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Hey Leute, erstmal super dass es dieses Forum hier gibt, so hat man des Gefühl nicht ganz alleine mit seinem "Problem" zu sein.

Nun zu meiner Person;
Ich bin m, 28, n toleranter, hilfsbereiter, offener, aber auch ruhiger Mensch. Mit Stress, viel Trubel und der heutigen Inszenierungskultur kann ich wenig anfangen. Im Kopf war ich schon immer viel weiter und erwachsener als andere. Schule allgemein bedeutete Horror für mich und die Beziehung zu Gleichaltrigen gestaltete sich von Anfang an schwierig.

Vielleicht is daraus auch mein "Problem" entstanden,- wenn es um engere Beziehungen zu andern Menschen geht, fällt es mir sehr schwer jemanden an mich ranzulassen. Sobald es vertieft werden soll, block ich ab. Als Kind war ich sehr schüchtern und hab meine Zeit gebraucht bis ich aufgetaut bin. Heute kann ich zwar auf fremde Menschen zugehen, reiss aber aus wenns zu Privat wird. In der Pubertät bin ich gemobbt worden und vom Elternhaus habe ich null Selbstvertrauen mitbekommen. Die meiste Zeit meines Lebens hab ich allein verbracht, ehemalige Freunde haben mich leider nur verletzt und hintergangen. Geschwister sind keine vorhanden, da ich Einzelkind bin.

Nun bin an dem Punkt angelangt wo ich mir die Frage stelle, wie es für mich weitergehen soll. Meine "Generation" geht auf die 30 zu und Freundeskreise haben sich längst gefunden. Kinder werden gekriegt und Häuser werden gebaut. Dabei beschleicht mich ein Gefühl des "abgehängt-worden-sein"'s.

In Liebesdingen hatte ich erst eine richtige Freundin, wenn man das so nennen will. An Interessentinnen würde es mir zwar nicht mangeln, nur wäre es für mich mit enormer Anstrengung verbunden ne Beziehung aufrechtzuerhalten, bzw. überhaupt bis dahin zu kommen.

Im Job bin ich selbstständig, somit Arbeitskollegen gibt es in diesem Sinne nicht. Nach der Arbeit und am Wochenende fristet man sein Dasein allein.

Ok, ja, 28, kein Alter, aber an der Einsamkeit was zu ändern is eben nicht so leicht. Wie und wo soll man da anfangen?! Vielleicht gibts hier ja Menschen die sich austauschen wollen oder sich in ähnlicher Lage befinden? Auf jeden Fall würde es mich freuen, von euch zu lesen.

Lg Sebastian

15.09.2019 20:10 • 17.11.2019 x 2 #1


10 Antworten ↓


Odradek
Der Anfang, wenn du mich fragst, wäre: Zu reflektieren, warum man manchmal oder oft die Nähe scheut. Bei mir hat es damit zu tun, dass ich damit kämpfe, mich selbst liebenswürdig zu finden. Enge Nähe bedeutet immer auch ein bisschen die Gefahr, dass man sich nicht mehr verstecken kann. Man fürchtet das zumindest. Es könnte ja sein, dass der Andere dahinterkommt, wie man wirklich ist, und dass er einen dann nicht mehr schätzt. Die Wahrheit ist aber fast immer, dass wir einander für unsere Stärken UND Schwächen lieben.

15.09.2019 22:32 • x 3 #2



Zu eigenbrötlerisch für diese Welt?!

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Alleine zu sein ist ein schreckliches Gefühl ich bin zwar 13 aber habe auch so eine Situation. Isoliere dich nicjt zu sehr und gehe mal raus oder so. Reise mal denn vielleicht findest du Freunde. Und vergleiche dich nicht mit anderen. Wenn den kollege schon Kinder hat ist er nicht etwas besseres. Vielleihr brauchst du einfach mehr Zeit. Du bist immerhin 28 da hast du noch genug Zeit dein Leben aufzubauen. Du schaffst das !
Güsse Ida

16.09.2019 00:00 • x 1 #3


Zitat von DarkParadise:
Meine "Generation" geht auf die 30 zu und Freundeskreise haben sich längst gefunden. Kinder werden gekriegt und Häuser werden gebaut. Dabei beschleicht mich ein Gefühl des "abgehängt-worden-sein"'s.


Was andere tun ist für dein Leben nicht relevant.

Zitat von DarkParadise:
Nun bin an dem Punkt angelangt wo ich mir die Frage stelle, wie es für mich weitergehen soll.


Sehr gut, aber dafür sind andere keine Referenz. Wichtig ist das du deinen Weg machst, denn du bist keiner der Klone dieser Gesellschaft sondern ein Individuum mit eigenen Interessen

12.10.2019 00:09 • #4


Hoffnungsblick
Zitat von Inkompatibel:
du bist keiner der Klone dieser Gesellschaft sondern ein Individuum mit eigenen Interessen


Meine Antwort kommt hier vielleicht ein bisschen spät (12.11.19):
Wenn du nicht zum Mainstream zählst und nicht Ottonormalbürger bist, dann kannst du es auch von der anderen Seite sehen: Du hast deine Individualität entwickelt. Bleibe dabei und stehe zu dir. Nicht die Masse an sich ist schon gut. Das beweisen auch leidvolle geschichtliche Erfahrungen. So mancher wertvoller Edelstein wird länger geschliffen als ein gewöhnlicher Kieselstein. Wenn du hilfsbereit, offen, tolerant und ruhig bist, dann sind das doch gute Eigenschaften.
Du bist noch jung. Vergleiche dich nicht mit anderen. Man tut das zwar ganz unreflektiert. Aber es ist Zeitverschwendung.
Das Glück fragt nicht nach dem Alter.
Wenn du viele negative Erfahrungen gemacht hast und verletzt worden bist in wichtigen Beziehungen z.B. von Freunden, dann verzweifle trotzdem nicht. Glaube immer an dich selbst und an das Gute im Menschen. Oftmals deuten wir auf Grund unserer negtiven Erfahrungen Reaktionen von Menschen falsch.

Vielleicht hilft dir auch eine Therapie mit der du z.B. Ursachen einer Angst vor Nähe klären kannst?

12.11.2019 11:26 • #5


Ich verstehe den Zusammenhang und Therapievorschlag nicht, nur weil man einen Teil der Gesellschaft als Klone oder Mitläufer bezeichnet.

Vielleicht sollte ich das mal an einem guten Beispiel konkretisieren, Du kennst sicher Menschen die häufig gesagt bekommen das ihre biologische Uhr tickt weil sie noch keine Kinder haben oder gefragt werden "Bist du denn noch gar nicht verheiratet?".

Vielleicht wollen sie einfach keine Kinder oder heiraten sondern einfach nur IHR Leben gestalten wie sie es möchten ohne sich zu rechtfertigen nur weil ein von der Norm besessener Mensch sie dauern nervt mit seiner schwarz weißen Weltsicht.

Es gibt leider zu viele Menschen davon, die täglich wie ein genetisches Programm der Evolution funktionieren und sich in der Rolle ganz wohl zu fühlen scheinen, dafür sind sie im Vergleich zu anderen allerdings so individuell wie ein Sandkorn.

Das ausgerechnet sie, die streng nach der Norm leben und außer schwarz weiß nichts zu kennen scheinen, anderen immer erzählen wollen wie das Leben funktioniert, ist doch irgendwie seltsam.

12.11.2019 19:30 • x 2 #6


Hoffnungsblick
Zitat von Inkompatibel:
Ich verstehe den Zusammenhang und Therapievorschlag nicht, nur weil man einen Teil der Gesellschaft als Klone oder Mitläufer bezeichnet.


Habe das eigentlich zustimmend gemeint: Er ist kein Klon, sondern ein Individuum, also positiv.

Der Therapievorschlag war, weil ich es vielleicht eine Angst vor Nähe gibt. Aber war nur ein Vorschlag. DarkParadise kennt seine Bedürfnisse besser.

13.11.2019 18:33 • x 1 #7


Achso, ich dachte du meintest mich weil die Aussage mit dem Klon von mir stammte.

13.11.2019 18:42 • x 1 #8


Hoffnungsblick
Zitat von Inkompatibel:
ich dachte du meintest mich


Oh, das ist mir peinlich! Sollte besser eine deutliche Anrede schreiben. Entschuldige!

13.11.2019 23:09 • #9


Akinom
Angst vor Nähe ist aber auch kein schöner Wegbegleiter,unternehmen solltest du etwas wenn es dich stört.Ansonsten Folge nie den gut gemeinten Ratschlägen der breiten Masse,nur du entscheidest was für dich gut ist und was dir gut tut.Angst vor Nähe hat immer eine Ursache,willst du sie wissen...gut
Wenn nicht...auch gut. Liebe Grüße

16.11.2019 19:36 • x 1 #10


Zitat von DarkParadise:
aber an der Einsamkeit was zu ändern is eben nicht so leicht. Wie und wo soll man da anfangen?!


Wie sieht es bei dir mit Hobbies aus? Manchmal findet man darüber Freunde und Partner.
Dann beschäftigst du dich mit Dingen, die dich interssieren und bist nicht allein.
Man weiß ja nie, wo man jemanden kennenlernt.

Ich stehe im Moment vor einem ähnlichen Problem wie du es geschildert hast...
Je nach Interessenslage muss man schon suchen, um das passende zu finden.

Ich kann mit der heutigen "Inszenierungskultur" auch nichts anfangen,
es gibt zum Glück auch noch andere nette Menschen auf diesem Planeten

17.11.2019 19:56 • x 1 #11



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