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freely
Zitat von sandracookie:
Teilweise überfordert mich die Auswahl, wo ich anfangen soll, teilweise ist es aber auch ein Leistungsdenken, was mich abhält - ich erwarte immer ein lohnendes Ergebnis und hab irgendwie völlig verlernt die Dinge einfach nur um ihrer Selbstwillen und aus Spaß/Freude zu machen.

Dann nehme ich diesen Punkt mal wieder auf. 🙂 War ja dein Hauptanliegen und ich finde du hast damit Recht. Beim Job zu funktionieren ist das eine, aber der Job ist nicht alles, eigentlich nur ein Mittel zum Zweck. Und in der Freizeit möchtest du Dinge tun die dich erfüllen und dir Spaß machen.

Das blöde ist, ich bin da auch grad blockiert. Nach dem ich am Wochenende im Garten mit Spaß gearbeitet hatte, kam ja diese Woche die Erkältung drauf. Nach Schnupfen, Kopfweh und sicher auch bisschen Fieber, ist jetzt der Husten da. So richtig fit bin ich noch nicht.
Gestern hatte es immerhin fürs Einkaufen gereicht.

Eigentlich wäre es das perfekte Wetter für den Garten. Nunja kann ich nicht ändern. Eigentlich überfordert mich der Garten auch oft. Es wäre soviel zu tun. Aber ich schaue nur auf das was ich schaffen kann.
Zb ist da ein Tier unters Dach eingezogen und hat da ordentlich ein Loch ins Holz reingerissen. Ständig liegt weitere Glaswolle unterm Loch.
Keine Ahnung was das für ein Tier ist, vielleicht ein Waschbär? Hm.

Naja die Hütte fällt deswegen nicht auseinander.

Ich überlege wie man dazu kommt, dass zu tun was man möchte, ohne Leistungsdruck.

Was machst du denn so alles gerne?
Kennst du es, sich bei einer Tätigkeit zu verlieren? Die Zeit und sich selbst zu vergessen und in dem aufzugehen was man tut? Man mag damit dann gar nicht mehr aufhören.

• x 1 #81


sandracookie
@freely
Der Job bzw die Tätigkeit an sich macht mir tatsächlich auch Spaß, da war es mir schon immer wichtig etwas zu tun, in dem ich einen Sinn und eine Erfüllung sehe. Nur mit dem ganzen zwischenmenschlichen drumherum komme ich nicht so klar und es hat sich über die Jahre viel verändert (bin seit 2018 da). Aber ja letztendlich ist es trotzdem nur ein Job, der dazu dient den Lebensunterhalt zu finanzieren.

Bei der Erkältung ist es ja im Prinzip auch nicht anders, als bei jeder anderen Erkrankung. Man ist eingeschränkt und es ist ärgerlich, dass man sich nicht um die Dinge kümmern kann, die anstehen und die vielleicht auch gut tun und Spaß machen. Ab einem gewissen Punkt ist es da dann keine Willens-/Motivationsfrage mehr, sondern nur vernünftig, wenn man sich die Zeit zur Erholung gibt.
Zitat von freely:
Ich überlege wie man dazu kommt, dass zu tun was man möchte, ohne Leistungsdruck.

Zitat von freely:
Es wäre soviel zu tun. Aber ich schaue nur auf das was ich schaffen kann.

Das zweite ist schon ein guter Ansatz, konkret zu schauen, was man schaffen kann und man kann sich die Bereiche auch einteilen. An einem Tag nur das Unkraut rupfen, am nächsten Tag Büsche/Sträucher schneiden bspw.

Lesen ist auf jeden Fall etwas, was ich gerne mache und insgesamt kreatives wie zeichnen, schreiben.
So bis 2014 war ich auch sehr sportlich unterwegs, Krafttraining, Reiten, Joggen und Tennis mit meinem Mann.
Das wurde mir dann aber irgendwann zu viel im Alltag und nach meinem Tiefpunkt 2017/2018 wo ich auch schon eine lange depressive Phase hatte, bin ich da nicht mehr rein gekommen.
Mein Energielevel war mit Arbeit und Haushalt ausgelastet und als es mir dann wieder besser ging und ich über längeren Zeitraum stabil war, kam der Familien-/Kinderwunsch.
Das hat dann auch nochmal auf eine andere Art und Weise Energie gekostet (Stichwort: kurze Nächte). Das ist natürlich mittlerweile wieder einfacher (Kind ist jetzt 5), aber trotzdem hab ich nicht wirklich neben Haushalt, Kind, Garten, Arbeit Energie für Dinge, die mir gut tun und Spaß machen. Ich bin oft an dem Punkt, an dem sich alles nur wie ein zusätzlicher Termin/To do anfühlt, den es gilt abzuarbeiten und das nimmt dann allem wieder den Spaß.

• x 1 #82


A


Einen Anfang finden/sich selbst Struktur geben

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freely
Zitat von sandracookie:
trotzdem hab ich nicht wirklich neben Haushalt, Kind, Garten, Arbeit Energie für Dinge, die mir gut tun und Spaß machen.

Hm. Ideal wäre doch wenn dir diese Dinge Spaß machen und du sie nicht nur als eine abzuarbeitende Liste siehst. 🤔

Wenn ich mal durch Krankheit oder sei es nur ein Schnitt am Finger, nicht mehr alles so machen kann wie ich es sonst mache, bin ich richtig froh wenn ich es wieder kann. Schon allein so ein Pflaster am Finger, äußerst hinderlich. Oder mit Kopfweh ist wirklich alles eine Qual.

In einem Buch las ich irgendwas mit seelischem Schnupfen oder so ähnlich, fällt mir dazu gerade ein.
Also ich will grad wirklich schauen wie ich aus dem Sumpf komme. Es geht ja nicht nur um Freizeitdinge sondern um Pflichten die darauf warten erledigt zu werden.

Ich weiß, Druck funktioniert überhaupt nicht. Da kommt meistens Angst und Panik dazu und dann mache ich gar nichts mehr.

Ich muss es wollen, das ist immer das gleiche. Die Möglichkeit sehen, es überhaupt tun zu können und es sogar so zu gestalten, dass es angenehm ist. Funktioniert nicht immer, manche Leute spielen da einfach nicht mit 🙃
Wenn man jedoch an Leute gerät die ebenso danach streben ihre Zeit erfreulich zu gestalten ist es bisl wie im Paradies. Dann sind gar nicht die Sachen ansich wichtig sondern die Begegnungen.

Zitat von sandracookie:
kreatives wie zeichnen

Malst und bastelt du mit deinen Kindern?

• x 1 #83


sandracookie
@freely
Das ist teils, teils. Manchmal kann es Spaß machen, manchmal nervt es. Aber mit Musik ist vieles angenehmer, gerade so etwas wie saugen/putzen.

Kopfweh oder auch die ständigen Schmerzen durch meine Verspannungen rauben auch viel Energie, aber da hab ich jetzt erstmal wieder ein Muskelrelaxans und Physio verschrieben bekommen, hoffe das hilft.
Zitat von freely:
Die Möglichkeit sehen, es überhaupt tun zu können und es sogar so zu gestalten, dass es angenehm ist.

Ich denke das ist ein ganz zentraler Punkt, der hilft die Sachen auch wirklich anzugehen, nicht nur die angenehmen, sondern auch die Verpflichtungen. Eine innere Motivation ist wichtig, die kommt bei mir meistens, wenn ich etwas sinnvoll finde, aber ob ich das auf die Aufgaben übertragen kann? 🤔
Zitat von freely:
Malst und bastelt du mit deinen Kindern?

Ich hab nur ein Kind, aber ja machen wir manchmal, obwohl er selbst nicht gerne malt und ihm das auch noch schwer fällt. Aktuell für den Herbst hab ich auch schon viele Bastelideen, aber auch hier das Problem mich dann für eine zu entscheiden und dafür die Zeit bewusst einzuplanen. Oft bleibt es wieder nur bei den Ideen 😅

• x 1 #84


freely
Zitat von sandracookie:
wenn ich etwas sinnvoll finde, aber ob ich das auf die Aufgaben übertragen kann?

Oh je ich finde so vieles nicht sinnvoll, deswegen bleibt es ja liegen 😄

Ich finde man häuft auch so viel Zeug an und muss sich dann darum kümmern.

Daher finde ich Minimalismus so reizvoll.
Aber bin weit davon entfernt. Alles ist vollgestopft, mit altem Zeug noch dazu. Selbst kaputte Sachen schmeiße ich nicht weg, kann man ja reparieren 😬
Zwei kaputte Tellerchen liegen aktuell doof auf der Küchenarbeitsfläche rum, die will ich wieder kleben.


Zitat von sandracookie:
Aktuell für den Herbst hab ich auch schon viele Bastelideen, aber auch hier das Problem mich dann für eine zu entscheiden und dafür die Zeit bewusst einzuplanen. Oft bleibt es wieder nur bei den Ideen

Kenn ich. Freue mich da immer drauf und dann ist die Zeit schon wieder rum und nix davon umgesetzt.

Mal schaun. Einmal hatten wir so süße Pilzlandschaften auf Baumrinde gemacht. Die konnte man echt überall als Deko hinstellen.
Aber erst mal muss ich aus Spaß mal wieder raus. Zur Zeit mache ich es nur weil es anders nicht geht.

Gibt's hier im Forum eine Kreativecke?

• x 1 #85


sandracookie
@freely
Ich bin auch eher jemand, der zu viel anhäuft und aufhebt, obwohl weniger oftmals mehr ist 😅

Die letzten Tage waren wir unterwegs und heute viel draußen, das tat mir gut. Mit der Familie fällt mir das auch leichter, als mich alleine aufraffen zu müssen.
Muss mich dann mal für ein paar wenige Bastelideen entscheiden und die für schlecht Wettertage bereit halten. Vielleicht kommt man dann besser in die Umsetzung.
Keine Ahnung, ob es sowas hier gibt, könnte man mal nach suchen 🤔

• x 1 #86


freely
Zitat von sandracookie:
das tat mir gut.

Glaube ich dir 🙂

War vorhin auch mal draußen und wollte Eichelhüte zum Basteln holen. Waren keine da, alle Eicheln von dieser Gallwespe besiedelt und nur diese komischen Gebilde am Boden. Verrückt. Wäre ja auch zu leicht gewesen, die Bäume sind hinterm Haus. Jetzt werde ich demnächst vielleicht in den Wald dafür gehen.

• x 1 #87


sandracookie
@freely
Das ist schade, manchmal hat man auch Jahre da gibt es nicht viele Eicheln oder auch Kastanien und dann wiederum gibt es Unmengen. Das ist immer sehr wetterabhängig.

• x 1 #88


sandracookie
So ich dachte, ich liste mal die Dinge auf, die mir aktuell helfen ins Machen zu kommen, die hier teilweise auch schon genannt wurden.
Bitte nicht wundern, dass es hauptsächlich Beispiele aus dem Haushalt gibt, das ist einfach die Baustelle, wo ich gerade mit anfange. Sicher kann man das Ganze auch auf andere Bereiche übertragen, das ist für mich aber ein aktueller Prozess, der seine Zeit braucht.

- Ich frage mich:
Was ist die kleinste Aufgabe, die ich jetzt direkt erledigen kann?
Das sind meist Dinge im Haushalt, die regelmäßig anfallen, aber von Aufwand und Zeit total überschaubar sind und trotzdem optisch einen Unterschied machen, wie bspw. Spülmaschine ein- und ausräumen, Mülleimer leeren, Katzenklos sauber machen. Wenn ich eines davon erstmal geschafft habe, dann bleibe ich meist dran und mache mit anderen Aufgaben weiter

- Morgens direkt mit einer Sache anfangen nach dem Frühstück
So gerne ich morgens mal TV gucke oder am Handy Nachrichten beantworten und bei Instagram schauen möchte - das kann und muss warten, sonst versinke ich in "nur noch eine Folge/nur noch ein Reel" und die Zeit ist ruckzuck verplempert

-An Tagen mit besonders wenig Energie frage ich mich:
Wie kann ich die Aufgaben in kleinere Abschnitte aufteilen?
Das bedeutet ganz konkret, dass ich einerseits Prioritäten setze, was steht gerade am dringendsten an und hat vielleicht auch eine Deadline? Und andererseits schaue, ob es nicht okay ist, wenn ich bspw. den einen Tag nur die untere Etage sauge und dann erst einen Tag später die obere Etage. Sagt ja keiner, dass alles immer sofort an einem Tag passieren muss. Oder wenn es wirklich schlecht wird, teile ich sogar das Bad auf: 1 Tag Waschbecken/Spiegel, nächster Tag Toilette, wieder nächster Tag Dusche.
Hat den Vorteil, dass es wieder überschaubarer wird und der Aufwand kleiner ist und wenn es wider Erwarten doch gut läuft, mache ich dann oft mehr, als geplant und putze bspw. doch das ganze Bad an einem Tag.

Hab ich noch was vergessen? Nein, ich glaube für's Erste war es das.

• x 1 #89





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