Rossmann/..) auflöst. Bei Verstopfungen durch die Eisentabletten ruhig mehr Vitamin C Pulver nehmen, das wirkt abführend und sorgt dafür, dass alles wieder "flutscht".
- Die Dosis ist indivduell. Manche vertragen 3x tägl. 100mg andere nur 2x tägl. 50mg. Dann dauert es halt etwas länger, bis die Eisenspeicher wieder aufgefüllt sind.

Manche vertragen die normalen Eisentabletten nicht. Auch dafür gibt es eine Lösung: Eisen Aminosäurechelat oder Eisen Bisglycinat. Dabei ist das Eisen an eine Aminosäure gebunden, wodurch es viel weniger Symptome im Magen-Darm-System verursacht und nebenbei sogar noch besser aufgenommen wird als das 0815 Eisen aus der Apotheke.

20.10.2018 21:20 • x 18 #4


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Vitamin D3 +Coimbraprotokoll +(alle) Autoimmunerkrankungen


Allgemeine Einleitung:

Vitamin D ist ein sehr populäres Thema, das seit vielen Jahren sehr kontrovers diskutiert wird.
Auf der einen Seite wird behauptet, dass die Vitamin D3 Supplementierung garnichts bringen würde oder schädlich sei, auf der anderen Seite lässt sich mit sehr hohen Dosen Vitamin D3 z.B. Multiple Sklerose sehr erfolgreich behandeln (besser als mit jedem Medikament).
Die meisten Artikel und Beiträge in den Mainstream Medien dazu kann man in die Tonne treten. Oft stimmen einfache Fakten nicht, wie z.B. dass es sogar im Winter ausreichend wäre in die Sonne zu gehen oder 1.000IE Vitamin D3 als Tagesdosis reichen würden.
Nur von April bis September steht die Sonne hoch genug, dass von ca. 11-15 Uhr ausreichend UVB-Strahlung ankommt, damit Vitamin D auf der Haut gebildet werden kann. Und schon Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 8-10 sorgt dafür, dass so gut wie kein Vitamin D mehr gebildet werden kann!

Die Einnahme von Vitamin D3 bringt jedoch keine Besserung, wenn es eine Ursache für die Symptome gibt, die sich nicht durch Vitamin D3 beeinflussen lässt.
Dennoch sollte man es zumindest mal ausprobieren, da hier probieren geht über studieren gilt. Es ist nachgewiesen worden, dass Vitamin D bis zu 5% (etwa 2000) der Gene steuern kann. Abgesehen davon ist es sehr wichtig, damit das Immunsystem optimal funktioniert und Krankheitserreger bekämpfen kann ohne falsche Ziele anzugreifen (=Autoimmunerkrankung). Für die Knochengesundheit ist es sowieso von großer Bedeutung. Und dann gibts da noch einen Teufelskreis: Ein Magnesiummangel führt zu einem Vitamin D Mangel und umgekehrt führt ein Vitamin D Mangel zu einem Magnesiummangel.

Die offiziellen Empfehlungen sind LÄCHERLICH niedrig. Mit einer Dosis von 1.000IE täglich kann man vielleicht die Knochengesundheit erhalten (allerdings nur wenn die Knochen gesund sind), aber niemals die anderen Effekte erreichen (Immunsystem, Regulierung der Gene, etc. pp.). In Deutschland werden in Apotheken nur Vitamin D3 Präparate bis 1.000IE (selten auch 4.000IE) Tagesdosis verkauft. Präparate mit höheren Dosierungen sind verschreibungspflichtig. Die sinngemäße Begründung: Höhere Dosen WIRKEN und alles, was wirkt, darf in Deutschland nur vom Arzt verschrieben werden. Ruhig nochmal den letzten Satz lesen und darüber nachdenken.
Bei Amazon, ebay usw. kann man zum Glück problemlos Vitamin D3 in Dosierungen von 5.000IE bis 50.000IE pro Tablette/Kapsel kaufen. Sowohl der Verkauf als auch Einkauf sind legal, da auf der Packung steht Alle 5 bzw. 50 Tage eine Tablette/Kapsel nehmen. Die Menge darf nicht überschritten werden. Aber das sollte man einfach ignorieren.



Probleme bei denen Vitamin D3 immer ein Versuch wert ist:

Alle Autoimmunerkrankungen (MS, Hashimoto, Rheuma, Fibromyalgie, etc. pp.)
Rückenschmerzen
Gelenkschmerzen
Infektanfälligkeit / Immunschwäche
Diffuse Symptome unklarer Ursache
Diabetes(!)
Übergewicht das trotz Diät bleibt
einfach nur so kann zu mehr Ausgeglichenheit führen und wirkt präventiv (Senkung des Darmkrebsrisiko wurde nachgewiesen, etc. pp.)



Vitamin D3 Einnahme:

Da Vitamin D3 fettlöslich ist, muss man etwas mit der Dosierung aufpassen. Bei extremer(!) Überdosierung kann im schlimmsten Falle der Kalzium Haushalt aus dem Ruder laufen, was zu Ablagerungen in den Blutgefäßen und zu Nierensteinen führen kann.
Daher hier einige Hinweise zur Dosierung, bei der Nebenwirkungen ausgeschlossen sind:

Als ganz grobe Faustformel gilt: 10.000IE Vitamin D3 erhöhen den Spiegel um 1ng/ml (nicht verwechseln mit nmol/l Umrechnung: 1ng/ml = 2,5nmol/l).
Zielwert sollte ein Spiegel von 60-100ng/ml (eher 80-100) sein. Erst ab einem Spiegel von 50-60ng/ml wirkt es nicht nur auf die Knochengesundheit, sondern auch in den anderen Bereichen. Bis 150ng/ml sind Nebenwirkungen sehr unwahrscheinlich.

Wenn du nicht ausgerechnet Bauarbeiter oder Bademeister bist und den ganzen Sommer oben ohne draußen warst und jetzt SEHR dunkle Haut hast, wird dein Vitamin D Spiegel bei ungefährt 5 bis max. 30ng/ml liegen.
Um von 30ng/ml auf 100ng/ml zu kommen sind etwa 700.000IE Vitamin D3 erforderlich. So viel sollte man aber niemals auf einen Schlag nehmen. Bei 10.000-20.000IE täglich dauert es 35-70 Tage um den Speicher aufzufüllen. Schneller sollte man auch nicht auffüllen, wenn es dafür keinen Grund gibt. In der Zeit wird auch schon wieder Vitamin D verbraucht, weshalb nach den 35-70 Tagen das Problem nicht gelöst ist. Man sollte Vitamin D3 täglich bis ans Lebensende nehmen, da man ansonsten immer wieder in den Mangel rutscht.

Hier gibt es einen sehr guten Rechner, um die optimale Vitamin D3 Dosierung auszurechnen (das Körpergewicht ist der entscheidende Faktor):
http://www.melz.eu/index.php/formeln/vi ... tituierung
Nach dem Auffüllen mit täglich 10.000-20.000IE über etwa 1-2 Monate anschließend die vom Melz Rechner berechnete Tagesdosis jeden Tag nehmen. Wichtig ist die tägliche Einnahme (nicht wöchentlich oder seltener!). Optimal sind hierfür die 5.000IE Kapseln. Bei einer Erhaltungsdosis von z.B. 7.000IE dann jeden Tag 1 Kapsel und jeden 3. Tag 2 Kapseln nehmen.

Wenn du etwa 4 Monate die Erhaltungsdosis jeden Tag genommen hast, lasse beim Arzt einmal den Vitamin D Spiegel testen. Nur wenige Ärzte machen das auf Kassenkosten aber als Selbstzahler Leistung für 25-30Euro geht es immer. 7 Tage vor der Blutentnahme kein Vitamin D3 nehmen, da es sonst das Ergebnis verfälschen würde. Je nach Laborwert dann die Erhaltungsdosis anpassen.

Falls du sehr sensibel bist, das Vitamin D3 immer morgens einnehmen, da es aufputschend wirken kann und zu Schlafproblemen führen kann.


Magnesium usw.:

Unbedingt Magnesium zum Vitamin D3 einnehmen, da durch die Vitamin D3 Einnahme Magnesium verbraucht wird (alle Umwandlungsschritte des Vitamin D´s verbrauchen Magnesium). Und ein Magnesiummangel wiederum würde zig neue Symptome verursachen.
Das Magnesium am besten über den Tag verteilt einnehmen und zwar je nach Magen-Darm-Verträglichkeit 500-1000mg täglich. Es gibt zwar Unterschiede bei den Magnesiumformen aber prinzipiell reicht das billigste Magnesium von DM (300 Tabletten mit je 175mg Magnesium für 5-6Euro) also 4-8 Tabletten täglich davon.

Neben Magnesium kann man auch Vitamin K2 einnehmen. Im Gegensatz zu Magnesium ist Vitamin K2 aber nicht zwingend erforderlich (nur bei bekannten Knochenproblemen wie Osteoporose).

Auf KEINEN Fall extra Kalzium einnehmen! Durch das Vitamin D3 in den oben genannten Dosierungen wird automatisch mehr Kalzium im Darm aufgenommen. Eine ganz normale Ernährung macht keine Probleme, aber KEINE Kalzium Tabletten/Pulver oder ähnliches nehmen, da es sonst zu einer Überdosis kommt das Kalzium lagert sich dann schlimmstenfalls in den Blutgefäßen oder den Nieren ab, bringt aber 0 Vorteile. (Ausnahme: bei nachgewiesener Osteoporose kann die zusätzliche Kalziumeinnahme Sinn machen).

Eine Trinkmenge von mind. 1,5l täglich ist empfehlenswert aber das sollte eh jeder schaffen, der auf seine Gesundheit achtet.



Coimbraprotokoll:

Das Coimbraprotokoll wurde vom Brasilianischen Neurologen Coimbra erfunden. Dabei werden SEHR hohe Dosen an Vitamin D3 genommen (oft 50.000 bis über 100.000IE täglich). Zusätzlich natürlich noch Magnesium, Vitamin B2 und ggf. weitere Dinge. Diese extremen Dosierungen sollte man auf KEINEN Fall do-it-yourself einnehmen, da hierbei sehr viel zu beachten ist und regelmäßige Laborkontrollen zwingend erforderlich sind. So ist es z.B. sehr wichtig sich fast komplett Kalziumfrei zu ernähren (keine Milchprodukte usw.), tägliche Bewegung damit die Knochen nicht abbauen, etc. pp. Ansonsten drohen vor allem Nierensteine und Ablagerungen in den Blutgefäßen als Nebenwirkung.
Es gibt einige Ärzte, die sich darauf spezialisiert haben unter http://www.coimbraprotokoll.de findest du eine Liste, gibt aber sicher noch mehr Ärzte, die sich damit auskennen.

Mit dem Coimbraprotokoll kann man fast alle Autimmunerkrankungen positiv beeinflussen und oft sogar komplett heilen bzw. stoppen.
Am häufigsten wird es bei Patienten mit Multipler Sklerose angwendet, da es in der normalen Schulmedizin keine vernünftigen MS Medikamente gibt (die keine starken Nebenwirkungen haben und hohe Erfolgsquoten haben.....). Aber natürlich ist es auch bei Hashimoto, Rheuma, Fibromyalgie, etc. pp. einen Versuch wert, wenn die üblichen Behandlungsmethoden nicht ausreichend sind.
Bei MS z.B. ist die Erfolgsquote weit über 50% (vollständiger Stopp der Krankheit) und deutlich über 80/90% wenn man auch deutliche Besserungen ohne Vollständigen Stopp als Erfolg wertet. Diesen Erfolg erreicht man mit KEINEM MS-Medikament, das es derzeit auf dem Markt gibt (noch dazu kosten die MS Medikamente teilweise bis zu 30.000Euro pro Jahr - wo hingegen das Coimbraptotokoll im Vergleich Spottbillig ist).

Einziger Haken: Die meisten Ärzte, die sich damit auskennen sind Privatärzte und müssen somit selbst bezahlt werden. Mit Kosten von 300-600Euro einmalig und von 20-80Euro monatlich ist ungefähr zu rechnen.

21.10.2018 09:53 • x 6 #5


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"Herzsymptome", Blutdruck, Stress, etc. --> Strophanthin


Allgemeine Einleitung:
Strophanthin wurde bereits um 1860 entdeckt und war bis in die 1980er Jahre DAS Herzmedikament Nr 1 in Deutschland. Bis in die 1970er Jahre war es sogar rezeptfrei in jeder Apotheke erhältlich. Es wurde aber in den letzten 30 Jahren leider durch ACE Hemmer (Ramipril, etc.), Betablocker und Digitalis verdrängt.
Dabei könnte Strophanthin alle 3 Medikamente ersetzen und hat im Gegensatz zu diesen Medikamenten KEINE nennenswerten Nebenwirkungen. Bei starker Überdosierung sind lediglich Durchfall und Unwohlsein möglich...

Es lohnt sich nach Erfahrungsberichten mit Strophanthin im Internet zu suchen. Strophanthin ist sehr beliebt bei Patienten, die schonmal einen Herzinfarkt hatten und unter den Folgen leiden. Die bekommen dann vom Krankenhaus oder Kardiologen schnell mal 4-6 chemische Tabletten verordnet. Vielen geht es damit sehr schlecht - manche sind aber so schlau sich nach Alternativen umzuschauen. Die Erfolgsquote bei Strophanthin ist erstaunlich hoch. Manche setzen sogar alle chemischen Mittel ab und nehmen nur noch Strophanthin. Nach Meinung mancher Ärzte würden sie dann in wenigen Jahren sterben. Aber das Gegenteil ist der Fall: Manche gehen plötzlich wieder wandern und fühlen sich munter - vorher konnten sie nur mit großer Mühe den Alltag bewältigen.


Strophanthin hat diverse positive Wirkungen auf den Körper:
    - Entsäuerung von Herz und Gehirn/Nervenzellen (durch die Aktivierung der Natrium-Kalium-Pumpe).
    - Verbesserung der Flexibilität der roten Blutkörperchen (flutschen besser durch die engsten Kapillare und verbessern dadurch die Durchblutung).
    - Ausgleich des vegetativen Nervensystems (vor allem bei Stress) --> Senkung des Blutdrucks und Pulses. Aber auch Steigerung des Blutdrucks und Pulses bei deutlich zu niedrigen Werten ist möglich.
    - Beta Blocker und ACE Hemmer zwingen den Körper mit Gewalt den Puls und/oder Blutdruck zu reduzieren. Mit Strophanthin hingegen kann der Körper bei Belastung beides deutlich besser an die Beanspruchungen anpassen.
    - Entlastung des Herzens und drastische Reduzierung des Risikos von Herzerkrankungen (eine billige und einfache Lösung bei Herzneurosen, sofern man sich ausführlich über Strophanthin informiert hat und zumindest den Fakten bzgl. Strophanthin glaubt)


Bei folgenden Problemen ist Strophanthin immer ein Versuch wert:
zu hoher oder niedriger Blutdruck
zu hoher oder niedriger Puls
Herz Rhythmusstörungen
Extrasystolen
Kreislaufsymptomen (wie z.B. Umkippen, Schwindel,...)
Herzneurose
Panikattacken
Stress und Angst (z.B. Prüfungsangst)
Erhöhtes Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Thrombosen (familiär bedingt oder aufgrund von Vorerkrankungen)


g-Strophanthin vs. k-Strophanthin (+Dosierung und Einnahme)

Strophanthus gratus (g-Strophanthin):
- ein paar Tropfen in den Mund tropfen und mindestens 2-3 Minuten im Mund behalten und im Mund "bewegen" (ist sehr bitter, wird aber am schnellsten und besten über die Mundschleimhaut aufgenommen)
- wirkt eher beruhigend und ausgleichend als aufputschend
- es kann erforderlich sein 3x täglich die Tropfen zu nehmen und mehr als von der kombe Variante, da sie kürzer wirken
- bei Überdosierung keine negativen Wirkungen
- für die Behandlung psychischer Symptome wahrscheinlich besser geeignet als kombe

Strophantus kombe (k-Strophanthin):

- in ½ Glas Wasser trinken (reizt die Schleimhaut und ist bei Magenproblemen weniger geeignet)
- wirkt etwa 3x stärker wie gratus
- längere Wirkzeit von bis zu 1-2 Tagen im Körper (2x täglich weniger Tropfen reichen)
- bei Überdosierung belastet es das Herz (Natrium-Kalium-Pumpe wird gehemmt und Kalziumeinströmung in die Herzmuskelzellen stattdessen gefördert) --> entspricht der Wirkung von Digitalis/Fingerhut
---> gibt nur eine schmale therapeutische Dosis für eine optimale Wirkung, die man treffen muss
- kann eher aufputschend als beruhigend wirken
- ist bei langfristiger Anwendung durch die geringere Dosierung billiger als die gratus Variante

Für die meisten hier dürfte die Strophantus gratus Variante (g-Strophanthin) deutlich besser geeignet sein, als die kombe Variante.
Zur Dosierung: Manch einer wird vielleicht schon bei 1-2 Tropfen eine positive Wirkung merken, andere brauchen vielleicht 5-15 Tropfen (oder bei akuter Panikattacke 20 Tropfen). Wobei die Dosierung auch davon abhängt, wie hoch der Strophanthingehalt der Tropfen ist. Einfach langsam an die optimale Dosis herantasten.



Wie beschaffen?

Strophanthin wird von den Krankenkassen nur bei ganz wenigen Indikationen und nach einer Einzelfallentscheidung bezahlt.
Da Strophanthin leider verschreibungspflichtig ist, brauchst du ein Privatrezept. Es muss unbedingt ein Privatrezept sein: Der Arzt bekommt sonst Ärger mit der Kasse und muss es aus eigener Tasche zahlen (das wäre sehr schlecht, wenn er Ärger bekommt, weil er so nett ist, es dir zu verschreiben), außerdem belasten Privatrezepte das Budget nicht - die kosten nur das Papier und die 2 min. das Rezept auszustellen.

Eine Flasche mit 100ml kostet ca. 35-50Euro und reicht je nach Dosierung etwa 3-8 Monate.
Jede Apotheke in Deutschland kann es bei Maros bestellen. Es gibt noch ein paar Apotheken, die selbst Strophanthin herstellen und es versenden....
Bevor du zum Arzt gehst, suche dir die exakte(!) Formulierung raus, die auf das Rezept gedruckt werden muss, damit die Apotheke es ohne Probleme aushändigen kann und nimm es ausgedruckt mit. Schließlich solltest du es deinem Arzt so einfach wie möglich machen. In der Praxissoftware der Ärzte gibt es Strophanthin meistens nicht mehr.

Nicht jeder Arzt wird es verschreiben - vieles ist eine Frage des Vorgehens. Da das sehr individuell ablaufen kann, lässt sich nicht alles planen:
Frage deinen Arzt freundlich, ob er dir mal ein Privatrezept(!) für Strophanthin ausstellen könnte.
Wenn du Glück hast, kennt dein Arzt das und findet es gut. Dann wirst du 2 min. später das Rezept haben.
Viele Ärzte kennen Strophanthin nicht mehr (oder haben nur mal irgendwo den Namen aufgeschnappt). Wenn der Arzt jetzt anfängt mit Digitalis und dass es das Herz belastet, kannst du sagen, dass Strophanthin zwar in der Literatur zu den Digitalis Präparaten gezählt wird, allerdings anders wirkt. Es entlastet den Herzmuskel durch Aktivierung der Natrium-Kalium-Pumpe (Digitalis hingegen sorgt für die Einströmung von Kalzium in den Herzmuskel), wirkt entspannend auf das vegetative Nervensystem und vor allem sind bei Strophanthin im Gegensatz zu Digitalis keine Nebenwirkungen bekannt - außer bei intravenöser Überdosierung.
Vielleicht wird der Arzt dich auch irritiert anschauen, warum ein Medikament zur Herzinfarktbehandlung haben möchest. Dann könntest du argumentieren, dass dies nur eine von vielen Anwendungsmöglichkeiten für Strophanthin ist, es aber auch ausgleichend auf das vegetative Nervensystem wirkt bei Stress.
Wenn du Bluthochdruck, schnellen Puls hast oder schon öfter Mal wegen Herz-Kreislauf-Beschwerden beim Arzt warst, sollten die Chancen besser stehen.
Es kann natürlich auch sein, dass der Arzt allgemein Experimenten eher abgeneigt ist oder es für Geldverschwendung hält. Dann könntest du argumentieren, dass es dir den Versuch wert ist und du erst nur mit 1-2 Tropfen ausprobierst und vorsichtig sein wirst und es dir den Versuch wert ist.

Und falls alle Stricke reißen, findest du auf http://www.strophantus.de eine Liste mit Ärzten, die Strophanthin verschreiben......


Eine sehr gute Seite zum Thema Strophanthin ist http://www.strophantus.de

21.10.2018 13:49 • x 7 #6


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Ergänzung zum Strophanthin:

Um die Wirksamkeit vom Strophanthin zu verbessern, kann es helfen zusätzlich Magnesium und Kalium einzunehmen.
Vor der Kaliumeinnahme sollte im Labor der Kaliumspiegel im Blut getestet werden, um auszuschließend, dass eine Hyperkaliämie (= zu hoher Kaliumspiegel) vorliegt!
Ein Bluttest bzgl. Magnesium ist unnötig, da der übliche Labortest 0 Aussagekraft über die Magnesiumversorgung des Körpers hat. Und Magnesium hat bei Überdosierung höchstens eine abführende Wirkung.
Am besten geeignet sind Kaliumcitrat und Magnesiumcitrat, da diese auch bei einer Übersäuerung am besten in den Zellen aufgenommen werden. Lässt sich beides in 500g Behältern für zusammen etwa 30Euro inkl. Versand bestellen.

Kalium und Magnesium wirken sehr eng zusammen. So sorgt Magnesium dafür, dass das Kalium in die Zellen transportiert wird und Kalium fördert die Magnesiumaufnahme.
Beide Mineralstoffe sind vor allem bei Extrasystolen von großer Bedeutung.

21.10.2018 16:19 • x 2 #7


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Vitamin B12 und Folsäure


Risikofaktoren für einen B12 Mangel:
vegetarische/ vegane Ernährung
Magensäureblocker (Protonenpumpenhemmer, wie Omeprazol, Pantoprazol, etc.)
Gastritis (Magenschleimhautentzündung und Darmentzündungen)
diverse chronische Magen-Darm-Erkrankungen (z.B. Morbus-Crohn)
genetische Faktoren
hoher Stress oder Giftbelastung (z.B. Rauchen)
etc.

Risikofaktoren für einen Folsäure Mangel:
ungesunde Ernährung (wenig frisches Obst und Gemüse)
Die Pille
diverse Medikamente
MTHFR Genmutationen (etwa 10-20% der Bevölkerung haben die stärkste Form, bei der die Folsäureverwertung um 70-80% reduziert ist normale Folsäure Tabletten bringen hier wenig.)!
etc.

Symptome bei einem Mangel:
Die möglichen Symptome bei einem Folsäure und/oder B12 Mangel sind so bunt und vielfältig, wie die Blüten in einem Blumengarten im Frühling. Also manchmal auch sehr diffus und werden nicht selten als psychisches Problem abgestempelt, wenn es nicht im Labor getestet wird.
Depressionen
psychische Labilität
chronische Erschöpfung/Müdigkeit
Immunschwäche
Neurologische Ausfälle (Kribbeln, Brennen, Sensibilitätsstörungen, Gedächtnisstörungen, etc. pp.)
Verdauungsprobleme
Entzündungen (vor allem Schleimhäute: Magen, Darm, Mund)
usw. usf.


Wechselwirkung zwischen B12 und Folsäure
Folsäure und B12 haben einen sehr starken Synergieeffekt. Vor allem ein B12 Mangel kann direkt einen Folsäure Mangel zur Folge haben, das B12 die verbrauchte Folsäure recyceln kann. Außerdem haben sowohl ein B12 Mangel als auch Folsäure einen erhöhten Homocystein Spiegel zur Folge. Das ist ein Stoff, der die Blutgefäße schädigen kann. Weitere Infos sind bei google zu finden....


B12 Mangel beheben

Ein Vitamin B12 Mangel muss IMMER behandelt werden, da schlimmstenfalls irreversible Nervenschäden drohen.
Der übliche Standardtest, bei dem die B12 Konzentration im Blut gemessen wird, ist nicht sehr aussagekräftig. Der Referenzbereich der Labore beginnt teilweise bei 190 und geht bis 700/1000. Es kann aber ein schwerer B12 Mangel vorliegen, OBWOHL es laut Laborblatt ok ist. Erst bei B12 Werten ab 400-500 ist ein B12 Mangel sicher ausgeschlossen.
Deutlich Aussagekräftiger ist der Holo-TC Test, bei dem bei Werten über 50 ein B12 Mangel sehr unwahrscheinlich ist.
Da man B12 nicht überdosieren kann (außer man übertreibt es mit B12 Spritzen), sollte sowieso das Motto gelten: Lieber etwas mehr als zu wenig. Zumal höhere Dosen bei psychischer Labilität helfen können alles etwas zu stabilisieren und zu beruhigen. Mehr "Energie" ist ebenfalls möglich.

Einfache Tabletten:
Die schlechteste Methode, um den B12 Mangel zu behandeln sind 0815 B12 Tabletten zum schlucken. Wenn es eh schon eine Aufnahmestörung im Magen oder Darm gibt, wird natürlich auch kaum B12 aufgenommen..... Falls man sich trotzdem für Schlucktabletten entscheidet, sollten MINNDESTENS 1000mcg B12 enthalten sein. Leider werden von manchen Herstellern Tabletten mit lächerlichen 10mcg B12 als B12 Tabletten verkauft. Nicht mal geschenkt sollte man die nehmen.

Lutschtabletten
Deutlich besser geeignet sind Lutschtabletten. Dabei ist wichtig, dass MINDESTENS 1000mcg Methylcobalamin enthalten sind. Ist die Form, die am besten über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. 180 Lutschtabletten mit je 1000mcg Methylcobalamin kosten z.B. bei Amazon knapp 10Euro - kann natürlich auch irgendwo anders erworben werden.
Ruhig die ersten 2-3 Monate täglich 2-3 Lutschtabletten lutschen und anschließend dauerhaft täglich 1 Tablette lutschen. Eine Überdosierung mit Lutschtabletten ist nicht möglich. Außerdem werden bei Lutschtabletten nur etwa 1% des enthaltenen B12s vom Körper aufgenommen.

Spritzen
Die günstigste und effektivste Methode ist es B12 zu spritzen. Hier werden beim Spritzen ins Bauchfettgewebe ungefähr 50% des B12s aufgenommen. Wer es sich zutraut, kann das natürlich auch selbst machen. Ansonsten B12 Lutschtabletten nehmen.

B12 selber spritzen:
Benötigt werden:
Desinfektionsmittel: Kodan Tinktur Forte farblos --------------- ab 4Euro 02335549
2ml Spritzen ----------------------------------------------- 100 Stück ab 3Euro 02057895
dicke und lange Nadeln: Kanülen gelb 0,9x40mm --- 100 Stück ab 2Euro 02050798
dünne und kurze Nadeln: Kanülen grau 0,4x20mm -- 100 Stück ab 2Euro 02050864
1000mcg Hydoxocobalamin Ampullen ------------ 10 Stück etwa 6-9Euro 04777955

Bei Versandapotheken, wie z.B. Apotal.de versandkostenfrei für unter 20Euro zu bekommen.
Am Ende steht die PZN, mit der man es bei jeder Apotheke sofort findet. Natürlich kann man auch Produkte anderer Hersteller nehmen.
Bei den B12 Ampullen ist wichtig, dass mind. 1000mcg Hydroxocobalamin enthalten sind. Ist die Form, die am besten gespeichert wird.

Der Rest erklärt sich eigentlich von selbst:
1. saubere Hände und saubere Umgebung. Alles zurechtlegen.
2. Die Ampulle öffnen: Die Ampulle unten festhalten und mit einem sauberen(!) Tuch oder Taschentuch oben mit der anderen Hand "greifen" (falls es mal eine splittern sollte, sind die Spitter nicht in der Hand).
Dabei auf die Markierung am "Hals" der Ampulle achten - ist entweder ein Punkt drauf oder nur etwas das Glas an der Stelle angeritzt. Genau von der Seite die Kraft seitlich zum aufbrechen ausüben.
3. Auf die Spritze die große dicke Nadel stecken. Dabei NICHT die hygienisch relevanten Teile berühren (also die Nadel selbst, Spritze an der Öffnung,.....).
4. Mit der Spritze das B12 aufziehen.
5. Die dicke Nadel durch die kleine dünne tauschen (die kleine Nadel noch in der Plastikkappe lassen, bis die Desinfektion abgeschlossen ist).
6. Mit dem Desinfektionsmittel am Bauch die Stelle einsprühen, wo du spritzen möchtest und 10 Sekunden einwirken lassen. Wichtig: ein paar cm Abstand zum Bauchnabel lassen.
7. Dort wo desinfiziert ist, eine Bauchspeckfalte "greifen"/zusammendrücken und die Nadel reinstechen. Bei viel Bauchfett ruhig die 2cm reinstechen und bei wenig Bauchfett reicht auch nur zur Hälfte reinzustechen.
8. Langsam reinspritzen, kurz warten, rausziehen, fertig.

Bei Akne als Nebenwirkung jeweils 5 Tage vorm Spritzen und 5 Tage danach täglich 1 Biotin Tablette nehmen (die 5mg Tabletten kosten bei DM, Rossmann etc. 2-3Euro). Dann sollte es zu keiner vermehrten Pickelbildung mehr kommen - ist allerdings nur ein kosmetisches Problem.

Dosierung:
Bei erwiesenem Mangel ruhig die ersten 4 Ampullen alle 7-14 Tage spritzen und danach 1x pro Monat.
Bei 1 Ampulle pro Monat bis ans Lebensende ist eine Überdosierung unmöglich - egal ob ein Mangel besteht oder nicht. Umgekehrt ist bei 1 Ampulle pro Monat ein Mangel genauso unmöglich.


Folsäure Mangel beheben

Wenn gleichzeitig ein B12 Mangel vorliegt, so ist ZUERST der B12 Mangel zu beheben und erst dann Folsäure zu nehmen. Das ist wichtig, da sonst die Folsäure Einnahme den B12 Mangel kaschieren kann. Außerdem drohen bei einem B12 Mangel irreversible Schäden, bei einem Folsäure Mangel jedoch nicht.
Allgemein sollte man immer auch B12 nehmen, wenn man Folsäure nimmt egal ob ein Mangel besteht oder nicht, da beide Vitamine sehr starke Synergieeffekte haben (gegenseitig die Wirkung verstärken).

Bei den meisten reicht es, die einfachen 5mg Folsäure Tabletten aus der Apotheke für 1-2 Monate täglich zu nehmen und anschließend je nach Bedarf 1-2 Tabletten pro Woche um den Spiegel zu halten.

Problem: Wenn eine MTHFR Genmutation vorliegt, bringt normale Folsäure kaum etwas. Je nach Zahlen und Studien sind etwa 10-20% der Bevölkerung von der stärksten Form betroffen, bei der je nach Studie die Verwertung von Folsäure aus der Nahrung und aus Tabletten um 70-90% reduziert ist.
Da Genuntersuchungen teuer sind und es verschiedene Mutationen in den Genen gibt, ist eine direkte Untersuchung nur selten möglich z.B. bei Fehlgeburten zur Ursachenklärung. Wenn ein naher Verwandter eine MTHFR Genmutation hat, ist es recht wahrscheinlich, dass man selbst auch betroffen ist in irgendeiner Form.
Indizien für die MTHFR Genmutation: hoher Folsäure Spiegel, obwohl keine Folsäure Präparate eingenommen wurden, sowie ein erhöhter Homocystein Spiegel im Blut.

Einfacher und billiger ist in der Regel direkt Methylfolate zu nehmen (Handelsnamen Quatrefolic und Metafolin). Hier liegt die Folsäure in einer Form vor, die direkt vom Körper verwendet werden kann (also nach den Umwandlungsschritten, die durch die MTHFR Genmutation beeinträchtigt werden könnten). Hiervon reichen aufgrund der guten und gesicherten Bioverfügbarkeit 400-800mcg als Tagesdosis. Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert mal 1-2 Monate Methylfolate zu nehmen, um auszuprobieren, ob sie deutlich besser als Folsäure Tabletten wirken. Dann ist eine MTHFR Genmutation recht wahrscheinlich.

21.10.2018 19:20 • x 9 #8


la2la2

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Ergänzung Vitamin B12 und Folsäure

Sowohl Folsäure als auch Vitamin B12 gehören zu den B-Vitaminen, von denen es auch noch einige weitere gibt. Alle B-Vitamine sind wasserlöslich, wodurch überschüssige B-Vitamine einfach im Klo landen - ohne zu Schaden, weshalb die empfohlene Tagesdosis relativ egal ist und ruhig etwas stärkere Präparate genommen werden können.
Leider werden die meisten B-Vitamine nur wenige Tage bis Wochen im Körper gespeichert, weshalb eine regelmäßige Zufuhr erforderlich ist.

Alle B-Vitamine haben starke Synergieeffekte (verstärken sich gegenseitig positiv in der Wirkung), weshalb es nie schaden kann zusätzlich zum B12 und der Folsäure einen Vitamin B-Komplex einzunehmen.
Wichtig: In den allermeisten B-Komplexen sind nur lächerlich niedrige Mengen an Vitamin B12 enthalten. Nur Spritzen oder B12 Lutschtabletten mit mindestens 1000mcg Methylcobalamin können einen nennenswerten Effekt bzgl. B12 bewirken.

Da B-Vitamine aufputschend wirken können, besser nicht abends einnehmen, um Schlafprobleme zu vermeiden.

21.10.2018 19:57 • x 7 #9


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Schlafprobleme --> Melatonin


Da Schlafprobleme hier im Forum ein sehr verbreitetes Problem sind, gehört das natürlich auch in den Medizinschrank.
Für die Behandlung von Schlafproblemen gibt es zig Möglichkeiten. Von Schlafhygiene (google), über Psychopharmaka, bis hin zu pflanzlichen Mitteln. Hier geht es im Folgenden ausschließlich um Melatonin.


Was ist Melatonin?
Im menschlichen Körper wird vieles durch Hormone gesteuert. Melatonin ist ein Hormon, das vom Körper aus Serotonin gebildet wird und vor allem den Tag-Nacht-Rhythmus steuert. Es sorgt also dafür, dass der Körper in den "Schlafmodus" kommt und der Schlaf tief und erholsam ist. Wenn aus irgendeinem Grund (Licht, Serotoninmangel, Stress, etc.) zu wenig Melatonin gebildet wird, kann der Körper nicht richtig in den "Schlafmodus" schalten. Die Folge sind entweder massive Einschlafschwierigkeiten und/oder der Schlaf ist nicht erholsam und sehr flach. Melatonin geht durch die Blut-Hirn-Schranke und kann so direkt im Gehirn wirken.
Nebenwirkungen gibt es bei Melatonin keine nennenswerten - sofern man es nicht vollkommen übertreibt mit der Dosierung.

Anwendung:
1. Nach Möglichkeit immer zur gleichen Uhrzeit abends einnehmen, da es den Tag-Nacht-Rhythmus steuert.
2. Zu "normalen" Zeiten einnehmen. Also zwischen 21 und 23 Uhr - immer ca. 15-30 min. vor dem ins Bett legen. Kann individuell etwas variieren, wie groß der zeitliche Abstand sein sollte.
3. Nicht täglich nehmen über viele Wochen bis Monate. Höchstens an 5 Tagen pro Woche nehmen, um ganz sicher auszuschließen, dass es zu einem Gewöhnungseffekt kommen kann.


Beschaffung:
Melatonin ist z.B. ganz einfach bei ebay zu kaufen - auch bei deutschen Händlern. Eine Dose kostet etwa 10-20Euro. Also eine recht überschaubare Summe, um es einfach mal auszuprobieren.
Wenn nur Einschlafprobleme vorliegen, ist eher normales Melatonin geeignet. Bei Durchschlafproblemen eher die Time Release Variante, bei der das Melatonin langsam über viele Stunden freigesetzt wird. Meistens reichen 2-5mg Tabletten.


PS: Ich nutze selbst bei Bedarf Melatonin. Bin durch Zufall mal darauf gestoßen und bin begeistert. Seitdem ich das kenne, habe ich für mich entschieden, dass ich mir nie wieder irgendwas anderes gegen Schlafprobleme verschreiben lasse.
Melatonin ist aber kein Wundermittel z.B. nach einem Action- oder Horrofilm am Abend wird Melatonin auch nichts bringen...

21.10.2018 20:31 • x 6 #10


la2la2

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Diabetes alternative und ergänzende Behandlungsmethoden


Einleitung
Diabetes ist eine unheilbare Krankheit, die sich nur mit Insulin behandeln lässt!?
Diese Meinung ist leider sehr verbreitet aber falsch. Es gibt Möglichkeiten, bei Diabetes Typ 1 und Typ 2 zumindest deutlich die Blutwerte zu verbessern und den Insulinbedarf drastisch zu reduzieren manchmal sogar vollständig auf Insulin und Co. zu verzichten. Eine Erfolgsgarantie gibt es jedoch nicht. Bei 6-7 Mio. Betroffenen in Deutschland ein Problem, das viele betrifft.
Wichtig: Auf KEINEN Fall Insulin und andere Diabetes Medikamente einfach absetzen! Die alternativen Behandlungsmöglichkeiten brauchen Zeit und wirken unterschiedlich gut. Erst wenn die Methoden wirken und die Blutwerte sich deutlich bessern, können langsam (unter regelmäßiger Kontrolle!) Insulin und Co. reduziert werden.


Diabetes Typ 1

Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Insulin produzierenden Zellen zerstört.
Je früher man anfängt diesen Prozess zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen, desto besser sind die Erfolgschancen. Aber auch nach Jahrzehnten kann oft zumindest noch eine Verbesserung bzw. Stabilisierung der Zuckerwerte erreicht werden.

Die wichtigsten Eckpfeiler der Behandlung sind:
1. Vitamin D3, Magnesium etc. im Rahmen vom Coimbraprotokoll (auch hier im Medizinschrank zu finden)
2. Stärkung des Immunsystems.
3. Darmgesundheit(!) Der Darm spielt beim Immunsystem eine sehr große Rolle.
4. gesunder Lebensstil mit Bewegung und Entspannung

Sehr zu empfehlen ist der Blog von einem Diabetes Typ 1 betroffenen, dem es gelungen ist durch entsprechende Maßnahmen die Blutzuckerwerte drastisch zu verbessern.
Außerdem wird hier noch eine verbreite Co-Erkrankung hingewiesen, die wohl bei etwa 50% der Typ 1 Diabetiker vorliegt: exokrine Pankreasisuffizienz

http://www.diabetes1-ist-heilbar.de



Diabetes Typ 2

Diabetes Typ 2 ist oft die Folge eines ungesunden Lebensstils über viele Jahre. Das schwierigste hier ist, den Lebensstil radikal zu ändern, da ein ungesunder Lebensstil oft viel bequemer ist, als ein gesunder Lebensstil.
Auch hier gibt es einige Eckpfeiler für den Erfolg:

1. Gewicht und Bewegung
Sehr wichtig ist ein optimales Körpergewicht und Bauchumfang. Auffällig oft haben Typ 2 Diabetiker deutliches Übergewicht und massiven Bewegungsmangel.
Das wird auch das schwierigste sein, auf Fast Food und Co. zu verzichten, kleinere Portionen zu essen und JEDE Woche (außer bei akuten Erkrankungen) an 4-6 Tagen je mindestens 1h Ausdauersport zu treiben. Geeignet sind alle Ausdauersportarten, wie Joggen, Schwimmen, Radfahren, etc. pp.

2. Ernährung und Trinken
Die Ernährung muss radikal umgestellt werden. Fertigprodukte sollten möglichst komplett vom Speiseplan verschwinden. Limonaden, Cola, Fruchtsäfte, etc. müssen kompromisslos durch Wasser, Tee und evtl. etwas Kaffee ersetzt werden. Auch Lebensmittel mit vielen Kohlenhydraten und Zucker sind radikal zu reduzieren.
Stattdessen möglichst viel frisches Gemüse, Fleisch, Fisch, etc. essen.

3. Fasten
Neue Studien haben gezeigt, dass Fasten bei Diabetes erstaunliche Erfolge bringen kann. Hierbei ist zuerst intensiver zu fasten und um den Effekt zu erhalten später an 2 Tagen pro Woche jeweils 24h nichts zu essen. Hier eine grobe Übersicht: https://www.diabetes-ratgeber.net/Ernae ... 51393.html
Bei Leberproblemen (oder wenn sogar schon eine Fettleber vorliegt), ist Hanfprotein Pulver sehr empfehlenswert. Es enthält sehr viele Proteine=Eiweiß und reduziert nebenbei auch noch das Hungergefühl, da dieses stark durch die Proteinversorgung des Körpers gesteuert wird.

4. Gesunder Lebensstil

Stress vermeiden
Jeden Tag 7-9h schlafen
Zeit für Familie, Hobbys und Freunde
usw. usf.

5. Vitamine und Mineralstoffe
- Vitamin D3 ist sehr wichtig (siehe Kapitel im Medizinschrank hierzu): Tagesdosen von 5.000-10.000IE bis ans Lebensende!
- Magnesium ist ebenfalls sehr wichtig (sowohl bei Diabetes, als auch für die Vitamin D3 Verwertung) über den Tag verteilt 500-1000mg täglich.
- Sämtliche B-Vitamine (zu Folsäure und B12 siehe Kapitel im Medizinschrank) am besten als Vitamin B-Komplex und zusätzlich B12 (da B12 meist nur in lächerlich niedrigen Dosierungen in B-Komplexen enthalten ist).
- Vitamin C und E als Antioxidantien, sowie ggf. OPC (Traubenkernextrakt)



Anmerkung: Dies ist noch eine vorläufige Version zum Thema Diabetes und bedarf wahrscheinlich noch einer Ergänzung und Überarbeitung!

22.10.2018 18:26 • x 3 #11


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Abnehmen / Gewicht reduzieren



Einleitung:
Es ist mal wieder an der Zeit für ein neues Kapitel im Medizinschrank (werde versuchen wieder öfter was zu veröffentlichen). Passend zu den Vorsätzen fürs neue Jahr geht es diesmal um das Thema Abnehmen. Es gibt für viel Geld Bücher, Kurse in denen Punkte gesammelt werden und ähnlicher Kram sehr oft geht es dabei nur um zwei Dinge: mehr Sport und weniger Essen. Dabei gibt es viel mehr Faktoren, die beim Abnehmen eine Rolle spielen.


Zunächst einmal muss man schauen, was eigentlich die Ursache für das Übergewicht ist (können auch mehrere Faktoren sein):
1. genetische Faktoren (wenn mehrere nahe Verwandte trotz normaler Ernährung übergewichtig sind)
2. Krankheiten (Diabetes, Schilddrüsenprobleme, Herzerkrankungen, Fettstoffwechselstörungen, etc. pp.), oder Medikamente!
3. Ernährung, etc.: zu viel und/oder sehr ungesund, Rauchen, Alk, Zucker, .
4. Bewegungsmangel
5. Vitamin- und Mineralstoffhaushalt (bei einem Mangel an bestimmten Dingen wird jede Diät scheitern sobald der Mangel behoben, verschwindet das Übergewicht sehr schnell)


1. genetische Faktoren und 2. Krankheiten:
Es sollte eine gründliche Diagnostik beim Arzt durchgeführt werden. Leider werden nach Studien übergewichtige Patienten oft von Ärzten viel schlechter behandelt als normalgewichtige (weniger Diagnostik, sämtliche Symptome aufs Übergewicht geschoben und manchmal sogar mit dem Hinweis: Nehmen sie ab wieder nach Hause geschickt). Da ist dann Durchsetzungsvermögen und Hartnäckigkeit gefordert. Zum Glück denkt nicht jeder Arzt so. Jetzt eine intensive Diagnostik zu machen ist für die Kasse VIEL billiger als in 10-30 Jahren für den Rest des Lebens für zig tausende Euro die Folgeerkrankungen zu behandeln. Und gewonnen Lebensqualität ist unbezahlbar.
Auch Medikamente können Übergewicht verursachen oder verhindern, dass Abnehmen überhaupt möglich ist. Gerade Psychopharmaka haben oft Gewichtszunahme als Nebenwirkung. Da ist abzuwägen, ob das Medikament wirklich erforderlich ist, durch ein anderes ersetzt werden kann oder die Dosis zumindest reduziert werden kann.

Um mal ein paar sinnvolle Untersuchungen zu nennen (muss nicht immer alles sein, wenn es keine Symptome oder Hinweise darauf gibt, dass ein Organ betroffen ist):
- Blutuntersuchung: kl./gr. Blutbild, Leberwerte, Nierenwerte, TSH u. FT3 u. FT4, Cholesterin, Triglyceride, Blutzucker, Entzündungsmarker (CRP), usw. usf.
- EKG (Bei Auffälligkeiten oder Herzsymptomen zusätzlich Belastungs EKG und Herzultraschall)
- Ultraschall der Leber (bei erhöhten Leberwerten oder Auffälligkeiten beim Fettstoffwechsel)
- usw. usf.


3. Ernährung usw.
Hier sollte man ehrlich zu sich sein und es sich nicht schönreden, wenn es hier Auffälligkeiten gibt.
Zig. und andere Tbk vergiften den gesamten Körper es gibt KEINEN Vorteil durch das Rauchen (kostet Geld, ist lästig, zerstört den Körper)! Es ist ein riesen Skandal, dass Rauchen offiziell nicht als Sucht anerkannt wird. Trotzdem gibt es Rauchentwöhnungskurse und Angebote, die oft auch von der Krankenkasse bezahlt oder zumindest stark bezuschusst werden. Einfach mal schauen, was es in deiner Stadt gibt. Zwar führt es manchmal zunächst zu einer Gewichtszunahme, wenn man weniger oder gar nicht mehr raucht dafür wird nach wenigen Wochen bis Monaten eine deutliche Verbesserung zu spüren sein. Nutze diese gewonnene Ausdauer, um dich mehr zu bewegen.
Zu viel Alk. ist ebenfalls ein großes Problem 2-3 Biere pro Woche oder 1x Feiern sind kein Problem, aber mehr sollte es nicht sein. Ansonsten hilft nur eine professionelle Behandlung des Alk..
Zur Ernährung gibts eigentlich nicht viel zu schreiben: 3 Hauptmahlzeiten am Tag, die gesund sind (frische Zutaten enthalten), möglichst wenig Zucker enthalten und deren Portionen nicht zu groß sind. Zwischendurch kann ohne Limit rohes Gemüse gegessen werden (Tomaten, Möhren, Paprika, .). Nach 20 Uhr sollte abends nicht mehr gegessen werden, vor allem keine Kohlenhydrate. Falls ein Hungergefühl das Schlafen verhindert, ist Hanfprotein mit Wasser ok. Das sorgt für ein starkes Sättigungsgefühl und hat eine negative Energiebilanz (wird mehr Energie für die Verdauung benötigt, als im Hanfprotein enthalten ist). Allgemein: Vollkorn statt Weißmehl, frisches Obst und Gemüse statt Dosenfutter oder anderes Fertigessen. Nur Tiefkühlgemüse ist als Fertigessen erlaubt.
Getränke: Radikal auf Limonaden, Saftschorlen, Energie Drinks(!), usw. usf. verzichten. Dafür 1,5-3 l Wasser, Tee, usw. trinken. Ins Wasser maximal einen Schuss Fruchtsaft, wenn pures Wasser geschmacklich nicht trinkbar ist..


4. Bewegung
Es geht einzig und allein um Ausdauer! Suche dir einfach 1-3 Sportarten, die du magst (Laufen, Schwimmen, Fahrradfahren, usw. usf.). Fange langsam an, bis du 3-5x pro Woche 1h durchhältst. Das Tempo ist dabei vollkommen egal es zählt nur das Durchhalten. Wenn das funktioniert, kannst du ganz langsam die Leistung steigern.


5. Vitamin und Mineralstoffhaushalt
Hier sollte alles stimmen, damit der Stoffwechsel im Körper optimal funktioniert. Es gibt einige Vitamine und Mineralstoffe, bei denen bei einem Mangel auch die beste Diät scheitern wird, das wären hauptsächlich:
B12 (siehe B12 Kapitel im Medizinschrank)
Eisen (siehe Eisen Kapitel im Medizinschrank
Vitamin D (siehe Vitamin D3 Kapitel im Medizinschrank)
Magnesium (siehe Vitamin D3 Kapitel, ruhig nehmen, da es nicht schadet und im Labor nicht gemessen werden kann)

Neben der Behebung der Mängel an Vitaminen und Mineralstoffen, gibt es auch einige Dinge, mit denen das Abnehmen sehr positiv beeinflusst werden kann (sowie Auffälligkeiten bei den Laboruntersuchungen):

Gemahlene Flohsamenschalen:
Enthalten um die 80 % Ballaststoffe diese sind extrem wichtig für einen gesunden Darm. Außerdem sorgen sie dafür, dass im Darm alles gut rutscht (sowohl bei einer Neigung zu Verstopfung als auch zu Durchfall helfen sie gut). Dadurch, dass sie sehr stark aufquellen, sorgen sie aber auch für ein deutliches Sättigungsgefühl.
Wichtig: Immer mit ausreichend Wasser einnehmen! Da sie sehr stark quellen, kann es bei zu wenig Flüssigkeit zu Verstopfungen und bei vollkommen falscher Anwendung zum Darmverschluss kommen!

Hanfprotein Pulver:
Hanfproteinpulver ist frei verkäuflich, da es keinen Wirkstoff der Hanfpflanze enthält. Zu kaufen gibt es das im Internet bei diversen Shops, DM und vielen anderen Geschäften. Ich finde, dass es ähnlich wie Brennnesseltee schmeckt. Hanfproteinpulver ist SEHR wichtig bei jeder Diät. Es enthält etwa 50 % Eiweiß/Proteine/Aminosäuren (kann man alles als Synonyme betrachten, zumindest hier reicht das grob) sogar ALLE essenziellen Aminosäuren/Proteine, die der menschliche Körper braucht. Das beste: Auch das Verhältnis ist bei Hanfprotein perfekt. Die Vorteile:
- Es sättigt sehr stark (das Hungergefühl entsteht vor allem, wenn der Körper einen Mangel an Eiweiß/Proteinen hat).
- Versorgt den Körper mit ALLEN wichtigen Proteinen/Eiweiß, was extrem wichtig ist, damit bei einer Diät die Muskeln NICHT abgebaut werden. Es soll schließlich nur das Fett weg.
- Die Energiebilanz von Hanfprotein ist negativ: Der Körper verbraucht mehr Energie für die Verwertung des Hanfproteins, als in diesem vorhanden ist. Folge: Der Körper verbrennt Fett um es zu verstoffwechseln. Wenn man es regelmäßig statt Abendessen trinkt, kann man im wahrsten Sinne des Wortes im Schlaf abnehmen.
- Es ist sehr gesund für die Leber (optimal um eine Fettleber zu bekämpfen).

Bei Fettstoffwechselstörungen (vor allem zu hohen Triglycerid Werten), kann es helfen Fischölkapseln (Omega 3) zu nehmen, sowie Vitamin B3 (Niacin), aber auch Hanfproteinpulver und Flohsamenschalen spielen hier eine Rolle.


Wofür das alles?
Für die meisten geht es wahrscheinlich darum, dem gesellschaftlichen Schönheitsideal zu entsprechen. Aber auch wem sein Aussehen egal ist, sollte unbedingt auf ein optimales Gewicht achten. Langfristig verlängert es das Leben und es kommt zu deutlich weniger chronischen Erkrankungen, wie Gelenkproblemen, Bluthochdruck, Diabetes, Herzinfarkte, etc. pp. Und das Gefühl einfach mal locker die Treppe in den 5. Stock zügig hochzugehen und kaum was davon zu merken ist unbezahlbar.

18.01.2019 20:52 • x 9 #12




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