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Hallo,

was ich immer vermutet habe, ist Gott sei Dank eingetreten: Ich bin seit der Ankündigung meiner Entlassung zum heutigen Datum, aber eigentlich schon seit Ende Juli, als ich mich drei Wochen krank meldete, schlagartig angstfrei geworden. Alle Symptome, die ich hatte, von Angst- und Schlafstörungen sowie Depression und völliger Antriebslosigkeit an der Arbeit, hatten nicht direkt mit mangelnder mentaler Leistungskraft zu tun, sondern an den miesen Bedingungen, mit denen ich mich bei dieser Stelle rumschlagen musste. ist, kann ich jetzt neu anfangen. Ich weiß gar nicht, wann ich zum letzten Mal so unbesorgt war wie jetzt.

Und das schönste ist: Seit ein paar Tagen habe ich die Gewissheit, übermorgen einen Arbeitsvertrag vorgelegt zu bekommen.

Ich schleiche jetzt so schnell wie möglich das Citalopram aus. Sind jetzt noch 10 mg/Tag. Nur wenn ich an meinen Ex-Hausarzt denke: "Vermutlich müssen sie das Medikament lebenslang nehmen", dann kommt immer noch Wut auf. Mittlerweile denke ich, dass Hausärzte gar keine Psychopharmaka verschreiben dürften.

Heilstrom

31.10.2011 01:17 • 03.01.2012 #1


7 Antworten ↓


Hallo,

das freut mich ja, dass es Dir jetzt so gut geht. Ja, wenn das so einfach wäre...ich würde auch lieber heute als morgen den Job dran geben, aber ich bin Alleinerziehend und dazu noch Beamtin, geht nicht so einfach. Und der Job selber ist gar nicht stressig, aber ich komm auch mit dem Arbeitsweg und den Umständen dort nicht mehr so klar. Und mir fehlt z. Zt. auch die Kraft mich durchzubeißen

Viel Glück für Dich für die neue Arbeitsstelle

31.10.2011 11:21 • #2



Angstfrei seit drei Monaten

x 3


Hej,
das klingt doch mal richtig gut...
Hoffentlich bleibt es auch so, bei einer Freundin von mir kam es nach dem Ausschleichen des Medikamentes doch wieder. Aber wir geben die Hoffnung ja nicht auf!
Berichte mal, wie es weiter läuft.
Ich wünsche Dir, dass es weiter bergauf geht!

31.10.2011 11:43 • #3


Strand
Hallo Heilstrom,

das freut mich zu hören dass es Dir so gut ergangen ist
Berichte doch wie es dann ohne das Citalopram läuft! Ich würde es auch gern zum Frühjahr absetzen.

LG
Strand

02.11.2011 18:32 • #4


MichaPME
Hallo Heilstrom,

herzlichen Glückwunsch!

jedoch: lass dir vieeel Zeit beim ausschleichen des Citalopram
- kann ich dir aus meiner Erfahrung nur raten - auch wenn jetzt
eine Hochstimmung für dich da ist.

LG: Michael

02.11.2011 18:37 • #5


Hallo Leute,

es freut mich zu hören, dass man auch Zuspruch bekommt, wenn es einem besser geht. Im Moment nehme ich die geviertelten 40 mg-Tabletten alle 36 Stunden, was aber nicht das Optimum ist, da ich so keinen gleichmäßigen Level im Blut habe. Geht aber nicht anders, weil ich die nicht nochmal teilen kann. Und ich merke auch, dass sich mein Stimmungszustand verändert, wenn es wieder Zeit zum Einwurf ist. Ich bin dann ziemlich gereizt. Wenn ich dann Packung mit den 10 mg-Tabletten anbreche, kann ich die besser teilen. Aber zum Glück stellt sich seit diesen drei Monaten weder Angst noch Schlaflosigkeit ein.

In der Zwischenzeit habe ich viel nachgedacht, warum ich in den letzten Jahren dreimal die Lust an der Arbeit verloren habe. Beim ersten Mal war es meine Schuld, dass ich die Lust verloren hatte, weil ich zu viel auf einmal wollte ohne darauf vorbereitet zu sein (leitende Stelle in größerem Unternehmen). Es war zwar gut, was anderes gemacht zu haben, um Erfahrung zu gewinnen, aber ziemlich riskant, weil die Stelle völlig mobbingfrei und absolut sicher war. Aber leider auch unter der Würde eines Akademikers, weil etwas zu wenig herausfordernd.

Die nächste Stelle hätte gar nicht geschaffen werden dürfen, weil sie schlicht überflüssig war. Burnout durch jahrelange Unterforderung war die Folge.

Und die letzte Stelle war bekanntlich für den Arbeitgeber nur eine Übergangslösung, wie ich seit einiger Zeit weiß.

Jetzt wird bestimmt alles anders. Vor allem, weil mir eine vernünftige Perspektive jetzt schon in Aussicht gestellt wurde.

Schlussfolgerung: Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass man am Anfang seines Berufslebens nicht die Stelle seines Lebens findet. Und es ist nichts schlimmes, wenn man alle paar Jahre wechselt. In einem Gespräch mit einem Freund habe ich erfahren, dass unser gemeinsamer und geschätzter Deutschlehrer damals gesagt haben soll, dass er alle 7 Jahre was anderes machen müsste, sonst würde er sich eingeengt fühlen. Da ging es mir gleich besser. Es geht mir wohl nicht alleine so.

Heilstrom

05.11.2011 07:41 • #6


Strand
Hallo Heilstrom,

das mit den sieben Jahren "Lebensabschnitt" kommt aus der Anthroposophie (schreibt man das so?!), dort wird gesagt dass das Leben immer in so 7-Jahre-Abschnitten abläuft, und ich kann das aus meiner Erfahrung nur bestätigen

LG
Strand

05.11.2011 23:28 • #7


Zitat von Strand:
Hallo Heilstrom,

das freut mich zu hören dass es Dir so gut ergangen ist
Berichte doch wie es dann ohne das Citalopram läuft! Ich würde es auch gern zum Frühjahr absetzen.

LG
Strand

Hallo Strand,

ich habe letzte Woche versucht, von 10 auf 5 mg zu kommen, aber nach ca. 5 Tagen hat sich meine Schlafdauer auf nur noch 5 Stunden reduziert. Wenn ich dann nicht wieder auf 10 mg gegangen wäre, wären mit Sicherheit wieder irgendwann Angstzustände aufgetreten. Den nächsten Versuch werde ich Ende des Monats starten. Es dauert wirklich, bis man davon wieder runterkommt. Und jetzt, wo ich wieder erhöht habe, schlafe ich 12 Stunden am Tag. Ist aber auch mal angenehm...

Gruß
Heilstrom

03.01.2012 01:31 • #8




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