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Hallo zusammen

ich habe mich kurz hier angemeldet um euch zu sagen wie ich meine Soziale Phobie geheilt habe.
Ich habe 2 Jahre lang Paroxetin 20mg am Tag bekommen.
Nebenwirkungen waren starkes schwitzen im Sommer und ab und zu in der Nacht. Sehr stark Träume. Mehr dazu später.

Nach ca. 4 Wochen war alles weg und ich konnte wieder normal leben. Habe mich sehr gefreut.
Habe dann vor ein paar Wochen beschlossen dieses "Zeug" nicht mehr zu nehmen, da es sehr schädlich ist für den Körper.
Mein Arzt meine ich sollte es langsam ausschleichen ( über 6 Monate).

Ich wollte aber nichts mehr damit zu tun haben und habe es ein kalt abgesetzt gegen den Rat meines Arztes.
Habe gleichzeitig dann Johanniskraut 900 genommen um die Absetzerscheinungen im Rahmen zu halten.
Das ist jetzt 1 Monat her. Ich hatte keinerlei Nebenwirkungen vom Absetzen. Anfangs eventuell etwas trocknenden Mund und ab und zu leichte Blitze im Kopf. Waren aber nach 2 Wochen weg.

Jetzt geht es mir besser als je zuvor. Ich weiß jetzt erst wie krank dieses Paroxetin ( allgemein SSRI und andere) den Körper macht.
Zwar hat es natürlich in dieser Zeit gut geholfen, aber zu welchen Preis möchte ich euch mitteilen.

- Hatte öfters Stechen im Herzen und Kurzatmigkeit. ( SSRI gehen auf Lunge und Herz)
- Ein Gefühl von Gleichgültigkeit
- Starke intensive Träume
- Schäden an Organen wie Lunge und Leber sind nicht auszuschließen

Ich kann euch sagen, dass es mir so gut geht wie nie zuvor.
Wieder mehr Freude im Leben und man fühlt sich freier im Kopf. Allgemein gesünder.

Hatte Zeit einige Studien zu lesen diese besagen das Johanniskraut 900 bei Sozialer Phobie besser wirkt und SSRI und die Nebenwirkungen gleich Null sind.

Das ist meine Erfahrung und ich hoffe ihr werdet es auch schaffen davon loszukommen. Wo ein Wille da ein Weg.

PS: Natürlich empfehle ich keinen einfach SSRI kalt abzusetzen da die meisten fatale Nebenwirkungen haben werden.
Ich hatte den starken Willen und auch das Glück das es bei mir sehr gut ging.

Viele Grüße euch allen

22.03.2017 12:41 • 22.03.2017 x 1 #1


7 Antworten ↓


Schlaflose
Soziale Phobie hat sehr viele verschiedene Erscheinungsformen und oft geht es in eine ängstliche vermeidende Persönlichkeitsstörung über.
Wie hat sich denn deine soziale Phobie geäussert?

22.03.2017 14:32 • #2



Geheilt von Sozailer Phobie Paroxetin abgesetzt

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Ich hatte Angst mich mit Leuten spontan zu treffen. Besondern wenn es mit Essen zusammenhing.
Mir wurde immer schlecht und musste mich übergeben. Was in der Öffentlichkeit natürlich für sehr viele Blicke sorgt.

22.03.2017 15:07 • x 1 #3


Starke intensive Träume habe ich auch ohne Medikamente. Ich leide auch unter einer sozialen Phobie und mir persönlich hat gar nichts geholfen. Auch kein Johanniskraut. Das einzige was wirklich geholfen hatte war Sport, gesunde Ernährung und viel Ruhe zum sammeln. Und eine Verhaltens und Traumatherapie. Manchmal fällt man trotzdem zurück und kommt in eine Krise. Aber mit viel Motivation schafft man das am Ball zu bleiben. Dein Ausschleichen ist jetzt nicht so lange her. Die Probleme machen sich ja dann trotzdem vielleicht wieder bemerkbar. Wenn sich dein Kopf wieder angepasst hat, könnte es vielleicht sein das es auch mal wieder schlechter wird, aber man kennt ja die Wellen des Lebens.

Ich habe auch von heut auf morgen damals abgesetzt das Antidepressiva, und kann dem nur zustimmen wie du es beschreibst...mir erging es ähnlich...super das du das geschafft hast...Glaube weiter an dich und du wirst weiteres gut überstehen wenn vielleicht die Welle wieder kommt...

Grüßle
MissPanicRoom

22.03.2017 15:10 • x 1 #4


Hallo ich danke dir. Ja Sport hilft einem auch das stimmt. Ich mache 3 mal die Woche Kraftsport.
Das Johanniskraut habe ich zum Ausschleichen genommen.
Mir hat alles geholfen Paroxetin und Johanniskraut.
Ist auch vieles einfach ne Kopfsache.

Von Therapeuten halte ich garnichts. Meine Meinung über diese Leute will ich hier lieber nicht kundtun.
Jeder kennt sich selber am besten und jeder Mensch ist anderst.
Keiner kann mir sagen was am besten für mich is.

Viele Grüße euch.

22.03.2017 15:13 • x 1 #5


Wichtig ist das wenn wieder eine Krise kommt, dir deinen Notfallkoffer bereit hälst...sag ich mir immer...mit der Zeit entwickelt man ja Strategien...und wenn wirklich gar nix mehr geht dann weinen ich auch...aber ich unterdrücke nichts mehr an meinen Gefühlen...weil das staut sich nur an und macht müde und depressiv...weil Ängste auch depressiv machen können...darum sollte man sich immer auseinander setzen...regelmäßig schlafen...nicht zu viel das macht sonst auch wieder schlapp...die Entspannung ist wichtig aber auch die Anspannung...Stress gehört auch dazu...jede Krise war für mich ein lernen und habe mich damit abgefunden das ich hypersensibel bin und dadurch auch meine soziale Angst gekommen ist...und man sollte immer wissen...du musst gar nichts...wenn es nicht geht geht es eben nicht...aber man sollte sich auch Prüfungen stellen...das Leben meint es mit uns nicht böse...wir sind hier um zu lernen...um uns selber zu finden...und nicht davor weg zu laufen...als ich angefangen habe schon vor Jahren mich mit mir auseinander zu setzen lernte ich meine inneren Kinder kennen...die waren ein Teil meiner Therapie...und da sitzt halt immer noch das kleine ängstliche Mädchen...aber wir können es selber steuern...für irgendwas muss unser Kopf und Gedanken ja gut sein...ich denke, alles im Leben hat seinen Sinn...Es sind Aufgaben vom Schicksal...und aus jeder Krise und Krankheit nimmst du die Kraft und Stärke mit...

22.03.2017 15:23 • #6


Schlaflose
Zitat von KM90:
Ich hatte Angst mich mit Leuten spontan zu treffen. Besondern wenn es mit Essen zusammenhing.
Mir wurde immer schlecht und musste mich übergeben. Was in der Öffentlichkeit natürlich für sehr viele Blicke sorgt.


Wenn sich die soziale Phobie nur auf solche einzelnen Gelegenheiten beschränkt, dann ist es relativ leicht, das mit einem Medikament zu beheben. Bei schwereren Fällen geht das nicht. Und eine ängstliche vermeidende Persönlichkeitssstörung (nennt sich auch generalisierte soziale Phobie), ist gar nicht heilbar. Man kann nur lernen zu akzeptieren, dass man so ist und sein Leben daraufhin ausrichten.
Ich habe beide Diagnosen, aber z.B. mit dem Essen in der Öffentlichkeit hatte ich noch nie ein Problem.

22.03.2017 17:27 • #7


Zitat von Schlaflose:
Und eine ängstliche vermeidende Persönlichkeitssstörung (nennt sich auch generalisierte soziale Phobie), ist gar nicht heilbar.

Warum sollte eine ÄvPS bzw generalisierte SP nicht heilbar sein?

22.03.2017 23:34 • #8




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