3

DarkParadise

Hey Leute, erstmal super dass es dieses Forum hier gibt, so hat man des Gefühl nicht ganz alleine mit seinem "Problem" zu sein.

Nun zu meiner Person;
Ich bin m, 28, n toleranter, hilfsbereiter, offener, aber auch ruhiger Mensch. Mit Stress, viel Trubel und der heutigen Inszenierungskultur kann ich wenig anfangen. Im Kopf war ich schon immer viel weiter und erwachsener als andere. Schule allgemein bedeutete Horror für mich und die Beziehung zu Gleichaltrigen gestaltete sich von Anfang an schwierig.

Vielleicht is daraus auch mein "Problem" entstanden,- wenn es um engere Beziehungen zu andern Menschen geht, fällt es mir sehr schwer jemanden an mich ranzulassen. Sobald es vertieft werden soll, block ich ab. Als Kind war ich sehr schüchtern und hab meine Zeit gebraucht bis ich aufgetaut bin. Heute kann ich zwar auf fremde Menschen zugehen, reiss aber aus wenns zu Privat wird. In der Pubertät bin ich gemobbt worden und vom Elternhaus habe ich null Selbstvertrauen mitbekommen. Die meiste Zeit meines Lebens hab ich allein verbracht, ehemalige Freunde haben mich leider nur verletzt und hintergangen. Geschwister sind keine vorhanden, da ich Einzelkind bin.

Nun bin an dem Punkt angelangt wo ich mir die Frage stelle, wie es für mich weitergehen soll. Meine "Generation" geht auf die 30 zu und Freundeskreise haben sich längst gefunden. Kinder werden gekriegt und Häuser werden gebaut. Dabei beschleicht mich ein Gefühl des "abgehängt-worden-sein"'s.

In Liebesdingen hatte ich erst eine richtige Freundin, wenn man das so nennen will. An Interessentinnen würde es mir zwar nicht mangeln, nur wäre es für mich mit enormer Anstrengung verbunden ne Beziehung aufrechtzuerhalten, bzw. überhaupt bis dahin zu kommen.

Im Job bin ich selbstständig, somit Arbeitskollegen gibt es in diesem Sinne nicht. Nach der Arbeit und am Wochenende fristet man sein Dasein allein.

Ok, ja, 28, kein Alter, aber an der Einsamkeit was zu ändern is eben nicht so leicht. Wie und wo soll man da anfangen?! Vielleicht gibts hier ja Menschen die sich austauschen wollen oder sich in ähnlicher Lage befinden? Auf jeden Fall würde es mich freuen, von euch zu lesen.

Lg Sebastian

15.09.2019 19:10 • 11.10.2019 x 1 #1


3 Antworten ↓


Odradek

Odradek


22
2
10
Der Anfang, wenn du mich fragst, wäre: Zu reflektieren, warum man manchmal oder oft die Nähe scheut. Bei mir hat es damit zu tun, dass ich damit kämpfe, mich selbst liebenswürdig zu finden. Enge Nähe bedeutet immer auch ein bisschen die Gefahr, dass man sich nicht mehr verstecken kann. Man fürchtet das zumindest. Es könnte ja sein, dass der Andere dahinterkommt, wie man wirklich ist, und dass er einen dann nicht mehr schätzt. Die Wahrheit ist aber fast immer, dass wir einander für unsere Stärken UND Schwächen lieben.

15.09.2019 21:32 • x 2 #2


ida_6


4
Alleine zu sein ist ein schreckliches Gefühl ich bin zwar 13 aber habe auch so eine Situation. Isoliere dich nicjt zu sehr und gehe mal raus oder so. Reise mal denn vielleicht findest du Freunde. Und vergleiche dich nicht mit anderen. Wenn den kollege schon Kinder hat ist er nicht etwas besseres. Vielleihr brauchst du einfach mehr Zeit. Du bist immerhin 28 da hast du noch genug Zeit dein Leben aufzubauen. Du schaffst das !
Güsse Ida

15.09.2019 23:00 • #3


Inkompatibel


11
3
Zitat von DarkParadise:
Meine "Generation" geht auf die 30 zu und Freundeskreise haben sich längst gefunden. Kinder werden gekriegt und Häuser werden gebaut. Dabei beschleicht mich ein Gefühl des "abgehängt-worden-sein"'s.


Was andere tun ist für dein Leben nicht relevant.

Zitat von DarkParadise:
Nun bin an dem Punkt angelangt wo ich mir die Frage stelle, wie es für mich weitergehen soll.


Sehr gut, aber dafür sind andere keine Referenz. Wichtig ist das du deinen Weg machst, denn du bist keiner der Klone dieser Gesellschaft sondern ein Individuum mit eigenen Interessen

Gerade eben • #4



Dr. Reinhard Pichler