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MinnieMary

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Mein Lebenssinn war immer ein oder mehrere Kinder zu bekommen. Arbeit und Erfolg waren mir nicht so wichtig. Nun habe ich für mich entschlossen lieber keine Kinder zu bekommen aus mehreren Gründen.. einer davon sind meine psychischen sowie körperlichen Erkrankungen und Medikamente.. da ich nicht mal richtig in der Lage bin auf mich selber aufzupassen bin ich der Meinung ich würde es nicht hinkriegen ein Kind groß zuziehen. Viel bieten könnte ich ihm auch nicht.. ich würde mir selber Vorwürfe machen.. und die Angst dass meinem Kind etwas zustößt ist viel zu Groß. Jetzt habe ich irgendwie garkeinen Sinn mehr in meinem Leben.. Die Ärzte meinen die Medis die ich einnehme würden einem Kind im Bauch nicht Schaden.. aber das ist ja nicht das einzige wesswegen ich bedenken habe..
meine Psychologen meinte mal dass viele Frauen durch die SchwangerschaftsHormone keine Depressionen hatten und nach der Geburt auch keine mehr sie .. wurden also auf diese Weise geheilt. Andere wiederum entwickeln nach der Geburt zum ersten Mal Depressionen.. wie war es bei euch ?

18.12.2018 21:33 • 21.12.2018 x 1 #1


9 Antworten ↓


Ella88


Hi,
mir geht es ähnlich wie dir. Ich finde die Einstellung dazu sehr vernünftig und würde es für mich als nicht richtig empfinden, ein Kind als Experiment zu nutzen, das mir "vielleicht hilft" und das "vielleicht eine unbeschwerte, schöne Kindheit hätte". Dass eine Angststörung oder Depression durch Hormone verschwinden kann, hab ich schon oft gehört und gelesen, allerdings sind diese Hormone auch irgendwann mal wieder abgebaut. Was meint denn dein Partner zu dem Thema?
Du hast ja mit 24 auch noch viel Zeit, bei mir sieht das schon etwas anders aus...

18.12.2018 21:41 • x 1 #2


MinnieMary

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Zitat von Ella88:
Hi,
mir geht es ähnlich wie dir. Ich finde die Einstellung dazu sehr vernünftig und würde es für mich als nicht richtig empfinden, ein Kind als Experiment zu nutzen, das mir "vielleicht hilft" und das "vielleicht eine unbeschwerte, schöne Kindheit hätte". Dass eine Angststörung oder Depression durch Hormone verschwinden kann, hab ich schon oft gehört und gelesen, allerdings sind diese Hormone auch irgendwann mal wieder abgebaut. Was meint denn dein Partner zu dem Thema?
Du hast ja mit 24 auch noch viel Zeit, bei mir sieht das schon etwas anders aus...

Als ich meinen Freund kennen gelernt habe wollte er keine Kinder.. dann ist er Onkel geworden und hat seine Meinung geändert. Er ist ein sehr liebevoller Onkel und tut alles für seine Nichten aber er möchte selber trotzdem noch damit warten. Das macht mich natürlich auch total eifersüchtig und traurig obwohl es nicht böse gemeint ist. Aber ich kann ich auch verstehen er möchte ja auch eine Frau auf die er sich verlassen kann. Und ich würde auch nicht die ganze Verantwortung ihm überlassen wollen. Man macht sich halt trotzdem noch Hoffnungen dass es irgendwann besser wird nur denke ich umso älter man wird dessto schwieriger wird es.

18.12.2018 21:54 • x 1 #3


Ella88


Ja, das Gefühl kann ich wirklich gut nachvollziehen. Aber ich finde es wichtig, sich solche ausführlichen Gedanken zu dem Thema zu machen. Als "vorbelasteter" Mensch einfach so loszulegen, bevor man selbst nicht unbedingt gefestigt ist, finde ich schwierig. Es wird sicherlich auch genug Frauen geben, für die ihre Kinder ein Ausweg aus der seelischen Schieflage waren und die sehr glücklich darüber sind, eine Familie gegründet zu haben. Mir selbst ist das Risiko dennoch momentan zu hoch, zumal ich selbst durch die Angst einige Lebensjahre und Lebenserfahrungen verpasst habe. Ich würde aber wie gesagt mit 24 keine Torschlusspanik bekommen. Du bist auch noch in zwei, drei Jahren eine junge Mama. Dein Freund hat doch eine super Einstellung - er setzt dich nicht unter Druck, obwohl er selbst anscheinend gut mit Kindern kann.

18.12.2018 23:07 • x 1 #4


Veritas

Veritas


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Absolut vorbildliche Denkweise, Ellas auch!
Gesund sein, Kohle besitzen, intelligent sein, mind. 'ne fertige Ausbildung sollte vorhanden sein => dann geht die Fortpflanzung in Ordnung

19.12.2018 00:45 • #5


Coru

Coru


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Ich finde das echt schwierig. Ich hätte gerne Kinder. Aber hab auch Probleme mit Ängsten und anderen Sachen und auch körperliche Probleme.
Ich überleg mir auch, ob es da nicht besser ist keine Kinder zu haben. Ich möchte halt meinen Kindern auch was bieten und schon gar nicht, dass sie selber später Probleme bekommen, weil ich mich nicht richtig kümmern konnte oder meine Ängstlichkeit auf die abfärbt.

19.12.2018 13:54 • #6


Kmart

Kmart


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Zitat von Veritas:
Absolut vorbildliche Denkweise, Ellas auch!
Gesund sein, Kohle besitzen, intelligent sein, mind. 'ne fertige Ausbildung sollte vorhanden sein => dann geht die Fortpflanzung in Ordnung




Naja das klingt etwas nach Euthanasie. An die TE: Du bist ein guter Mensch, alleine weil du dir Gedanken machst. Phsychische Krankheiten sind nicht direkt vererbar. Ich denke, es kriegen ganz andere Menschen Kinder.

Der einzige Grund, der gegen Kinder spricht ist wirklich nur, dass man selber weiß, nicht für das Kind da sein zu können wie es nötig ist. Geld etc. spielt imo keine Rolle. Aus der Sicht hätte die Menscheit ja längst aussterben sollen.

20.12.2018 20:28 • #7


Veritas

Veritas


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Eugenik, nicht Euthanasie(!)

20.12.2018 20:33 • #8


kalina

kalina


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Zitat von Kmart:
Phsychische Krankheiten sind nicht direkt vererbar.


Das stimmt nur zum Teil.

Eine Tendenz für psychische Erkrankung ist teilweise schon vererbbar. Das bedeutet aber nicht, dass ein psychisch erkrankter Mensch automatisch ein krankes Kind bekommt. Allerdings treten in manchen Familien psychische Erkrankungen gehäufter auf als in anderen.
Abgesehen davon können Eltern mit Depressionen oder Ängsten durch ihr Verhalten ein negativen Einfluss auf die Kinder haben.

Problematisch ist es auch, wenn Kinder eine "Funktion" für die Eltern haben, also wenn sie für die Eltern einen Gegenpol zu den Depressionen oder Ängsten darstellen sollen. Je weniger "psychische Funktion" für die Eltern, umso besser für die Entwicklung und psychische Gesundheit des Kindes.

20.12.2018 21:40 • x 1 #9


Kmart

Kmart


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Ich bin davon überzeugt, dass es weniger die Genetik ist (die spielt natürlich auch eine Rolle). Sondern vielmehr herrschen in den Familien bereits "kranke" Strukturen, die auf das Kind übergehen und es dann später krank machen.

21.12.2018 13:06 • x 3 #10