sandracookie
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Zitat von User_0815_4711:Das kommt mir bekannt vor, meine kleine Existenzdepression: "Wozu?"
Nutzen bei dir in welcher Form?
Nutzen bei mir in der Form des Weitergebens. Kann ich das, was ich mache, weitergeben, andere daran teilhaben lassen?
Tja gute Frage. Etwas weitergeben war schon ein vorhandener Wunsch von mir, als wir uns bewusst für ein Kind entschieden haben. Ob ich wirklich Gutes weitergeben kann, da nagen gerade 1.000 Selbstzweifel an mir 😪
Ansonsten wäre es eher ein Nutzen für andere, um anerkannt zu werden oder nicht (mehr) kritisiert werden zu können. Warum ich davon so abhängig bin und nicht einfach für mich selbst okay sein kann, wie ich bin, keine Ahnung... Ich fühle mich oft falsch, zu viel, zu drüber... Bis zu einem gewissen Grad verstehe ich die Ursachen während der therapeutischen Aufarbeitung (gerade was die Erfahrungen aus der Kindheit angeht), aber sie loslassen/auflösen gelingt dadurch nicht automatisch.
Zitat von freely:Naja aber die Krankschreibung hat doch einen Grund?
Hat sie. Anfang Juni ist an der Arbeit eine Vollzeitstelle weggefallen. Ich konnte die Mehrarbeit kurz kompensieren, aber mein Nervensystem hat dann angefangen wegen dem Druck völlig hohl zu drehen - ich hatte den Anspruch, dass alles auffangen zu können mit ner Teilzeitstelle, was natürlich fern jeglicher Realität war - also ging es los mit den Angst- und Panikattacken und ich konnte zwischenzeitlich gar nicht mehr runter fahren/zur Ruhe kommen.
Mittlerweile geht das im Vergleich vom Gefühl her zwar wieder, aber es hat einiges aufgerissen an alten Wunden und die Depressionen haben wieder die Überhand gewonnen, vor allem die negativen Gedanken und Zweifel. Da hab ich dann wieder das Problem mit Logik/Analyse nicht weiter zu kommen und es ist, als ob ich auf alle Fortschritte/Erkenntnisse der letzten Jahre keinen Zugriff mehr habe.
Zitat von freely:Letztendlich können nur wir selbst diese Denkweise durch eine bessere ersetzen
Zitat von freely:Und was macht man am besten damit als es einfach zu erleben?
Daran arbeite ich schon lange diese Denkweise zu ersetzen. Eigentlich ist mir da auch schon was gelungen zwischenzeitlich, aber jetzt, wo es mir wieder schlecht geht, ist es gefühlt so, als ob man beim Spielen kurz vorm Ziel zurück an den Start muss und von vorne anfangen muss 🫤
Die zweite Aussage zum Erleben finde ich super, denn es spricht das an, was ohnehin sehr oft empfohlen wird und einem tatsächlich Leichtigkeit geben kann: "Im hier und jetzt bewusst (er)leben"
Das ist für mich ein Stück weit mit dem Erwachsenwerden verloren gegangen, weil man einfach eine andere Verantwortung trägt, als früher als Kind/Teenager und auch mit den Strukturen in der Gesellschaft, manchmal würde ich gerne freier sein, aber andererseits habe ich mich auch bewusst für Familie, Eigenheim und so entschieden 🤷🏼♀
Selbst gemachtes, egal ob für mich, oder als Geschenk finde ich auch super - dabei zählt für mich dann hauptsächlich die Mühe und die Zeit, die sich der andere genommen hat und nicht, ob das Ergebnis "perfekt" ist 😊
PS: @freely Gute Besserung bei der Erkältung 🍀
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